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Das "neue" Leben NACH dem Narzissten/Lügner/Soziopathen

Ralitsa

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Liebe Forengemeinde,

zum Thema "Beziehung mit Narzissten/zwanghaften Lügnern (Pseudologe) und Soziopathen" möchte ich ergänzend, zu den beiden mittlerweile sehr langen Threads einen neuen Thread eröffnen, wo es um die Gestaltung des Lebens NACH dem Ende der Beziehung zu einem Menschen mit so einer Persönlichkeit geht.

Ausschlaggebend dazu war ein Kommentar, den ich in dem Blog "Energievampire" gelesen habe.
Zu diesem Artikel "energievampire.wordpress.com/2011/11/26/der-narzisst-liebt-seine-krankheit/" gab es einen Kommentar von einem Leser, der es leider auf den Punkt bringt:

NIEMAND, der es nicht selbst erlebt hat, weiß, was diese Menschen anrichten. Und der Schaden ist irreparabel. Man wird verrückt, weil man nicht versteht, was passiert ist. Es gibt kein Leben danach, zu kaputt ist alles.

Lasst uns in diesem Thread über das (neue) Leben nach dem Ende der Beziehung, nach dem großen Knall, wo das Lügengerüst zusammenbricht, berichten:

Wie sind wir zurück ins Leben gekommen?
Wie sieht unser Leben heute aus?
Was hat uns dabei geholfen?
Wo kann man Hilfe finden?
Was haben wir aus den Erlebnissen gelernt?
Wie haben wir uns seitdem verändert? (Positiv und Negativ)
Welche Hilfe haben wir in Anspruch genommen?
Ist das Leben danach wirklich kaputt und irreparabel oder "einfach nur" anders als vorher?
Hat unser Leben ohne den Energievampir nicht evtl. mehr Lebensqualität?

04.07.2014 20:17 • x 4 #1


Elfe2013

Hallo alle,
Ich habe nie in dem Thread geschrieben, aber immer gelesen. Ich habe viel gelernt dabei. Habe verstanden, was mit mir passiert und passiert ist.
Geholfen hat mir
1. mich radikal zu trennen, keine Treffen mehr, jedem Wunsch von ihm nicht zu entsprechen
2. was mich immer zurück geworfen, wenn er eine Mail geschrieben hat. immer.
3. Hilfe findet man bei Freunden und im Alltag. Ein strukturierter Alltag war das Beste, was ich mir angewöhnt habe.
4. Hat es mich verändert? Von außen betrachtet, nein.
Von innen betrachtet. Ja.
Ich kann mich besser abgrenzen. Und schneller.
5. die schlimmste Hinterlassenschaft von ihm: No Way und never lasse ich einen Mann näher an mich ran. Die Vorstellung mich wieder so selbst zu enteignen, jagt mir jeden Schauer über den Rücken.
6. Ist mein Leben besser ohne ihn: ganz klar ja!
Grüße elfe2013

04.07.2014 20:37 • x 12 #2


Toffifee

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Hey,
werde hier mal meine Schritte aufschreiben die ich so mache, bin noch ganz am Anfang.

Als erstes: Guten Anwalt, der regelt das mit den Finanzen etc. und entlastet mich.

Bin noch krankgeschrieben, will bald aber wieder durchstarten.

Ich richte meine Wohnung ein
Und habe mich woanders beworben.
Der Plan ist: Ganz neuen Lebensmittelpunkt machen.

Ich treffe mich mit Freunden und kümmert mich um Tiere.

Ich habe Bilder gemalt für meine Wohnung 😃

Lg

04.07.2014 21:24 • x 4 #3


Toffifee

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Und ob es mich verändert hat?
Ja!
Muss meinen Mut erstmal wiederfinden.
Werde den jetzt mal wieder suchen...

04.07.2014 21:25 • x 1 #4


Gast 123

.... Ich stehe leider noch immer vor den Scherben.
Daher würde es mich sehr interessieren !

05.07.2014 01:23 • #5


Anul

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Danke für diesen Thread, auch ich stecke noch mittendrin....
Mitte Februar zog er aus, aber er lässt mich nicht in Ruhe!

Ich reagiere auf keine Anrufe, keine sms, kein Sturm klingeln an der Tür....
aber er passt mich bei der Arbeit ab, beim Einkaufen, überall.
Und das obwohl er über 30KM entfernt wohnt.

Ich werde nun meine Heimat verlassen, 50 Jahre war ich hier zuhause,
werde meine geliebte Arbeit aufgeben und ohne Job und Geld in der fernen Stadt versuchen wieder Boden unter die Füsse zu bekommen.

Wie wird mein neues Leben NACH Narz aussehen? Ich weiss es nicht. Gibt es ein Leben danach?

Meine Vorstellung:
einfach endlich Ruhe vor ihm
neue Freunde finden
einen Job der mir gefällt
ein Leben in Frieden, in Frieden mit mir und den Mitmenschen.

Würde mich freuen wenn hier viele schreiben dass das möglich ist, dass es ein Leben NACH dem Narz gibt,
ich würde so gerne daran glauben, doch nach dem Wahnsinn der letzten 12 Jahre fällt mir das sehr schwer.

Liebe Grüsse
Anul

05.07.2014 02:07 • x 7 #6


Kimberly

Hallo Ralitsa und alle,

danke erstmal für die Eröffnung des Threads.

Ich stecke noch mitten in der Verarbeitung. Getrennt habe ich mich im Oktober 2013, die Krise (also das langsame, zermürbende Entdecken, dass da was nicht stimmt, begann im Februar 2013, nach knapp 5 Jahren Beziehung).

"Mein" Narzisst ist einer der gleichgültigen Vermeider, was heißen soll, ich wurde entsorgt, aus seinem Leben gestrichen, er stalkt nicht und wirft mich nicht mit zahlreichen Hooveringversuchen zurück.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass nach einer solchen Erfahrung nur zwei Möglichkeiten bleiben, entweder man bleibt "verbittert" psychisch beschädigt zurück oder man ändert sich im Sinne einer Metamorphose.

Wohin mich mein Weg führen wird, kann ich noch nicht sagen, zu sehr wiegt noch die Verletzung, und es steht zu befürchten, dass genau das
Zitat:
No Way und never lasse ich einen Mann näher an mich ran. Die Vorstellung mich wieder so selbst zu enteignen, jagt mir jeden Schauer über den Rücken.

auch bei mir eintreten wird, ganz einfach auch, weil ich weiß, dass ich so etwas nicht mehr überstehen würde.

Geändert habe ich mein Leben insoweit, als dass ich u. a. in den 8 Monaten der Trennung eine Menge neuer Menschen kennengelernt habe, neue Begegnungen hatte.

LG
Kimberly

05.07.2014 05:30 • x 2 #7


Ehemaliges-Mitg.

ich bin auch noch am Anfang der Verarbeitung.Meiner ist auch so wie Kimberleys. Er meldet sich nicht, ist gekränkt und verletzt weil ich aufgrund seiner beruflichen Handlungen die mich Kopf und Kragen kosten können mich nach 5 Jahren in aller Deutlichkeit abgegrenzt habe. Ich weiss dass er sich noch als Opfer fühlt und da noch ne Menge auch juristisches auf mich zukommen wird. Im Moment fahre ich auf einem , glaub ich intuitiv richtig Notfall-Modus:

ich lenke mich ab mit Dingen, die NICHTS mit ihm zu tun haben….und entdecke dabei wieviel mit ihm auch NICHT ging….
Ich kümmere mich um Kind, Job und Tiere aber alles etwas langsamer…weil ich merke, dass ich irgendwie Kraft tanken muss…
ich lese viel hier und gucke, was diejenigen getan haben die schon weiter sind …vor allem in Momenten, in denen diese emotionalen Irrlichter, die er in mir entzündet, hat wieder aufflackern
ich versuche herauszufinden, was ich tun möchte von den Dingen, die mit ihm nie möglich waren…um ein Gegengewicht zu schaffen…

Verendet hat es mich mit Sicherheit …wie genau weiss ich noch nicht aber ich kann mir im Moment noch nicht vorstellen je wieder so offen und ohne Falsch und Arg jemanden an mich heran zu lassen wie ihn...

05.07.2014 07:25 • x 1 #8


Polaris

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Wie bin ich zurück ins Leben gekommen?
Durch Familie und Freunde

Wie sieht mein Leben heute aus?
Entspannter. Befreiter, der Kopf ist frei.

Was hat mir dabei geholfen?
Die Familie und das schreiben im Forum mit Menschen die ähnliches erlebt haben

Was hab ich aus den Erlebnissen gelernt?
Das man vorsichtiger sein sollte wieviel und wem man etwas preis gibt. Das man darauf Achten sollte ob Mimik und Gestik zur Situation passen.Das getanes mehr Wert ist als gesagtes.
Das mein Herz / Intuition immer richtig liegt.
Das ich es selbst in der Hand habe das es mir gut geht.

Wie hab ich mich seitdem verändert? (Positiv und Negativ)
Positiv : Das Glück in den kleinen dingen des Lebens sehen.Mehr auf mich selbst zu Achten.
Negativ: Bin nicht mehr so belastbar wie früher und habe weniger Geduld.

Ist das Leben danach wirklich kaputt und irreparabel oder "einfach nur" anders als vorher?
Ich denke es ist anders als vorher. Es liegt mir frei mein Leben selbst zu gestalten.
Ob es kaputt oder als irreparabel angesehen wird liegt an jedem selbst.

Hat unser Leben ohne den Energievampir nicht evtl. mehr Lebensqualität?
Ich denke es kann mehr Lebensqualität entstehen ,wenn ich nicht anfange alles schwarz zu sehen,sondern die Erkenntnisse dazu nutze um mein Leben zu verbessern.

05.07.2014 08:20 • x 7 #9


maus0904

maus0904

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[quote="Polaris"]

Was hab ich aus den Erlebnissen gelernt?
Das man vorsichtiger sein sollte wieviel und wem man etwas preis gibt. Das man darauf Achten sollte ob Mimik und Gestik zur Situation passen.Das getanes mehr Wert ist als gesagtes.
Das mein Herz / Intuition immer richtig liegt.
Das ich es selbst in der Hand habe das es mir gut geht.

quote]

du sprichst mir aus der Seele...
so hab ich es oft auch empfunden....konnte es aber nie in Worte fassen bin heute noch nicht sicher, ob er tatsächlich ein "Nazißt" ist , oder zumindest narzißtische Züge hat, aber bei manchem, was ich lese , hier oder in Büchern, werde ich mir immer sicherer...
er hat mich nach sechs Jahren einfach per WhatsApp aus seinem Leben "entsorgt" ....bis heute weiß mich nicht WARUM.....ich weiß nur, dass er mich sooft so sehr verletzt hat, dann wieder die Maske aufgestezt hat und plötzlich wieder Dr.Jekyll war und in der nächsten Sekunde schon wieder Mr. Hyde
...er hat gelogen ,mit Sicherheit auch betrogen......hat "gesagt" aber nicht "getan"..........ich kam mir so wertlos vor, wie selten zuvor in meinem Leben............er hat so geschockt manipuliertund geschauspielert....unfassbar..........ich bin denke ich auch heute noch schwer traumatisiert von dieser Beziehung......ich denke auch , dass mich diese Beziehung nachhaltig verändert hat.....und ich hoffe auch sehr, dass ich noch jemals in keinen Leben wieder jemandem "vertrauen" kann.....

Danke für diesen Thread, finde ihn sehr hilfreich...
LG Maus

05.07.2014 08:34 • x 2 #10


maus0904

maus0904

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Zitat von Ralitsa:
Liebe Forengemeinde,

narzisst-liebt-seine-krankheit/ gab es einen Kommentar von einem Leser, der es leider auf den Punkt bringt:

NIEMAND, der es nicht selbst erlebt hat, weiß, was diese Menschen anrichten. Und der Schaden ist irreparabel. Man wird verrückt, weil man nicht versteht, was passiert ist. Es gibt kein Leben danach, zu kaputt ist alles.

Lasst uns in diesem Thread über das (neue) Leben nach dem Ende der Beziehung, nach dem großen Knall, wo das Lügengerüst zusammenbricht, berichten:

?


DANKE.....eine super Idee......

wird vielleicht auch mir helfen, hier mal die Erfahrungen von anderen zu lesen, die mit "Narzißmus" konfrontiert waren, da ich mir immer noch nicht sicher bin , ob mein Ex auch "narzißtisch" ist....werde mir aber immer sicherer.....

Das Gute ist...ich habe nach der Trennung , keinen Tag wirklich aufgegeben, es hat mich schwer verletzt und traumatisiert, was da so alles gelaufen ist, aber ich MÖCHTE weiter "leben" und daran arbeite ich Tag für Tag und ich denke auch, dass wir entscheidend beitragen können zu unserem "Wohlbefinden"...
Mir helfen vor allem Menschen, bei denen ich merke, dass eben all diese "narzißtischen" Züge nicht vorhanden sind, die Ehrlichkeit, die wirklich "von Herzen kommende" Wärme und der Trost, der ehrlich gemeint ist....und die Erkenntnis, dass ich eigentlich heilfroh sein muss, dass es vorbei ist....und ich so vergleichsweise GUT da raus gekommen bin.......

Lieb Grüße an alle.....

:daumen: Maus

05.07.2014 08:45 • x 1 #11


comme-il-faut

Hallo an alle ,

erst mal : DANKE RALITSA FÜR DIE ERÖFFNUNG DIESES NEUEN THREADS !
Eine echt tolle Idee - ich habe einiges zu berichten.....

Ja....was geschieht mit einem/einer , der/die dieser bizarren Geschichte entkommen konnte....ich denke , das bedeutet für jede(n) etwas anderes

In meinem Fall war es so , daß er sich - bis heute! - nicht von mir lösen konnte oder wollte . Im Gegenteil . Ausser dass er sich zwischenzeitlich eine kleine , 32 Jahre jüngere "Pussi" zum Spielen ins Haus geholt hat und mich immer noch eine quälend lange Zeit (bis 8 Monate nach meinem selbst gewählten Schluss-Strich) online gehalten hat ohne mir diese Tatsache offen einzugestehen.....(obwohl ich dieses böse Doppelspiel von Anfang an wusste - die "lieben" Nachbarn/"Freunde" haben es mir ungefragt sofort gesteckt) . Er aber hat es ständig dementiert "....alles Lüge und böse Nachrede!" ...jajaja...blablabla

Leider war ich in diesen ersten Monaten nach meiner Trennung so dämlich und bin immer wieder auf seine Spiele eingegangen - in der völlig unmotivierten Hoffnung , er könne sich dadurch "zum Besseren" verändert haben (wie DUMMDUMMDUMM!) und es wäre ein Neustart möglich - HA! Im Oktober aber war ich an einem Punkt , an dem ich wahrhaftig überlegt habe , mich auf die Schienen zu legen und einfach auf den Zug zu warten , weil ich mental so am A... war , daß ich keinen Ausweg mehr in der Lage war zu sehen .
Ein Zufall kam mir zuhilfe : ich fand einen Mann , der wie ich vor langen Jahren mal in einer Partner-Sportart ähnlich weit unterwegs war wie ich ; der bereit war , das wieder mit mir zusammen neu zu starten und - der wie ich - zu der Zeit in einer ähnlich katastrophalen (aber anders gelagerten) Paarsituation feststeckte . Das Ganze hat sich mittlerweile dergestalt entwickelt , daß wir ständig in dieser Szene unterwegs sind und....naja....er war von anfang an auf Zweisamkeit aus , ich aber habe diesem "werben" lange widerstanden .

Ja , es ist ganz ok für mich , wie es ist...mehr aber nicht . Emotional bin ich nur sehr eingeschränkt beteiligt , ein "mehr" an Gefühl ist mir einfach nicht möglich . Ich bemerke jetzt an mir , wie sehr meine Gefühlswelt zerstört und deformiert wurde . Ich kann kaum Nähe zulassen und wenn dann nur körperlich . Er gibt permanent ALLES für mich und will auf Biegen und Brechen meine meterdicken Mauern durchbrechen - ich lasse ihn nicht rein! Das löst in mir allenfalls Panik aus . Und das ist mittlerweile eine echt anstrengende Kiste - und ich merke , wie ich manchmal GENAU DIE VERHALTENSWEISEN an den Tag lege wie mein Ex , um mich vor einem "zuviel" an Nähe zu schützen....das ist schlimm - schlimm für diesen neuen Mann! Das ist in letzter zeit auch oft zum Thema geworden , aber er wird nicht müde , mich immer wieder "einzufangen" .
Auf der anderen Seite ist es so , daß ich mir dieses ständige Unterwegs-Sein in dieser für mich mittlerweile so wichtigen Szene nicht dadurch wieder nehmen lassen will , wenn ich mich von ihm trenne - aber genau das wäre die Konsequenz....ich habe einfach Angst , daß es mich wieder dahin zurückwerfen könnte , wo ich im letzten Oktober war . DAS überlebe ich mental kein zweites Mal mehr .

Tja....so sieht es in mir aus . Und ich weiß echt nicht , ob diese "Deformation" ein Dauerzustand ist/bleibt , oder ob ich (mit oder ohne den "Neuen") irgendwann wieder ein entspannteres Gefühlsleben entwickeln kann . Das macht mir Angst....Vielleicht ist es aber noch viel zu früh , sich derart mit diesen gedanken zu plagen - ich weiß es nicht .

Ich LEIDE nicht mehr ! Und das ist das einzig Gute an der ganzen Jetzt-Situation - und ich wage mich zur zeit einfach nicht , mich IRGENDWIE zu "bewegen" , um nur nicht nochmal annäherungsweise in diesen Abwärts-Strudel zu geraten . Aber wie schon einige andere hier gesagt haben , jeder geht mit seinem "Minus-Paket" anders um

alles Liebe für euch andere Betroffene - ich fühle mit euch !

05.07.2014 08:55 • #12


zartbitter

1. Schritt: Im Internet suchen und finden: narzissmus, die Augen gingen mir auf!

2. Schritt: Auswählen: narzissmus.de also Info, aber keinesfalls als Forum nutzen! Enegievampire (siehe Empfehlung) und trennungsschmerzen wählen!

3. Schritt: Gefühle ordnen und klar denken

4. Schritt: Bücher lesen und Bewegung ( in jeder Form, kann auch Sport sein)

5. Schritt: Familie, Freunde und Arbeitskollegen als Hilfe annehmen, Hilfe annehmen, Hilfe annehmen!

6. und 7. Schritt: Hilfe annehmen: Zulassen, dass man Hilfe braucht! Auch proffessionelle Hilfe wie eine Therapie schnell beginnen!

8. Schritt: Anwalt einschalten. Ganz wichtig! Denkt klar und sachlich, wo ich emotional noch zu sehr verwirrt war.

9. Schritt: Schnell handeln! Finanzielle Dinge klären, besonders wenn der Narz sich noch in der Werbungs- und Verliebtheitsphase mit einer Next befindet.

10. Schritt: Keine Entschuldigungen, keine Bitten oder Erklärungen aller Art, keine Begründungen mehr abgeben. Wenn man es schafft, sich genauso kalt wie der Narz verhalten. Misstrauisch sein, ihn ignorieren, immer Gegenfragen stellen

11. Schritt: Man hüte sich davor, Angebote vom Narzen anzunehmen, die in Richtung Freundschaft, Hoffnung auf Rückkehr in die Beziehung, Zusammenleben zu dritt usw. gehen

12. Attacken und Rückschläge erwarten. Für diesen Fall Telefonpartner als Hilfe Tag und Nacht bereit haben

13. Kontaktsperre: Keine Briefe, Keine SMS, keine Telefonate, usw. Wenn man Kontakt haben muss, am besten nur per E-Mail. Da kann man den Narz unter spam oder sonst was setzen und die E-mails lesen, wenn man dazu in der Lage ist. Antworten sollte niemals emotional oder mit Erklärungen sein. Immer Fordern und Gegenfragen stellen, damit der Narz erklären muss. Wenn möglich 2 oder mehr Alternativen bieten, wenn man was durchsetzen will. Der Narz muss nicht gleich herausfinden, welches Ziel ich genau verfolge, den das bietet ihm wieder die Möglichkeit, genau das zu verhindern oder mich zu erpressen.
13. Viel telefonieren, viel unternehmen: Aber mit Menschen, die man kennt oder die man immer schon kennen lernen wollte

14. Nicht aus Verzweiflung die nächstbesten Typen aufgabeln! Lieber alte, verschüttete Kontakte reaktivieren! Es ist unglaublich: Alle meine alten Freunde haben sich gefreut, von mir zu hören. Sie haben mir ein Stück meiner Vergangenheit zurückgegeben. Und zwar im Positiven! Das war sehr wichtig: Denn der Narz hinterlässt ein Trümmerfeld. Eine negative Lebensbilanz, die man am Ende - gefangen in der verdrehten Welt- slbst geglaubt hat. Alte Freunde erzählen Dir eine andere Geschichte über dich und auch über den Narzen. Dafindet man wieder in die reale Welt zurück

15. Neue Hobbies, viele Aktivitäten, neue Muster suchen!

16. Loslassen und Veränderung: Alte Gewohnheiten, die alte Wohnung, alte Denkmuster, alte Orte
Das ist am schwersten, aber am Ende am effektivsten! Wichtig ist auch, zu sagen, das geht! z.B. sich von Dingen zu trennen, von denen man meint, ohne sie nicht leben zu können, die einen aber an den Narzen noch binden oder einen an der eigenen Veränderung hindern.

Immer abwägen, was einem gut tut, was wichtiger ist. Die alte Wohnung z.B., aber dafür ständig Kontakt und Terror. Oder verzichten auf einen gewissen "Standard" und dafür mehr Lebensqualität

17. Die Ungerechtigkeit aushalten. Zulassen und analysieren, traurig und wütend sein, überlegen, ob Gerchtigkeit mit minimalem Eneregieaufwand hergestellt werden kann. z.B. Durch Anwalt, clevere tricks, Anzeige u.ä. Falls das nicht geht, lieber die neu gewonnene Energie für sich selbst einsetzen und die genießen.

18. Tagebücher führen. Platz für Randnotizen lassen, die man Wochen, Monate später dazu einfügen kann. Am Anfang alles von der Seele schreiben, auch die Briefe an den Narzen, die man nie abschickt. Mit der Zeit wird man weniger schreiben und anders. Darauf achten, auch bewusst Positives für sich zu schreiben.

Das hat mir geholfen und hilft mir immer noch: Positiv-negativ-Bilanz meiner Beziehung. Schreiben, was hab ich eingebracht, was der Narz. Was war mir wichtig. Wo sind meine Hoffnungen und Sehnsüchte gewesen, wer hat sie (nicht) erfüllt. Was wollte ich schon immer gerne tun. Was davon könnte ich jetzt umsetzen, da mich keiner mehr dran hindert. Hinterlässt er eine Lücke oder war er die Lücke?

Sehr hat mir meine Liste geholfen, die ich bald aufgestellt habe und immer wieder, wenn es mir nicht so gut geht, lese bzw. noch vervollständige: Worum beneide ich mich. Hierbei ist ganz wichtig, spontan aus dem Bauch heraus zu schreiben. Es kommt ganz schön was zusammen!

19. Nichts muss mehr! Geduldig und barmherzig mit sich sein! Das Schwerste!
Zulassen, dass man Zeit zum Verarbeiten braucht und Rückschläge (so ist das Leben nun mal!) verkraften muss. Negative Gedanken, Trauer, Wut, Rachegelüste, Emotionen, sich schlecht fühlen, krank sein, nicht funktionieren können, das alles muss man zulassen lernen. Aber auch sich was gönnen, muss man zulassen lernen: Positive Gedanken, nichts tun brauchen, sich gut fühlen, Energie für sich verwenden, was Verrücktes machen, sich abgrenzen und gut für sich sorgen, keine Ziele haben, nicht nach irgendeinem Sinn suchen, den Augenblick auskosten

20. Handeln und Entscheiden: Ich handle, ich entscheide, ich tu was, ich übernehme die Verantwortung für mich. Wenn ich feststelle, dass ich eine Entscheidung gegen meinen Willen getroffen habe, dann sage ich: STOPPP! Das wollte ich nicht, das tut mir nicht gut, da bin eigentlich ich wieder die, welche leidet! Das sind die alten Muster, die immer wieder durchkommen! Hilfe: Vor Entscheidungen Zeit gewinnen, erstmals, nein sagen oder Bedenkzeit einräumen, und zwar:

Ohne Begründung oder Entschuldigung! Das muss man üben.

Sätze, wie " Spontan muss ich dazu erstmal nein sagen, ich muss Zeit dazu haben, das zu durchdenken" helfen.

Natürlich tappt man auch oft in die Falle, weil man ein hilfsbereiter und offener Mensch ist. Aber das habe ich inzwischen gelernt, meine Entscheidungen zu revidieren. Der Narz brauchte mir bei: Man muss zu seiner Entscheidung stehen, da darf man sich keine Fehler erlauben, das muss man im Griff haben, das ist eine Zeichen von Stärke und Intelligenz. Menschen, die sich nicht entscheiden können, sind Schwächlinge. Das war dann auch mein Credo! Denn jede Schwäche wurde mit Liebesentzug bestraft.

Ich entscheide:

Ich entscheide, ob ich entscheide.

Wenn ich entscheide, dann überlegt oder aus dem Bauch heraus.

Ob eine Entscheidung richtig ist, stellt sich immer erst hinterher raus und hängt von vielen Zufälligkeiten ab, oft sind die Konsequenzen nicht absehbar (es sei denn man läuft mit geschlossenen Augen über die Autobahn, aber das ist ja wohl jedem klar).

Spüre ich, dass eine Entscheidung mir Bauschmerzen bereitet oder mir nicht guttut, dann revidiere ich sie!

Das ist keine Schwäche, sondern das Gegenteil!

Wichtig ist auch hierbei, keine großen Erklärungen und Entschuldigungen abzugeben.

Ich habe den Satz geübt: "Ich habe über meine Entscheidung nachgedacht und für mich eine bessere Lösung gefunden. Und genauso will ich das jetzt haben."

Natürlich meine ich damit nicht rücksichtsloses und gedankenloses Hin- und Her befehlen. Es geht darum, den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Ideen Raum zu geben. Ist einem anderen dadurch ein Schaden entstanden, werde ich das natürlich würdigen und versichern, dass ich daraus lernen werde. Aber ich spiele nicht mehr die Feuerwehr, den Weltenretter oder den netten Wunscherfüller für alle Egomanen.

Unterstützen kann dabei eine Charmeoffensive (gerne oft einsetzen) oder auch das naive sich Dummstellen (nur im Notfall einsetzen).

21. Lebensfreude entwickeln. Und zwar systematisch!

Dazu gehört jeden Tag auf irgendeine Weise einen kurzen Moment innehalten und überlegen: Was tut mir gerade gut, was würde mir gut tun, was nehme ich mir heute vor, das mir gut tun, was hat mir heute gut getan

Auch hier kein Druck:

Wer früh lieber muffelig ist, soll seine Muffeleinheit genießen und sich nichts durch irgendwelche Mantras oder Übungen vermiesen lassen. Wer beim Zähneputzen am Abend immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, darüber nachzudenken, ist vielleicht zu müde.

Ein smile am Badspiegel oder ein paar Erinnerungszettel irgendwo verstreut können helfen.

Wer sich ertappt, dass er in den Spiegel schaut und sein trauriges oder muffeliges Gesicht als vertraut und zu sich gehörig empfindet, der ist nicht weit davon entfernt, sich danach zärtlich anzusehen und zu sich zu sagen: Also, geht doch. Ich hab mich so an dich gewöhnt, so verhaut und doch so vertraut! Und dann wird man wohl auch gezwungen sein, sich innerlich zuzulächeln. Und wer innerlich lächeln kann, wird es auch äußerlich können! Ich putze übrigens seitdem öfter meinen Spiegel und meine Zähne!

22. Humor in jeder Form :grinsen:

05.07.2014 09:13 • x 23 #13


Polaris

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Gute Ausführung Zartbitter :daumen:
Ich denke die Beziehung war ein Spiegel. Nach längerer Zeit und abstand denke ich , das ich das bekommen habe was ich ausgestrahlt habe. Das wohl des anderen war mir wichtiger als mein eigenes.Ich habe MICH verloren und jemand hat es sich zu nutzen gemacht.
Das was ich ausstrahle bekomme ich auch. Bin ich deprimiert, wütend , wird kaum jemand mich anlächeln und mich toll finden...Mag ich mich selbst,bin zufrieden ,kommen die Menschen mir auch freundlicher entgegen.
Also nehme ich die Erfahrung,so hart wie sie gewesen sein mag und verändere etwas. Ich bin trotzdem um das Wohl nahestehender bemüht und besorgt,vergesse aber dabei mich selbst nicht mehr. Manchmal muss man dann auch ein NEIN vergeben ,damit das eigene Wohl nicht gefährdet oder vernachlässigt wird.
Ich habe gelernt.
Die Vergangenheit kann man nicht ändern,aber die Zukunft ist mein.

05.07.2014 09:43 • x 4 #14


BellaBella

BellaBella

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Ich stehe kurz vor der Trennung, momentan ist er so lieb und toll (diese Seite haben sie ja), dass ich es immer wieder aufschiebe. Trotz des Wissens, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben werden.

Ich habe mir mit einem "Trick" geholfen. Einen Urlaub ohne ihn gebucht. Wenn er davon erfährt, wird er ausrasten. Nicht nur, da ich alleine fahre, er extrem eifersüchtig ist, sondern da es unser beider Kontakt war und wir die Finca auf Mallorca sehr günstig bekommen haben. Ich habe mir den Kontakt gesichert, ihn außen vor gelassen, der Vermieterin reinen Wein eingeschenkt und sie war voll auf meiner Seite. Das wollte ich mir nicht auch noch kaputt machen bzw. nehmen lassen. Nach all dem Schmerz fand ich, dass mir das zustand. Nun sind wir aber wieder zusammen und ich MUSS in den nächsten Tagen Schluss machen, VOR diesem Urlaub!

Ich habe das gemacht, damit es für mich kein Zurück gibt!

Leider arbeiten wir zusammen, so leicht wird es mit der Kontaktsperre nicht. Auch das muss ich canceln...

05.07.2014 09:56 • x 1 #15






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