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Endstation Sehnsucht - Liebeskummer & Trennungsschmerz
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Uriel

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| 23.09.2003, 14:48 Endstation Sehnsucht |
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Auf der Suche nach Antworten und Auswegen bin auch ich (m, 33) nun hier gestrandet. Eine kleine Insel in den Weiten des Internet voll Trauer, Schmerz aber auch Hoffnung auf bessere Zeiten. Allein das Lesen der (warum eigentlich so vielen?) Beiträge hat mir geholfen. Jetzt will ich meine bislang passive Rolle verlassen und, hoffend auf die reinigende Kraft des Schreibens, meine Geschichte erzählen.
Alles begann vor 3 1/2 Jahren. Auf einer Fete lernte ich SIE kennen, eine Wahnsinnsfrau, die mich sofort in ihren Bann zog. Wir redeten den ganzen Abend miteinander und waren nicht voneinander zu trennen. Sie übernachtete bei mir und am nächsten Morgen versprachen wir uns gegenseitig anzurufen. Wenige Tage später klingelte nachts mein Telefon und sie war dran. Wie ich später erfuhr, hatte sie sich in der Zwischenzeit von ihrem Freund getrennt. Laut ihre eigenen Aussage war die Beziehung ein Fehler, da sie gemerkt hätte, keine Liebe für ihn in sich zu tragen. In der folgenden Zeit telefonierten und mailten wir wie die Verrückten und trafen uns regelmäßig, aber nicht zu oft. Wir wollten alles locker angehen und einfach die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießen. Es war ein Sommer der Liebe, voll Schmetterlingen im Bauch, romantischen, leidenschaftlichen Treffen und dem Gefühl, die Frau meines Lebens getroffen zu haben.
Nach drei Monaten waren wir dann fest zusammen und eine emotionale Berg- und Talfahrt nahm ihren Lauf. In regelmäßigen Abständen stellte sie unsere Beziehung in Frage, nur um kurz darauf wieder vom riesigen Potential zu schwärmen, dass wir zusammen hätten. Sie war immer voller Selbstzweifel und schwankte stets zwischen der Sehnsucht nach Leidenschaft und Nähe auf der einen und der Angst vor Abhängigkeit und Nähe auf der andern Seite.. Hinzu kamen ihre enormen Stimmungsschwankungen. Sie konnte plötzlich so eiskalt werden, dass es weh tat. Nachts konnte sie oft nicht schlafen, hat geweint, weil sich ihr Gedankenkarussell nicht aufgehört hat zu drehen. Ich wollte sie verstehen und ihr helfen, aber sie hat sich dann immer abgekapselt und mich mit der Begründung "so bin ich halt" zurückgewiesen. Es war ein beschissenes Gefühl machtlos dastehen zu müssen und nicht zu wissen, was in diesem Moment richtig oder falsch ist. Einmal hat sie sich mir gegenüber geöffnet und erzählt, dass sie früher Bulemie gehabt hätte. In der Therapie sei dann herausgekommen, dass sie als Kind von einem Nachbarn missbraucht worden sei. Ihr damaliger Freund, den sie dann aber auch verlassen hat, hätte ihr in dieser Situation ganz toll beigestanden. Auf meine Frage, wie ich sie unterstützen könnte, sagte sie "einfach nicht mehr drüber reden", denn sie hätte inzwischen alles verarbeitet.
Nach einem Jahr dann erste Schock. Mit Tränen in den Augen gestand sie mir, dass sie mit einem Bekannten fremdgegangen sei. Es täte ihr unendlich leid und ihr sei klar geworden, wie sehr sie mich liebt. Ich habe ihre verziehen und an einen Neuanfang geglaubt. Wir kamen uns wieder näher, verbrachten einen wunderschönen Urlaub auf Bali und waren glücklich. Ihre Gefühlsschwankungen erschienen mir auch nicht mehr so extrem zu sein. In unserem zweiten Jahr dann ein hässliches Deja-vu. Nach der Heimkehr von einem Wochenende bei meinen Eltern, merkte ich das etwas nicht stimmte. Auf mein Nachfragen gestand sie mir mit Tränen in den Augen, dass sie mich mit meinem Vorgänger betrogen hatte. Sie schämte sich fürchterlich und erklärte mir wieder, daß ich ihre große Liebe sei. Als ich sie aus meiner Wohnung werfen wollte, bat sie mich so eindringlich um eine neue Chance, dass ich wieder weich wurde. Ich glaubte ihr in den folgenden Monaten jedesmal, wenn sie mir sagte, dass sie noch nie so tiefe Gefühle für einen Mann empfunden hätte, wie für mich. Wir redeten vom heiraten, legten schon das Datum fest und schworen uns, zusammen alt zu werden.
Aber da ja bekanntlich nichts von Dauer ist, gab es dann Anfang diesen Jahres einen weiteren Schlag ins Gesicht. Wegen einer Zystenentfernung hatte sie einen Termin beim Frauenarzt. Sie meinte, ich bräuchte mir keine Gedanken zu machen, es sei nur eine Kleinigkeit. In der Nacht vor dem Eingriff übernachtete sie bei einer Freundin, die sie am nächsten Morgen zum Arzt bringen sollte. Meine Begleitung wollte sie nicht, weil es ihr unangenehm sei. Als ich abends im Internet surfte, entdeckte ich zufälligerweise, dass in letzter Zeit Seiten zum Thema Schwangerschaftsabbruch aufgerufen wurden. Ich fiel beinah vom Stuhl. Mein Magen krampfte sich zusammen und meine Hände zitterten. Sofort rief ich sie an. Sie sagte mir, dass sie nur für eine Freundin recherchiert habe und legte auf. Zwei Minuten später klingelte mein Telefon und mit zittriger Stimme gestand sie, dass sie von mir schwanger sei, sich aber zur Abtreibung entschieden habe. Ich war wütend und zutiefst enttäuscht. Wir versuchten miteinander zu reden, drehten uns aber nur im Kreis. Ich fühlte mich zutiefst hintergangen, sie wollte einfach alles nur vergessen und nicht mehr drüber reden. Eine Woche später dann war ich auf eine Feier eingeladen, zu der ich allein hingehen mußte, da sie keine Lust hatte. Dort passierte dann der Super-Gau: Ich schüttete mich zu und betrog sie in einem Gefühlswirrwarr aus kindlicher Rache und der Sehnsucht nach Nähe mit einer Bekannten. Am nächsten Tag bemerkte sie sofort, daß etwas nicht stimmte. Als ich ihr gestand, was ich getan hatte, flogen die Fetzen. Wir schrien uns an und machten und gegenseitige Schuldzuweisungen. Einer beschimpfte und verletzte den anderen. Trotzdem blieben wir aber zusammen.
Sie ist dann kurz darauf bei mir eingezogen, da sie sich ihre eigene Wohnung nicht mehr leisten konnte und hat nach einigen Wochen gesagt, wie toll sie es fände, wieviel näher wir uns gekommen seien, seit wir zusammenwohnten. Kurze Zeit später fiel ihr aber die Decke auf den Kopf und sie suchte sich wieder eine kleine Wohnung. Wir machten Ende August einen tollen Urlaub, bei dem aber auch deutlich wurde, daß unser Miteinander höflich distanziert statt liebevoll war. Nur an einem Abend, an dem wir in einer Dorfgaststätte mit Einheimischen viel Spaß (und Alk.) hatten, legte sie auf dem Nachhauseweg ihren Arm um mich und meinte, daß wir zusammen alles schaffen würden. Als dann vor drei Wochen Ihre Wohnung einigermaßen bezugsfertig war, empfing sie mich bei mir Zuhause mit der Nachricht, daß sie sich von mir trennen wolle, da sie keine Liebe mehr für mich empfinden würde. Sie suche nach "Liebe und Freude" und glaube, dies sei mit mir nicht möglich.
Rückblickend erkenne ich, daß wir es nie geschafft haben, das Erlebte und die Verletzungen aufzuarbeiten. sondern Probleme immer unter den Teppich gekehrt und vor uns hergeschoben haben. Diese und andere, kleinere Konflikte wurden nie offen angesprochen und ausgetragen. Keiner wollte mehr einen Schritt auf den anderen zu machen, man lebte nebeneinander her und die Gefühle kühlten langsam ab. Auch wenn ich selbst schon mit dem Gedanken einer Trennung spielte, leide ich trotzdem wie noch nie in meinem Leben. Meine Gedanken kreisen unaufhörlich um sie, ich suche und finde VIELE Fehler, die ich gemacht habe, überlege was ich hätte tun können, damit alles anders gelaufen wäre. Ich sehe aber auch Verhaltensmuster bei ihr, bei denen ich mich frage, ob es einfach so kommen mußte. Sie war die Liebe meines Lebens, die Frau meiner Träume, nach der ich immer gesucht hatte. Es tut weh, sich eingestehen zu müssen, nicht mehr von ihr geliebt zu werden. Stattdessen quält mich die Frage, ob sie mich überhaupt jemals geliebt hat. Mein Herz will nicht aufhören zu bluten ...
Uriel
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capricorn

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| 23.09.2003, 16:25 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel, da gab es ja einige Aufs und Abs in eurer Beziehung. Deine Ex scheint ein sehr emotionaler Typ zu sein, gepaart mit Beziehungsunreife. Leider finden wir Männer solche Frauen oft als sehr interessant und geheimnisvoll. In unserer Verliebtheit merken wir dann in der Beziehung nicht, dass wir immer mehr zum Spielball der Gefühle unserer Partnerin werden. So eine analytische Betrachtungsweise ist im Moment für dich womöglich wenig hilfreich. Eine vermeinlich bedingungslose Liebe zu einem Menschen macht uns nicht unbedingt immer glücklich. Aber ich finde, dass du mal wieder dran bist, dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen. Scheinbar hat sie, vielleicht unterbewusst, den Respekt vor dir verloren. Wenn du dich wieder mehr auf dich besinnst, merkt das auch deine Ex bzw. andere Frauen. Versuch dich auf dich zu konzentrieren um dem Gefühlschaos langsam zu entfliehen. Leider hat jede Leidenszeit eine gewisse Dauer, die wir alle überstehen müssen. Ich wünsche dir viel Kraft auf Deinem weiteren Weg. Capricorn
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Uriel

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| 23.09.2003, 18:13 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo capricorn,
[quote author=capricorn link=board=allgemeines;num=1064321297;start=0#1 date=09/23/03 um 16:25:39]Hallo Uriel, da gab es ja einige Aufs und Abs in eurer Beziehung. Deine Ex scheint ein sehr emotionaler Typ zu sein, gepaart mit Beziehungsunreife. Leider finden wir Männer solche Frauen oft als sehr interessant und geheimnisvoll. [/quote]
Da hast Du mehr als recht. Das emotionale Auf und Ab, war am Anfang faszinierend. Ich hatte immer das Gefühl von purem Leben, wenn wir es aus einer schlechten wieder in eine gute Phase geschafft hatten. Zukünftig wäre mir aber eine Partnerin mit etwas mehr innerer Ausgeglichenheit doch lieber. ;D
| Zitat: | Aber ich finde, dass du mal wieder dran bist, dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen. würde. Scheinbar hat sie, vielleicht unterbewusst, den Respekt vor dir verloren. Wenn du dich wieder mehr auf dich besinnst, merkt das auch deine Ex bzw. andere Frauen. Versuch dich auf dich zu konzentrieren um dem Gefühlschaos langsam zu entfliehen. Leider hat jede Leidenszeit eine gewisse Dauer, die wir alle überstehen müssen. Ich wünsche dir viel Kraft auf Deinem weiteren Weg. Capricorn
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Tja, einer meiner Fehler war ihrer Meinung nach, daß ich mich zu sehr auf mich konzentriert habe. Aber Du hast recht, Sie war der Mittelpunkt meines Lebens. Ich war einfach verrückt nach ihr.
Ich denke (hoffe?), daß sie den Respekt vor mir nicht verloren hat. Am Tag unserer Trennung hat sie mir noch gesagt, wie sehr sie mich respektiert und wie wichtig Respekt für sie sei. Dummerweise wollte ich von ihr aber nicht nur respektiert, sondern vor allem geliebt werden. Und da tue ich mich immer noch schwer, ihr Verhalten zu deuten. Auf der einen Seite gab sie mir oft (vor allem wenn wir mit Freunden von ihr unterwegs waren) das Gefühl, daß sie nicht fest an meiner Seite steht, es ihr fast unangenehm war, die Partnerschaft öffentlich zu zeigen, auf der anderen Seite gab es dann wieder Tage an denen sie nicht von meiner Seite gewichen ist. Ich wäre froh gewesen, mal über einen längeren Zeitraum mir ihrer Liebe sicher sein zu können, ohne dieses ständige alles Infragestellen. Stattdessen mehr Herzlichkeit, liebevollen Umgang und Aufbau von Vertrauen.
Liebe Grüsse und auch Dir weiterhin viel Kraft auf dem Weg aus diesem Jammertal. Uriel
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Uriel

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| 24.09.2003, 11:31 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo,
gestern abend war meine Ex noch mal bei mir, um noch einige ihrer Sachen abzuholen. Nachdem alles in ihrem Auto verstaut war, fragte sie mich, ob ich noch mitkäme was trinken. Ich Dämel sage natürlich ja, anstelle den Kontaktabbruch durchzuziehen. Wir also ab in die Kneipe gegenüber und angefangen zu reden. Dabei ist mir wieder klar geworden, wie bescheiden unsere Kommunikation in der ganzen Zeit unsere Beziehung war. Bisher dachte ich eigentlich, Frauen einigermaßen zu verstehen, aber das muß ich wohl nochmal gründlich revidieren. Sie sagte mir, daß sie sich eigentlich schon nach Nähe gesehnt und einen Mann gebraucht hätte, der auf den Tisch haut und ihr ihre Grenzen aufzeigt. Mir hat sie früher immer erzählt, wieviel Wert sie auf Freiraum legt und daß ihr letzter Freund sie praktisch eingesperrt hätte. Tja, ich wollte es besser machen und habe damit nur das Gegenteil erreicht. Aus falsch verstander Rücksichtnahme habe ich zu oft meine eigenen Bedürfnisse hintenangestellt, was bei ihr als Desinteresse an unsere Beziehung ankam. Meine Art, ihr meine Hilfe anzubeiten, hat sie mißverstanden, ich ihren Wunsch nach Nähe. Irgenwo hierim Forum wurde die interpretative Unklarheit erwähnt, die die kommunikative Klarheit ersetzt. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Erst jetzt nachdem die Beziehung in Schutt und Asche liegt, schaffen wir es, richtig miteinander zu reden. Hätte ich für jedes unserer "Warum hast Du mir das nie gesagt?" einen Euro bekommen, wäre ich jetzt ein reicher Mann. :-/
Wir waren uns beide einig darüber, was an unserer Art der Beziehungsführung hätte geändert werden müssen. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer. Sie gab auch zu, daß sie immer versucht hätte, alles mit sich selbst auszumachen. Es tut weh, zu erkennen, daß ich es in der ganzen Zeit nicht geschafft habe, ihr Vertrauen zu gewinnen. Auf meine Frage, ob sie mich, überhaupt geliebt habe, antwortete sie nur, sie hätte es geglaubt. Ist das alles was bleibt? Ich habe gewußt und gespürt, wie sehr ich sie lieb(t)e, sie hat nur geglaubt und sich eingeredet? Auf mein Nachhaken, ob sie denn überhaupt Liebe empfinden könne, sagte sie, daß wisse sie nicht, hoffe aber darauf, daß es in der nächsten Beziehung besser werde. Was sie aber spüre, daß sie jetzt im Moment, in dem sie mir gegenüber sitze, innerlich total kalt sei.
Als unsere Unterhaltung anfing gegenseitig immer vorwurfsvoller und verletzender zu werden, haben wir gezahlt und sind gegangen. Auf dem Weg zum Auto sagte sie mir, daß sie mir immer reinen Wein eingeschenkt habe. Außerdem habe sie jetzt 3 Tage Urlaub in denen sie wegfahren würde. Auf meine Frage, ob sie nach Frankfurt zu einem befreundetet Ehepaar von uns ginge, da sie das mal geplant hatte, sagte sie ja. Da ich mich aber herabgelassen hatte ihre E-Mails zu lesen (wie tief bin ich eigentlich inzwischen gesunken?), wußte ich, daß sie einen Flug nach München gebucht hatte. Ich wünschte ihr viel Spaß in München. Sie wurde total irritiert und tat so, als ob sie nicht wüßte, wovon ich rede. Kaum war ich in meiner Wohnung, klingelte das Telefon und sie war dran. Sie könne nicht glauben, daß ich ihre Emails gelesen habe. Ich antwortete nur, daß ich nach einem Grund gesucht habe, mich ganz von ihr zu lösen und es jetzt ja klar sei, daß sie entweder mit oder zu ihrem Neuen nach München fliege. Sie sagte, es gebe niemand neuen, mehr aber nicht. Gut, geht mich auch nix an, aber diese verflixte Neugierde. Ich ließ mich in meiner Wut noch ein paar Gemeinheiten los und legte auf. Anschließend fühlte ich mich befreit und hatte den Eindruck alle Hoffnungen in mir ausgelöscht zu haben und dem Loslassen einen Riesenschritt näher gekommen zu sein.
Pustekuchen, heute morgen wache ich auf und das Gedankenkarussell beginnt wieder voll in Fahrt zu kommen. Schlechtes Gewissen wegen Gemeinheiten und viele Fragen. Was hätte ich anders machen können? Wo hätte sie mir entgegenkommen müssen? Wie hätten wir unsere Proble gemeinsam angehen können? Hat sie mich jemals geliebt? Hatte ich überhaupt eine Chance ihre Liebe und ihr Vertrauen zu gewinnen, die ich nicht bemerkt und leichtfertig verspielt habe oder war die Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Kommen wir vielleicht eines Tages doch wieder zusammen? Will ich sie überhaupt noch nach allem was sie mir angetan hat?
Sch..., Sch..., Sch...
Gruß Uriel
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Ehemaliger User
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| 25.09.2003, 00:05 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel,
sag mal, Deine Ex hat nicht zufälligerweise eine doppelgängerin oder heimliche Zwillingsschwester ? Ich frage deshalb, weil ich zu 99,8 Prozent fast identisch das Gleiche erlebt habe. Und auch ihr Typ " faszinierende Wahnsinnsfrau" und die dunklen Erlebnisse in ihrer Vergangenheit sind identisch.
Ich kann Dir nur das raten, was hier immer geschrieben steht: Kontaktsperre, Aufbau eines Lebens ohne sie... Und komischerweise - anders geht es auch nicht !!! (Mein Verlassenwerden ist jetzt 3 1/2 Monate her und ich leide innerlich immer noch wie ein schwerverletzter Puma, äußerlich gebe ich mich in der Öffentlichkeit cool.)
Wenn sie wirklich einen Neuen hat, hast Du derzeit eh keine Chance.
Die entscheidende Frage hast Du selbst ja schon gestellt : Würdest Du sie überhaupt noch wollen ???
Ich denke viel über ihre Äußerungen und ihr entsprechendes Handeln nach und komme immer mehr zu der Erkenntnis, dieser Typ Frau, den wir beide lieben oder liebten, ist dauerhaft nicht beziehungsfähig. Sie zaubern immer wieder einen Neuen aus dem Ärmel (aufgrund faszinierender Optik und charmant-süßem Auftreten), sind nie längere Zeit ohne Beziehung, können sich aber dauerhaft der Herausforderung " Leben mit dem einem ganz bestimmten Mann" nicht stellen. Diese Frauen sind auch mental sehr schwache Menschen.
Ich halte z.B. konsequent die Kontaktsperre, sie jedoch ruft häufig an, bevorzugt im Dienst, weil ich da rangehen muß, fordert konsequent die hier so oft erwähnte "Freundschaft" ein und erklärt traurig, "daß ich in ihrem Leben ein gaaaanz besonderer Mann sei, in ihrem Herzen IMMMER!!! ein Stückchen von mir besetzt sei, sie mich trotz des tollen Neuen immer noch lieb habe...aber: es reiche eben nicht !"
Und Mann, darf ich Dir was verraten ? Ja ? - Ich liebe diese Frau immer noch mehr als alles andere in dieser Welt, trotz allem, was sie mir angetan hat ! Ich Trottel !
...Du siehst, ich kann Dir gar nichts Vernünftiges raten...
Bleib stark ! Grand Funk
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Uriel

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| 25.09.2003, 10:54 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Grand Funk,
[quote author=Grand Funk link=board=allgemeines;num=1064321297;start=0#4 date=09/25/03 um 00:05:03] sag mal, Deine Ex hat nicht zufälligerweise eine doppelgängerin oder heimliche Zwillingsschwester ? Ich frage deshalb, weil ich zu 99,8 Prozent fast identisch das Gleiche erlebt habe. Und auch ihr Typ " faszinierende Wahnsinnsfrau" und die dunklen Erlebnisse in ihrer Vergangenheit sind identisch. [/quote]
*handschüttel* Aber falls es Doppelgängerinnen gibt, was ist dann mit deren Partnern? Sind die dann auch Doppelgänger? ???
| Zitat: | Ich kann Dir nur das raten, was hier immer geschrieben steht: Kontaktsperre, Aufbau eines Lebens ohne sie...
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Versuche ich auch so gut es geht. Wir haben eine ganz klare Absprache, keinen Kontakt mehr miteinander zu haben und halten uns auch beide konsequent dran. Einziges Problem dabei ist, daß sie fünf Türen weiter arbeitet, ich morgens auf dem Parkplatz als erstes ihr Auto und mittags beim Essen sie dann persönlich sehe. Aber ich hoffe, daß im Laufe der Zeit eine gewisse Abhärtung einsetzt.
| Zitat: | Wenn sie wirklich einen Neuen hat, hast Du derzeit eh keine Chance.
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Er aber hoffentlich/wahrscheinlich auch nicht ;D (Sorry, bin noch nicht so weit ihr alles Gute für die Zukunft mit einem anderen wünschen zu können).
| Zitat: | Die entscheidende Frage hast Du selbst ja schon gestellt : Würdest Du sie überhaupt noch wollen ???
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Kopf will nein sagen, aber mein Herz kann sie noch immer nicht loslassen. Jede Nacht ist sie in meinen Träumen. Und manchmal ertappe ich mich beim Gedanken, daß es in einem halben oder in einem Jahr einen Neuanfang geben wird. Die Hoffnung stirbt wirklich zuletzt.
| Zitat: | Ich denke viel über ihre Äußerungen und ihr entsprechendes Handeln nach und komme immer mehr zu der Erkenntnis, dieser Typ Frau, den wir beide lieben oder liebten, ist dauerhaft nicht beziehungsfähig.
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Zu der Schlußfolgerung bin auch ich gekommen. Auf der anderen Seite, frage ich mich dann aber wieder, ob ich es mir damit nicht zu einfach mache und durch ein anderes Verhalten meinserseits nicht doch alles hätte besser laufen können.
| Zitat: | Und Mann, darf ich Dir was verraten ? Ja ? - Ich liebe diese Frau immer noch mehr als alles andere in dieser Welt, trotz allem, was sie mir angetan hat ! Ich Trottel !
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Gründet man in Deutschland nicht immer gleich einen Verein? "Trottel, die Frauen lieben, trotz allem was sie ihnen angetan haben e.V.", zwei Mitglieder gibts ja schon...
| Zitat: | ...Du siehst, ich kann Dir gar nichts Vernünftiges raten...
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Es tut gut zu wissen, daß man mit seinem Problem nicht alleine ist. Danke!
Auf wieder bessere Tage,
Uriel
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Tutangus

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| 25.09.2003, 10:58 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel,
was Capricorn geschrieben hat, sagt in deinem Fall schon viel aus: "Leider finden wir Männer solche Frauen oft als sehr interessant und geheimnisvoll. In unserer Verliebtheit merken wir dann in der Beziehung nicht, dass wir immer mehr zum Spielball der Gefühle unserer Partnerin werden."
Ich kann mich gut in deine Lage hineinversetzen, weil mir in der Vergangenheit oft Ähnliches passiert ist: Je problematischer die Frau, umso faszinierender war sie! Ich wäre sogar bereit gewesen, mich komplett aufzugeben. Was Liebe wirklich bedeutet, habe ich damals kaum verstanden.
Heute bin ich "reifer", was das angeht. Sicher, ohne Probleme ist fast niemand. Irgendwo hat ja jeder seine Ängste und Verhaltensmuster aus früheren Zeiten, verschiedene Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen, Ziele. Aber heute merke ich schon wesentlich früher, ob ich ein unlösbares Problem vor mir habe und lieber meine Finger weglassen sollte, bevor ich die emotional magische Grenze überschreite.
Wenn nicht ständig das Ding "Nähe-/Distanz-Konflikt" zwischen zwei Menschen wäre, wir würde ein viel einfacheres und schöneres Leben führen. Aber dieses Problem scheint eine Folge unserer heutigen Gesellschaft zu sein. Zu diesem Thema kannst du hier im Forum zahlreiche Beiträge nachlesen.
Wie gesagt, habe auch ich schon solche Beziehungen erlebt. Im Nachhinein habe ich mich gefragt, WAS es war, dass ich sie so geliebt habe. Heute weiß ich, dass es nicht nur die rein gefühlsmäßige Zuneigung war. Es war u.a. auch meine innere soziale Einstellung, ihr helfen zu wollen, damit es ihr besser geht.
Glaube mir: In den meisten Fällen kannst du gar nicht helfen. Deine Freundin muss ihren eigenen Weg gehen. Ich bezweifle auch ihre Aussage, sie hätte die Vergewaltigung verarbeitet. Ich denke auch, dass da noch andere Dinge aus der Vergangenheit eine Rolle spielt.
Es mag sein, dass sie dich wirklich liebt. Aber sie kann es nicht. Sie hat erwartet, du würdest mal auf den Tisch hauen. Mal ehrlich: Könntest du das? Bist du der Typ dafür? Objektiv betrachtet mag es sicherlich vernünftig klingen, ab und zu auf den Putz zu hauen (das passiert in "normalen" Beziehungen oft). Aber sie meint scheinbar eher, du müsstest ihr die Richtung zeigen, in die sie zu gehen hat. In meinen Augen ist sie weder fähig, selbständig ihr Leben zu meistern noch ist sie in der Lage, eine gesunde Beziehung zu führen.
Sie braucht Hilfe. Und die kannst du ihr nicht geben. Und mal angenommen, sie löst wirklich ihr Problem und ändert sich, bleibt die Frage, ob du dich noch für sie interessieren wirst, weil ja diese Faszination nicht mehr da ist. Auch umgekehrt kann es sein, dass sie dann für dich nichts mehr empfindet.
Was den Respekt angeht, interpretiere ich aus deinen Aussagen, dass sie wohl wirklich respektvoll mit ihrem Partner umegehen möchte. Aber sie kann es nicht. Zu Respekt und Vertrauen gehört da etwas mehr. Sie war ja nicht einmal in der Lage, dir ihre Schwangerschaft zu gestehen. Nein, sie wollte das Kind HEIMLICH abtreiben lassen. Dann noch die Fremdgeherei, was ja nicht nur einmal passiert ist. Du hattest trotzdem immer noch zu ihr gestanden. Aber statt es anzunehmen und dankbar zu sein, trennt sie sich von dir.
Ich möchte nicht schwarzmalen (zahlreiche Beiträge von mir in diesem Forum werden dir zeigen, dass ich oft Gegenteiliges schreibe). Aber in deinem Fall kann ich wirklich nur raten: Lass die Finger von ihr. Du läufst Gefahr, dich selbst aufzugeben und Sklave deiner eigenen Beziehung zu werden.
Komm wieder zu dir und konzentrier dich auf dich selbst. Mach ihr aber keine Vorwürfe. Ich denke, sie kann für ihr Verhalten nichts. Mach dir klar, dass du ihr wirklich nicht helfen kannst.
Ich finde deine Geschichte sehr traurig, weil du ja auch sehr viele Gefühle investiert hast. Ich denke, für dich ist jetzt das Wichtigste, dein Fazit daraus zu ziehen, dass dir derartiges nicht so schnell wieder passiert. Und halte dir immer vor Augen (auch wenn es jetzt blöd klingen mag): Es gibt noch immer genug Frauen auf der Welt, die wesentlich unkomplizierter sind !
Ich wünsche dir viel Kraft und Glück für die nächste Zeit und hoffe, hier bald mal wieder von dir lesen zu dürfen!
Viele Grüße
Tutangus
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Uriel

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| 25.09.2003, 16:11 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Tutangus,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ein weiterer Schritt hin auf das Licht am Ende des Tunnels.
Alsich meine Ex kennenlernte war ich fasziniert von ihrer lebhaften, natürlichen Art. Kein Püppchen, daß man sich zum Schaulaufen an seine Seite stellt, sondern eine gleichwertige Partnerin, auf die man stolz sein konnte. Wir haben damals in unseren Gesprächen enorme Übereinstimmungen in unseren Einstellungen, Wünschen und Hoffnungen festgestellt. Sie erschien mir als eine unkomplizierte, tolle Frau. Ein Eindruck, den auch die meisten von ihr haben, die sie nicht sehr nahe kennen.
Ihre komplizierte Art kam erst später zum Vorschein. Sie sagte irgendwann selber, keine einfache Frau zu sein, aber hey, mein Ego sah darin kein Problem, eher eine Herausforderung. Natürlich wollte ich ihr bei ihren Problemen helfen und dachte auch dazu in der Lage zu sein. :
Ich habe bis heute keine befriedigende Antwort darauf gefunden, was ich hätte tun können, ihre Zweifel zu beseitigen und sie zu überzeugen, nicht alles mit sich selber ausmachen zu müssen. Die naheliegendste Antwort wäre: Es war von Anfang an eine Sackgasse, wir passten einfach nicht zusammen und haben im jeweils anderen etwas sehen wollen, das er/sie in Wirklichkeit nicht war. Zu einfach?
Ich denke, mit Deiner Aussage, daß sie jemanden braucht, der ihr die Richtung zeigt, in die sie zu gehen hat, kommst Du der Wahrheit ziemlich nahe. Was micht betrifft, habe ich nichts gegen mal auf den zu Tisch hauen und Grenzen aufzeigen, aber es darf kein Dauerzustand sein, bei dem ein Partner immer austestet, wie weit er gehen kann. Grenzen müssen auch selbst erkannt werden. Wenn ich jemanden zum dressieren brauche, hole ich mir einen Hund. Meine Rolle sah ich eher darin, ihr meine Hand zu reichen und sie beim Finden ihres eigenen Weges zu unterstützen. Ihr das Vertrauen zu geben, daß sie nicht allein ist, wenn sie sich bei ihrer Suche mal verlaufen sollte.
Loszulassen ist verdammt schwer. Es ist hart zu akzeptieren, daß ihre Gefühle mir gegenüber, auf so töneren Füssen gestanden haben sollen. Ich spüre Wut und Selbstzweifel in mir. Hätte ihr nicht doch das geben können, was sie braucht? Wenn ich Deine Worte über ihre Unfähigkeit eine gesunde Beziehung zu führen lese, merke ich wie ich sie verteidigen möchte, obwohl ich denselben Gedanken habe. Aber ich fühle auch, daß ich weiter bin als noch vor einer Woche. Rückschläge sind nicht zu vermeiden und jeden Morgen haben mich meine Träume wieder einen Schritt zurückgeworfen. Ich bin mir aber auch sicher, ich finde wieder den Weg, der meinen Namen trägt.
Dir weiterhin alles Gute für Deine wiedergefundene Liebe
Grüsse Uriel
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Ehemaliger User
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| 25.09.2003, 16:49 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel!
Ich kann Deine Geschichte sehr gut nachvollziehen! Auch ich war (bin) in den Fängen so einer Frau gelandet. Unsere Beziehung dauerte nur drei Monate, aber in dieser Zeit hatten wir eine Beziehung geführt, die andere nichtmal in Jahren erleben! Heute hab ich zu meiner Ex eine mehr oder weniger gute Freundschaft, die von Höhen und Tiefen gekennzeichnet ist.
Alles fing wie im Märchen an. Wir trafen uns und waren sofort Feuer und Flamme füreinander. Ich hatte mich in der Beziehung zu ihr total geöffnet und fallen gelassen. Sie ist eine äußerst attraktive Frau, die, wie ich später feststellen mußte, einen hohen Männerverschleiß hat. Keine ihrer Beziehungen übersteht länger als drei Monate. Das habe ich leider zu spät mitbekommen. Meine Ex ist laufend auf der Suche nach Selbstbestätigung und bekommt sie auch in der Männerwelt.
Nach der für mich schmerzhaften Trennung (sie trennte sich von mir) war erstmal Funkstille. Für mich begann die schwere Trauerarbeit natürlich auch mit den Hintergedanken, dass sie eines Tages wieder zurückkommt zu mir. Vorerst war das aber nur Wunschdenken von mir. Nach einem halben Jahr haben wir uns dann durch Zufall wieder getroffen und es entstandt eine wunderbare Freundschaft, die sehr tief geworden ist. Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, ohne dass wir uns körperlich nahe gekommen sind. Wie das aber so ist, sind meine Gefühle für sie nicht vollkommen erloschen. Sicher ist, dass wir beide uns heute sehr gerne mögen. In den letzten Monaten habe ich natürlich einige Männergeschichten von ihr mitbekommen, die recht merkwürdig für sie gelaufen sind. Sie wurde von den Männer verarscht und auf´s übelste ausgenutzt. Beim Kennen lernen der neuen Männer hat sie mir gegenüber sehr geheimnisvoll getan. Sie hat mir nie die Wahrheit erzählt, sondern war immer verschlossen. Ich habe natürlich alles mitbekommen. Als dann Schluß war mit den Typen, hat sie immer wieder den intensiven Kontakt zu mir gesucht. Aber auch während ihrer Beziehungen hat sie sich regelmäßig gemeldet. Dann kam der nächste und das ganze Spiel ging von vorne los. Vor einigen Wochen bin ich dann mit ihr für kurze Zeit wieder privat geworden. Sie beendete unsere intime Beziehung, mit dem Spruch, sie möchte jetzt solide leben. Wie das solide Leben aussah, kannst Du Dir vorstellen. Innerhalb von vier Wochen hatte sie drei Männer; bei einem ist sie zur Zeit hängen geblieben.
Unsere Freundschaft hat natürlich dadurch wieder sehr gelitten. Du solltest Dir überlegen, ob Du die Kraft hast, diese Wiederholungen zu verarbeiten. Dieser Typus Frau ist nicht beziehungsfähig und nur auf den eigenen Vorteil fixiert. Lohnt es sich wirklich auf seine vermeindliche Traumfrau (Ex) zu warten? Du mußt Dein eigenes Leben aufbauen und leben. Ich bin in dieser Zeit so oft verletzt worden, dass mein Herz eigentlich zerreißen müßte. Nur habe ich es verstanden, mit dieser Situation umgehen zu können und gestalte mein Leben so, wie ich es möchte. Uriel, manchmal paßt es nicht im Leben. Ich denke, Du bist wie ich ein sehr sensibler Mann, der Gefühle zeigen und leben kann. Ich hatte in unserer dreimonatigen Beziehung auch nicht auf den Tisch gehauen, so wie Du. Diesen Vorwurf mußte ich mir auch anhören. Es gibt Frauen, die brauchen und suchen (Leider) den starken Machotypen, der sie immer noch blenden kann. Meine Ex ist immer wieder bei solchen Typen gelandet. Nur wenn Du ganz viel Kraft hast und viel Verzeihen kannst, könnte eine Freundschaft zu Deiner Ex entstehen. Aber zurückkommen und einen Neuanfang starten, daran solltest Du nicht glauben. Glaube lieber an Dich!
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!! Joma
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Ehemaliger User
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| 25.09.2003, 18:29 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel,
ob wir beide auch Doppelgänger sind, weiß ich nicht 
Ich weiß nur, daß Deine Ex nach Deinen erweiterten Beschreibungen mit meiner immer identischer wird.
Eine optisch sehr auffällige Frau, groß, sportlich, langhaarig-blond, immer toll gestylt, toll, immer fröhlich, für jeden Menschen ein Lächeln und ein liebes Wort übrig, überall beliebt und von vielen heiß begehrt - kurz - die ideale "Traumfrau" für jeden Mann, der sie nur oberflächlich kennt.
Und gerade mich - mich, den etwas finster blickenden Einzelgänger, den streunenden Präriewolf in zerschlissenen Jeans und Bikerboots erwählt sie aus der Fülle !
Ist das etwa nicht wie in einem Märchen, frisch aus Hollywood in den DVD-Player ?
In der Anfangsphase unseres Kennenlernens fuhr sie gerade mit Tochter und Eltern in ein benachbartes EU-Land in den Urlaub... Nach einer Woche habe ich es nicht mehr ausgehalten, habe mich an einem sonnigen Sonntagmorgen ohne ihr Wissen in mein Auto gesetzt und stand 8 Stunden später auf dem Marktplatz eines beschaulichen Kleinstädtchens, in der Hand einen kleinen Blumentopf. Das hat sie mächtig beeindruckt. Mitte Juni - Ende August diesen Jahres war es so, daß ich mich spätnachts oder im Morgengrauen in mein Auto setzte, nicht um beschauliche Städtchen aufzusuchen, sondern um durch unseren Bezirk zu patroullieren, um zu sehen, wo denn ihr Auto parkte (wir wohnen in der größten Stadt Deutschlands, aber im selben Bezirk und fahren beide sehr seltene, auffällige Autos, so daß jeder von uns beiden ziemlich schnell weiß, wo sich der andere aufhält). Bis ich mir sagte, wie weit willst Du als Mann und Mensch denn noch sinken ? Was Schmerz und damit verbundene Eifersucht doch für krasse Blüten treiben können ! Einen Rest von Stolz wollte ich mir für mich jedoch bewahren und habe das alles dann sein lassen. (Merkst Du was ? Dein E-Mail-lesen !)Sie hat es auch nie bemerkt, denn das hätte sie mir in jedem Falle krass vorgehalten. Andererseits weiß ich, daß auch sie, in der Zeit, nachdem sie unsere Beziehung offiziell beendet hatte, nachts noch vor meiner Haustür stand.
Ein zentrales Problem scheint dieses "Nähe/Distanz"- Ding zu sein. Das praktizierte auch sie bis zur Meisterschaft und erhob dies regelrecht zu einer Art Kult. In Zeiten, wo wir uns täglich sahen, wurde sie dem recht schnell überdrüssig, verreiste ich jedoch für einige Tage z.B. zu meinen Eltern, glühte mein Handy vor sehnsüchtigen Anrufen und SMS. Aber wie der Schreiber vor mir, dessen Worte mir übrigens sehr gefallen haben, schon sehr treffend schrieb : Es scheint ein allgemeines Problem der Gesellschaft zu sein. Ich für meinen Teil würde mir jedoch eine etwas ausgeglichnere Beziehung wünschen.
Und wie geht es jetzt weiter für mich oder Dich ? Ich für meinen Teil glaube nicht daran, daß wir wieder ein Paar werden. Irgendwie tut sie mir wohl doch nicht gut. Auch wenn es mir ohne sie viieeel schlechter geht...
Aber Mann, (und jetzt haltet mich alle für blöd )...
....ich vermisse sie so doll...
:'(
Bleib stark ! Grand Funk
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Uriel

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| 25.09.2003, 22:26 Re: Endstation Sehnsucht |
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@ Joma: Ganz abgefahrene Nummer, vor allem die Sache mit dem "soliden Leben". Falls Deine Ex schon älter ist, ist sie wirklich beziehungsunfähig. Ich kenne aber auch Frauen, die in jungen Jahren ein ähnlich "abwechslungsreiches" Leben, ohne Rücksicht auf Verluste führten und doch im Laufe der Zeit Ruhe fanden und in (nach außen) glücklichen Zweierbeziehungen leben. Damit Du es in dieser Situation schaffst, eine Freundschaft zu Deiner Ex zu haben, mußt Du wirklich hart im Nehmen sein. Gut, daß Du es geschafft hast, wieder Dein eigenes Leben zu leben.
Ein kleiner Widerspruch muß aber sein: Ich bin (leider) auch nicht der Typ Mann, der vorbehaltlos seine Gefühle offen zeigt. Dazu muß schon ein gewisses Maß an Vertrauen vorhanden und das Gefühl gegeben sein, daß sich mein Gegenüber auch wirklich für meine Gefühlslage interessiert. Im Fall meiner Ex habe ich eben dieses Interesse nur selten gemeint zu spüren und mir dann lieber ihre Sorgen angehört, anstelle auch meine Emotionen deutlich zu artikulieren.
@ Grand Funk:
| Zitat: | Eine optisch sehr auffällige Frau, groß, sportlich, langhaarig-blond, immer toll gestylt, toll, immer fröhlich, für jeden Menschen ein Lächeln und ein liebes Wort übrig, überall beliebt und von vielen heiß begehrt - kurz - die ideale "Traumfrau" für jeden Mann, der sie nur oberflächlich kennt.
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Yep, eine Beschreibung meiner Ex wäre frappierend ähnlich. Bei ihr hat nur die Haarfarbe öfters gewechselt und sie war nicht immer fröhlich, sondern konnte ziemlich kalt und böse wirken, auch wenn es ihr scheinbar gut ging.
| Zitat: | Und gerade mich - mich, den etwas finster blickenden Einzelgänger, den streunenden Präriewolf in zerschlissenen Jeans und Bikerboots erwählt sie aus der Fülle !
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Was soll ich sagen, den finster blickenden Einzelgänger sehe ich jeden Morgen im Spiegel. War wohl auch etwas, das sie anfänglich an mir fasziniert hat. Ich kam gut alleine zurecht, hatte ein Ziel vor Augen und war nicht krampfhaft auf eine Beziehung aus, sondern wollte einfach das Leben genießen. Wer konnte ahnen, daß Amor eine Stalinorgel benutzen würde, um auf mein Herz zu schießen.
| Zitat: | ...mit Tochter und Eltern... ... wir wohnen in der größten Stadt Deutschlands ...
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*SteinvomHerzfall*, Deine ist nicht meine und umgekehrt.
| Zitat: | Einen Rest von Stolz wollte ich mir für mich jedoch bewahren und habe das alles dann sein lassen. (Merkst Du was ? Dein E-Mail-lesen !)
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Hast recht. Dazu kommt, daß ich jetzt zwar weiß, daß sie in München ist, aber nicht mit wem. Und auch wenn ich es nicht zugeben will, macht mich das doch nervös. Ist wohl die Strafe für mein Verhalten.
| Zitat: | Und wie geht es jetzt weiter für mich oder Dich ? Ich für meinen Teil glaube nicht daran, daß wir wieder ein Paar werden. Irgendwie tut sie mir wohl doch nicht gut. Auch wenn es mir ohne sie viieeel schlechter geht... Aber Mann, (und jetzt haltet mich alle für blöd )... ....ich vermisse sie so doll...
| Ich glaube auch nicht daran, wieder mit meiner Ex zusammenzukommen. Es würde auch kaum gutgehen, dafür gab es zu viele Verletzungen. Die Wunden mögen mit der Zeit zwar heilen, aber Narben bleiben. Theoretisch wissen meine Ex und ich woran wir gescheitert sind, aber ich befürchte, die praktische Anwendung dieses Wissens würde trotzdem wieder ins Verderben führen.
Und nein, ich halte dich nicht für blöd. Wenn ich heute nacht alleine in meinem Bett liege, meine ich ihren Duft zu riechen und werde mir trotz allem wünschen, sie wäre wieder hier bei mir.
Aber unser Blick muß jetzt nach vorne, in eine Zukunft ohne sie, gehen!
Möge die Kraft den Schmerz zu überwinden, mit uns und allen anderen Forumianern sein.
Viele Grüße Uriel
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Ehemaliger User
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| 25.09.2003, 23:19 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel,
nachdem wir jetzt festgestellt haben, daß wir nicht die gleiche Frau meinen , so sind sie doch Schwestern im Geiste.
Die Fröhlichkeit meiner Ex war oft auch nur äußerlich, in großer Gesellschaft, im Sportstudio, in Clubs etc. Das konnte u.U. ganz schnell umschlagen...Sie verwandelte sich dann in ein tobendes Monster, aus dessen Mund nur noch Beschimpfungen und Ungerechtigkeiten quollen. Sie selbst bezeichnete das dann als "Dr. Jekyll & Mr. Hyde".
Sie hat von allen Dingen und Situationen ihre ganz bestimmte Vorstellung und wenn etwas anders läuft, rastet sie für gewöhnlich aus. Hinterher brach sie regelmäßig in Tränen aus und entschuldigte sich überschwenglich.
Ich muß der Fairheit halber erwähnen, daß sie verwitwet ist. So etwas prägt natürlich extrem - entschuldigt jedoch nicht alles.
Diese ganzen Eigenschaften haben mich natürlich irgendwie fasziniert - wenn sie nach solch einem Anfall zusammenbrach und sich schluchzend als kleines Mädchen an mich schmiegte... Ich habe auch dieses hier im Forum schon oft erwähnte Helfer-Syndrom und vergesse dabei öfters meine eigenen Wünsche, Stimmungen und Befindlichkeiten.
Das Problem, warum ich so leide, liegt wohl nicht einzig in ihrer Person, sondern auch im Verlust der gesamten Randumstände. Es passte scheinbar alles - wir wohnten 5 Autominuten voneinander entfernt, ihre Tochter fand mich nett und lachte über meine Scherze, ihre Eltern behandelten mich wie ihren dritten Sohn, ihre Brüder und deren Familien akzeptierten mich von Anfang an als duften Kumpel, wir hatten ziemlich gleiche Interessen und Ansichten, sind beide sehr sportlich, lagen sozial auf dem gleichen Level - und wir waren ein cool aussehendes Paar, wie Bonnie & Clyde, zwei Typen in langen schwarzen Ledermänteln, die gemeinsam dem Sonnenaufgang entgegenreiten...
Und soll ich Dir was sagen, Mann ? Das alles, diese ganzen Umstände, die zu passen scheinen wie die Faust aufs Auge, sind keinen Pfifferling wert !!! Das alles nützt gar nichts, wenn tief im Verborgenen andere Dinge NICHT stimmen !
Bin jetzt zu verstört, um weiter zu schreiben...
So long - bis die Tage !
Grand Funk
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Ehemaliger User
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| 26.09.2003, 08:26 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hi Uriel!
Das mit dem Vertrauen ist so eine Sache. Meine Ex hatte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Männer gesammlet. Wie schon gesagt, sie wurde oft ausgenutzt oder hat sich ausnutzen lassen. Als ich sie am zweiten tag nach unserem Treffen angerufen hatte, war sie ganz erstaunt und sagte zu mir, dass sie nicht mit meinem Anruf gerechnet habe. Auf meiner Nachfrage, was denn die Frage soll, bekam eine ausweichende Antwort. Sie kann nur schwer Vertrauen aufbauen und war während unserer Beziehung auch recht eifersüchtig, obwohl nie ein Grund dafür da war. Auch heute noch kann sie neuen Männerbekanntschaften schlecht Vertrauen. Im Laufe unserer Freundschaft aber hat sie Vertrauen zu mir aufgebaut und fühlt sich in meiner Anwesenheit sicher. Aber wie gesagt, ihr innerer Trieb ist stärker und so läßt sich sich bewußt oder unbewußt weiterhin mies behandeln. Lange habe ich versucht, sie auf einen anderen Weg zu führen. Aber man kann keinen Menschen ändern, sondern nur selbst an sich arbeiten. Sie ist auch nicht die Frau, die sich große Gedanken macht, warum sie so ein Schicksal hat. Sie lebt in zwei extremen Welten: in einer Welt sucht sie Wärme, Sensibilität und Geborgenheit, in der anderen Welt sucht sie Härte und verhält sich völlig devot. Solche zwiespaltigen Menschen sind als Partner äußerst schwer einzuschätzen, da Du nie weißt, wie es weitergehen wird. Solltest Du Dich ihr in den Weg stellen, bekommst Du die kalte Schulter gezeigt. Also, lieber nicht auf einen Neuanfang hoffen, sondern den Menschen suchen, der dazu fähig ist, Deine Liebe zu erwiedern und Dir das auch zeigt!
Gruß Joma
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Uriel

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| 26.09.2003, 12:32 Re: Endstation Sehnsucht |
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@ Grand Funk
Hallo Grand Funk,
dieses Umschlagen der Stimmung kenne ich gut. Was bei Deiner Ex die Tobsuchtsanfälle, war bei meiner, keine Gefühle mehr zulassen und kalt zu werden. Ich habe dann immer zu ihr gesagt, daß die Eisköniging wieder da sei. Ein Bekannter mit einer ähnlich gelagerten Freundin hat sich drastischer ausgedrückt und sie in diesen Momenten gefragt, ob sie jetzt wieder ihr A....l...kostüm angezogen habe.
Ich denke aber, die Faszination der Stimmungsschwankungen hat bei mir irgendwann nachgelassen. Ich habe mich immer öfters in meine Höhle verkrochen und mir eingeredet, das es sich nur wieder um eine Phase handelt, die vorüber geht. Das ist einer der Punke, den ich mir heute vorwerfe, nicht aufgestanden zu sein und den Mund aufgemacht, sondern selber den inneren Rückzug angetreten zu haben. Es bleiben zwar Zweifel, ob es dann anders gelaufen wäre, aber vielleicht lerne ich daraus zumindest für die Zukunft.
Wenn man nur sehen könnte, welche Dinge tief im Verborgenen nicht stimmen. Auch wir sprachen davon, daß uns das Schicksal zusammengeführt habe, so gut wie wir zusammenpassen. Die Mutter meiner Ex hofft immer noch, daß wir wieder zusammenkommen, meine Eltern können es auch nicht fassen und viele unserer gemeinsamen Bekannten sind aus allen Wolken gefallen, als sie von unserer Trennung erfahren haben. Was bei Euch Bonnie & Clyde war bei uns das Spitzenteam. Einer hält zum anderen, stärkt ihm den Rücken und zusammen baut man an einer gemeinsamen Zukunft. Ich habe fest daran geglaubt, daß wir (trotz aller Schwierigkeiten) perfekt zueinander passen und zusammen (fast) alles schaffen. Aber in der Realität muß man erkennen, daß eine Beziehung an dauernden Ausbruchsversuchen, Gefühllosigkeit und Zweifeln kaputtgeht.
Halt die Ohren steif, es wird auch für uns wieder gute Tage voll Liebe geben!
@ Joma
Hallo Joma,
zu der geringen Fähigkeit zu vertrauen, kommt oft noch ein geringes Selbstwertgefühl. Meine Ex war in den ersten Monaten unserer Beziehung oft der Meinung, nur zweite Wahl zu sein. Zunächst war es eine Bekannte, dann eine gute Freundin von ihr und auch noch eine Arbeitskollegin von mir, mit denen ich ihrer Meinung nach eigentlich lieber zusammen wäre. Es war jedesmal unheimlich schwer, sie wieder davon zu überzeugen, daß ich nur sie liebte und sie meine Traumfrau sei. Zweifel, die ich nicht nachvollziehen und für die ich keine in meinem Verhalten liegende Gründe entdecken konnte, sind bei ihr aber wohl immer geblieben. Sie verglich sich mit anderen Frauen und hielt sich nicht für liebenswert. Auch später hat sie mir immer wieder vorgeworfen, eigentlich auf einen ganz anderen Typ Frau zu stehen. Sie hat sich oft als Mannsweib gesehen, war mit ihrem Äußeren unzufrieden. Das ich verrückt nach IHR war, sie in meinen Augen und auch der anderer Männer wirklich sehr gut aussah, wollte sie nicht wahrhaben.
Sie macht sich zu viele Gedanken. Stetes Hinterfragen und Grübeln sind ihre ständigen Begleiter. Sie findet dabei meiner Meinung nach keine Antworten, sondern steckt in ihrer Schattenwelt fest. Sie hat sich regelmäßig abends ein, zwei oder drei Bierchen oder einige Gläser Wein gegönnt. Sie sagte dann immer, daß sie so besser schlafen könne, ihre Gedanken zur Ruhe kämen, sie offener, lockerer und mehr der Mensch sei, der sie sein möchte. Bei den zweimal Fremdgehen, hatte sie davor auch einiges getankt und dann alle Hemmungen verloren. Am nächsten Morgen hat sie erkannt, was sie getan hat und war am Boden zerstört.
Immer wenn die Gedanken an einen Neuanfang hochkommen, denke ich an einen schönen Satz hier aus dem Forum: Die Liebe des Lebens zeigt sich nicht nur darin, wie sehr man liebt, sondern auch wie sehr man geliebt wird. Hätte sie mich wirklich geliebt, hätte sie mir vieles nicht angetan. Sie ist sich darüber teilweise wohl auch im klaren. Am Telefon hat sie mir einmal gesagt, daß sie wisse, daß SIE diesmal alles kaputtgemacht habe. Warum mußte es aber überhaupt soweit kommen? (Rhetorische Frage)
Auch Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg nach vorne!
Viele Grüße Uriel
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Tutangus

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| 26.09.2003, 13:50 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel,
schön, dass du meine Worte richtig aufgefasst hast. Es klang bestimmt hart für dich, kommt der Realität, denke ich, jedoch ziemlich nahe.
Es ist natürlich schwer, in einen Menschen hinzeinzublicken, den man überhaupt nicht kennt. Dennoch glaube ich, dass bestimmte Probleme, die manche Menschen habe, ziemliche Parallelen aufweisen. Natürlich versuche ich, immer zu vermeiden, alle Menschen über einen Kamm zu ziehen. Aber man sieht anhand der Reaktionen u.a. von Grand Funk und Joma, dass doch ziemlich viele Gemeinsamkeiten vorliegen, die auch ich kenne.
Frauen, wie Ihr sie hier beschrieben habt, leiden scheinbar tatsächlich an Minderwertigkeitsgefühlen. Sie haben offensichtlich nicht gelernt, Liebe zu empfangen. Leider ist dies oft der Fall, weil auch Eltern ihren Kindern keine Liebe zeigen können. So zieht sich dieses Defizit von einer Generation in die nächste.
Wie mir scheint, ist deine Exfrau immer darauf bedacht, sich so anzupassen, dass Männer Gefallen an ihr finden. Kommt es dann zu einer Partnerschaft, hat sie immer Zweifel, ob er sie wirklich liebt. Dies ist in meinen Augen ein sinnloses Unterfangen, sie von seiner Liebe zu überzeugen. Denn sie wird - ohne professionelle Hilfe - wohl nie davon abkommen. Und das ist auch der Grund, warum sie aus dem Grübeln nicht mehr herauskommt und ständig nach neuer Bestätigung sucht.
Sie kann einem ganz schön Leid tun, denn sie weiß nicht, wie sie aus diesem Teufelskreis herauskommen soll. Hier kann in meinen Augen nur eine Psychotherapie helfen. DU selbst aber bist machtlos und kannst nur zusehen.
Noch einmal zum Thema "Auf den Tisch hauen". Diese Formulierung ist bei weitem noch untertrieben. Oft ist damit gemeint, dass ER ihr zu sagen hat, was sie tun soll. Ja, er behandelt sie tatsächlich wie der letzte Macho auf Erden und erniedrigt sie. Und sie kommt nicht von ihm los, weil sie ja bei ihm auch immer wieder die Bestätigung bekommt, dass er sie liebt (weil ja auch er bei IHR bleibt).
Du hingegen hast auf "gesunde" Weise deine Liebe zu ihr gezeigt. Das ist jedoch etwas, was sie so überhaupt nicht kennt. Somit baut sich bei ihr mehr und mehr ein Misstrauen auf und glaubt es dir nicht. Denn du akzeptierst sie ja so, wie sie ist, ohne dass sie sich weiter anpassen muss. Hättest du ihr ab und zu mal den Kopf gewaschen, wäre sie dir wahrscheinlich sogar dankbar gewesen... Es ist ein nicht enden wollender Teufelskreis.
Ich finde es absolut bemerkenswert, dass du den Draht zur Realität nicht verloren hast und genügend Selbstbewusstsein hast, dies richtig zu erkennen und entsprechend zu handeln, anstatt dich zurückzuziehen und daran langsam kaputtzugehen! Bleib so, wie du bist: Aufrichtig, ehrlich und fair. Ich bin sicher, dass auch du bald eine Frau kennen lernst, die weiß, was Liebe wirklich bedeutet und wird es zu schätzen wissen. Du musst nur ein bisschen Geduld haben !
In diesem Sinne ein schönes Wochenende!
Tutangus
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Ehemaliger User
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| 26.09.2003, 15:16 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Titangus, hallo Uriel!
Du hast recht mit der Behauptung, dass Menschen, die in frühen Jahren kaum Liebe empfangen haben, diese auch nicht weitergeben bzw. leben können. Ein Kollege sagte mal zur mir: "Schau Dir die Familie an und dann schau Dir die Kinder an." Wenn ich an meine Ex denke, trifft das genau zu. Sie ist ohne Vater groß geworden und hat deshalb einen Vaterkomplex, wie sie auch selber zugibt. Deshalb sucht sie immer den "starken" Mann, der sich jedoch meistens immer als A....loch herausstellt. Das schlimme an der Situation ist, dass kein Wille vorhanden ist, etwas zu ändern. So reitet sie von einem Teufelskreis in den anderen. Aber eines ist auch klar: die Beziehungen zu den Männer werden mit enormer Härte ihrerseits abgebrochen. Ich habe noch nie eine Frau getroffen, die in ihren Entscheidungen so hart sein kann. Ihre Beziehungsunfähigkeit drückt sich auch dadurch aus, dass sie es nicht geschafft hat, sich einen Freundeskreis aufzubauen. Freundschaften und Beziehungen müssen gepflegt werden, dass ist ihr zuwieder. Nur, wie gesagt, zu mir hat sie Vertrauen aufgebaut und ich habe die Kraft, diese Freundschaft zu halten. Irgendwo habe ich sie geliebt und ich kann keinen Menschen hassen, den ich mal geliebt habe. Zu einer Trennung gehören immer zwei und ich bin mir meiner Fehler bewußt geworden. Trotzdem, für solch eine Geschichte hätte ich nicht ein zweites Mal die Kraft. Ich denke, sie wird ihr Leben lang weiter auf der Suche sein und nirgends einen "Hafen" finden. Ich möchte so nicht leben und deswegen ist es besser, wenn jeder seinen eigenen Weg geht.
Alles Gute für Euch! Gruß Joma
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Uriel

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| 26.09.2003, 16:56 Re: Endstation Sehnsucht |
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@Tutangus Hallo Tutangus,
gut so, Deine "harten" Worte haben mir sehr geholfen. Vielleicht sind meine Antennen zukünftig ein bißchen besser in der Lage, ein für mich "unlösbares Problem" rechtzeitig zu erkennen.
Über die vorhandenden Minderwertigkeitsgefühle hatte ich ja schon ein bißchen geschrieben. Vor dem Erklärungsansatz "Mangelnde Liebe der Eltern" bin ich bisher ein bißchen zurückgeschreckt, weil er mir ein bißchen zu populärpsychologisch erschien. Aber es ist wahrscheinlich doch was dran. Sie kommt aus einer Familie mit 5 Kindern und hatte es als einziges Mädchen da nicht immer leicht. Gegen alle Widerstände ihrer Eltern hat sie in bewundernswerter Weise ihren Weg von der Hauptschule bis zur Universität gemacht. Sie litt in meiner Wahrnehmung an der mangelnden Anerkennung ihrer Leistungen durch ihren Vater. Dieser liebt sie, konnte ihr dieses Gefühl früher aber wie mir scheint nicht richtig vermitteln. Bei der Verleihung ihres Diploms war sie traurig, weil sie glaubte, es würde ihrem Vater nichts bedeuten und er sei nicht stolz auf sie.
In unserem letzten Gespräch hat sie gesagt, daß sie einen Partner braucht, der sie aus ihrem Loch rausholt. Nur was das bedeutet wurde nicht klar. Kurzfristige Ablenkungen in Form von Ausgehen und Party, können keine dauerhafte Lösung sein. Und eine Form der Unterstützung die ihr bei der Bewältigung ihrer persönlichen Ängste und Sorgen weitergeholfen hätte, wollte sie von mir nicht und, damit muß ich mich wohl abfinden, konnte ich ihr nicht geben.
Manchmal denke ich, daß sie ein idealtypisches Bild der Liebe in ihrer Vorstellung pflegt, immer den Rausch des Verliebtsein spüren möchte, aber davor zurückschreckt, sich selbst zu öffnen. Sie erwartet große Gefühle, macht aber schnell emotional dicht. Rein freundschaftliche Verhältnisse sind für Sie hingegen kein Problem. Im Gegenteil: Bei Ihr hatte ich den Eindruck der Überbetonung der Selbstständigkeit und von Freundschaften, auch um den Preis der Vernachlässigung der eigenen Beziehung.
Dein Schlüsselsatz ist "Denn du akzeptierst sie ja so, wie sie ist, ohne dass sie sich weiter anpassen muss." Volltreffer. Genau dieses, auch für mich, wichtige Gefühl wollte ich ihr geben. Zu versuchen, eine Grundlage aus gegenseitigem Vertrauen, Liebe und Verständnis zu schaffen, auf der die Partnerschaft gestaltet werden kann. So hätte sich vielleicht auch das von ihr immer kräftig beschworene Wir-Gefühl mit Leben erfüllen lassen. Ich denke, das war auch was ich bei ihr vermißt habe: Zu spüren, daß ich so akzeptiert werde wie ich bin, daß sie fest an UNS glaubt und zu UNS steht.
Deinen letzten Absatz lasse ich unkommentiert stehen und sage einfach herzlichen Dank für Deine aufbauenden Worte. Und auch wenn wir uns nicht kennen:
@Joma Hallo Joma,
bei der zunehmenden Zahl alleinerziehender Mütter und Väter hoffe ich für unsere Gesellschaft, daß nicht alle deren Kinder so schwere "Folgeschäden" davontragen.
Wenn Du das Vertrauen Deiner Ex besitzt, hast Du schon mal versucht, ihr Deine Gedanken über ihre Verhaltensweise mitzuteilen, sie sanft auf ihre offensichtlich vorhandenen Probleme hinzuweisen?
Euch beiden, Grand Funk und allen Mitlesern ein schönes Wochenende.
Grüsse Uriel
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Ehemaliger User
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| 26.09.2003, 18:51 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel!
Ja, ich habe es mehrfach versucht, mit ihr darüber zu reden. Auf der einen Seite ist sie sehr nachdenklich, aber um sich wirklich zu ändern, muss man sich Zeit nehmen und an sich arbeiten. Sie nimmt sich leider nicht die Zeit, sondern vergißt ziemlich schnell. Als Ablenkung muß dann halt ein neuer Mann herhalten. Oft habe ich auch mitbekommen, wie sie sich einen lieben, netten und gefühlvollen Mann "geangelt" hat. Die Männer haben sich wirklich reingekniet in die Beziehung; das Ende habe ich schon erahnt und sie, die Männer, haben mir Leid getan. Sie waren Ablenkung und Spielzeug zugleich.
Natürlich ist es einfach, alles auf die Erziehung zu schieben. Aber eben dort liegen die Wurzeln und die ersten Jahre im Leben sind prägent. Wenn ein Mensch nie lernt, mit sich und seiner Umwelt umzugehen, sind die Probleme schon garantiert. So einen Menschen zu helfen, setzt Verständnis und auch seinen Willen voraus, etwas zu verändern. Und hier liegt die Krux begraben. Um etwas zu verändern, muss man sich öffnen und auch den Schmerz, der damit verbunden ist, zulassen. Dies ist meines erachtens aber nur mit professioneller Hilfe zu erreichen. Wenn die Einsicht dafür fehlt, läufst Du gegen eine Mauer. Neulich hatte ich mit ihr ein sehr gutes Gespräch, in dem sie mir zusagte, darüber nachzudenken. Ich glaube nicht, dass sie sich die Zeit nimmt, über ihr bisheriges Leben nachzudenken. Sie ist und bleibt eine Egoistin, die nur ihre Vorteile sieht.
In den ganzen Beiträgen, die ich sehr aufmerksam gelesen habe und die meiner Meinung nach qualitativ sehr gut sind, habe ich sehr viel von meiner Geschichte wiedererkannt. Ein bißchen habe ich ja auch über meine Geschichte geschrieben. Letztendlich muß man sich fragen, ob eine neue Beziehung zur Ex noch Sinn haben wird. Niemand wird sich so verändern, dass es auf einmal paßt. Alte Strukturen würden mit Sicherheit nach einiger Zeit wieder durchbrechen. Jeder muß sich entscheiden, ob man diese Berg- und Talfahrt miterleben will. Ich habe sehr viel erlebt und es war sehr, sehr hart. Eine Liebesbeziehung zur Ex wird es nicht mehr geben, aber meine freundschaftliche Hand bleibt ihr entgegengestreckt. Sie ist ein Mensch mit Problemen und ich würde ihr meine Hilfe nicht versagen.
Danke Euch allen! Gruß Joma
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Uriel

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| 27.09.2003, 19:26 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo,
in diesem Thread wurde geschrieben, daß dem diskutierten Typ Frau nur professionelle Hilfe weiterhelfen könnte. Wie groß sind die Chancen, daß hierdurch wirklich eine dauerhafte Änderung herbeigeführt wird? Meine Erfahrungen in diesem Bereich sind eher marginal. Und vor allem: Woher soll die Bereitschaft kommen, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen? Die inneren Widerstände dagegen scheinen mir doch sehr stark zu sein. Ich sehe es bei meiner Ex. Sie gibt zu, eine Suchende zu sein, aber nicht genau zu wissen, was sie sucht, gibt zu, unzufrieden und oft unglücklich zu sein. Sie weiß um ihre Unsicherheiten und oftmalige Gefühlskälte und möchte einen Partner, der sie dort herausführt. Als ich sie in unserem vorletzten Gespräch auf das Thema angesprochen habe, war sie stinksauer und verletzt, obwohl (oder gerade weil) sie schon mal bei einem Therapeuten war. Sie ist überzeugt, ihre Probleme selbst lösen und ihr Credo von "Liebe und Freude" mit einem geeigneten Partner verwirklichen zu können. Hat sie vielleicht doch recht und ich tue ihr zutiefst unrecht in dem ich sie als therapiebedürftig abstempel? Überinterpretiere ich ihre Äußerungen und Verhaltenweisen, um meine Fehler zu verdrängen?
Leute gehts mir heute beschissen. Bin total durch den Wind. 1000 kleine Foltergeister haben mein Gehirn übernommen. Träumte die ganze Nacht wieder von ihr, kann den ganzen Tag nicht aufhören an sie zu denken, bin im Moment wütend ohne Ende auf sie. Wie konnte sie so auf meinen Gefühlen herumtrampeln? Habe mich gestern mit einem gemeinsamen Freund unterhalten, der mir sagte, wie neidisch er war, als er mitbekam wie sich vor noch nicht allzulanger Zeit meine Ex seiner Freundin gegenüber über mich und ihre Liebe zu mir geäußert hatte. Er hatte damals den Eindruck, ich sei, so wörtlich, "Supermann". Hahaha! Willkommen in der Realität. An ihren Taten sollt ihr sie messen. Zu allem Überfluß ist seine Freundin auch vor kurzem bei ihm ausgezogen, seither seiner Meinung nach der Abschied auf Raten. Hallo Virologen, ist Trennung doch ansteckend? Andere Theorie: Mußte mir einen neuen Fernseher kaufen, habe im Laden einen weiteren Verlassenen getroffen (Wir sind nicht allein!), er war der Meinung, der Sommer sei zu heiß für die Frauen gewesen, sie hätten alle ausgetickt. Wenigstens konnte ich mal wieder lachen.
Und außerdem, mit was für einem Idioten ist sie eigentlich in München, hat sie mich mit dem schon (mal wieder) betrogen, während wir offiziell noch zusammen waren? Gewaltphantasien, Wut auf mich selber, daß ich überhaupt noch Gedanken an sie verschwende. Wollte heute abend ins Kino, Geld kann ich mir sparen. Bin mitten im Blockbuster des Jahres: Trennung - Winter ohne Eis und Schnee. Nicht neu, diesmal aber gefühlsecht mit mir in der Hauptrolle.
Einsame Gedanken laden ein zum Verweilen, wie offende Wunden, die nicht verheilen. Die Vision, die ich hatte liegt in Scherben auf dem Boden, verrottet wie ein Leichnam, sie hat mich belogen.
Gruß Uriel Die Sonne scheint mir aus den Händen - kann verbrennen, kann euch blenden. Wenn sie aus den Fäusten bricht, legt sich heiss auf das Gesicht.
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Ehemaliger User
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| 28.09.2003, 08:35 Re: Endstation Sehnsucht |
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Komm in mein Boot die Sehnsucht wird / der Steuermann Komm in mein Boot der beste Seemann / war doch ich
Jetzt stehst du da an der Laterne hast Tränen im Gesicht das Feuer nimmst du von der Kerze die Zeit steht still und es wird Herbst
Sie sprachen nur von deiner Mutter so gnadenlos ist nur die Nacht am Ende bleib ich doch alleine die Zeit steht still und mir ist kalt
sehr interessante beiträge. habt den willen, dass es aufhören möge.
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Ehemaliger User
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| 28.09.2003, 12:37 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Uriel!
Du wirst diese Phasen des auf und ab´s mit einiger Sicherheit noch einige Zeit durchmachen. Aber bedenke, was Dir hier die Teilnehmer der Diskussion geschrieben haben. Du mußt nach vorne schauen und Dein Leben in Angriff nehmen. Du machst Dir zurecht Gedanken und wirst aus Deiner Geschichte für die Zukunft hoffentlich lernen. Niemand kann Liebe erzwingen bzw. dauerhaft festhalten, wenn der Partner es nicht will. Manche Menschen muß man ziehen lassen und ihr Leben leben lassen, so schwer das auch ist.
Die Hilfe muß von den Menschen angenommen werden. Wer mit seinem Leben zufrieden ist, verdrängt die Tatsache, dass irgendetwas nicht stimmt. Wir, die von außen auf dieses Leben schauen, haben andere Ansichten und eine andere Interpretation von Liebe, Leben und Gefühl. Vielleicht haben wir aber auch schon unseren Weg gefunden. Wenn ich an das Leben meiner Ex denke und mich dagegen vergleiche, bin ich Stolz und froh, dass ich so bin wie ich bin.
Du wirst vielleicht nie erfahren, ob Deine Ex eine neue Beziehung hat. Aber ausschließen solltest Du es nicht, so hart das auch für Dich zur Zeit sein mag. Vielleicht ist sie in die nächste Beziehung geflüchtet und ist weiter auf der Suche. Da sie sich aber weder die Zeit nimmt für sich und auch nicht das Erlebte überarbeitet, ist eine neue Beziehung schon zum Scheitern verurteilt. Das beste Beispiel dafür ist meine Ex. Eine Meisterin der Verdrängungskunst und von Nähe und Distanz. Verdient ein solcher Mensch meine Liebe, die von Herzen kommt und von tiefen Gefühlen geleitet wird? Nein! Ich muß mich selbst schützen, denn ich will und kann nicht so oberflächlich leben und andere Menschen, und ganz wichtig, mich selbst dauernd verletzen.
Du wirst Deinen Weg finden!! Gruß Joma
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Uriel

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| 28.09.2003, 17:22 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Joma,
hast recht. Blick nach vorne und wieder den eigenen Lebensweg gestalten. Geht mir heute schon wieder besser. Dazu beigetragen hat auch, daß ich gestern zufällig erfahren habe, mit wem sie in München war: Ein 10 Jahre älterer und (noch?) verheirateter Unternehmensberater aus X-Stadt, den sie noch während ihres Studium kennengelernt hatte. Damit war auch die Erklärung gefunden, warum vor 6 Wochen eine Fahrkarte aus X-Stadt auf meinen Schreibtisch gelegen hatte. Ich hatte damals sofort den Verdacht, daß sie bei einem anderen war, aber sie leugnete strikt und wollte alles alles unerklärbaren Zufall darstellen.
Als ich gestern die Wahrheit wußte, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe, da ich auch seinen Namen kenne, ihr eine SMS geschickt in der ich Grüsse an ihn bestellte. Gestern abend hat sie dann einigemale versucht, bei mir anzurufen, aber ich war nicht zu Hause. Heute hat sie mich erreicht und wir haben gesprochen. Sie war natürlich wütend auf die SMS, und sagte, daß sie es traurig fände, daß ich ihr nachspionierte. Außerdem hätte ich sie ja fragen können. Ich habe ihr dann gesagt, daß alles ein Zufall war, aber ein weiteres Zeichen sei, wie sehr ich von ihr betrogen und belogen worden bin.
Was dann kam, hatte ich irgendwie alles schon mal gehört. Sie wollte mir nächste Woche eigentlich alles sagen, und nein, während wir noch zusammen gewesen seien, hätte sie nichts mit ihm gehabt. Sie hätten sich nur unterhalten und sie habe erkannt, daß er ein Mensch sei, der ihr etwas bedeuten könne und daß sie mehr haben wolle, als in der Beziehung mit mir. So ähnlich sind auch die Gespräche mit meinem Vorgänger nach der Trennung verlaufen. Und auch diesmal hofft sie darauf, daß alles besser wird. Aber falls es nix wird, hat sie auch schon vorgebaut: Vielleicht brauche sie es mal, richtig auf die Schnauze zu fallen, war ihre Antwort auf meine Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Beziehung. Natürlich versteht sie sich mit dem Neuen wieder blendend und sie liegen auf einer Wellenlänge. Aber da er verheiratet sei, tue er sich mit der Situation natürlich auch nicht leicht. Witzerweise hat auch unsere Beziehung so ähnlich begonnen. Wir haben am Anfang auch alles geheim halten. Vor kurzem hat sie mir aber noch gesagt, daß dies ein Fehler gewesen wäre, da sie den Schalter nie mehr habe umlegen können. Aber auch mit verheirateten Männern hat sie Erfahrungen. Als sie sich nach fünf Jahren von ihrer Jugendliebe trennte, hatte sie eine kurze Affaire mit einem Ehemann. Aber diesmal ist es natürlich etwas komplett anderes. Es war deutlich zu spüren, wie sie wieder von Aufbruchsstimmung erfasst war und dem Glauben, daß es diesmal passe.
Bisher waren in meinem Hinterkopf immer noch leichte Zweifel, ob sie wirklich professionelle Hilfe brauche, aber nach diesem Telefongespräch bin ich mir sicher, daß sie diese wirklich benötigt. Sie sprach noch davon, daß auch er seine Probleme habe und man ja gemeinsam einen Kurs machen könne. Was für einen Kurs wurde nicht klar, bei einem Therapeuten hat sie auf jedem Fall gleich wieder strikt abgelehnt. Auf meinen Einwand, daß ich den Eindruck habe, hier versuchten sich zwei Nichtschwimmer vor dem Ertrinken zu retten, meinte sie, ja, aber dies könne klappen.
Ich bin mir sicher, daß sie sehenden Auges wieder ins Unglück läuft. Habe aber auch akzeptiert, daß ich nichts mehr für sie tun kann und wohl auch will. Das ist nicht mehr die Frau, die ich geliebt habe und auch wenn es in den 3 1/2 Jahren schöne Zeiten gab, will ich mit ihr, die mich so enttäuscht hat, derzeit erst mal nichts mehr zu tun haben. Eine gute Frage in Deinem Text ist, ob ein solcher Mensch meine Liebe, die von Herzen kommt und von tiefen Gefühlen geleitet wird verdient? Ich schließe mich Dir an: Nein. Meine besten Wünsche begleiten sie trotzdem und ich wünsche ihr alles Gute auf ihrem Weg.
Dann mal überraschen lassen, wie es wird, wenn wir uns morgen bei der Arbeit über den Weg laufen.
Die letzte Flasche ist leer und jetzt fiel der Regen, ich stehe auf meinem Schicksal entgegen, Ich lasse alles zurück, alles und jeden und beginne die Suche nach einem neuen Leben
Gruß Uriel
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Ehemaliger User
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| 29.09.2003, 08:07 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hi Uriel!
Ich kann Deine Situation sehr gut nachvollziehen. Meine Ex glaubt auch immer, dass sich in einer neuen Beziehung alles verändern und anders wird. In der Verliebtheitssphase sieht man noch über die Dinge hinweg, die einem an den Parnter nerven. Aber nach einigen Wochen wird umgeschwenkt und es geht anders zur Sache. Das Spiel wird so weit und hart getrieben, bis der Schlußstrich gezogen wird. Sowie es zu eng und etwas geplant wird in der Beziehung, ergreift sie die Flucht. Bis zum nächsten Mal, aber dort wird sich auch nichts verändern.
Du hast gemerkt, dass sich bei Deiner Ex alte Schematas wiederholen. Du bist aber, ich denke mal wie ich, ein Mensch, der sich entwickelt und sich Gedanken über zwischenmenschliche Beziehungen macht. Wir sind zwar auch auf der Suche, haben aber unseren inneren Kern schon gefunden. Wie ich schon gesagt habe, Suchende sind nicht aufzuhalten. Wir können ihnen die Suche nicht abnehmen. Wir haben ihnen aber Wege gezeigt und die Hand gereicht. Mag sein, dass sie sich später daran erinnern werden, wer wir waren und was wir für sie getan haben, aber dann haben wir abgeschlossen.
Klasse, dass es Dir wieder besser geht! Gruß Joma
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Ehemaliger User
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| 29.09.2003, 12:50 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Ihr, nachdem ich in der letzten Woche schon in diesem Thread mitgelesen habe, sind mir doch einige Parallelen zu meiner letzten festen Beziehung aufgefallen. Will mal eben noch meinen Senf dazu geben:
Ich hatte auch eine (ziemlich intensive) Beziehung mit einer Frau die ein immenses unbearbeitetes Paket aus der Vergangenheit mit sich herumschleppte. In den Beiträgen hier lese ich von lieblosem Elternhaus, mangelndem Selbstwertgefühl, Mißbrauch... Meine Ex hatte einen ebensolchen Hintergrund. Dazu kam noch eine mehrfache Vergewaltigung nach der sie von ihrer Familie im Stich gelassen wurde ("Über sowas spricht man nicht...") und ein Kukuckskind. Wir hatten eine sehr leidenschaftliche Beziehung die immer wieder unvermittelt von "Kälteeinbrüchen" ihrerseits, auch von Haßattacken, massiven depressiven Schüben (inkl. Tendenz zur Suizidalität) und Zweifeln ("Ich kann nicht lieben/vertrauen...", "Wenn ich mich richtig einlasse, läßt Du mich doch sowieso fallen - und diesen Schmerz will ich nicht - ergo lasse ich mich auch nicht wirklich ein..") gekennzeichnet war. Ich Blödi habe mir eingebildet, bei der Intensität unserer Emotionen hätte es doch möglich sein müssen, dass sie lernt zu vertrauen...
Sie hat sich haarsträubende Dinger erlaubt, die man niemandem durchgehen lassen sollte. Ich jedoch war blind vor Liebe (riesige rosa Brille...) und habe immer versucht, ihr Drecksverhalten vor dem Hintergrund ihrer Vergangenheit zu sehen. Andererseits war sie so liebevoll und leidenschaftlich, ich fand vieles von dem, nach dem ich mich immer gesehnt hatte... Dennoch: "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" in einer Person in stetigem Wechsel... So habe ich sie auch "so akzeptiert, wie sie ist" und hoffte sie würde sehen, dass dies bedeutet, dass ich sie wohl tatsächlich liebe, dass sie liebenswert ist, dass Vertrauen nicht immer enttäuscht wird... Falsche Hoffnung: Je mehr ich ihr nachsah, je mehr ich ihr Verhalten vor mir selbst und anderen mit ihrer schicksalschweren Vergangenheit entschuldigte, umso bunter hat sie es getrieben. Letztlich hatte sie wohl keinen Bedarf an fürsorglicher Nachsicht, sondern wünschte sich wohl die "harte Hand" die sie kannte, die auf den Tisch haut und sagt wo's lang geht. Das konnte und wollte ich ihr nicht bieten. Hätte auch niemals gedacht, dass sie diesen Typ Mann (Patriarch, Macker, Bad-Guy,... sucht Euch was aus...) braucht. Davon hatte sie in ihrem Leben schließlich genug...
Fakt ist: durch mein Verständnis, mein "Zurückstecken" hatte sie aus beziehungstechnischer Perpektive keine Motivation etwas an sich, ihrem Verhalten zu ändern. Sie kam doch prima damit durch....
Diese Bekundungen: "Ich weiss ja dass was falsch läuft, werde was ändern, bla bla, bla, laber, fasel..." Heisse Luft... Geendet ist es für meinen Teil katastrophal...
Dann fiel mir noch dieses "Fremdgehen mit Verheirateten" auf: Kategorie: Handeln nach eigenem Ego ohne Rücksicht auf die Konsequenzen...
Was ich dadurch gelernt habe ist eindeutig: BEZIEHUNG IST KEINE THERAPIE!!! und EIN PARTNER IST KEIN THERAPEUT!!! Das kann man nicht vermischen! Auch stimmt der Satz: Wer sich nicht helfen lassen will, dem kann auch nicht geholfen werden. Und Liebe, egal wie intensiv, heilt auch nicht alle Wunden, ebensowenig wie die Zeit...
Wir sind auseinandergegangen, ich saß alleine da mit meinem Scheiß, habe mir die Finger wund geschrieben und (fast) nichts davon abgeschickt - hat keinen Sinn... Sie trat nach 9 Monaten Funkstille auf mich zu und bat mich um meine Freundschaft ("Ist doch soviel Zeit vergangen, jetzt ist doch alles wieder gut..."), ganz so als wäre nix passiert. Ich ging nicht darauf ein, das tu ich mir nicht mehr an. Ende vom Lied: sie hat hat nix falsch, ich aber das meiste nicht richtig gemacht (ihre Sicht der Dinge). Ziwschenzeitlich ist sie endlich in professionellen Händen. Resultat: "Dr. Jekyll" wird feierlich zu Grabe getragen und "Mr. Hyde" wird kultiviert ohne Ende. Sie lebt ihr "§1, jeder macht seins" nun in Vollendung. Fazit: Wie das Ergebnis einer Therapie aussieht, hängt wohl auch sehr vom Therapeuten ab... Und da halte ich es mit , der mal was im Sinne von "Egoisten verstehen nur die Sprache der Rücksichtslosigkeit und des Hängenlassens" geschrieben hat...
Einigen der Schreiber in diesem Thread möchte ich empfehlen mal ein wenig unter dem Schlagwort "Borderline-Syndrom" zu "googeln". Manchem wird dabei vermutlich ein ganzer Kronleuchter aufgehen. So könnt ihr wenigstens nachvollziehen, warum es so dermassen in die Hose gegangen ist und ihr bekommt wenigstens einen Erklärungsansatz für Eure Fragen auf die Ihr von "ihr" wahrscheinlich niemals eine Antwort bekommen werdet. Meine Konsequenz daraus: "Finger weg, solche Menschen saugen einen aus, und wenn man leer ist, wird man fallengelassen wie ein leergefressener Joghurtbecher. Sie meinen es nicht böse - sie können nicht anders. Die Schmerzen die sie bei anderen damit auslösen sind aber die selben, als wenn es mit Absicht passiert wäre..."
Heute sehe ich es so, dass niemand etwas für seine Vergangenheit kann, sehr wohl aber für sein heutiges Verhalten die Verantwortung zu tragen hat. Man kann nicht den Partner für das eigene Seelenheil oder das eigene Glück verantwortlich machen. Den Müllsack, den so viele mit sich herumschleppen, muss jeder für sich selbst sortieren und ausmisten. Der Partner kann dabei Unterstützung gewähren, spiegeln, Halt geben, aber die Arbeit muss derjenige machen, der den Sack mit sich herumträgt.
Letztendliche Konsequenz für mich: bitte keine Partnerin mehr, die erst "gerettet" werden muss... lieber eine, die ihre "Hausaufgaben" gemacht oder wenigstens damit angefangen hat...
Sorry, bißchen durcheinander, aber vielleicht kann der eine oder andere doch was für sich selbst herausziehen.
Ich drück Euch die Daumen
donald
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Ehemaliger User
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| 29.09.2003, 13:33 Re: Endstation Sehnsucht |
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Hallo Donald!
Im Prinzip hast Du recht mit dem, was Du schreibst. Auch meine Ex kam nach ca. einem halben Jahr an mit dem Spruch, es sei ja inzwischen viel Zeit vergangen und hat mir die Freundschaft angeboten. Wie ich schon geschrieben habe, pflegen wir heute eine Freundschaft mit Höhen und Tiefen, aber sie hält. Immer, wenn ich während der Freundschaft um Kontaktsperre bat, tat sie genau das Gegenteil. Sie meldet sich mit schöner Regelmäßigkeit bei mir, dass ich fast die Uhr danach stellen kann. Zur Zeit ist sie in einer neuen Beziehung und wie ich vermute, mit einem Typen, der wohl mal kräftig auf den Tisch haut. Ich habe ihn einmal kurz gesehen (sie weiß es nicht) und mein Eindruck hat sich bestätigt; der Neue ist ein Vollmacho in meinen Augen. Sie erzählte mal von ihm, dass er ja ganz anders sei, als er sich gibt und er sei ja so sensibel. Diesen Spruch von ihr habe ich schon einige Male gehört. Immer dann, wenn sie wieder so einen Typen kennen gelernt hat. Mir scheint es ihre Rechtfertigung zu sein, warum sie mit so einem Typen eine Partnerschaft eingeht. Jede halbwegs intelligente Frau macht natürlich einen Bogen um solche "Aufschneider" und "Sprücheklopfer". Ja und dann die Vergangenheit, wo der Vater gefehlt hat. Hier ist ihr Spruch: "Es hat jemand gefehlt, der auf den Tisch haut." Aber wie Du schon richtig erkannt hast, sollte jeder doch mit der Zeit gelernt haben und seine Vergangenheit verarbeitet haben. Wenn nicht, gibt es immer diese ständigen Wiederholungen innerhalb der Partnerschaft. Auch hast Du recht, wenn Du behauptest, man sollte die Finger von einer Typ Frau lassen. Leider erkennt man dieses erst zu spät, da dieser Typ von Frau (Partner) recht schnell verliebt ist und ein kluges "Spiel" spielt. Es geht in Tagen von null auf hundert in der Liebe. Welcher Mann (Partner) kann da schon wiederstehen?
Wie gesagt, heute pflegen wir eine Freundschaft. Dies ist nur möglich, weil ich sie so akzeptiere wie sie ist. Mittlerweile bin ich auch gut abgehärtet, da sich alles in ihrem Leben wiederholt. Ich kenne die Typen, ich kenne den Ablauf ihrer Beziehungen, ich kenne ihr wiederholtes scheitern und ich kenne ihre neue Suche.
Gott sei Dank ist das nicht mein Film! Gruß Joma
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