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Ist die Generation Y beziehungsunfähig?

LoveRosie

LoveRosie

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Hey ihr :)
Es kreist umher, fast schon schlimmer als eine Grippewelle. Trennungen mit der Begründung, es würde eine Bindungsangst vorliegen. Zumindest in meiner Generation. In meinem Bekanntenkreis fanden in den vergangenen Monaten 7 (!) Trennungen statt (inklusiver meiner) mit der Begründung einer Bindungsangst.
(Sind Trennungen eigentlich ansteckend? )

Generation Y - Generation beziehungsunfähig?

Was denkt sich ein bindungsängstlicher Mensch?
Was geht in diesem Menschen vor?
Haben sie Angst, was zu verpassen?
Oder sind das nur faule Ausreden?
Gibt es sowas wie Bindungsangst überhaupt?

Gibt es überhaupt noch welche aus der Generation Y, die nicht sofort die Beine in die Hand nehmen, wenn von Bindung und sonstigem die Rede ist?

Edit: oder man hat diejenigen Geister, die einfach nicht alleine sein können und warm wechseln.

17.06.2017 20:44 • x 1 #1


Leonie85

Leonie85

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Bindungsangst klingt einfach besser wie "ich liebe dich nicht mehr und will nicht meine Zeit mit dir verschwenden".

Alles Quatsch meiner Meinung nach!

Frag dich doch mal selbst, wie ehrlich du bei Trennungen warst? Wenn du deinen Partnern immer die nack.te Wahrheit serviert hast, ziehe ich den Hut vor dir. Ich persönlich schaffe es nicht, meinen (Ex)Partnern an die Nase zu knallen, dass meiner Meinung nach noch was besseres auf mich wartet, wenn die Gefühle nicht mehr da sind.

17.06.2017 20:50 • x 2 #2


Arminda

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Bindungsangst hat wohl etwas mit Prägung zu tun. Wenn man -durch welche Umstände auch immer- nie gelernt hat zu vertrauen und/oder kein gutes soziales Netz hat, das einen trägt, hat man Angst vor Nähe und wünscht sich gleichzeitig nichts sehnlicher als genau diese. Da braucht man vor allem Partner, die einen stabilisieren können und einem Sicherheit geben können, bis man selbst Vertrauen in die Verbindung hat. Das kann mitunter sehr lange dauern und beiden Seiten viel Kraft und Mühe abverlangen. Aber man bekommt es hin, wenn beide es wollen. So ist zumindest meine Erfahrung, auch, wenn selbst diese schmerzhaft endete. Mit faulen Ausreden o.ä. hat Bindungsangst meiner Meinung nach nichts zu tun.

Trennungen sind sicher ansteckend, ich habe auch festgestellt, dass letzter Monat wohl ein exzessiver Trennungsmonat war. Ich wünsche mir sehr, dass es irgendwo da draußen noch Menschen aus Generation Y existieren, die wirklich gewillt sind, sich auf jemanden einzulassen. Das erfordert bei aller Oberflächlichkeit, die vorzuherrschen scheint ein gutes Auswählen, gute Beobachtungsgabe und eine gewisse Reife und Arbeitsbereitschaft der potentiellen KandidatInnen

17.06.2017 20:54 • x 3 #3


Xenomorph00

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Mir wurde beinhart in der bez gesagt "sie habe angst etwas zu verpassen und wisse nicht was sie will".
Liegt vl an ihren jungen jahre , aber auch ältere denken so.

Was ist "besser" und wann "sucht" man nicht mehr nach was besseren?

17.06.2017 21:08 • x 2 #4


arjuni

arjuni

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Zitat von sallinchen:
Es kreist umher, fast schon schlimmer als eine Grippewelle. Trennungen mit der Begründung, es würde eine Bindungsangst vorliegen. Zumindest in meiner Generation. In meinem Bekanntenkreis fanden in den vergangenen Monaten 7 (!) Trennungen statt (inklusiver meiner) mit der Begründung einer Bindungsangst.


Woher hast Du Deine Informationen?

Sagen die Menschen in Deinem Bekanntenkreis, die sich trennen, sie hätten eine Bindungsangst, oder behaupten das die Verlassenen über den/die Ex?

Schließt Du jetzt von 7 Trennungen auf eine ganze Generation oder hast Du noch andere Quellen?

17.06.2017 21:20 • x 1 #5


mafa

mafa

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Ich denke das ist etwas komplex. Die oben genannten Gründe sind schon ganz gut. Aber auch der technische Fortschritt und die sozialen Medien der letzten 5-10 Jahre haben dazu sicher einiges beigetragen. Wir sind in einer Informationsflut wo unser Gehirn bald nicht mehr nachkommt. Wir denken ständig etwas zu verpassen, wir können uns nicht mehr festlegen deswegen. Es treffen zu viele neue Ereignisse ein. Es war auch nie leichter als heute eine neue Bekanntschaft zu knüpfen. Es ist eben der ständige Gedanke, wenn ich mich festlege , dass da bestimmt noch etwas besseres kommt und ich dann wieder ein Problem habe weil ich gebunden bin. Es ist wirklich eine teilweise deprimierende Zeit was die Partnersuche betrifft.

17.06.2017 21:24 • x 4 #6


Banjo172

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Ich bewundere immer wieder meine Eltern die seit 35 Jahren gemeinsam leben. Sie haben es immer wieder geschafft durch jede Krise zusammen zu gehen. Heut zu Tage habe ich das Gefühl das man viel zu schnell aufgibt. Einfach gar nicht mehr genügend um eine gemeinsame Beziehung kämpft. Man wirft alles so leicht fertig weg. Weil einem gerade mal wer anders über den Weg läuft. Aber ob das alles zwangsläufig viel besser wird das weiß man einfach gar nicht. Dann sollte man doch eigentlich froh sein in der heutigen Zeit das man jemanden hat und alles dafür tun damit es bestehen bleibt. Aber stattdessen werden eben mal so 5 Jahre Beziehung beendet. Für eine neue Dame. Man geht viel zu leichtfertig heut zutage mit Beziehungen um.

17.06.2017 21:50 • x 4 #7


Selbstliebe

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Zitat von mafa:
Wir denken ständig etwas zu verpassen, wir können uns nicht mehr festlegen deswegen. Es treffen zu viele neue Ereignisse ein.


Ich denke auch, dass die von @sallinchen genannten Ypsiloner :mrgreen: lediglich vordergründig die Bindungsangst als Trennungsgrund anführen. Bindungsangst geht einher mit einer psychischen Fehlentwicklung aufgrund von frühen Verlusten von Bezugspersonen. Kann mir nicht vorstellen, dass alle deine genannten Bekannten aus solchen unsoliden Elternhäusern stammen.
Eher steckt die Angst dahinter, sich überhaupt nicht gern festlegen zu wollen, weil man ja eventuell doch was verpassen könnte. Ypsiloner möchten zwar unabhängig bleiben, aber dennoch auch partnerschaftlich andocken, sie suchen somit also mehr eine unverbindliche Verbindlichkeit. . ist doch easy . . wenn alle so denken, sollte es keine Schwierigkeiten geben :herz:

17.06.2017 21:52 • x 3 #8


arjuni

arjuni

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Man kanns auch andersrum sehen.

Vielleicht sind die neuen Generationen einfach selbstbewusster und reflektierter und brauchen nicht unbedingt eine Beziehung zum Leben dazu. Sondern haben gelernt, auch alleine glücklich und zufrieden zu sein und hängen sich nicht an den Nächstbesten um irgendetwas zu kompensieren.

17.06.2017 22:03 • x 4 #9


Xenomorph00

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Zitat von arjuni:
Sondern haben gelernt, auch alleine glücklich und zufrieden zu sein



Komisch das die mehrheit von "warmen wechseln" schreiben oder durch einen anderen mann, andere frau kurz nach der bez ersetzt wurden.

Soviel zum thema "alleine glücklich"

17.06.2017 22:06 • x 1 #10


mafa

mafa

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Zitat von arjuni:
Man kanns auch andersrum sehen.

Vielleicht sind die neuen Generationen einfach selbstbewusster und reflektierter und brauchen nicht unbedingt eine Beziehung zum Leben dazu. Sondern haben gelernt, auch alleine glücklich und zufrieden zu sein und hängen sich nicht an den Nächstbesten um irgendetwas zu kompensieren.


Naja dann sterben wir ja bald aus ;)
Das muss doch kein Widerspruch sein mit jemand zusammen zu leben und trotzdem ist jeder für sich selbst glücklich . ich kann mir ganz schwer vorstellen dass diese ganzen Leute alleine glücklich sind. Diese mag es geben, aber sind mit Sicherheit nicht die Mehrzahl

17.06.2017 22:07 • x 3 #11


arjuni

arjuni

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Zitat von mafa:
Naja dann sterben wir ja bald aus


Ich denke, das ist das geringste Problem, das die Menschheit hat.

17.06.2017 22:08 • #12


mafa

mafa

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Zitat von arjuni:

Ich denke, das ist das geringste Problem, das die Menschheit hat.

Was ist schon wirklich ein Problem ? Jedes Problem ist relativ

17.06.2017 22:09 • x 1 #13


Leonie85

Leonie85

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Realistisch gesehen und an die ältere Generation: Was hat sich denn geändert?

Ich habe unlängst mit meinen Eltern darüber geredet. Ihre Antwort war: Nichts! War schon immer so, aber anstatt aufzustehen und die Last abzuschütteln, haben die Menschen mittlerweile genug Zeit, um im Dreck rum zu wühlen und alles zu hinterfragen und Schuldige zu suchen.

Und das nicht nur in Bezug auf die Liebe.

17.06.2017 22:12 • x 1 #14


Selbstliebe

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Zitat von Banjo172:
Dann sollte man doch eigentlich froh sein in der heutigen Zeit das man jemanden hat und alles dafür tun damit es bestehen bleibt. Aber stattdessen werden eben mal so 5 Jahre Beziehung beendet.


Ja, wenn man jemanden gefunden hat, mit dem man auf einer Wellenlänge liegt, ist das großartig. fünf gemeinsame Jahre sind eine lange Zeit, wenn du mich fragst. Auch wenn es wenig tröstlich sein mag, jetzt in deinem akuten Trennungsschmerz. . .

Versuch mal das Positive zu sehen, dass die Beziehung rum ist: du hast nun Platz an deiner Seite für einen Partner, der besser zu dir passt. Gemeinsame Freizeitinteressen zu teilen finde ich nicht ganz unwesentlich für Partnerschaftsglück :herz: Vielleicht für immer?

Wer weiß das schon, einen Absolutheitsanspruch gibt es in der Liebe nicht. :glaskugel: Ein Blick in die Glaskugel wäre manchmal schon cool. . :mrgreen:

17.06.2017 22:12 • x 3 #15






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