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Narzistischer Expartner und Übermutter = Psychose

Annabele

Hallo,

ich bin neu in dieser Gruppe und hoffe, dass ich mich hier austauschen kann und zahlreiche Stellungnahmen erhalten kann. Ich brauche keine Gebrauchsanweisungen, sondern hoffe einfach auf Mitteilungen, wie ihr in ähnlichen Situationen damit umgegangen seid.
Zu meinem Thema: Lange Jahre habe ich mit einem, wie ich heute weiß, nazistischem Partner in einer Ehe zusammengelebt. Wir haben eine Tochter und mittlerweile einen Enkel. Die Tochter ist nicht das Problem, sie geht ihren Weg und wir haben ein gutes Verhältnis. Doch ich habe mich nach meiner ersten Psychoseerkrankung vor gut 14 Jahren von meinem Mann getrennt. Da er mich damals betrogen hatte. Ich merke gerade, es ist eine ellenlange Geschichte.... Um es kurz zu machen- wir haben mittlerweile einen Umgangston gefunden, der mir nicht mehr schadet; sind nach wie vor getrennt aber nicht geschieden. Wer etwas von nazistischen Partnern weiß, weiß auch, dass es in dieser Richtung ein Grundproblem ist, eine Scheidung durch zu setzen, wenn man selber nicht stabil genug ist. Daneben habe ich eine sogenannte Übermutter, die bis heute (ich bin 59!) versucht mich zu manipulieren, was meinen Lebensweg betrifft. Aus ihrer Sicht NUR gutgemeinte Ratschläge.....( wie das Wort schon sagt: ich empfinde sie als Schläge!)
Ich bin sehr gläubig, was nicht zuletzt aus meinen 4 Psychoseerfahrungen und einer Nahtoderfahrung resultiert. Insider wissen, dass man bei dieser Erkrankung u.a. sehr häufig einen Gottkontakt erlebt. Mit dem weltlichen Glauben hat es aber rein gar nichts zu tun, ich gehe weder in die Kirche noch habe ich irgendwelche "Gruppen" um mich versammelt. Ich weiß einfach, dass es eine Kraft gibt, die mich schützt und begleitet.
Sorry, wenn ich hin und her springe...
Denke es ist als Grundinfo einfach wichtig.
Also ich lebe jetzt allein und bin soweit wieder gefestigt. Was mich einfach nervt sind die ständigen Einmischungen meiner Mutter, die nicht akzeptieren kann, dass ich immer noch Kontakt zu meinem getrennt lebenden Ehemann habe obwohl dieser rein platonisch ist und letztendlich auf einer Basis, der gegenseitigen Akzeptanz beruht. Wie es in den alten Generationen so ist, hält man KEINEN Kontakt zum Ex, sondern schickt ihn in die Wüste und klagt ständig über ihn und zieht ihn in den Schmutz. Tja NICHT meine Welt. So muss ich also bei jedem Gespräch mit ihr damit rechnen, dass sie mir mal wieder vor Augen führt wie bescheuert sie meinen Ex findet und wie er auch sie benutzt hat. Wie wir wissen, gehören dazu ja immer zwei! Nur wie sage ich es ihr, damit endlich Ruhe ist? Ich finde einfach keinen Weg sie zur Ruhe zu bringen, sie mischt sich in Alles ein und will ständig "helfen" wo es nichts zu helfen gibt. Sie hat mich bis dato immer noch im Griff und das nervt mich tierisch.
Ist das meine Frage? Mir brennt so einiges auf der Seele....denke ich lass es erst mal gut sein. Mal sehen was ihr so schreibt.
Ich freue mich von euch zu lesen. Annabele

10.09.2016 10:00 • #1


Katalina

Katalina

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Liebe Annabele,

mir erschliesst sich nicht so ganz was eigentlich deine Frage ist..
Abgrenzung?
Das dürftest du schon selbst wissen..
Vergangenheit?
Sind da noch irgendwelche Dinge die dich vielleicht im Nachhall beschäftigen..
Du bist getrennt aber nicht geschieden..
Ist da vielleicht noch eine unsichtbare Bindung und du möchtest wirklich frei sein..
Sowohl von der einnehmenden, bestimmenden und übergriffigen Mutter als auch von
einer Ehe die schon lange keine mehr ist..
Das sind so spontane Gedanken die mir bei deinen Zeilen einfallen..

Herzlich Willkommen hier im Forum und guten Austausch! :)

10.09.2016 10:26 • #2


Annabele

Halle Katalina,
danke für deine Stellungnahme. Tja was bedeutet schon frei sein? Ich habe Familie, ob nun mit oder ohne Exmann, sie gehören zu meinem Leben ob es mir nun gefällt oder nicht. Auch die, die sich nach meiner schweren Erkrankung von mir abgewandt haben und bis heute keinen wirklichen Kontakt zulassen können, da sie uninformiert und überheblich sind. Ich habe viele tiefe Verletzungen vor allem durch Menschen meiner Herkunftsfamilie in den letzten Jahren einstecken und verarbeiten müssen und sie hallen bis heute nach. Teilweise hatte ich eine gute Therapeutin zur Seite aber nun bin ich mal wieder an einem Punkt wo es heißt: Aktion zeigen! D.h. für mich ich werde meiner Mutter beim nächsten verbalen Angriff Paroli bieten. Das wird nicht leicht aber letztendlich bin ich jetzt soweit es auszuhalten. Auch sie macht mich krank!
Ich bin in einer Art Psychoterapie groß geworden. Meine Mutter "wusste" ihrer Meinung nach IMMER wie das Leben(Ehe sein muss und setzte alles daran es uns (mir und meiner Familie) einzutrichtern. Leider dachte ich lange Zeit, sie muss es ja wissen. Obwohl die Ehe meiner Eltern und auch ihr eigenes Leben mehr als trostlos war. Tja so ist das, als Kind meint man immer, die Eltern wissen wie es geht. Ich hatte gar keine Chance mich selbst zu finden. Nach meiner Trennung fiel ich in ein böses schwarzes Loch von Depressionen. Wer bin ich, wozu habe ich Lust, was macht mir Freude? Bis heute Themen, die ich immer noch nicht wirklich beantworten kann. Ich empfinde nur Freude und Glück wenn ich mit meinem Enkel zusammen bin. Alle anderen Menschen sind für mich Wegbegleiter aber die "Liebe" zu ihnen ist mir abhanden gekommen. Ich fühle nichts, wenn ich mit ihnen zusammen bin.....eigentlich wie tot. Ich suche mir gerade wieder mal einen neuen Therapeuten mit dem ich nun diese Hürde angehe. Nicht so einfach, denn die Gabe von Medikamenten anstatt wirklicher Hilfe und vor allem Interesse an mir ist nicht so einfach unter den Psychiatern/Therapeuten zu finden.
Ich bleibe zumindest am Ball und viele Dinge brauchen einfach auch Zeit um sich ändern zu lassen; dass habe ich inzwischen schon gelernt.
LG Annabele

10.09.2016 11:38 • #3


Grace_99

Grace_99

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Hm..
Meine Vergangenheit (Eltern) arbeite ich gerade in einer Therapie auf, ich hab eine super Therapeutin und nicht die Erfahrung gemacht, dass man nur Medis bekommt und keine Hilfe...? Gut, ich habe keine Psychosen, vielleicht, da nicht mein Thema, muss man Medis bei Psychosen nehmen, damit sie nicht mehr ausbrechen?

Mutter... Warum brichst du den Kontakt nicht ab? Warum tust du dir den Stress an? Ist dein Leben und du bist nur dir verantwortlich.

Ich hab seinerzeit den Kontakt zu meiner Mutter komplett abgebrochen, war das beste, was ich für mich entscheiden konnte.

VG Grace

10.09.2016 12:45 • #4


ysabell

ysabell

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Hallo Annabelle,

Du hast eine PN bekommen :)

10.09.2016 13:04 • #5


Katalina

Katalina

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Zitat:
Ich hab seinerzeit den Kontakt zu meiner Mutter komplett abgebrochen, war das beste, was ich für mich entscheiden konnte.


Ist bei mir ebenso.. und ja es ist das beste was man in so einem Fall tun kann.. aber die Sehnsucht ist trotzdem da und es macht mich traurig das es keinen Weg gibt zueinander zu finden..

Ich denke in jedem Wirrwarr steckt auch ne Chance.. vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen.. vielleicht nie.. aber die Hoffnung geb ich nicht auf.. zu spät ist es nie..

meine Dankbarkeit für das Leben bleibt davon unberührt, das war lange nicht so, da bin ich auch im Zwist gewesen, hauptsächlich mit mir selbst, seit ich die Dankbarkeit spüren kann und in mir Frieden gefunden habe mit allem, da ich weiß das es aus Verzweiflung und Not geschah und diese Haltung bis heute eingenommen wird, man muss funktionieren unter allen Umständen, Milde mit Schwäche verwechselt wird.. und deshalb kein Kontakt möglich ist, geht es mir viel besser, ich muss die Liebe nicht wegdrücken, sie kann sich entfalten..

@ Annabele
meinen Enkel seh ich seit einiger Zeit leider nicht.. wir waren ein super Team und es schmerzt mich sehr, aber ich kann nichts ändern.. du hast Glück das es bei dir möglich ist!

Den Rest wirst du auch schaffen..
Wünsch dir Glück bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten..
musste auch länger suchen, ein halbes Jahr ungefähr, war manchmal nicht leicht, aber ich habe dann die richtige Therapeutin gefunden. Flankierend Medikamente sind manchmal besser oder erforderlich..

Ist nicht einfach, Hurra schrei ich auch nicht jeden Tag, aber ich geh meinen Weg.. seh die kleinen Dinge und freue mich daran..
Alles Gute!

11.09.2016 08:20 • x 1 #6


Annabele

@ysabell was ist eine PN? Bin neu im Forum und manche Formulierungen erschließen sich mir nicht. Weiß jemand was diese merkwürdigen Hinweise: Meister/Lichtgestalt/Wissender unter den jeweiligen Mitgliedsnamen zu bedeuten hat. Klingt irgendwie abgehoben und sehr esoterisch angehaucht. Muss das so sein?

11.09.2016 08:53 • #7


Katalina

Katalina

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Zitat von Annabele:
@ysabell was ist eine PN? Bin neu im Forum und manche Formulierungen erschließen sich mir nicht. Weiß jemand was diese merkwürdigen Hinweise: Meister/Lichtgestalt/Wissender unter den jeweiligen Mitgliedsnamen zu bedeuten hat. Klingt irgendwie abgehoben und sehr esoterisch angehaucht. Muss das so sein?


Keine Sorge alles gut.. nix esoterisch.. halt ein "Rang".. :wink:
man kann.. muss aber nicht.. sich hier einen Platz "erobern" das geht Schritt für Schritt..
PN siehst du oben bei Home.. Ratgeber.. etc. da ist ein Biefzeichen da klickst du drauf..

wünsche dir jetzt noch guten Austausch hier..
Alles Gute!
Katalina

11.09.2016 09:41 • x 1 #8


Darlena

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Liebe Annabele!

Ich habe dein Thema gefunden!
Huch, da trägst du ja einiges mehr mit dir rum und nicht "nur" eine Trennung. Von außen sagt es sich immer so leicht "da muss man dich nur das und das tun". Wäre so so einfach, hätte man es längst getan.
Ich finde, du hast einen wichtigen Schritt getan. Du bist dir den Dinge bewusst! Das ist der wichtigste und der schwerste Schritt. Und dann kommt die Übung. Es war sehr spannend zu hören, dass man im Kampfsport eine Handlung 500 mal richtig durchgeführt haben muss, bis sie automatisch abläuft. An diese Zahl erinnere ich mich selbst immer, wenn ich denke, warum hab ich das jetzt schon wieder so gemacht? Einfach weil so lernen geht.
Ich hab einen Hund und da ist das auch so. Der lernt Sitz ganz toll in der Hundeschule, kann es aber zu Hause nicht. Das muss man extra üben. Und dann im Haus und dann im Garten und dann an einem fremden Ort und an noch einem fremden Ort. Und dann erst kann der Hund sitz. - Weißt du, was ich meine? Tu dir nicht selbst weh, wenn es nicht funktioniert. Fehler machen. Ihn bemerken. Hups. Und dann kommt das nächste Mal.

Lass es dir gut gehen! Liebe Grüße, Darlena

15.09.2016 07:21 • x 1 #9


Annabele

Da hast du recht, eingefahrene Gleise zu verlassen bedarf mehr als Übung. Es muss dir in Herz und Blut übergehen und sich automatisieren, das DAUERT! Vor allem wenn man 50Jahre diesen "Weg" gefahren ist. Deshalb liebe ich manchmal Dinge zu tun, die ich noch NIE gemacht habe. Zum Teil etwas verrückt, aber sie helfen mir, meinem alten Leben den "Finger" zu zeigen. So liebe ich es ganz früh morgens (wenn noch keiner guckt ;), im Schlafanzug mit Käffchen auf meiner Terrasse zu sitzen und das Erwachen der Natur zu genießen. Die Piepmätze freuts und mich auch! Nachts um 2 ein Spiegelei in die Pfanne hauen oder den Abwasch, die Bügelwäsche machen. Den ganzen Tag zu Haus im Schlabberlook, ungeduscht und zottelig.... Tja, früher hätte ich gedacht: ne, das tut man nicht, wer könnte dich da sehen, was sollen die Leute sagen? Alles Lebensbremsen für mich. Mein Cousin legt noch einen drauf, wie er mir gestanden hat. Er sitz ausgezogen auf seinem Balkon! Jupp, was für ein Frevel! Aber im 10. Stock kann man es ja mal wagen.... :)
Außerhalb der Norm zu Leben bringt für mich ein gewisses Selbstwertgefühl, dass mir gut tut. Frei nach dem Motto: IHR wisst auch nicht wie es geht, also lasst mich doch einfach mal in Ruhe und machen.
In diesem Sinn: jetzt 2. Becher Kaffee im Pyji vor dem Laptop frisch aus dem Schlaf entsprungen. SUPI!
MEIN Tag beginnt....

15.09.2016 07:34 • x 1 #10


Darlena

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Jetzt hast du mich ordentlich zum Grinsen gebracht!
Einen Schönen Start in den Tag wünsche ich dir in diesem Sinne!

15.09.2016 07:40 • x 1 #11






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