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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

Ex-Mitglied


Zitat von fe16:
Und ich denke schon das jeder der aus einer toxischen Bezihung kommt , das recht hat zu schreiben
Er hat mich zerstört


Das finde ich einen sehr guten Satz, warum denkst Du das?

Zitat von fe16:
Und das ist ja das empfinden der Personen


Selbstverständlich, das ist gar keine Frage - wäre hier jedoch nicht auch angebracht zu fragen "warum" empfinde ich das so? Oder siehst Du das anders?

Zitat von fe16:
Wie gut ich dich verstehe

Und ja du hast so was von recht


Dann kannst Du das doch bitte einmal für uns alle aufklären - ich persönlich sehe derzeit absolut nicht, was Nebelkerzen in diesem Kontext verloren haben - wir wollen hier doch fair bleiben, oder nicht?

11.06.2019 14:53 • #21346


lindycoll


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Zitat von SimplyRed:
Liebe Grüße
Simply


Liebe Grüße zurück. Ich kann meinen auch eine Ente oder ein Reptil oder Narc nennen, am Ende egal, Egal ist nicht was er mir zugefügt hat und das wurde diagnostiziert in meiner Therapie. ein Trauma.Jeder sollte für sich entscheiden ob er sich tatsächlich selbst die Schuld gibt - was du offensichtlich präferierst- oder ob er versucht sich einfach gegen solche Bioroboter in Zukunft zu schützen.


Zitat von Karenberg:
Wie sehr sich manche Phasen gleichen. Ich checke jetzt Menschen gerade bei Erstbegegnungen viel intensiver ab, als ich es vorweg tat. Prüf vor allem die Augen und bleib da ein klein bißchen länger hängen, als ich es früher tat. Bin wesentlich zurück haltender geworden, was Unterhaltungen angeht, lass die viel mehr kommen.
Spüre mehr in mich hinein, wie ich es wirklich finde, mit der Person da gerade zu tun zu haben. Was kommt rüber? Eine grundsätzliche Wärme? Eine Kälte? Ist ein Mensch da drin oder nur Leere?
Mir ist das Wort Bioroboter sehr haften geblieben.


Genauso.

11.06.2019 14:56 • #21347



Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

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fe16

fe16


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Weil man sich am ende einer solchen Beziehung nun mal zerstört fühlt
Weil es so ist , wenn man ausgelaugt und kaputt ist
Und ich empfand alles nach der Trennung wie im Nebel

Aber im Grunde weiss ich genau das du weisst was gemeint ist

11.06.2019 15:00 • #21348


Ex-Mitglied


@lindycoll

Woher hast Du dieses Zitat von mir? Aus welchem Strang? Ich würde das gern nachlesen - ich gehe mal davon aus, dass dies ein Zitat ist, in welchem ich selbst zitiert habe, denn das sind nicht meine Worte....hoffe ich doch mal

Schön, wenn Du das eben mitteilen könntest, danke.

11.06.2019 15:03 • #21349


kugelschrei

kugelschrei


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Zitat von SimplyRed:
ich persönlich sehe derzeit absolut nicht, was Nebelkerzen in diesem Kontext verloren haben


Ich glaube, es geht um eben diese Verwischung von Schuld und Schuldfreiheit, von Täter- und Opferschaft, von der ich geschrieben habe.

11.06.2019 15:05 • #21350


lindycoll


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Zitat von SimplyRed:
Woher hast Du dieses Zitat von mir?


Naja ich weiß nicht wie viele Beiträge oder Vorträge du hier hältst aber ich antwortete dir auf deinen letzten Beitrag AN MICH. Ein paar Minuten vorher.

11.06.2019 15:07 • x 1 #21351


Ex-Mitglied


Zitat von fe16:
Aber im Grunde weiss ich genau das du weisst was gemeint ist


Und woher glaubst Du das gleich zu "wissen" ? Welchen Bezug hat das zu dieser Unterhaltung?

Meine Frage war jetzt diese hier:

Zitat von SimplyRed:
Selbstverständlich, das ist gar keine Frage - wäre hier jedoch nicht auch angebracht zu fragen "warum" empfinde ich das so? Oder siehst Du das anders?


Können wir bitte erstmal dabei bleiben, oder warum springen wir jetzt hier hin und her?

Die andere Frage war, warum denkst Du, "das Recht" dazu haben zu müssen, es geht doch um Dich, um Deine Gefühle, hier bist Du also allein, ohne Gegener. Was uns dann zu der Frage oben führt, warum empfindet man das so? Es geht doch gar nicht um die Frage, ob das richtig oder falsch ist, sondern herauszufinden, warum man dort ist, wo man gerade ist?

11.06.2019 15:10 • #21352


kugelschrei

kugelschrei


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Zitat von SimplyRed:
Es geht doch gar nicht um die Frage, ob das richtig oder falsch ist, sondern herauszufinden, warum man dort ist, wo man gerade ist


Es ist ganz sicher richtig und wichtig, darüber nachzudenken, wie es dazu kommen konnte, dass man von einem anderen Menschen so behandelt werden konnte. In etwa wie: Selbstverteidigung lernen!

Keine Frage. Aber es gibt auch eine ganze Reihe von Gründen dafür, sich auch mit dem Verhalten des Täters zu beschäftigen. Das ist genauso Teil der Verarbeitung der traumatischen Erfahrung. Und dazu gehört auch, Ross und Reiter zu nennen.

11.06.2019 15:16 • x 2 #21353


Ex-Mitglied


Zitat von lindycoll:
Naja ich weiß nicht wie viele Beiträge oder Vorträge du hier hältst aber ich antwortete dir auf deinen letzten Beitrag AN MICH. Ein paar Minuten vorher.


Dann haben wir das ja geklärt, es ist kein Zitat von mir, leider steht es aber so dort, als hätte ich das geschrieben, danke für die Aufklärung! Vielleicht ein technisches Problem....

Zitat von kugelschrei:
Verwischung von Schuld und Schuldfreiheit, von Täter- und Opferschaft,


Hm, genau darüber finde ich, sollte man eben nicht diskutieren und dahin würde ich mich auch gar nicht hinbewegen wollen.

Das Thema war eigentlich nur, wie die eigenen Anteile eine Rolle spielen, daraus jetzt die "Schuldfrage" klären zu wollen, halte ich für absolut unagebracht sowie auch unmöglich, somit nicht zielführend.

Zitat:
Aber es gibt auch eine ganze Reihe von Gründen dafür, sich auch mit dem Verhalten des Täters zu beschäftigen.


Völlig richtig, da gebe ich Dir Recht. Nur schließt das eben zwingend mein eigenes Verhalten mit ein, allein verhält sich nämlich keiner und ganz schnell gerät man dadurch in eine Spirale, in der man sich einfach nicht mehr gut fühlen kann, wenn nur noch aufgenommen und aufgedeckt wird, was mir angetan wurde.

Welche Wege führen mich dahin, daß es mir besser geht - dies hat doch Priorität um nach so einer traumatischen Erfahrung auch zu heilen?

Zitat:
Das ist genauso Teil der Verarbeitung der traumatischen Erfahrung. Und dazu gehört auch, Ross und Reiter zu nennen.


Auch da gebe ich Dir Recht - jedoch in dem dafür passenden Rahmen - z.B. während einer Therapie o.ä. - das darf doch nicht den Alltag einnehmen oder meine Sicht auf zukünftige Partner und Beziehungen, mein Sein völlig im Zaume halten?

Liebe Grüße
Simply

11.06.2019 15:26 • #21354


kugelschrei

kugelschrei


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Zitat von SimplyRed:
Welche Wege führen mich dahin, daß es mir besser geht - dies hat doch Priorität um nach so einer traumatischen Erfahrung auch zu heilen?

Zitat von SimplyRed:
das darf doch nicht den Alltag einnehmen oder meine Sicht auf zukünftige Partner und Beziehungen, mein Sein völlig im Zaume halten?


Ja bzw. nein, aber die Dinge gehen doch oft genug Hand in Hand: Wir lernen aus unseren Fehlern. Meine waren zum Beispiel,

- dass ich völlig arglos und ohne Verteidigungskräfte in die Beziehung mit jemandem gegangen bin, der egozentrisch, aggressiv, radikal, empathielos und rücksichtslos vorging;

- dass ich zu lange nicht erkannt habe, was da eigentlich läuft, weil mir so eine Person auf so einer intimen Ebene noch nie begegnet war;

- dass ich durch diese Vergangenheit nie lernen musste, Grenzen zu setzen und meine Interessen mit angemessener Aggressivität zu verteidigen;

- dass ich durch eine Mischung von Dingen - zu geringes Selbstwertgefühl, zu starkes Hängen an einem Partner, Vorstellungslosigkeit, wozu Menschen fähig sind, uam. - nicht in der Lage war, mich schnell wieder aus dieser Beziehung zu lösen.

Aber die Erkenntnis, an was für eine Satansbrut ich da geraten war, hat mir sehr wohl dabei geholfen, meine Abwehrkräfte zu stärken: Die Wut und das Entsetzen über das Verhalten des Anderen sind sehr gute Triebkräfte, um in Zukunft auf der Hut und nicht mehr allzu blauäugig zu sein, um zu erkennen, dass das eigene Verhalten durchaus konstruktiv und beziehungsfähig war (Das gibt Selbstbestätigung!), um in einer Beziehung Grenzen zu setzen und die eigenen Interessen maßvoll durchzusetzen und um Im Ernstfall auch fähig(er) zu sein, die Beziehung aufzugeben.

Gebranntes Kind scheut das Feuer - und da ist es sehr hilfreich, wenn es richtig durchlebt, wie weh das Feuer tut und wie grausam es ist.

11.06.2019 16:21 • x 2 #21355


Ivori


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Also ich glaube schon, das hier viele soweit sind und ihre Eigenanteile sehen. Darum geht es doch gerade oder hab ich etwas falsch verstanden?

11.06.2019 19:45 • x 2 #21356


trauer37


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Zitat von Perzet:
Für alle die Leser, die aufschreien, warum ich denn überhaupt Kontakt habe, sei gesagt, dass man in der Familie auch Verpflichtungen hat. Diese bemühe ich mich, nachzukommen.


Ich finde nicht, dass es irgendwelche Verpflichtungen gegenüber der Familie gibt. Die eigene Familie kann man sich nicht selber aussuchen, und wenn die Leute einem nicht gut tun oder/und narzistische Züge haben und nichts Gutes von einem wollen, hat man das Recht den Kontakt abzubrechen. Wenn man Kontakt halten will, sollte das doch freiwillig sein, weil man die Menschen mag, weil sie einem was Gutes tun und weil man mit ihnen auch zusammen sein WILL. Was nützt jemandem ein Kontakt, wenn der unfreiwillig besteht? Und wenn mich ein Narzist niedermachen will, kann ich mir zigmal einreden, "er ist nun einmal hinterhältig, er hat nun einmal einen schlechten Charakter, es liegt nur an ihm", das nützt mir aber nichts, da sein Verhalten mich trotzdem verletzt und auch Spuren hinterlässt.

Jedenfalls sollte man sich nicht zwingen zu Dingen, die einem nicht gut tun und die man eigentlich nicht will. Ist jedenfalls meine Meinung darüber.

12.06.2019 06:14 • x 1 #21357


Ema

Ema


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Liebe Perzet,
ich lese deine Beiträge schon eine ganze Weile - nicht nur hier in diesem Thread - und ich lese sie sehr gern.
Du hast zu verschiedenen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen oft etwas zu sagen, das mir nicht nur klug und weitsichtig, sondern oft auch sehr hilfreich und empathisch erscheint.
Deine eigene Geschichte kenne ich nur in Auszügen, in Bruchstücken. Ich bin - was die genauen Zusammenhänge betrifft - also nicht so ganz auf dem Laufenden. Verzeih mir deshalb, wenn mir bei der Betrachtung deiner Situation Fehler unterlaufen.

Folgender Beitrag von dir hat mich stutzig gemacht:

Zitat von Perzet:
Bei meinen Spezis weiß ich aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass sie so lange nach etwas suchen, das mir weh tut und sie dann triumphieren können, daß mir genau dieser Effekt: "das weh tun wollen zu jedem Preis" weh tut.


Du bist also (mal ganz unabhängig von jeder Narz-Diagnose) von Menschen umgeben, die immer wieder regelrecht nach etwas suchen, das dir wehtut. Und das seit Jahrzehnten. Ich nehme also an, dass es sich um Mitglieder deiner Familie handelt.

Wir beide wissen, dass es gar nicht so einfach ist, solche Strukturen zu durchschauen, wenn man hineingeboren wurde und ihnen ein Leben lang ausgesetzt war. Diesen Schritt hast du vollzogen und auch die richtigen Schlüsse daraus gezogen:


Zitat von Perzet:
Das bedeutet für mich in der Praxis, dass ich zwar ad1 viele Punkte dadurch identifizieren konnte, die mich schmerzen und konnte diese Punkte verbinden und besser schützen.


Du hast demnach für dich erkannt, dass das Verhalten anderer - nachdem du es einmal durchschaut hast - dich vor allem dazu auffordert, dich selbst zu schützen. So weit, so nachvollziehbar.
Schon im nächsten Absatz schreibst du jedoch:

Zitat von Perzet:
ad2 heißt das aber auch, da keine Ruhe gegeben wird, bis ein wunder Punkt auftaucht - und als fühlender Mensch bin ich nun mal auch verletzbar , zum Glück! - dass ich keine Chance habe, den Schmerzen zu entkommen.


Wenn ich dies richtig verstehe, dann bist du immer wieder damit beschäftigt, deine eigenen wunden Punkte für dich zu identifizieren, um sie eben gegen gezielte Angriffe schützen zu können, weil es den anderen gelingt, immer wieder neue wunde Punkte bei dir aufzuspüren, mit denen man dich verletzen kann. Du hechelst in dieser Dynamik also immer ein bisschen hinterher. Letztlich hast du aber - nach deinen eigenen Worten - keine Chance, den Schmerzen zu entkommen.
Der Einwand, den nun ein Außenstehender machen könnte, liegt auf der Hand und du kennst ihn auch.
Es ist die Frage, warum du dich dem nicht entziehst. Diesen Einwand, den du selbst vorgwegnimmst, hast du offenbar schon oft gehört.

Zitat von Perzet:
Für alle die Leser, die aufschreien, warum ich denn überhaupt Kontakt habe, sei gesagt, dass man in der Familie auch Verpflichtungen hat. Diese bemühe ich mich, nachzukommen.


Das ist die Stelle, die mich in deinen Ausführungen stutzig macht.

Man hat in einer Familie Verpflichtungen? Diese doch recht allgemeingehaltene und letztlich kaum nachvollziehbare Erklärung genügt dir selbst, um vor dir zu rechtfertigen, warum du dich den ständigen Angriffen nicht einfach entziehst?
Du stellst also einer Traumatisierung in der Kindheit (die du erkannt hast) und ständige Retraumatisierungen in der Folgezeit (die du ebenfalls erkannt hast) einen lapidaren und letztlich völlig banalen Glaubenssatz gegenüber, den du auch noch mit dem Wort "man" verallgemeinerst und entpersonalisierst?
"Man" - also in dem Fall du - hat eben in einer Familie Verpflichtungen? Und diesen bemühst du dich nachzukommen?
Diese Verpflichtungen, worin auch immer sie bestehen mögen, wiegen also schwerer als dein Selbstschutz? Sie rechtfertigen für dich, dass du dich permanenten Retraumatisierungen aussetzt?
Das ist die Stelle, an der ich dir nicht mehr folgen kann.

Der Schluss, den du selbst daraus ziehst, ist Folgender:

Zitat von Perzet:
Also heißt es für mich zu lernen, wie ich damit umgehe.


Du hältst es also für deine Aufgabe, immer noch mehr zu lernen, in der Hoffnung, dich irgendwann umfänglich gegen die wiederholten Angriffe schützen zu können. Und das, obwohl du weiter oben ja bereits erkannt hast, dass es eine Sysiphos-Aufgabe ist, die du nie wirst erfüllen können. Denn es fällt den anderen ja immer etwas neues ein, womit sie dich treffen können.
Es ist also nach deiner Aussage deine Lebensaufgabe, immer noch ein bisschen besser zu werden, immer mehr an dir selbst zu arbeiten, um das Unmögliche - den möglichst umfassenden Selbstschutz - doch noch irgendwie hinzubekommen, obwohl du selbst weißt, dass das nicht möglich sein wird?

Zitat von Perzet:
Das Akzeptieren, dass es Menschen gibt, die einfach weh tun wollen, weil sie es brauchen (zB um sich selber zu fühlen), oder weil sie es gewohnt sind (war ja immer so), und dass sie solange suchen werden, bis sie wieder triumphieren können, ja, die liegen einfach nicht in meiner Macht. Sie existieren und tauchen an unberechenbaren Punkten auf.


Genau. Was eine bestimmte Sorte Menschen tut, das liegt nicht in deiner Macht und es ist unberechenbar. Sie sind dir in diesem "Spiel" einfach gnadenlos überlegen und werden es immer sein.

Verstehst du mein Problem mit deinen Worten?
Du weißt all dies, hast all dies erkannt und setzt dennoch dieser Ungeheuerlichkeit einen simplen Glaubenssatz gegenüber, mit dem Inhalt "man hat in einer Familie eben auch Verpflichtungen".

Du bist so ungeheuer reflektiert. Hast so vieles verstanden. Bist so überdurchschnittlich bereit, dich selbst infrage zu stellen und an dir zu arbeiten. Selbst dann, wenn du weißt, dass es eine Arbeit ist, die letztlich kein Ende nehmen wird, weil die anderen dir immer einen Schritt voraus sind.

Wäre es nicht stattdessen an der Zeit, diesen simplen Glaubenssatz, der dich fesselt und festhält, einmal gründlich zu überdenken?
Was hindert dich daran?

12.06.2019 09:57 • x 5 #21358


Ex-Mitglied


Zitat von Ivori:
Also ich glaube schon, das hier viele soweit sind und ihre Eigenanteile sehen. Darum geht es doch gerade oder hab ich etwas falsch verstanden?


Im Prinzip schon, eigentlich aber wurde die Frage mehrmals aufgeworfen "warum geht es mir immer noch nicht besser" und darum dreht es sich derzeit - zumindest ist das der Grund, warum ich angefangen habe, etwas dazu zu schreiben. Und aus meiner Sicht, kann man diese Frage nur beantworten, wenn man bei sich selbst bleibt an diesem Punkt.

Simply

12.06.2019 10:50 • #21359


Ivori


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@SimplyRed

Da gebe ich dir recht. Allerdings ist das auch ne harte Nummer, so genau auf sich und seine Anteile zu schauen. Viele wollen damit ungern konfrontiert werden. Was ich auch irgendwie nachvollziehen kann.
Aber aus heutiger Sicht bin ich der Meinung, wenn man hofft der Narz oder andere Arten von Giftzwergen oder Är***en sollen sich ändern, muss man auch was bei sich tun. Und das erste ist gehen. Danach nicht mehr auf ihn oder sie schauen, sondern zu sehen und überlegen, warum man es solange hat mit sich machen lassen.

Mir ist es egal, ob die Menschen hier ihre exen diagnostizieren oder nicht. Oft hilft es ja, wenn das Kind einen Namen hat und man ihn vergibt.
Aber man sollte nie vergessen, warum dieser Mensch überhaupt die Chance hatte, einen so dermaßen kaputt zu machen.

Geschützt ist finde ich keiner vor Menschen mit derartig bösen Verhalten.
Sie können ja unglaublich gut schauspielern und sich lange Zeit anpassen.
Aber wenn man das immer wieder aufs neue erträgt, sollte man schon schauen, was man für sich selbst tun kann, damit einem Sowas nicht nochmal in diesem Ausmaß passiert.

Ich kenne das selbst sehr gut. Ich wollte einfach nur noch weg. Aber irgendwie doch nicht so vollständig. Irgendwas zog mich immer wieder hin.
Ich machte eine Therapie. Weil ich mir bewusst wurde, dass es nicht normal ist, was ich da ertragen habe. Ich war abhängig.
Warum ich in solch eine toxische Abhängigkeit geriet, wurde mir durch die Therapie bewusst. Und auch ich selbst analysierte mich bis aufs Kleinste.
Mir hat das unglaublich geholfen und ich habe vieles über mich gelernt.
Es gibt aber Menschen, bei denen dauert das noch länger.
Da muss man Geduld haben und sie mit sich selbst auch. Es ist nur wichtig, dass sie es auch selbst wollen. Das sie ihren Wert kennenlernen und ihr eigenes Ich. Vor allem die Ursache, warum sie so extrem in solch einer unsaubere Konstellation verharren.

Ich hoffe, ich bin hier keinem zu nahe gekommen. Das ist nur Meinung und meine Erfahrung
Und ich bin mir sicher, hier wird sich jeder erholen. Vergessen sicher nicht. Aber erholen und an sich selbst arbeiten.

12.06.2019 14:37 • x 2 #21360



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