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Ex-Partner und Trennung von Narzissten - Austausch

Scheol

Scheol


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Zitat von T4U:
Ach Scheol, wenn man hilft - auch wieder was über sich lernt - ist schon so ne Sache.


Wie meinen ?

Das man durch das helfen selbst mehr über sich lernt ?

Du gibt immer wieder neue Sichtweise auf diverse Themen.

17.01.2020 08:49 • #28891


T4U

T4U


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Zitat von Scheol:
Das man durch das helfen selbst mehr über sich lernt ?

Du gibt immer wieder neue Sichtweise auf diverse Themen.

ja
so ist es. Man lernt nie aus

17.01.2020 08:51 • #28892


Raida

Raida


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Zitat von T4U:
Man lernt nie aus


"man" bekommt mit dem Hintergrund Narzissmus/Borderline eine andere Färbung.

Wir wissen, dass wir das ganze Leben lernen (können!)

17.01.2020 09:10 • #28893


Johanna15

Johanna15


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... vor allem sollte man das Gelernte umsetzen....
Ist wohl die größte Kunst!

17.01.2020 09:44 • x 1 #28894


T4U

T4U


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3966
Zitat von Johanna15:
vor allem sollte man das Gelernte umsetzen..

manches kristallisiert sich auch erst heraus, wenn man schon durch ist, mit der Trennung usw.

17.01.2020 09:47 • x 3 #28895


Johanna15

Johanna15


2025
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Du hast recht, aber das meine ich auch!

17.01.2020 10:10 • #28896


Karenberg


Zitat von Johanna15:
... vor allem sollte man das Gelernte umsetzen....
Ist wohl die größte Kunst!


Mir juckte es schon öfter in den Fingern einen Thread über das Leben danach zu eröffnen. Der Liebeskummer vorbei ist, Ex ansich keine Rolle mehr spielt. Wo geht die Reise hin? Wie geht man mit neuen Bekanntschaften um? Was hat sich an Einstellungen, Glaubenssätzen verändert?
Sieht man das Leben danach wirklich als schöner an? Wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch mit niemanden Kontakt, der/die danach wirklich happy ist. Egal, ob in neuer Partnerschaft oder als Single. Irgendwas scheint doch haften zu bleiben. Was mich selber angeht. Mal so, mal so. Eher schwankende Extreme, als beständiges Mittelmaß.

17.01.2020 16:46 • x 3 #28897


Raida

Raida


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Zitat von Karenberg:
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch mit niemanden Kontakt, der/die danach wirklich happy ist. Egal, ob in neuer Partnerschaft oder als Single. Irgendwas scheint doch haften zu bleiben. Was mich selber angeht. Mal so, mal so. Eher schwankende Extreme, als beständiges Mittelmaß.


Mach mir nicht Angst!
Da muss ein positives Bild her.

Ich bin da zur Zeit auch frei schwebend...

Und in den letzten Stunden viel hier der Luftdruck stark ab, was mir immer viel Energie raubt.

Also von den Suchttherapien weiss ich, dass wenn die Dro. weg ist, ist da jetzt ein Loch, das mit irgendwas gefüllt werden will, vorzugsweise nicht mit einer anderen Dro.

Zum Thema Glaubenssätze und Vertrauen:
Da sehe ich im Moment wohl weisse Mäuse (beim Thema vertrauen, jemanden kennenlernen)

17.01.2020 16:58 • x 1 #28898


Leomie


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Es ist natürlich nicht einfach, das Leben danach. Gerade da wir immer wieder mit dem Thema Narzissmus konfrontiert werden. Früher hörte ich total gerne "Bad romance" von Lady Gaga. Heute hab ich die Schause gestrichen voll von bad romance.
Unsere eigenen Anteile lassen sich auch nicht einfach ausmerzen. Sie sind Teil von uns.
Mein Streben ist es sie in positive Energie umzuwandeln ala "wenn ich die Bestie selber fütter, kommt sie nicht raus um alles um mich herum zu zerreißen".
Aber - ich gebe mir selbst, meinem Leben und den Menschen, die Chancen und den Platz, die/den sie verdienen.

17.01.2020 17:33 • x 3 #28899


Karibu

Karibu


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Wenn das Urvertrauen grundsätzlich da ist kommt es auch zurück. Ich hatte mal eine Freundin, die nach einer schwierigen Beziehung mit ihrem neuen Freund zunächst sehr skeptisch war. Das hat sich dann aber nach und nach gelöst, da der Freund wirklich in Ordnung war und beziehungsfähig.
Wenn das Urvertrauen grundsätzlich da ist kommt es auch zurück. Ich hatte mal eine Freundin, die nach einer schwierigen Beziehung mit ihrem neuen Freund zunächst sehr skeptisch war. Das hat sich dann aber nach und nach gelöst, da der Freund wirklich in Ordnung war und beziehungsfähig.

17.01.2020 17:39 • x 2 #28900


Karenberg


Zitat von Raida:
Mach mir nicht Angst!
Da muss ein positives Bild her.


Sehe ich genau so. Angst machen möchte ich natürlich keinen und klar, ist das Leben schon angenehmer wenn die Dramen mit Narz. vorbei sind. Trotzdem.....irgendwas fehlt, ist nicht rund.

Zitat von Raida:
Also von den Suchttherapien weiss ich, dass wenn die Dro. weg ist, ist da jetzt ein Loch, das mit irgendwas gefüllt werden will, vorzugsweise nicht mit einer anderen Dro.


Das könnte ein Ansatz sein. Ist bei Entzug von Dro. da auch erst Euphorie der Dro. entkommen zu sein, lebt irgendwann so vor sich hin und dann kommt das Loch?
Wir vergleichen hier ja oft mit Gift, wie Dro. entzug ect. Vielleicht kann man sich an das was allgemein unter Entzug von Dro. verstanden wird mit all seinen Phasen orientieren.

17.01.2020 17:40 • x 2 #28901


Raida

Raida


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Zitat von Karenberg:
Vielleicht kann man sich an das was allgemein unter Entzug von Dro. verstanden wird mit all seinen Phasen orientieren.


OK, ich bin der Dro. entkommen. Körperlicher Entzug geschafft.

Wie jetzt weiter?

17.01.2020 19:06 • #28902


Karibu

Karibu


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Dro. durch Lebensfreude ersetzen?

17.01.2020 19:10 • #28903


Raida

Raida


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Zitat von Karibu:
Dro. durch Lebensfreude ersetzen


Es ist mir vorhin ein Text zu einem AD in denn Sinn gekommen:
Als Arzt müsse man aufpassen, denn beim einnehmen des Medis würde zuerst die Handlungsunfähigkeit weg gehen, erst später würde sich die Stimmung aufhellen. Suizidgefahr!

Übertragen kommt's mir grad so vor: körperlicher Entzug geschafft, Stimmung gut.
Was, wenn mir jetzt mein ex über den Weg läuft?

17.01.2020 19:17 • #28904


lindycoll


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Zitat von Karenberg:
das Leben danach

Zitat von Karenberg:
Wie geht man mit neuen Bekanntschaften um?

Zitat von Karenberg:
Was hat sich an Einstellungen, Glaubenssätzen verändert?

Zitat von Karenberg:
Sieht man das Leben danach wirklich als schöner an?


Hey Karenberg!
Wie sagt man so schön selbstironisch zwei dumme, ein Gedanke, ne im Ernst

Genau das war ein Thema in meiner letzten couching Sitzung bei meiner Psychologin.

Ich teilte ihr mit, dass ich mich manchmal noch verstimmt fühle , alles nicht so schön sehen kann. Dann kontrolliere ich aber meine Gedanken und stelle mir die Frage, bin ich jetzt so schlecht drauf, weil mir dieses Trauma passierte oder würde ich mich heute nicht genauso fühlen , auch wenn ich ihm nie begegnet wäre und meine Gefühle haben gar nichts damit zu tun? Und meistens ist die Antwort dann dass ich mich heute so fühle ist gar nichts Neues , auch früher gab es mal so Tage

Wichtig ist die Gesamtbilanz. Wie sehe ich mich heute insgesamt zu früher?

Meine Antwort: definitiv besser als je zuvor.
Die Gründe sind einfach, wenn ich nur mal folgendes vor Augen führe:

1. Ich habe begonnen rechtskundlichen Unterricht zu geben neben meinem Hauptjob, weil ich erkannt habe, dass ich ein Riesen Spaß habe , mein Wissen mit anderen zu teilen
Ganz nebenbei verdiene ich was dazu. Und das ist erst der Anfang .. ich werde weiter suchen und weitere Dinge finden, die nur mich betreffen insbesondere meine Bedürfnisse abdecken , raus aus dem bisherigen Trott, der Komfortzone.. es kommt keiner , der mich zu Hause abholt und mich auf eine schöne Reise führt. Das muss ich schon selber tun, auch wenn es tagtäglich Arbeit ist, darüber nachzudenken, was macht mich aus, was macht mir Spaß , was kann ich tun? BEWUSSTWERDUNG über sich selbst, seine Wünsche, Leidenschaften , Stärken unabhängig von irgendeinem anderen Menschen kann manchmal anstrengend sein. Sehr anstrengend sogar. Aber was dabei rauskommt ist positive Energie.

2. Ich habe den Kontakt zu stark narzisstischen Menschen komplett abgebrochen, völlig ohne Gewissensbisse, früher hätte mir mein Gewissen dabei im Weg gestanden, denn diese Personen verstehen es genau, wie sie Energie abzapfen ohne Ausgleich zu schaffen , ohne dass es auffällt weil sie es auf eine nicht so leicht zu durchschauende Art und Weise tun.

Auch habe ich den Kontakt zu egoistischen und nicht besonders stark empathischen Menschen radikal auf ein geringeres Maß beschränkt. Mit denen halt ich nur noch Kontakt wenn es notwendig ist. Auch da bin ich knallhart geworden, selbst wenn es um langjährige Freunde oder Angehörige geht.

3. mit Neukontakten find ich es seit meiner Entwicklung mit all den neuen Erfahrungen und dem Wissen über Narzissmus und toxischem Verhalten am Spannendsten, da ich meine Herangehensweise total neu aufgelegt habe. Ich habe an meinem Kommunikationsverhalten viel verändert, um möglichst schnell abzufühlen , mit welcher Art Mensch ich zu tun hab. Ich schütze mich mehr, öffne mich aber auch gleichzeitig mehr als vorher.

4. das Schönste ist aber meine veränderte Einstellung zu mir selbst , ich kümmere mich jeden Tag darum , mir mindestens einmal am Tag was gutes zu tun, auch wenn das mal anstrengend sein kann , diese Selbstbeschäftigung , die beste Version von mir selbst zu sein, und für das , was ich habe DANKBAR zu sein und zu schätzen und DAS auch laut im Kopf auszusprechen . Sei es nur ein warmes Zuhause - es gibt Menschen die selbst das nicht haben-, ein Beruf, der zu meinen Stärken passt und den ich - bis auf manchmal- gerne mache, meine herzensguten Freunde, meine Schwester, die da sind , wenn was wäre, meine lieben hilfsbereiten Kollegen und Mitarbeiter, meine Freiheit Orte zu bereisen, neues zu lernen und zu sehen, meine Gesundheit, die es mir erlaubt , alles zu tun was ich will. Ich weiß für manche klingt das alles nach nichts besonderem, aber wenn man überlegt, ist das doch schon ziemlich viel, wofür man dankbar sein kann

Das sind erstmal so vier Punkte die mir spontan einfallen was sich positiv verändert hat

17.01.2020 20:03 • x 5 #28905




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