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Schöne Bescherung

Worrior
Zitat von Catalina:
In meiner Kindheit war Weihnachten immer sehr schön, Heiligabend gingen wir zur Christmette in die festlich geschmückte Kirche, danach gab es traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen und dann Bescherung. Am ersten Feiertag kam die ganze Familie zu Besuch, es gab Gans oder Ente und es wurde gemütlich zusammengesessen und gequatscht

Der Weihnachtsmann hatte einen sitzen, roch nach Zigarre, fuhr einen Mercedes, keinen Rentierschlitten.
Es war ihm egal ob ich das ganze Jahr lieb war, ich bekam trotzdem Geschenke.
Zu späterer Stunde saß dann Tante Inge auf seinem Schoß, nicht mehr ich.
Wenn er glaubte dass niemand zusah tätschelte er sie am Hintern und küsste sie.
Gut dass ihr Mann, Onkel Edwin, nicht dabei war, das hätte bestimmt Ärger gegeben.
Der Weihnachtsmann ging immer kurz bevor der Onkel kam, der benahm sich aber genau so unmöglich wie der Weihnachtsmann.

• x 4 #16


A


Schöne Bescherung

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Ta-lia
Zitat von Worrior:
Der Weihnachtsmann hatte einen sitzen, roch nach Zigarre, fuhr einen Mercedes, keinen Rentierschlitten.

ich dachte zuerst, du würdest vom Film "Zwei Weihnachtsmänner" schreiben 😅 Der Weihnachtsmann dort ist nämlich genau so. Allerdings hat er keine Tante Inge 🤔 oder er hat sie Zuhause gelassen. Das weiß ich natürlich nicht.

A propos Filme:
Nachdem ja dieses Jahr leider der begnadete Schauspieler Sir Patrick Stewart von dieser Welt gegangen ist, werde ich mir auf jeden Fall "Der kleine Lord" und "A Christmas Carol" ansehen, vielleicht weine ich dabei. Man weiß es nicht.

Was sind denn eure absoluten unverzichtbaren Weihnachtsfilme, wenn ihr denn welche habt? Ich frag mal wild in die Runde. 😁

• x 1 #17


Tessa77
Ich liebe 😍 Weihnachten. Ich dekoriere gerne meine Wohnung vor allem die Fenster. Mit Lichterketten. Und so. Am Weihnachtstag bin ich eher muffelig geworden. Habe keine eigene Familie weil derzeit Single. Urspungsfamilie nur noch Mutter und Bruder da. Meist sind wir zusammen. Aber es gab auch 18/19 ein wirklich trauriges Weihnachtsfest. Da wir uns nicht „grün“ waren.

Da habe ich doch jetzt schon gleich Lust in Keller meinen Adventskranz hoch holen zu gehen.

• x 2 #18


Tessa77
Mein absoluter Weihnachtslieblingsfilm ist: Weil es dich gibt mit John Cusack und Kate Beckingsale

• x 1 #19


Hola15
Zitat von Ta-lia:
Was sind denn eure absoluten unverzichtbaren Weihnachtsfilme, wenn ihr denn welche habt?


Unverzichtbar würde ich nicht sagen, weil ich meist nicht dazu komme zu gucken, aber meine „Klassiker“ wären:

Schöne Bescherung mit Chevy Chase

Die Geister die ich rief mit Bill Murray

Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Früher hab ich auch gern ‚Ist das Leben nicht schön‘ mit James Steward geschaut. Wird aber glaub schon lang nicht mehr gespielt

Die Hard

• x 2 #20


Worrior
"Eine Weihnachtsgeschichte" nach Charles Dickens

• x 1 #21


tauris
Wenn ich an die Weihnachten meiner Kindheit zurückdenke, rieche ich sofort den Duft von echten Bienenwachskerzen,brennendem Holz im Kachelofen und frischem Gebäck. Bei meinen Großeltern folgte am Heiligen Abend alles einem festen, unumstößlichen Ritual.
Ich komme aus einer großen Familie. Meine Großeltern hatten viele Kinder, und wir Cousinen und Cousins waren eine ganze Meute. Unser Abend begann immer damit, dass wir Kinder zusammen mit den Tanten und Onkeln in die Dorfkirche gingen. Auf dem Dorf ist der Weihnachtsgottesdienst schließlich der Höhepunkt des Jahres – allerdings selten wegen der Predigt. Was der Pfarrer erzählte, habe ich ehrlich gesagt meist vergessen. Das Spannendste war das, was in den Bankreihen passierte: Wer sitzt schief? Wer singt zu laut? Wer kommt zu spät? Und vor allem: Wer sitzt neben wem – oder warum redet Familie X schon wieder nicht mit Familie Y? Das war bester Dorfklatsch, live serviert vor dem Altar.
Jahre später, als ich hochschwanger mit meiner Tochter war (sie kam genau eine Woche nach Weihnachten zur Welt),gingen mein damaliger Partner und ich etwas zu spät in dieselbe Kirche. Ich hatte langes, dunkles Haar – in der Schule musste ich deshalb immer das Schneewittchen spielen – und trug einen leuchtend roten Mantel über meinem kugelrunden Bauch. Als der Pfarrer mich sah, schüttelte er nur schmunzelnd den Kopf: „Mensch, warum hast du denn nichts gesagt? Du hättest doch glatt die Maria spielen können!“
Nach der Kirche ging es zurück zu den Großeltern. Wir Kinder schlitteten, lachten und trieben Unfug auf dem Heimweg.Zu Hause quetschten wir uns alle in die Küche meiner Oma. Sie war eigentlich winzig, und ich habe bis heute keine Ahnung, wie wir dort alle hineingepasst haben. Es gab traditionsgemäß Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen. Dass meine Oma das Rezept für diesen umwerfenden Kartoffelsalat mit ins Grab genommen hat, ohne dass ich es mir aufgeschrieben habe, bedauere ich bis heute zutiefst.
Als wir noch kleiner waren, kam nach dem Essen der Weihnachtsmann. Man hörte ihn erst draußen ums Haus schleichen und an die Fenster klopfen. Vor lauter Schreck habe ich mich einmal unter der Couch versteckt – was ihn nicht daran hinderte, mich treffsicher an den Haaren hervorzukramen. Er war ein strenger Weihnachtsmann, und jeder von uns bekam erst einmal ein paar ehrliche Takte gesagt.
Wenn der Weihnachtsmann wieder weg war, wurde es für einen Moment ganz still im Haus. Wir saßen da, noch etwas verschreckt und voller Ehrfurcht. Und dann – das magische Signal: Ein Glöckchen klingelte!
Erst jetzt durften wir in die große Stube. Und die war ein Traum. Der Kachelofen bollerte mollig warm, am Baum brannten echte Kerzen, und zwischen den Zweigen hingen Plätzchen zum Naschen. Manchmal huschte auch noch eine der Hofkatzen mit hinein und sorgte für fröhliche Verwirrung. Der Raum war voller Geschenke. Natürlich nicht wie heute – großes Geld war nicht da. Oft gab es ein abgelegtes Kleid der Tante, selbstgestrickte Socken oder Kleinigkeiten, die wir Kinder wochenlang gebastelt hatten. Aber es war wunderschön. Jedes Kind hatte seine eigene „Geschenk-Ecke“ mit einem bestimmten Geschenkpapier – rot für mich, grün für meine Cousine.
Nach dem Auspacken saßen wir glücklich und friedlich zusammen. Wenn wir später noch mehr wurden, baute mein Opa extra einen riesigen Holztisch, damit wir alle Platz fanden.
Nur eines verpassten meine Großeltern mit verlässlicher Regelmäßigkeit: am Heiligen Abend Fotos zu machen. Also mussten wir jedes Jahr eine Woche später, zum Jahreswechsel, noch einmal im Sonntagsstaat antreten. Diese Bilder sind heute meine absoluten Lieblingserinnerungen – und gleichzeitig ein Graus! Wir alle zogen schreckliche Gesichter, weil wir unsere Geschenke ja schon längst kannten und nun für die Kamera noch einmal auf „überrascht“ machen sollten.
Wenn ich heute an diese Feste zurückdenke, spüre ich wieder genau dieses Gefühl von Geborgenheit. Es brauchte kein großes Spektakel und keine teuren Geschenke. Es brauchte nur eine Küche, in der man enger zusammenrückte, ein Glöckchen, das die Tür zur Fantasie öffnete, und Menschen, die einfach zusammen gehörten.

• x 4 #22


Worrior
@tauris
Eine schöne Geschichte.

• x 1 #23


Ta-lia
@tauris wow, ich danke dir sehr für das Teilen deiner Erinerung und vor allem dafür, dass du so wunderschöne Worte gefunden hast. Einfach danke.

• x 2 #24


Nur-ein-Mensch
Ach ja,der Weihnachtsfilm ...

Der Zauberer von Oz.

Der Originale natürlich. Herzen

• x 2 #25


Worrior
Noch einmal so ein Weihnachten erleben, mit der kompletten Familie, das wäre schön.

• x 3 #26


Catalina
Zitat von Ta-lia:
Was sind denn eure absoluten unverzichtbaren Weihnachtsfilme, wenn ihr denn welche habt?

"Stirb langsam" natürlich, der hat hier Tradition.
"Wir sind keine Engel" mit dem großartigen Peter Ustinov
"Ticket für zwei"
"Ist das Leben nicht schön?"
"Das Wunder von Manhattan"

Zitat von Ta-lia:
ich dachte zuerst, du würdest vom Film "Zwei Weihnachtsmänner" schreiben

Ist das der mit Christoph Maria Herbst und Armin Rohde? Ist übrigens das deutsche Remake von "Ticket für Zwei" mit Steve Martin und John Candy. Ja, den fand ich auch überraschend gut.

• #27


Violettsloth
Oh, ich bin auch ein totaler Weihnachtsmensch Klatschender Smiley
Ich liebe diese Zeit einfach. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, es ist einfach ein wahnsinniges schönes Gefühl. Überall ist es geschmückt, es leuchtet und Weihnachtslieder dudeln.
Ich liebe es, über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, Geschenke zu kaufen und einzupacken. Ich singe auch bereits seit Tagen: It‘s beginning to look al lot like Christmas Grinsendes Gesicht

Ich dekoriere auch wie wild. Letztes Jahr habe ich ein paar blau leuchtende Rentiere aufs Carportdach geschafft. Hat mich gewundert, dass dort kein Flugzeug landen wollte, so grell haben die geleuchtet. Mein Sohn kam an diesem Tag heim und meinte nur: Ist hier Winter Wonderland oder was?

Im Haus ist auch alles geschmückt, ich höre nonstop Christmas Rock und backe Spritzgebäck. Und gewisse Filme wie Kevin alleine zu Haus, Santa Claus und Der Grinch sind absolutes Muss.

Unser Weihnachten sieht immer so aus, dass wir Heiligabend mit meiner Schwester und meinem Vater verbringen. Immer im Wechsel bei ihr und dann bei mir. Dann essen wir Plätzchen und spielen Spiele miteinander. Darauf folgt ein Spaziergang und wenn wir wieder da sind, liegen die Geschenke unter dem Baum. Inzwischen sind die Kids Teenies, da stürzen sie sich nicht gleich auf die Geschenke, sondern wir können erst gemütlich essen. Auch spielen sie inzwischen sehr ausdauernd mit. Anschließend werden die Geschenke ausgepackt, schön abwechselnd nacheinander. Jeder schaut zu, was der andere auspackt. Nebenbei gibt’s Glühwein und Kinderpunsch. Und so sitzen wir noch gemütlich beieinander. Ist es perfekt? Ja für uns auf jeden Fall Lustiges Gesicht
Wir freuen uns schon Monate im Voraus wieder darauf.

Den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir in der Vergangenheit bei den Schwiegereltern oder meinen Eltern (in dem Falle meine Mutter mit Lebensgefährte) verbracht oder sie bei uns. Da die Schwiegereltern aber der Vergangenheit angehören, geht nur mein Sohn dorthin. Mit meiner Mutter habe ich keinen Kontakt mehr, heißt also, der zweite Weihnachtsfeiertag wird gemütlich daheim verbracht.

Und jetzt habt ihr mich angefixt. Gehe nochmal los und schaue, ob ich noch etwas schöne Deko finde Grinsendes grünes Gesicht Kann man nie genug haben.

• x 1 #28


tauris
Danke für die vielen Antworten. Ich hab noch ne witzige Anekdote, die heute noch gerne in der Familie erzählt wird. Ein Jahr an Weihnachten passierte folgendes: In meinem Cousinen und Cousins Kreis bin ich die aller älteste und hatte irgendwann in meiner Handtasche Tampons.

während wir im Haus rumwuselten spielten meine kleinen Cousins mit Autos in der Küche. Als ich dann später in die Küche kam, hatten Sie die Tampons alle auf einen Riesen Radlader gepackt und riefen erfreut“ Schaut mal, die ganzen Torpedos“ Ich hatte meine Regelblutung damals noch nicht lange und bin vor Scham fast im Boden versunken, während alle anderen in Lachen ausgebrochen sind. Heute kann ich darüber natürlich auch lachen und finde die Situation sehr amüsant. Ich ziehe meine Cousins gern damit auf.

• #29


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