Der Begriff wurde irgendwann zweckentfremdet. Witzigerweise durch ein Buch mit dem Titel „Codependent No More“ irgendwann in den 80ern glaub ich. In der modernen Forschung sieht man „Co-Abhängigkeit“ aber nicht als individuellen Persönlichkeitsstil, sondern oft als das Ergebnis von diversen Mechanismen wie emotionale oder psychologische Manipulation.
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#16
A
Hat mich verarscht ?
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Sunshine413 Mitglied
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@merretich Solch eine Sichtweite hat ich gar nicht . Genau diese Beträge helfen mir zu verstehen und schnell damit zuschliesen.
Vielen Dank
Bitte mehr von solchen Beiträgen,das hilft mir echt gut
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S
Sincerite Mitglied
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@Sunshine413 Du hast eine kleine Tochter. Ich glaube nicht, dass du sie ganz aus einer Beziehung raushalten könntest. Sie würde mit einem süchtigen Menschen aufwachsen und auch deine Enttäuschungen immer wieder mitbekommen. Sie könnte anfangen, ihn zu mögen und dann "jemanden mögen" und "Sucht" mit einander verkoppeln. Das würde Grenzen gegenüber süchtigen Menschen erschweren. Sie könnte aber sich auch süchtiges Verhalten abschauen.
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#18
Heffalump Mitglied
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Alles was nicht gut tut, kann weg
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x 1#19
Aiyla Mitglied
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Das sagt eine KI zum Thema emotionale Abhängigkeit. Für mich liest es sich recht stimmig.
Emotionale Abhängigkeit – Persönlichkeitsmerkmal oder Folge einer Beziehung? Emotionale Abhängigkeit wird häufig mit mangelndem Selbstwertgefühl, Bedürftigkeit oder Verlustangst gleichgesetzt. Aus psychologischer Sicht ist das jedoch zu kurz gegriffen.
Emotionale Abhängigkeit kann sowohl durch individuelle Bindungsmuster begünstigt werden als auch erst im Laufe einer Beziehung entstehen oder erheblich verstärkt werden.
Wie entsteht emotionale Abhängigkeit? 1. Bindungserfahrungen Menschen mit einem ängstlichen Bindungsstil haben häufig ein besonders starkes Bedürfnis nach Nähe und Bestätigung. Sie reagieren empfindlich auf Zurückweisung und haben Schwierigkeiten, emotionale Distanz auszuhalten. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mensch mit Verlustängsten emotional abhängig wird.
2. Wechsel zwischen Nähe und Distanz Ein besonders interessanter psychologischer Mechanismus ist die sogenannte intermittierende Verstärkung. Damit bezeichnet man eine unregelmäßige, nicht vorhersehbare Belohnung. Auf Beziehungen übertragen bedeutet das beispielsweise: Zunächst gibt es intensive Zuwendung und Nähe. Es entsteht Vertrauen und emotionale Sicherheit. Plötzlich zieht sich der andere zurück. Es folgen Verunsicherung, Grübeln und Verlustangst. Dann kommt wieder eine liebevolle Nachricht oder eine Phase der Zuwendung. Dieser Wechsel kann eine starke emotionale Fixierung erzeugen. Man wartet auf die nächste positive Zuwendung und versucht, die ursprüngliche Nähe wiederherzustellen. Gerade die Unvorhersehbarkeit kann die Bindung verstärken.
3. Manipulatives Verhalten Bestimmte Verhaltensweisen können emotionale Abhängigkeit begünstigen oder verstärken: Idealisierung und anschließende Abwertung Wechselnde Nähe und Distanz Liebesentzug Schuldumkehr Gaslighting Verweigerung von Klärung Unberechenbares Verhalten Erzeugung von Konkurrenz und Eifersucht Besonders problematisch ist die Kombination aus intensiver Nähe, anschließendem Rückzug und fehlender Bereitschaft, Konflikte zu klären. Der betroffene Mensch versucht dann möglicherweise immer stärker, die ursprüngliche Beziehungssicherheit wiederherzustellen. Das kann eine regelrechte psychische Sogwirkung entwickeln.
Ist emotionale Abhängigkeit ein Persönlichkeitsmerkmal? Hier sollte man drei Ebenen unterscheiden: 1. Persönlichkeitsmerkmale Ein Mensch kann besonders bindungsorientiert, sensibel, harmoniebedürftig oder verlustängstlich sein.
2. Erlernte Beziehungsmuster Manche Menschen haben gelernt, dass sie sich Zuneigung durch Anpassung, Rücksichtnahme und besondere Leistungen sichern müssen. Dabei stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse häufig zurück.
3. Situativ entstandene emotionale Abhängigkeit Ein Mensch, der zuvor durchaus selbstständig und emotional stabil war, kann durch eine besonders intensive, widersprüchliche oder verunsichernde Beziehung zunehmend seine innere Sicherheit verlieren. Emotionale Abhängigkeit kann sich im Laufe einer Beziehung entwickeln.
Warum trifft es manchmal gerade empathische und emotional starke Menschen? Auch Menschen mit einem grundsätzlich stabilen Selbstwertgefühl können in solche Dynamiken geraten. Menschen, die viel reflektieren, empathisch sind und Verantwortung für Beziehungen übernehmen, versuchen häufig: das Verhalten des anderen zu verstehen, Konflikte aufzulösen, Missverständnisse auszuräumen, die Beziehung zu retten, eigene Fehler zu erkennen, dem anderen Verständnis entgegenzubringen, auch wenn sie selbst verletzt wurden. Problematisch wird es, wenn diese Beziehungsarbeit einseitig wird und ein Mensch zunehmend die Verantwortung für die emotionale Stabilität beider Beteiligten übernimmt. Zwei unterschiedliche Ausgangspunkte Es macht psychologisch einen erheblichen Unterschied, ob jemand aufgrund eigener Bindungsmuster zu emotionaler Abhängigkeit neigt oder ob diese Abhängigkeit erst durch die Dynamik einer Beziehung entstanden ist. Deshalb sollte man nicht nur fragen: Warum kann dieser Mensch nicht loslassen? Sondern auch: Wie war sein emotionaler Zustand vor dieser Beziehung? Wie hat sich sein Selbstwertgefühl während der Beziehung verändert? Gab es verlässliche oder wechselnde Zuwendung? Wurden Konflikte gemeinsam geklärt oder blieb einer mit seinen Fragen allein? Wurde Nähe als etwas Verlässliches erlebt oder musste sie immer wieder neu erkämpft werden? Hat der Mensch zunehmend seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen aufgegeben?
Emotionale Abhängigkeit ist nicht automatisch ein Zeichen einer abhängigen Persönlichkeit oder eines grundsätzlich schwachen Selbstwertgefühls. Sie kann auch eine erworbene Reaktion auf eine emotional widersprüchliche, verunsichernde oder manipulative Beziehung sein. Und noch etwas halte ich für wichtig: Dass jemand nach einer verletzenden Beziehung nicht loslassen kann, beweist nicht, dass er schon vorher emotional bedürftig oder psychisch instabil war. Manchmal ist gerade die Erfahrung, dass eine ehemals sichere Verbindung plötzlich unverständlich und unzugänglich wird, das, was einen Menschen so lange festhält. Deshalb sollte man emotionale Abhängigkeit nicht ausschließlich beim Betroffenen suchen, sondern immer auch die Beziehungsdynamik betrachten.
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x 1#20
PapaEmeritus Mitglied
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@Aiyla
Ist wie ne Art evolutionärer Überlebensmechanismus. Sieht man auch bei Entführungsopfern. Die versuchen sich auch anzupassen und sehen dann zb Zugeständnisse des Entführers als Erfolg. Da werden sicher auch bestimmte Hormone ausgeschüttet, wenn die Fesseln gelockert werden oder es was zu essen gibt. Da würde aber danach niemand sagen warst aber ganz schön abhängig von deinem Entführer… . Das Gehirn unterscheidet nicht. Wenn es im überlebensmodus ist, ist es im überlebensmodus.
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x 1#21
S
Sincerite Mitglied
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@Aiyla Da mir selbst die Worte fehlen, deshalb auch KI
Ja, Coabhängigkeit ist eine Form von emotionaler Abhängigkeit, aber sie ist komplexer und spezifischer. Man kann es so sehen: Emotionale Abhängigkeit ist der Überbegriff, während Coabhängigkeit ein ganz bestimmtes, oft dysfunktionales Muster innerhalb dieser Abhängigkeit ist. Eine allgemeine emotionale Abhängigkeit bedeutet meist, dass ein Mensch seine emotionale Stabilität, sein Selbstwertgefühl und sein Glück fast vollständig von einer anderen Person abhängig macht. Man fühlt sich ohne den anderen verloren, unvollständig oder wertlos. Coabhängigkeit geht noch einen Schritt weiter. Es ist nicht nur ein „Ich brauche dich“, sondern oft ein „Ich brauche es, dass du mich brauchst“. In der Coabhängigkeit entwickelt eine Person die Tendenz, ihr gesamtes Leben um die Bedürfnisse, Probleme oder die Dysfunction einer anderen Person herum aufzubauen. Das passiert oft im Zusammenspiel mit Menschen, die ein Suchtproblem haben, psychisch krank sind oder narzisstische Züge zeigen. Die coabhängige Person übernimmt oft die Rolle des Retters, des Helfers oder des „Puffers“. Sie versucht, die Fehler des anderen zu korrigieren, ihn zu schützen oder die Situation zu kontrollieren, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Das Paradoxe dabei ist: Die coabhängige Person gewinnt ihren eigenen Wert daraus, dass sie für den anderen unverzichtbar ist. Sie definiert sich über das Opfer, das sie bringt, oder über die Hilfe, die sie leistet. Emotionale Abhängigkeit ist also das Gefühl des Mangels, während Coabhängigkeit oft ein (unbewusstes) System ist, in dem man versucht, diesen Mangel durch übermäßige Fürsorge oder Kontrolle über den anderen zu füllen.
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x 2#22
PapaEmeritus Mitglied
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Man weiß zB durch Untersuchungen während bestimmten Tests und Studien, dass die Verarbeitung von emotionalem Schmerz und physischem Schmerz auf denselben neurobiologischen Netzwerken beruht. Aber das schweift alles zu sehr ab 😆. Der TE kann man nur wünschen, dass sie es schnell rausschafft.
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x 1#23
Heffalump Mitglied
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KI
Warum muss das immer so ne Textwand sein? Ungesunde Verhaltensmuster sind das. Die Hoffnung er wird sich, immerhin verspricht er es ja, lässt einen bleiben.
Statt nach der vierten runde in der Geisterbahn, sich zu überlegen, wie groß der eigene Anteil ist, warum man runde um Runde fährt
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x 1#24
Aiyla Mitglied
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@Heffalump Es ist eine Illusion davon auszugehen, dass alles kognitiv und motivational abläuft, dennoch kann das Verstehen von psychischen und sozialen Dynamiken ein (!) Teil des Auswegs sein.
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#25
T
Tempest Mitglied
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Zitat von Heffalump:
Statt nach der vierten runde in der Geisterbahn, sich zu überlegen, wie groß der eigene Anteil ist, warum man runde um Runde fährt