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Ich möchte wieder ich sein

ZurückzuMir26
@Manchmal_Hexe

Vielen lieben Dank für deine Worte und auch dein Lob.

Ich habe bereits eine große Trennung hinter mir. Meinen Exmann habe ich nach 25 Jahren Beziehung und Ehe verlassen und diese Trennung war auch für mich traumatisch. Danach kamen in meiner Singlezeit noch Enttäuschungen dazu. Aus diesem Ganzen habe ich für mich sehr viel gelernt.

Unabhängig davon liebe ich ihn wirklich von ganzem Herzen und wie man heute so schön sagt, ist er für mich das perfekte Match gewesen. Er ist nicht nur mein Geliebter, sondern auch mein bester Freund. Wir teilen so viele gemeinsame Interessen. Aber eben nicht das, wenn es um den Sex geht.
Wer liebt muss loslassen können und da ich das Tal der Tränen und Trauer schon mal durchgelaufen bin und weiß wie schwer es ist, will ich es dieses Mal schneller schaffen.

• x 2 #31


A


Ich möchte wieder ich sein

x 3


Heffalump
Zitat von ZurückzuMir26:
aber haben mich verunsichert

Du bist doch Bittsteller, sondern vollwertiges Mitglied der Beziehung und wenn über sozial Media Anfragen kommen, ist er einen Schritt weiter gegangen.
Wie kann binnen sechs Jahren euer Sexleben derart einschlafen, das ER neue Frauen braucht?

Du bist doch kein Wanderpokal, dich gibt es nur exklusiv. Da überhaupt von Liebe zu faseln, von ihm ne bodenlose Frechheit ist.

Dann passt er als Partner nicht wenn er breit streuen will. Du bist die Königin in deinem Reich, da bestimmst du, wo es lang geht.
Wenn er seinen Wutzki jeder zeigen will, kann er gehen. So einfach. Heulen kannst du, wenn du alleine bist. Aber vor ihm -nie.

• #32


Neboolah
Zitat von ZurückzuMir26:
@Manchmal_Hexe Vielen lieben Dank für deine Worte und auch dein Lob. Ich habe bereits eine große Trennung hinter mir. Meinen Exmann habe ich nach ...

Das Tal der Tränen dauert solange es dauern muss. Beschleunigen kann man Gefühle nicht. Also nimm dir die Zeit die es Brauchen wird.

So wirklich verstehe ich auch das Problem nicht ganz. Möchte er mehr Prickeln im Bett? Oder geht es hier ums Ausleben seiner ganzen Fantasien?

Ersteres kann ich durchaus verstehen. Auch bei uns musste ein Annähern stattfinden sonst ist die Beziehung hinfällig. Vielleicht wiedersprechen jetzt hier einige aber Sexualität ist nunmal ein enorm wichtiger Teil einer Beziehung. Es werden mehr Beziehungen beendet aufgrund dieses Themas als aufgrund nicht heunter geklappter Klobrillen.

Wenn es aber darum geht das man jede seiner Fantasien ausleben möchte und der Partner mitziehen soll. Dann sehe ich ihn in der Pflicht seinen sch. zu regeln. Nicht alles muss man mitmachen. Und da gehören Kompromisse dazu und ein gewisser Verzicht auch.

Ihr habt keine Kinder?

• #33


ZurückzuMir26
@Neboolah ich wusste von Anfang an das er spezielle Fantasien hat. Und er wusste von Anfang an, dass ich diese nicht teile und mich hier auch nicht verbiegen werde. Bis vor einiger Zeit hatte ich das Gefühl dass wir einen guten Kompromiss hatten. Ich hatte nicht das Gefühl dass er sich komplett verstellen musste. Was in seiner Gedankenstube abging, konnte ich nicht ahnen. Er hat ja nicht geredet.

Aber ja, er möchte es nun komplett ausleben. Es geht nicht nur um mehr prickeln. Das würde ich ja mitmachen.

• #34


Stella31
Zitat von ZurückzuMir26:
Aber ja, er möchte es nun komplett ausleben. Es geht nicht nur um mehr prickeln. Das würde ich ja mitmachen

Dann kannst du ihn nur ziehen lassen!

• x 1 #35


Neboolah
Zitat von Stella31:
Dann kannst du ihn nur ziehen lassen!

Stimme ich zu 👌

• #36


Cagy
hallo nochmals...
genau wie jetzt in der Beziehung nicht konkret darüber gesprochen wird WIE und in welchem Umfang das *Ausleben* aussehen soll.....sind viele die dieses *Modell* versucht haben schnell damit überfordert gewesen.
Dieses : * ich liebe dich abgöttisch möchte aber mit einer (der? ) anderen ins Bett *...überfordert viele emotional. Auch und gerade die Partner die es unbedingt wollten.Ich hoffe das ist deinem Partner klar.
Dazu kommt das es danach kein wirkliches ZURÜCK gibt...es ist von da an IMMER zwischen euch. Ist es ( ihm) das wert ?
Ich mag sicher altmodisch sein...wenn mir mein Partner sagt er *liebt* mich , will aber mit einer anderen ins Bett -----obwohl er weiss das ich das nicht will ----...bin ich weg.
Alles Gute dir.

• #37


DieSeherin
Zitat von ZurückzuMir26:
Aber ja, er möchte es nun komplett ausleben.


puh - und wahrscheinlich hat er in den social media dann auch feedback bekommen und weiß jetzt, dass er durchaus noch chancen auf dem markt hat?

ach du, ich finde das irgendwie total traurig, weil ich ein wenig das gefühl habe, dass er noch gar nicht ahnt, was er gegen was in die wagschale wirft. er ist jetzt 55 und ich schätze, dass er in 5 jahren seine phantasien zwar ausprobiert hat, das schon auch toll fand, aber dann merkt, dass eine liebevolle beziehungen einen anders ins alter trägt, als clubbesuche.

wirklich hilfreiches habe ich nicht beizusteuern, aber ich lasse dir mal eine umarmung hier Tröstender Smiley

• x 1 #38


Rheinländer
Hallo @ZurückzuMir26

Es tut mir wirklich sehr leid, dass du gerade in dieser Situation steckst. Was ich besonders traurig finde, ist, dass es fünf Jahre gedauert hat, bis deutlich wird, dass eure Bedürfnisse offenbar so unterschiedlich sind, dass sie sich kaum miteinander vereinbaren lassen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es für dich schwer ist, dass zu verstehen und zu akzeptieren. Gleichzeitig glaube ich, dass es wennig bringt, wenn nur einer bereit ist, an der Beziehung und am gemeinsamen Sexleben zu arbeiten. Dazu müssen beide bereit sein, an einem Strang ziehen und gemeinsame Kompromisse finden.
Dass du deine Grenzen so klar kommuniziert hast, finde ich wirklich stark. Viele sprechen jäufig davon, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen, aber sie dann in einer so schwierigen Situation auch tatsächlich zu vertreten, ist noch einmal etwas ganz anderes. Damit tust du dir selbst einen großen Gefallen.
Was mich allerdings besonders traurig macht, ist, dass dein Vertrauen offenbar schon länger angeknackst ist und du teilweise mit der Angst gelebt hast, betrogen zu werden. Ich kann mir kaum vorstellen, wie belastend es sein muss, wenn dieses Gefühl unterschwellig immer mit dabei ist. Eine Beziehung sollte doch gerade ein Ort sein, an dem man sich sicher, geborgen und angenommen fühlt.

Zitat von ZurückzuMir26:
Ich habe bereits eine große Trennung hinter mir. Meinen Exmann habe ich nach 25 Jahren Beziehung und Ehe verlassen und diese Trennung war auch für mich traumatisch. Danach kamen in meiner Singlezeit noch Enttäuschungen dazu. Aus diesem Ganzen habe ich für mich sehr viel gelernt.

Unabhängig davon liebe ich ihn wirklich von ganzem Herzen und wie man heute so schön sagt, ist er für mich das perfekte Match gewesen. Er ist nicht nur mein Geliebter, sondern auch mein bester Freund. Wir teilen so viele gemeinsame Interessen. Aber eben nicht das, wenn es um den Sex geht.
Wer liebt muss loslassen können und da ich das Tal der Tränen und Trauer schon mal durchgelaufen bin und weiß wie schwer es ist, will ich es dieses Mal schneller schaffen

Ich glaube, wenn man einmal eine so große Trennung hinter sich gebracht hat, geht man tatsächlich mit einem anderen Blick und viel klarer durchs Leben. Mir ging es jedenfalls so. Ich habe gelernt, meine eigenen Grenzen besser wahrzunehmen und auch für sie einzustehen. Das macht den Schmerz des Loslassens natürlich nicht kleiner, gerade wenn noch so viel Liebe da ist. Aber ich glaube, wichtiger als möglichst schnell darüber hinwegzukommen, ist es sich selbst dabei nicht zu verlieren.
Was ich aus meiner eigenen Erfahrung mitgenommen habe, ist auch das Vertrauen darauf, dass das Leben nach einer langen Beziehung weitergeht. Es warten wieder neue Begegnungen und vielleicht sogar Menschen, mit denen man in manchen wichtigen Punkten noch besser zusammenpasst. Den perfekten Partner gibt es ohnehin nicht. Unterschiedliche Bedürfnisse gehören immer dazu, aber man sollte sich selbst und die eigenen Grenzen dabei nicht aufgeben müssen.

Zitat von Stella31:
Hab mal einen Spruch gelesen:
" Eine gute Partnerschaft ist es, wenn beide ihre Handys tauschen und durchsehen können und zwei Tage später immer noch zusammen sind"

Zitat von ZurückzuMir26:
sein Handy darf ich schon lange nicht mehr anfassen und wird er mir auch nicht zeigen. Es gab vor langer Zeit mal eine Situation und ich habe in seinem Handy gestöbert. Das hat er mir zurecht sehr übel genommen.

Für mich sind Vertrauen und Zuverlässigkeit ganz wesentliche Grundlagen einer Partnerschaft. Bei uns ist es beispielsweise so, dass meine Partnerin jederzeit mein Handy nehmen könnte und auch die PIN kennt. Nicht, dass wir das regelmäßig tun würden, es ist eher die absolute Ausnahme. Aber wenn einer von uns etwas auf dem Handy liest und der andere nachfragt, wird es ganz selbstverständlich gezeigt. Da wird nichts weggedreht oder verborgen. Ich käme auch nie auf die Idee, ihre Nachrichten zu kontrollieren, weil dieses Vertrauen einfach da ist. Deshalb finde ich es schwierig, wenn das Handy des Partners zum absoluten Tabu wird. Gerade wenn das Vertrauen ohnehin schon Risse hat, schafft das meiner Meinung nach nicht gerade mehr Sicherheit.

Was ich dir zum Abschluss noch mitgeben möchte: Versuche, weiterhin bei dir und deinen Grenzen zu bleiben, auch wenn die nächsten Schritte sicher nicht leicht werden. Eine Erkenntnis aus meiner eigenen Trennung ist, dass ich mich heute nicht mehr in eine längere Warteposition begeben und meine Zuversicht davon abhängig machen würde, ob sich der andere letztlich doch noch für mich entscheidet. Vielleicht lohnt es sich, auch darüber einmal in Ruhe nachzudenken. Natürlich kannst nur du entscheiden, wann für dich der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du deinen Weg findest und dabei vor allem dir selbst treu bleibst. Ich glaube, dass du dir damit langfristig selbst sehr viel Gutes tust.
Beste Grüße aus dem Rheinland

• x 1 #39


Stella31
Zitat von Rheinländer:
Ich käme auch nie auf die Idee, ihre Nachrichten zu kontrollieren, weil dieses Vertrauen einfach da ist. Deshalb finde ich es schwierig, wenn das Handy des Partners zum absoluten Tabu wird. Gerade wenn das Vertrauen ohnehin schon Risse hat, schafft das meiner Meinung nach nicht gerade mehr Sicherheit.

Das sehe ich genauso!
Es geht nicht um Kontrolle und völlige Transparenz, sondern um das Gefühl, dass es nichts gibt, was versteckt werden muss

• #40


DiesDasAnanas
Hier mal in eine andere Richtung.

Ich möchte deinem Partner mal ein Lob aussprechen. Den mit so einem Anliegen das Gespräch mit seiner Partnerin (oder Partner) zu suchen, gehört sehr viel Mut, Vertrauen und Respekt.
Und ist es nicht eigentlich genau dieser Respekt, diese Sicherheit und dieses Vertrauen in die Beziehung mit seinen Wünschen/Gedanken/Anliegen zu seinem Partner gehen zu können -selbst dann wenn wir wissen es kann verletzend oder schwierig werden- der in so vielen Beziehungen fehlt?
Jetzt mal unabhängig davon das dir sein Anliegen nicht gefällt.

Ich finde es völlig legitim irgendwann in seinem Leben an dem Punkt zu kommen an dem das bisherige Lebensmodell oder Beziehungsmodell interfragt wird.
Dein Partner ist sexuell immer schon ein offener Mensch gewesen. Seine Sehnsucht nach fremder Haut oder anderen Erfahrungen besteht wohl schon eine ganze Weile, sonst hätte es zum einen die Social Media Kontakte nicht gegeben und zum anderen würde er in seiner Formulierung seines Anliegend nicht so klar und hart von der Unterdrückung seiner Sensucht sprechen.

Zitat von ZurückzuMir26:
Ich kann nur nicht verstehen, warum er unser ganzes Drumherum aufgeben will. Für etwas was anfangs sicher nur oberflächlich ist. Denn wenn er polygam leben möchte, wird es sicher schwierig sein, Vertrautheit mit jemanden aufzubauen.
Und das ist es aber, was er mir fünf Jahre vorgemacht hat, dass er genau das braucht.

Da würde ich gerne mal versuchen dich abzuholen.

1. Er will euer ganzes Drumherum nicht aufgeben. Du bist für ihn auch nicht die Option oder "nur eine Option".
Er liebt dich und möchte dich als Partnerin nicht verlieren oder verletzen.
Was er will ist eine Änderung des Beziehungsrahmens.

2. Er möchte nicht polygam leben er möchte eine offene Beziehung. Da gibt es Unterschiede und deswegen schließt sich 3. nicht aus...

3. Er hat dir nicht 5 Jahre vorgemacht das ihm Vertrautheit und ähnliche Dinge wichtig sind. Ich denke er weiß sehr viele Qualitäten eurer Beziehung zu schätzen. Eine offene Beziehung schließt Dinge wie Vertrautheit nicht aus. Ich möchte mich jetzt nicht endlos in der Definition von Polygamie, Polyamorie, Nicht-Monogamie und offene Beziehung verstricken.
Aber letztendlich gibt es wegen oder für solchen Bezeihungsrahmen die Unterscheidung zwischen emotionaler und sexueller Treue.

Was dein Partner will ist dich als Partnerin - weil er dich liebt und die Verbundenheit, Nähe, Alltag, etc. zu schätzen weiß- nicht zuverlieren. Sonst würde er jetzt nicht so leiden. Was für ihn aber immer stärker in den Vordergrund gerückt ist und mit der Zeit immer schwieriger zu unterdrücken wurde ist die Sehnsucht, der Wunsch, das Bedürfnis ...wie auch immer man das nennen möchte...sexuelle Erfahrungen mit anderen zu erleben.
Keine einfache Situation, denn in einer Beziehung mit dir zu bleiben würde bedeuten sich selbst zu verleugnen.

Zitat von ZurückzuMir26:
Mein Partner hat mir eröffnet, dass er sich sexuell mehr Freiheit wünscht

Ich kann jetzt mal nur von mir ausgehen. Mal angenommen ich würde unser aktuell gelebtes monogame Beziehungsmodell hinterfragen und würde eine immer schwerer zu unterdrückende Sehnsucht nach "fremder Haut" entwickeln. So, und obwohl ich mich bei meinem Partner sonst zufrieden und geborgen fühle, möchte ich diesen "neuen" Teil in mir nicht mehr länger ignorieren. Ziemlich heikle Situation. Ich hätte wahnsinnig viel Angst vor Verurteilung und Ablehnung, dennoch weil mein Partner als mein Partner eben meine wichtigste Vertrauensperson ist und ihn unser Beziehungsrahmen eben direkt betrifft gehe ich zu ihm und offenbare ihm meine Gefühlswelt. Ich mache mich also nicht nur selbst verletzlich, mir ist auch klar, dass meine Gedanken/Wünsche für ihn verletzlich sein können. Es wäre auch Angst da, wie stark die ausgesprochenen Worte über meine Gefühle die Beziehungs belasten oder ihn an der Bindung zwischen uns zweifeln lassen würden. In meinem Partner würden wohl alle möglichen negativen Gefühle oder Ängste ausgelöst werden.
"Ich bin nicht gut genug. Ich reiche nicht mehr."
"Sie liebt mich nicht mehr. Sie respektiert mich nicht mehr."
Usw.
Was ich mir wünschen würde wäre das mein Partner mir zuhört, auch wenn es schwer fällt und mich nicht direkt dafür verurteilt. Das er sich Zeit nimmt um das ganze sacken zu lassen und für sich zu sortieren.
Für was ich wirklich extrem dankbar wäre: Ein paar Tage nach der Offenbarung, wenn alles etwas sacken konnte, ein zweites Gespräch zu führen um sich gemeinsam hinzusetzen und rein theoretisch ein angepasster Beziehungsrahmen aussehen könnte.
Den sich mal theoretisch mit Änderungen am Beziehungsrahmen auseinander zu setzen, bedeutet nicht das diese zwingend umgesetzt werden, ABER zumindest ist der Versuch da einander besser zu verstehen.

Was ich schade finde ist, dass ihr beide nicht darüber gesprochen habt was er sich eigentlich vorstellt. Er möchte sexuell mehr Freiheit. Okay, aber was bedeutet das konkret? So wie ich deine Zeilen verstehe, "beschränkt" sich seine Vorstellung auf sexuelle Abenteuer außerhalb der Beziehung. Also keine Nebenbeziehung zu einer oder mehrer Frauen. Ihr beide führt eure Liebesbeziehung wie gehabt, seid füreinander Priorität und ein Liebespaar. Dennoch darf jeder One-Night-Stands haben?
Ich hab mal eine Reportage über ein junges Elternpaar gesehen, da wurde der andere Partner (ich weiß leider nicht mehr, ob es der Mann oder die Frau war) ebenfalls durch die Offenbarung nach dem Wunsch nach fremder Haut vom Partner überrumpelt. Es gab dann einige intensive Gespräche dazu. Der Beziehungsrahmen wurde dann insoweit geändert, dass die beiden so ca. alle 3 Monate gemeinsam als Paar mit anderen Paaren Partnerwechsler (Partnertausch) und die restliche Zeit leben sie monogam. Damit leben sie anscheinend sehr glücklich, weil das tatsächlich aber beide so wollen.

In einem Bericht hatte ich mal von einem anderen Paar gelesen: Der Mann war sexuell immer schon recht aktiv gewesen und hatte vor seiner Beziehung mit seiner Frau ein recht wildes Sexleben. Die beiden waren in ihrem 30ern und führten eine monogame Beziehung/Ehe. So irgendwann nach ein paar Jahren, um die Weihnachtszeit fragte seine Frau ihn was er sich zu Weihnachten wünscht. Er eröffnete ihr das er sie über alles liebt und eigentlich alles (materielle) hat, aber was er sich wirklich wünschen würde, wäre das sie ihm erlaubt mit anderen Frauen schlafen zu dürfen. Das war für die Frau ein harter Schlag und stoß auch erstmal auf Unverständnis. Irgendwie haben die beiden sich darüber ausgesprochen. Der Mann liebte seine Frau und Familie (da gabs schon Kinder), die Frau liebte ihn auch, die Beziehung war ansonsten wohl Tiptop. Man kann jetzt davon halten was man will, aber die beiden einigten sich als Kompromis darauf, dass er jeden Jahr für einen einizigen Monat...also im Dezember....mit anderen Frauen intim werden darf. Der Dezember wurde deswegen ausgesucht, weil sie dann so beschäftigt mit den Weihnachtsvorbereitungen ist das sie sich gut ablenken kann.
(Ist schon einige Jahre her als ich den Artikel gelesen habe. Spontan konnte ich ihn nicht mehr finden, falls doch verlinke ich ihn gerne)


Ich möchte mit dem langen Text bitte nicht, dass der Eindruck entsteht das du dich zu etwas zwingen/überreden lassen sollst das du nicht willst.
Zu was ich dich eher animieren möchte ist dich mal ernsthaft oder intensiver mit dem Thema zu beschäftigen um heraus zu finden, ob es vlt. einen neuen/alternativen Beziehungsrahmen geben kann. Ohne das Vorab pauschal bzw. kategorisch abzulehnen.
Den die Regeln für euren Beziehungsrahmen legt ihr selbst fest.
Wenn du danach für dich immernoch aus tiefer Überzeugung sagen kannst, eine offene Beziehung -egal unter welchen Rahmenbedingungen- kommt für dich nicht in Frage, dann ist das so und dann ist das auch in Ordnung.

Zitat von ZurückzuMir26:
Solange er sich nicht für das Ausleben seiner Wünsche außerhalb unserer Beziehung entschieden hat, bin ich bereit, an uns zu arbeiten. Sollte er ausziehen und diesen Weg gehen wollen, wäre unsere Beziehung für mich allerdings beendet.


Zitat von ZurückzuMir26:
Ich möchte nicht mehr ständig hinterfragen, zweifeln oder Angst haben, irgendwann betrogen zu werden.

Ich denke das nicht alles bearbeitet und therapiert werden kann.
Klar, viele Affären passieren weil das Sexleben mit dem Partner nicht mehr so dolle ist und die allermeisten hätten verhindert werden können, wenn der unzufriedene Partner vorher das Gespräch gesucht hätte.
Man kann sich jetzt natürlich auch Fragen, ob die Sehnsucht nach fremder Haus und sexuellem Abenteuer nur aus eurem eingeschlafenen Sexleben heraus resultiert. Denn dann könnten die Fantasien mit dem Aufleben eures Sexlebens nachlassen/verschwinden.

Jemand der ein monogames Beziehungsleben aber grundsätzlich nicht mehr leben möchte, dem es also nicht NUR um die eingeschlafene Sexualität innerhalb der Beziehung geht, sondern sich tatsächlich grundsätzlich mehr sexuelle Freiheit wünscht, bei dem wird der Drang bzw. die Sehnsucht nach fremder Haut auch dann nicht verschwinden, wenn euer Sexleben stärker aufblüht den jemals zuvor.
Tja, und dann bringt es dir nichts wenn er bei dir bleibt, weil das Risiko das ihn die Sehnsucht überwältigt und er seine Wünsche heimlich auslebt sehr hoch sein kann.

• x 1 #41


ZurückzuMir26
@DiesDasAnanas du Liebe, vielen Dank für deine Worte und auch die Zeit die Du dir für mich genommen hast.

Es war immer mal wieder Thema, dass er Wünsche hat. In Clubs zu gehen, Fantasien auszuleben usw. und dies bestenfalls mit mir zusammen. Das haben wir ausprobiert und ich habe für mich festgestellt, das gibt mir nichts. Ich kann mich absolut nicht fallenlassen und habe unser Sexleben dann auf unser Zuhause beschränkt.

Vor ungefähr einem halben Jahr hat er das Thema offene Beziehung erwähnt, ohne auch einen Plan zu haben wie der Rahmen aussehen soll. Daraufhin habe ich ihm gesagt dass ich leider nicht teilen kann.
Am Samstag war er mit Freunden unterwegs. Was völlig ok ist. Jeder kann was für sich machen. Am Sonntag meinte er zu mir, wenn er zukünftig in Clubs geht, könne ich ja einfach denken er sei mit seinen Freunden unterwegs. Das war etwas plump ausgedrückt und auch da habe ich ihn gefragt, wie das funktionieren soll. Natürlich habe ich über die Möglichkeit nachgedacht. Natürlich habe ich Respekt vor seinen Wünschen und Sehnsüchten. Aber ich sehe auch mich und eine Person die nicht eifersuchtsfrei ist. Es tut mir wahnsinnig leid. Aber ich kann das einfach nicht 🥹

• x 3 #42


Hypatia
Zitat von ZurückzuMir26:
Aber ich sehe auch mich und eine Person die nicht eifersuchtsfrei ist. Es tut mir wahnsinnig leid. Aber ich kann das einfach nicht

Und dann bleib bitte dabei. Ich finde den Beitrag von @DiesDasAnanas sehr schön. Aber ich denke das hier ist sehr wichtig:
Zitat von DiesDasAnanas:
Ich möchte mit dem langen Text bitte nicht, dass der Eindruck entsteht das du dich zu etwas zwingen/überreden lassen sollst das du nicht willst.

Vertrau dir selbst, steh zu dir, alles andere wird dich unglücklich machen. Ich denke an einer schweren Zeit kommst du vorerst nicht vorbei und das tut mir Leid. Aber bleib bei dir.

• #43


DiesDasAnanas
Zitat von ZurückzuMir26:
Es war immer mal wieder Thema, dass er Wünsche hat. In Clubs zu gehen, Fantasien auszuleben usw. und dies bestenfalls mit mir zusammen. Das haben wir ausprobiert und ich habe für mich festgestellt, das gibt mir nichts. Ich kann mich absolut nicht fallenlassen und habe unser Sexleben dann auf unser Zuhause beschränkt.

Ah okay, entschuldige bitte ich hatte nur die Beiträge bis ca. halb 7 gelesen und da sah die Situation eben so aus, als ob es die Offenbarung seiner Sehnsucht gab und diese dann nur kategorisch abgelehnt wurde ohne tiefere Gespräche, aber da ist ja viel viel mehr passiert.

Ich finde es super das du den Versuch gewagt hast und die Bereitschaft da war, neue Erfahrungen zu sammeln und ggf. neue Wege zu gehen.

Zitat von ZurückzuMir26:
Vor ungefähr einem halben Jahr hat er das Thema offene Beziehung erwähnt, ohne auch einen Plan zu haben wie der Rahmen aussehen soll.

Zitat von ZurückzuMir26:
Am Sonntag meinte er zu mir, wenn er zukünftig in Clubs geht, könne ich ja einfach denken er sei mit seinen Freunden unterwegs.

Naja, zumindest hat er nochmal versucht Ideen zu sammeln, aber es nützt nichts.
Es zeigt aber auch das ihn das Thema nicht mehr los lässt und eine monogame Beziehung für ihn komplett vom Tisch ist.
Zitat von ZurückzuMir26:
Natürlich habe ich über die Möglichkeit nachgedacht. Natürlich habe ich Respekt vor seinen Wünschen und Sehnsüchten. Aber ich sehe auch mich und eine Person die nicht eifersuchtsfrei ist. Es tut mir wahnsinnig leid. Aber ich kann das einfach nicht

Du musst das auch nicht können.
Er hat dir seine Wünsche/Bedürfnisse offenbart, du hast ihn ernstgenommen und warst bereit im entgegenzukommen und ein paar Sachen für euch/dich getestet.
Du hast für dich festgestellt das es dir nichts gibt und nach intensiver Auseinandersetzung festgestellt das du das nicht kannst/möchtest. Das ist gut und das ist in Ordnung. Mehr geht eben nicht.
Es ist nicht deine Schuld und es ist nicht seine Schuld. Ihr habt euch unterschiedlich entwickelt oder vlt. möchte auch nur einer sich nicht länger verleugnen und der andere erst gar nicht damit anfangen nur um die Beziehung halten zu können.

Das ist traurig, aber wenn die Wünsche des Beziehungsrahmens so weit auseinander gehen, dann ist es besser sich gegenseitig frei zu geben.
Denn alles andere, nicht nur der Teufelskreis in dem ihr dadurch steckt, sondern vor allem die Konsequenzen in dem Teufelskreis zu bleiben (Frust, evtl. heimliches Ausleben=heimliche Untreue,etc.), könnt ihr euch gerne ersparen. Dann lieber im Guten und auf Augenhöhe trennen.

Vielen Dank auch für deine ausführliche Antwort und die besseren Hintergrund Informationen 😊

• x 1 #44


Heffalump
Und Freunde bleiben

• #45


A


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