Zitat von KaputtNick: Das meine Verlustangst da ein großer Motivator für mich war
Mir wurde von Kindsbeinen eingetrichtert, das Frau anschmiegsam, duldsam zu sein hat, das Frau alles versuchen muss, damit Gnom bleibt. Weil die Generation meiner Eltern noch aus der Zeit stammten, wo alleinstehende Frau völlig wertlos deklariert wurde - von der, meist männlichen Gesellschaft!
Alles aushalten, auch wenn man bei krank wird, Motto: so schlimm wird es schon nicht sein. War auch alles dabei, Wochenlanges Schweigen, Monologe seinerseits bis zum Erbrechen, Schuldumkehr, das ganze Programm. Was aus einem Mann, den man liebt, ein Wesen macht, was man zum Teil fürchtet und zum Teil hasst, über die Gedanken dann stolpert und wieder liebt, weil man das eben so macht.
Es ist so viel mehr dahinter, als nur Verlustangst. Wenn er dann so huldvoll herab blickt, von dem Sockel, auf dem er gehoben wurde - und sagt, du bist selbst schuld - und ein anderer wäre schon längst weg. Nur er würde es mit dir aushalten. Bis du keine Energie mehr hast, die er absaugen kann, also exakt dann, wo du ihn brauchst - dann ist er weg.
Aber er kommt gern wieder, wenn du wieder a bissl Energie gesammelt hast, du brauchst sie ja nicht für Dich, somit kann er dich wieder und wieder schröpfen, bis du nur zwei Auswege hast, Selbstmord oder Klinik