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Gefühle für einen Kollegen

M
@Margerite
Danke dir.
Er lebt in einer Beziehung … keine Ehe … aber im Grunde ändert das nichts.

Letzte Woche war’s leichter, da weniger „Aufmerksamkeit“ per WhatsApp .. leider verfiel er jetzt nahezu wieder in das alte Muster …
Aber auch dafür werde ich eine Lösung finden … muss ich ja 😢

• #91


A


Gefühle für einen Kollegen

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B
Wenn du dich mit einem direkten Gespräch nicht wohlfühlst, würde ich es auch nicht erzwingen. Gerade weil ihr möglicherweise noch viele Jahre zusammenarbeiten werdet, kann ich verstehen, dass du die Situation nicht noch unangenehmer machen möchtest.

Da ihr euch beruflich ohnehin nicht ständig begegnet, würde ich an deiner Stelle versuchen, vor allem den privaten Kontakt etwas einzuschränken.

Wenn er sich beispielsweise aus beruflichen Gründen meldet und das Gespräch anschließend wieder ins Private übergeht, könntest du die beruflichen Dinge ganz normal klären und dich danach freundlich verabschieden, ohne das persönliche Gespräch weiterzuführen.

Ähnlich würde ich es bei WhatsApp handhaben. Vielleicht hilft es dir, den privaten Austausch vorerst deutlich zu reduzieren.

Nicht, um ihn zu bestrafen oder eine Reaktion bei ihm hervorzurufen, sondern einfach, damit du selbst wieder etwas Abstand gewinnen kannst. Du hast ja geschrieben, dass es dir in der Woche mit weniger Kontakt bereits etwas besser ging.

Vielleicht wäre das zunächst ein Weg, ohne dass ihr die Situation ausdrücklich miteinander besprechen müsst.

• #92


M
@brittak
Danke!
Ja, leider bleibt mir ja nichts anderes übrig … hoffentlich hört das Grinsen seiner Kolleg:innen bald mal auf 🤮

Mittlerweile schränkt die ganze Sache meine Arbeit fast schon ein, da ich mir eben nicht mal schnell ne hilfreiche Info telefonisch abhole … menno … wie konnte ich denn nur so blöd sein?

• #93


M
Zitat von Mömchen:
Als er mit diesem verdammten Flirt anfing … sein Blick wurde anders … sein Lächeln … er steht vor dir, schaut dich an, für einen Wimpernschlag weg um dann sofort wieder in deine Augen zu sehen … mehrfach … er zeigt dir ganz deutlich: Ich sehe jetzt so lange nicht weg, bis du meinen Blick annimmst und zurücklächelst!
Ich Idiot hab’s dann getan … und bekam dann ein Lächeln, als wäre es das schönste Geschenk.

Also, er fing mit dem Flirt an. Woher weißt Du, dass er sich nicht mal einfach Bestätigung holen wollte nach dem Motto: Die könnte ich haben, wenn ich nur wollte.

Der Schub fürs Ego, zumal er leichte Beute witterte. Und jetzt liebst Du seine Augen, trotz der falschen Farbe. Man kann sich auch wieder entlieben, egal wie die Augenfarbe ist.

Sein Verhalten muss gar nciht so viel mit deiner Einzigartigkeit zu tun haben, sondern einfach, ich probier's mal wie ich wirke, ankomme und ob ich was absahnen kann.
Ich will dir nicht weh tun, aber Du bist ausgehungert und daher sehr empfänglich für Aufmerksamkeit. Und da freut man sich natürlich über jedes Interesse, das über den normalen Umgang hinaus geht.

Bleib einfach sachlich und halte Du die Fäden in der Hand. Was bist du? Willenloses "Opfer", das einem Mann mit wenig Haaren und der falschen Augenfarbe verfällt? Zieh mal andere Saiten auf. Auch du hast was zu sagen, auch du bist nicht nur eine Zielscheibe. Auch du kannst Entscheidungen treffen!

Mach dich gerade. Du brauchst keinen Schmierenkomödianten, du bist auch wer. Also Schultern zurücknehmen, Brust raus, Nase hoch und die schlappen Ohren, die so traurig in der Gegend rumhängen , stellst du auf. Ich weiß, Du hast natürlich keine Schlappohren aber mein Mann sagte öfters zu mir, wenn ich mutlos und verzagt war: Ohren aufgestellt und Schnauze in den Wind! Erst musste ich lachen, aber es wirkt.

Der ist halb so toll wie du ihn findest und er ist keine Lösung, sondern eine Einbahnstraße und wenn du sie entlang gehst, musst du mühsam wieder umkehren.

Nicht zu dir sagen: ich muss ja .... Nein, du sagst dir:ich werde ....

Selbstgefühl stärken und alles geht ein wenig leichter. Außerdem bist Du kein Mönchen, was sich nach einem kleinen Mädchen anhört. Du bist eine erwachsene Frau, deren Leben derzeit nicht rosig aussieht, was aber keinesfalls so bleiben muss.

• x 4 #94


M
@Margerite
Ich würde mich lieber gestern als heute „entlieben“ … glaube mir das!

Im Job wird es sich die nächsten Wochen/Monate hoffentlich beruhigen 🙏.

Ich hoffe jetzt nur, dass meine Heul-Atacken weniger werden. Mein Gott … Man war doch schon mal unglücklich verliebt … war das früher auch so schlimm?
Aber … es geht vorwärts … ich krieg langsam wirklich Wut auf ihn … vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung. Letztens hab ich ihm schon mal ziemlich deutlich mitgeteilt, dass an dem Tag die Entscheidungshoheit bei mir liegt (im Job) … er mag sich im Privatleben entscheiden können … im Job mach ich das!

• x 2 #95


M
Zitat von Mömchen:
Mein Gott … Man war doch schon mal unglücklich verliebt … war das früher auch so schlimm?


Das Schlimme an Liebeskummer ist: Es ist immer gleich schlimm. Ob man nun 17 oder 47 oder 57 ist. Der Schmerz, die Trauer sind immer so, als würde man sie das erste Mal spüren.. Du weißt zwar dass du wieder darüber hinwegkommen wirst, aber der Zeitpunkt bis du wirklich erlöst bist, ist unbekannt.


Zitat von Mömchen:
ich krieg langsam wirklich Wut auf ihn … vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Hervorragend! Das ist sehr gut. Erst kommt das heulende Elend, die schiere Verzweiflung, dann kommt die Wut. Die kann zwar auch quälend sein, aber ich glaube, es ist eine wichtige Phase der Ablösung. Lass die Wut zu, gib ihm alle Tiernamen die dir einfallen und auch Rachefantasien sind erlaubt.

Meine Güte, was ich mir für ihn wünschte. ich manipuliere die Bremsen seines Autos, die dann ihren Dienst versagen, wenn er schnell unterwegs ist. Ich habe null technisches Verständnis, aber sein dämliches Gesicht, wenn er im Auto sitzt und die Bremsen nicht mehr ansprechen, tat mir gut. Dann wünschte ich ihm einen schweren Verkehrsunfall mit der Folge Rollstuhl vür ihn. Schön wäre es auch gewesen, wenn ihn zwei von mir angeheuerte Schläger zuammen schlagen würden und dann komme ich und trete ihm zur Krönung heftig in seine .... du weißt schon was.
Und dann wünschte ich ihm den Tod. Ich würde nicht auf seine Beisetzung gehen, oh nein, aber irgendwann an seinem Grab stehen und sagen: Sieht du wohl, da bist du jetzt, aber ich lebe noch ...

Keine meiner Wunschfantasien geschah, aber irgendwann war auch diese heftige Phase geschafft. Dann kommt so was wie stille Akzeptanz und eine stillere Trauer. Es ist wie es ist und es tut immer noch weh, aber der Schmerz ist weitaus weniger heftig.
Und so geht die Zeit dahin: Tage, Wochen, Monate. Und dann irgendwann stellt man fast erstaunt fest, dass er so unwichtig geworden ist, dass man bestens ohne ihn auskommt, ja, es sogar schöner hat als mit diesem Trauerkloß (in meinem Fall) oder der Knalltüte erster Güte.

Ich finde es gut, dass die Wut kommt.

Zitat von Mömchen:
er mag sich im Privatleben entscheiden können … im Job mach ich das!

Noch besser! Es wird, es wird! Du trittst selbstbewusst und selbstbestimmt auf. Glaube nur nicht, dass er das nicht merkt! Er registriert diesen Ton duchaus.

Also, heute mal ein dickes Lob an Dich!

• x 1 #96


M
@Margerite
Danke 🤗

Heute geht‘s mir allerdings bescheiden. Ich war gestern bei einer Kollegin/Bekannten … die muss gerade eine Trennung durchstehen.
Es war ein schöner Abend … wie quatschten über Gott und die Welt … und auch über unsere Eheprobleme. Man „versteht“ eben die Situation des anderen …
Als ich ihr erstmals von dem „Ausmaß“ meiner Eheprobleme erzähle, sieht sie mich an und sagt total spontan: Was sagt denn NAME dazu?
Name war der Vorname meines Crushs! Ich dachte, ich falle vom Stuhl … sie war lange nicht vor Ort und sollte eigentlich nichts mitbekommen oder gehört haben 😳 … sie kennt nur den Umgang „vor“ der ganzen Misere … bevor das eigentlich alles losging …

Wie viele Leute haben eigentlich diesen dummen rosa Elefanten bemerkt?

Und dann wieder daheim nehm ich das Handy zur Hand … wer war wohl auf WhatsApp?

Es reicht … hab mir heute schon wieder das Gesicht gewaschen ohne Wasserhahn 😢

• #97


B
Hast du deine Bekannte gefragt, warum sie jetzt ausgerechnet nach ihm fragt?

Und habe ich das mit WhatsApp richtig verstanden, dass du gesehen hast, dass er online war, oder hat er dir geschrieben?

• #98


aequum
Zitat von Mömchen:
Wie viele Leute haben eigentlich diesen dummen rosa Elefanten bemerkt?

Einige und die haben das dann weiter verbreitet. Bei uns im Konzern weiß die Belegschaft immer über solche Techtelmechtel bescheid. Verstehe auch nicht, wie man so naiv sein kann, zu glauben, dass es niemand mitbekommt.

Mann kennt die Kollegen/innen, besonders die mit denen man enger zusammen arbeitet und ja natürlich bemerkt man jede Veränderung.

• x 4 #99


M
@aequum
Sorry … aber „getratscht“ wird (absolut unberechtigt) schon gut eineinhalb Jahre … da war der rosa Elefant nicht mal eine kleine violette Maus!

Und glaub mir … wir waren „diskret“ …. meist …

• #100


aequum
@Mömchen
Getrascht wird immer und überall. Es gibt halt Menschen für die es deren Lebensinhalt zu sein scheint und es gibt andere, die halt Menschen lesen können (Verhalten, Mimik, bzw. Körpersprache, usw.).

Natürlich gibt es auch Menschen denen der Tratsch egal ist, es ihnen aber dennoch zugetragen wird.
Zitat von Mömchen:
Und glaub mir … wir waren „diskret“ …. meist …

Dennoch bekommen es andere Menschen mit und schon entwckelt sich eine rasante Eigendynamik in Form von Klatsch und Tratsch... 🤷‍♂

• x 2 #101


M
@aequum
Ja, klar … aber Klatsch von Leuten , die uns nicht einmal zusammen „erlebt“ haben, kann ich nicht ernst nehmen.
Und die Videoaufnahmen werden kaum einfach so kontrolliert …
Bei den Kollegen, die uns kennen … ja mei … da mag dem jeweiligen tgl. Kollegen „etwas aufgefallen“ sein …
Aber sorry … so interessant sind wir als Individuen oder Kollegen auch nicht …

Und nächste Woche treiben sie eine andere Sau durchs Dorf (hoffentlich).

• #102


A


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