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Ich muss den Schritt endlich gehen nach 18 Jahren

silk1974

silk1974
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Hallo liebe Forummitglieder, ich möchte mir einach meine Ängste/Sorgen runterschreiben. Aktuell herrscht ein absolutes Gedankenkarussell, absolutes Chaos. Ich lebe in einer Beziehung die seit jahren ejer einer WG gleicht. Wir haben einen Pflegesohn, der inzwischen 14 ist, ich bin auch Vormund und er wird bei mir bleiben. Mit meinem. Lebensgefährte. bin ich seit 2008 zusammen. 'Wir haben viel miteinander erlebt Höhen und Tiefen. Sind sehr verschiedne auch was die Kindererziehung angeht. Vor ca.6 Jahren war es fast soweit, dass wiri uns getrennt haben, er ist dann allerdings für 3 jahren ins #ausland gegangen und ich hatte wieder Schonfrist. Die Erziehu g habe ich weitesthende alleine gewuppt. habe ihm auch ermöglicht lange im Ausland zu bleiben und ihm den Rücken gestärkt. Klar er hat uns vieles ermöglich. jeht ist die Luft raus, wir reden quasi garnicht mehr miteinander leben aneinander vorbei. Da ich unter enormen Verlustängsten leide habe ich mich bisher nie überwinden können, die Trennung durchzuziehen. zum ersten mal verspüre ich jetztStärke dass ich es schaffen kann. Ich habe mir vorgenommen, im nächsgen Jahr direkt nach Weihnachte Nägel mit Köpfen zu machen. Ich habe ihm auch kürlich mitgeteilt dass es so nicht weiterhgeht. Von ihm kommt aber nicht viel er lässt es mehr oder weniger schleifen. Wir haben eine Haus umd dort weiterhin leben zu können muss ich ihn ausbezahlen er möchte wohl nicht dort bleiben, weil er nicht aus dem Ort kommt wird wohl cal 40-70 km weit wegziehen. Wir wohnen auf dem Dorf ich freue ich jetzt schon auf das Getuschel, aber da muss ich wohl durch.Ich werde mit meinem Sohn in meine Eigentumswohnung ziehen und muss wohl auf Eigenbedarf kündingen, so leid es mir tut. Ich habe imer wieder Ausreden gehabt,dann kam ein Urlaub nach dem anderen und ich habe wieder meine Gedanken zur Seite geschoben. dann lief es etwas besser .
hat jemand tipps für mich? ich bin 52 aber noch ziemlich fit und sportlich bin jetzt nicht auf eine beziehung aus aber tief in meinem Innern wünshe ich mir Nähe, Zärtlichkeit und dass mich jemand wahrnimmt. Es ist zum Verweifeln. ich wäre so dankbar, wen wir einfach als Familie zusammenbleiben und glücklich sind,aber das ist nicht möglich ich muss endlich für uns 3 einen Schlussstrich ziehen wir sind alle unglücklich. mein sohn meinte kürzlich mama es ist ok wenn ihr euch trennt. ich muss es auch für meinen sohn durchziehen aber trotzdem ist da die Angst (auch materiell)was alles auf mich zukommt.
danke, dass ich meine Gedanken loswerden konnte. auch in jungen jahren batte ich schon immer Beziehungen die mich viel Energie gekostet haben. ich steh mir oft selbst im
Weg. Vielleicht gibt es hier Leute, denen es ähnlich geht und die schon die Trennung durchgezogen haben?würde mich freuen von euch zu lesen. Herzliche Grüße

• x 2 #1


Ouabain
Hallo @silk1974 ,

willkommen im Forum. Tut mir leid, dass Deine Ehe sich so schlecht entwickelt hat.

Zitat von silk1974:
ich muss endlich für uns 3 einen Schlussstrich ziehen wir sind alle unglücklich. mein sohn meinte kürzlich mama es ist ok wenn ihr euch trennt

Wenn schon Dein Sohn Dich drauf anspricht, ist es höchste Zeit

Alles in allem klingst Du sehr klar, was Deine Zukunftspläne anbelangt. (Kind, Wohnung, Haus). Vielleicht läuft Eure Trennung ja glimpflich ab, wenn er so wenig Interesse bekundet. Kann man aber nicht wissen, ob es so bleibt.

Da es Dir so megaschwer fällt, in die Umsetzung zu gehen - wie wäre es, wenn Du als ersten kleinen Schritt einen Termin mit einem Anwalt machst ? Du könntest ihn bitten, Deine Unterlagen zu prüfen und hast dann finanziell einen klareren Blick.

So ein Termin verpflichtet Dich ja noch nicht zu weiteren Schritten. Hilft Dir aber, in die Gänge zu kommen und Dein Anliegen für Dich selbst greifbarer zu machen

• x 3 #2


A


Ich muss den Schritt endlich gehen nach 18 Jahren

x 3


Arnika
Schau, wenn man wie bei euch ohnehin nicht mehr von Liebe sprechen kann, ist eine Trennung nur ein logistischer Aufwand. Das kriegt man als gestandene Frau ja wohl hin.

Nimm endlich dein Leben in die Hand. Du bist noch jung genug, um nochmal aus dem Vollen zu schöpfen. Also gehs endlich an! So verpfuscht ihr ja nur euer aller Leben. Und weshalb? Wegen ein bisschen Bürokratie und Logistik? Zahlt sich das aus? Sicher nicht!

• x 1 #3


silk1974
Ich danke euch für eure ehrlichen Antworten. Da ich aufgrund von Problemen in meiner Kindheit unter extremen Verlustängsten leide ist es für mich nicht einfach zu sagen ich trenne mich. Daher bin ich jetzt schon ein ganzes Stück weiter und ich mache es auch für meinen Partner, er ist ja ebenfalls sehr unglücklich. Spontan habe ich einen Termin nächste Woche bei eine Psychotherapeutin bekommen, ich denke das ist ein erster Schritt.

• #4


Arnika
Zitat von silk1974:
ich bin 52 aber noch ziemlich fit und sportlich

Allein das irritiert mich schon. Du bist jünger als Heidi Klum! Also red dir nicht ein, du wärst eh noch halbwegs rüstig (so kommts bei mir zumindest rüber) - du bist am Höhepunkt deiner Kraft und mitten im Leben. Das Beste liegt noch vor dir, und zwar für viele Jahrzehnte - wenn du das Schlechte endlich loslässt!

Also geh es endlich an! Das kannst du! Ist gar nicht so schwer für eine gestandene Frau wie dich! Und offensichtlich das Beste für alle Beteiligten.

Und Verlustangst ist Kontrollsucht, nix anderes. Meist mit masochistischer Ausprägung. Denk mal darüber nach.

• x 1 #5


DieSeherin
Zitat von silk1974:
Spontan habe ich einen Termin nächste Woche bei eine Psychotherapeutin bekommen, ich denke das ist ein erster Schritt.


vielleicht kannst du ja auch einfach mal einen beratungstermin bei einem fachanwalt für familienrecht machen. ganz unverbindlich mal zusammentragen, was es alles zu bedenken gibt.

eine trennung macht doch meist angst, weil man im ungewissen hängt und diese angst wird kleiner, wenn man weiß, welche möglichkeiten es konkret gibt.

und wenn es um verlustangst geht: was genau würdest du verlieren? mach dir mal eine liste, was du verlieren würdest und was du vielleicht gewinnen könntest.

• x 2 #6


Heffalump
Zitat von silk1974:
Da ich aufgrund von Problemen in meiner Kindheit unter extremen Verlustängsten leide

wäre es schon längst deine Pflicht gewesen, das mit professioneller Hilfe aufzudröseln. Du hast nur dieses eine Leben, nutze es weise

• x 2 #7


M
Zitat von Arnika:
Und Verlustangst ist Kontrollsucht, nix anderes. Meist mit masochistischer Ausprägung

Die Urprünge kennst du, sie liegen in der Kindheit. Da werden oft solche Muster wie Verlustangst, das nicht-Gehen-können und Kontrollsucht angelegt.
Wenn du eh einen Termin bei einer PT hast, sprich das an. Das muss aufgearbeitet werden, denn lies dir mal deinen Post nochmals durch. Du fühlst dich klein, unbedeutend, mutlos und deprimiert. Aber allmählich kommt eine andere Frau zum Vorschein, eine, die begreift, eine, die was will und nicht mehr im Status quo verharren will.

Du kannst das alles ebenso gut bewältigen wie viele andere Frauen, die erst ganz verzweifelt und ängstlich waren und dann ihr Leben in bewundernswerter Weise eingerichtet haben. Darin sind Frauen nämlich sehr gut, sie können von vorne anfangen und letztendlich Gewinn daraus ziehen.Im Forum findest du haufenweise solche Stories. Manchmal schläft ein Thread ein und dann kommt auf einmal ein Lebenszeichen von der TE, die dann fröhlich mitteilt dass es ihr prächtig geht und sie die neue Lebensphase gut bewältigt hat.
Also, warum sollte es bei dir anders sein?

Noch ein Wort zu deinen Verlustängsten. Sie verführen dazu sich manches schön zu reden (so schlimm ist es auch wieder nicht ...), keine selbstständigen Entscheidungen treffen zu können und sie verleiten dich zu warten. Lieber noch warten, noch länger in einer unguten Beziehung verharren, denn nichts ist schlimmer als eine Trennung, ein Abschied. Du hast das als Kind erleben müssen und das hat sich in dir festgesetzt und das lebst du im Erwachsenenleben nach.

Das ist bei allen Menschen so, die Kindheit ist eine prägende Phase, die unser Verhalten und Denken maßgeblich steuert, auch als Erwachsene. Aber du bist jetzt groß geworden, erwachsen, hast einen Sohn und du hast Vorstellungen von der Zukunft und du musst dich doch nicht ewig von diesen tief sitzenden Ängsten blockieren lassen.
Sie verhindern vieles, machen einen kleingläubig und auch mutlos. Ja, ich bin 50, oh Gott, eigentlich schon zu alt, aber eigentlich bin ich doch noch recht fit und noch keine alte Frau.
Du darfst gehen und du wirst merken, es wird leichter wenn du den ersten Schritt für mehr Selbstständigkeit getan hast.
Ein Anfang ist gemacht, aber natürlich reicht das noch nicht.

PT und Anwwalt, damit du finanziell klarer siehst, solltest du bald angehen. Das gibt Sicherheit wenn man weiß was auf einen zukommt. Und dann sprich mit deinem Partner und sage dass du nun endlich gehen willst. Warum bist Weihnachten warten? Noch ein verlogenes gemeinsames Weihnachten und Silvester und dann musst du im nächsten Jahr ins kalte Wasser springen wovor du Angst hast. Warum so zögerlich, die Trennungsphase, bis vieles geregelt ist, ist ohnehin langwierig?

Du schiebst es schon wieder hinaus, wartest bis nach Weihnachten, was auch mit deinen Verlustängsten zusammen hängt. Du gibst dir damit eine Schonfrist und schiebst es vor dir her. Und die Gefahr ist groß dass du es dann wieder nicht schaffst und dort hängen bleibst, wo du jetzt bist.

Es wird halb so schlimm werden wie du es dir jetzt vorstellst, vor allem weil die Wohnungssituation klar ist. Was für ein riesiger Vorteil für dich, dass du weißt, wohin du ziehen wirst! Das ist viel wert. Das Schlimmste ist es, den ersten Schritt zu gehen und es dem Partner zu sagen. Das ist schlimmer als alles andere.
Es wird alles gut, wirst schon sehen, aber anpacken musst du es selbst.

Nicht verzagt sein, sondern sage dir, es ist an der Zeit für eine Lebensänderung und ich ziehe nicht wieder den Schw anz ein damit dui nicht ins Handeln kommen musst.

Du bist Anfang 50, das ist eine gute Zeit um dem Leben eine Wendung zu geben. Und Rückendeckung durch den Sohn hast du obendrein, auch das ist sehr viel wert..

• #8


Stella31
Zitat von silk1974:
auch in jungen jahren batte ich schon immer Beziehungen die mich viel Energie gekostet haben. ich steh mir oft selbst im
Weg

Da liegt der Kern!
Bearbeite diese Baustelle, dann wirst du auch alleine zufrieden leben.


Zitat von silk1974:
Spontan habe ich einen Termin nächste Woche bei eine Psychotherapeutin bekommen, ich denke das ist ein erster Schritt.

Gute Idee!


Zitat von silk1974:
Ich habe mir vorgenommen, im nächsgen Jahr direkt nach Weihnachte Nägel mit Köpfen zu machen.

Warum warten?
Um noch schön zusammen Weihnachten zu feiern?
Macht ja wohl gar keinen Sinn!

• x 1 #9


Gorch_Fock
Hi, Deine Pläne solltest Du eher anders aufziehen. Eine Trennung zur emotional kritischen Weihnachtszeit ist nicht so clever. Die typischen Dramen aus den Nachrichten sind Dir sicher bekannt. Auch eine Eigenbedarfskündigung kriegst Du niemals in 2 Monaten durch. Bei dem angespannten Wohnungsmarkt schon gar nicht.

Warum mietest nicht selber an? Ein Rückzugsort nach Trennung ist das wichtigste überhaupt.

Also vernünftige 3-Zimmer suchen und dann ab dem neuen Jahr (wenn auch wieder alle Firmen besetzt sind) eine Trennung aussprechen. Umzug und Umzugshelfer wirst Du auch brauchen.

So ein Umzug kostet mit Kaution und Renovierung schnell über 10 k Euro. Das Geld sollte zur Vetfügung stehen, bevor Du loslegst.

• x 2 #10


Liv225
Hallo liebe @silk1974,
ich schließe mich den anderen an.
Geh die Trennung an.
Anfang 50 ist ein Alter, da liegt noch viel Zeit vor Dir, Dein Sohn ist nicht mehr so klein.
Und ohne Liebe? Ehrlich, da lebt es sich allein besser.
Geh den ersten Schritt. Der ist der schwerste. Wenn Du den geschafft hast, dann gehst Du weiter.
Du schaffst das.
Haben wir alle hier auf irgendeine Weise.

• x 2 #11


silk1974
@Ouabain wir sind übrigens nicht verheiratet. vielleicht bleibt mir zumindest etwas erspart. Lachendes Gesicht

• x 1 #12


silk1974

Ouabain
Zitat von silk1974:
@Ouabain wir sind übrigens nicht verheiratet. vielleicht bleibt mir zumindest etwas erspart. :
Oh. Das erleichtert die Dinge in der Tat.
Zitat von silk1974:
Wir sind ja im übrigen schon lange getrennt, nur eben nicht räumlich.

Und das hier natürlich auch

Wieso zieht denn dann nicht er aus?

• x 1 #14


silk1974
@Margerite liebe Margerite, ich danke dir sehr für deine lieben ehrlichen Worte, das hilft ungemein. finanziell habe ich vorgesorgt, wir sind auch nicht verheiratet, haben sowieso getrennte Konten. bin auch ansich ein sehr selbstständiger mensch. ich denek auch, dass ich eine Therapie schon längst anfan gen sollen, aber es ist nicht einfach einen zeitnah zu ergattern. Hatte es immer mal wieder versucht. bin gespannt auf das gespräch. meine mutter ist in meinem alter verstorben da war ich gerade 29 wir wollten noch so vieles aufarbeiten, leider hat das nicht mehr geklappt.

• x 2 #15


A


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