Zitat von Stella31: Ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, aber das ist ein Hauptgrund, der mich bis heute verfolgt:
dass, obwohl ich so viele Zweifel an meinem Ex hatte und mir auch mehrfach gedacht habe, so langsam reicht's, ich gehe, trotzdem geblieben bin und letztendlich er mich verlassen hat.
Das macht mich richtig wütend, weil ich ihm die Macht überlassen habe, anstatt auf mich und mein Bauchgefühl zu hören.
Ja, das kenne ich leider auch so. Und ich denke manchmal auch, dass da verletzter Stolz mit dabei ist. Das der andere den Mut hatte zu gehen, wo man selbst auch schon gezweifelt hat und nicht sicher war.
Und plötzlich wird einem die Entscheidung abgenommen. Und vielleicht hat der Partner das unterschwellig auch mitbekommen und musste deshalb auch gehen.
Zitat von sonntag_morgen: Macht es vielleicht mehr Sinn, da mal hinzuschauen?
Und vielleicht zu beleuchten, wie die Angst in Entscheidungen hinein grätscht?
Das macht es auf jeden Fall. Ich nehme das mit in die nächste Stunde! Danke!
Aber bis dahin, wie handelt ihr denn, wenn ihr merkt, das da Angst mit im Spiel ist und gebt ihr manchmal nach? Ich bin halt auch schon ein Mensch, der sehr auf Sicherheit aus ist.
Zitat von sonntag_morgen: Du kannst nur zukünftig anders handeln.
Bspw im Job oder bei der F+, der ja auch Bedingungen stellte (bspw keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit usw, ich weiß nicht mehr alles. Vorher sagtest du, so loose Geschichten sind nicht deins nachdem du den Typen mit der offenen Beziehung abgeschossen hast weli du mehr Verbindlichkeit wolltest. Aber jetzt läßt du dich wieder auf eine lose Geschichte ohne Verbindlichkeiten ein, die dir sicherlich auch etwas gibt, aber eigentlich dem widerspricht was du vorher für dich definiert hattest. Dies nur als Beispiel)
Ja nun...puh! In meinem Kopf ist da die Vorstellung von Partner, man wählt sich gegenseitig und ist happy. Fertig. Meine aktuelle Situation lässt das mal so gar nicht zu. Und ich bin da selbst gerade so hin und hergerissen. Ein bisschen fomo und alleinsein vielleicht. Und da was Festes bei mir gerade so gar nicht passt, aber langfristig natürlich schon gewünscht ist, wäre was Lockeres natürlich schön. Aber eigentlich suche ich diese Verbundenheit, die natürlich bei einer lockeren Geschichte eher nicht im Vordergrund steht.
Die F+ ist gerade ziemlich schön. Ihr sagtet ja, ich soll nicht nur auf Worte, sondern auch auf Taten achten. Und ehrlich gesagt, sind seine Taten anderes und zugewandter als seine Worte am Anfang. Ich gab ihm Raum von sich aus auf mich zuzukommen. Und jetzt kommt er von selbst immer näher. Plötzlich gehen Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit, er möchte von selbst mehr Zeit verbringen, dehnt die Treffen aus (fragt vorher natürlich). Letztens Wochenende habe ich einen seiner Freunde kennengelernt. Und jetzt kommt das ABER. Es sind seine Bedingungen. Ich hab mich schon dabei erwischt, wie ich dachte ich trau mich kaum zu sagen, was ich will (Nähe betreffend), weil er sonst vielleicht auf Distanz geht. Ich hab ihm das auch so ähnlich gesagt. Und er meinte ich soll bitte so sein wie ich bin und nicht meine Gefühle oder Bedürfnisse runterschlucken. Aber diesmal hab ich mich selbst gut im Blick und geb nicht gleich mein ganzes Herz da rein.
Zitat von sonntag_morgen: Wie Nine immer sagt: er hat nun Kinder und seine Freiheit für Musik, Stammtisch, Klettern usw. Genau das, was er wollte.
Ich habe ihn gestern gefragt was er sich so ganz allgemein wünscht im Leben. Er hat lange überlegt und wusste es nicht. Er spürt viel Einsamkeit und Angst und kann sich nicht entscheiden. Er hat bekommen von dem er dachte, dass er sich das wünscht. Was er auch immer sagte. Aber scheinbar lässt ihm das ebenfalls einsam und leer zurück.
Wir haben kurz vor der Hochzeit ein Spiel mit Freunden gespielt. Eine Frage wurde über den anderen gestellt und der andere musste es beantworten. Z.B. Welche Süßigkeit isst Nine am liebsten. Genau, Milchschnitte. Punkt an VdK.
Er konnte 9 von 10 Fragen zu mir richtig beantworten. Ich 2 von 10. Ich hab mich damals so geschämt, weil ich dachte ich würde mich nicht genug für ihn interessieren. Ein paar Jahre später ist mir aufgefallen, das ich die Fragen mit den Fakten beantwortet habe, die veraltet waren. Er lebt in Phasen. Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, Hobbys, Musikrichtung. Einfach alles ist ständig im Wandel. Und man kann nicht immer mit allen Phasen aktuell sein. Das machte es mir fast unmöglich bei dem Spiel zu gewinnen.
Ganz sicher könnte ich nun bei dem Spiel sagen, dass er inkonsistent ist.