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Luna-Carlina
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Hallo an alle Leidensgenossen, die mich wenigstens verstehen. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Und glaubt Ihr auch, dass mein Ex-Freund ein Narzisst sein könnte?
Mein wesentlich älterer Freund hat mich vor einer Woche nach einer etwa zweijährigen Beziehung verlassen. Ich hatte ihn wegen des Umschulungsstresses und weil ich mal sehen wollte, ob er mich vermisst, vier Tage lang nicht kontaktiert; von seiner Seite kam aber auch nichts. Da stand er Freitag Abend vor meiner Haustür und klingelte ohne Vorankündigung, obwohl er wusste, dass mir meine Wohnung nicht einladungsfreundlich genug erscheint, um irgendjemanden reinzulassen. Er hat diese also nie betreten dürfen. Unter anderem auch deshalb, weil noch bis vor kurzem mein Nochehemann in dem einen Zimmer wohnte und ich diesen nicht rausbekam. Ich schaute also zirka zwei Minuten nach dem Klingeln aus dem Fenster: niemand da. Auf meinem Handy sah ich dann den Anruf meines Freundes. Ein Rückruf brachte lediglich den Kommentar "Gibt's Dich auch noch?", bevor er wieder auflegte. Rückrufe wurden unterdrückt. Eine halbe Stunde später eine Mail mit dem Betreff "Ende". Ich solle den nächsten Tag meine restlichen Sachen aus seiner Wohnung abholen und ihm seine Schlüssel aushändigen, ohne diese für den Eintritt in seine Wohnung benutzen zu dürfen. Bei der Rückgabe der Schlüssel sagte er völlig emotionslos Danke. Keine Spur von Trauer oder Wut. Und natürlich auch keine Erklärungen, warum er Schluss gemacht hat. Einzig musste er noch erwähnen, dass er in Begleitung gewesen sei, mit wem, wollte er mir aber auch nicht sagen. Nun frage ich mich gelegentlich, ob er wieder mit seiner Ex anbändelt, die ihn zwei Wochen vorher mit ihren Kindern besucht hat und wohl wieder Single ist. Ich fände das richtig schäbig von ihm. Er hat mir seit dem letzten Jahr immer wieder unterstellt, ich könnte noch was mit meinem Nochehemann haben, obwohl ich mit diesem bereits vor der Beziehung mit meinem Freund lange nicht mehr intim geworden war. Eigenartig ist auch, dass jetzt, wo er wusste, dass ich endlich die Scheidung eingereicht habe und mein Nochehemann aus der Wohnung endlich ausgezogen ist, die Trennung kam.
Er hat mich nicht gut behandelt, nur an mir rumkritisiert: ich sei zu unsportlich, zu unsicher, zu wenig selbstbewusst, zu negativ, zu dümmlich, zu unwissend... . Sprüche wie "Wie kann man nur so dummes Zeug reden?" und "Du hat keine Pickel, das sind Pestbeulen." waren normal. Ich hab's irgendwann an mir abperlen lassen. Außerdem nahm ich immer stärker seine Unsicherheit im Umgang mit seinen Bekannten wahr. Da war so ein leichtes Zittern in seinen Händen, wenn er sich selbst wieder mal als der brilliante Mensch darstellen musste. Ich hatte anfangs wirklich das Gefühl gehabt, dass er mich liebt, auch wenn er mir nie gesagt hat, dass er mich liebt. Das höchste der Gefühle war ein "Ich glaube, ich liebe Dich.". Küsse habe ich auch kaum bekommen, die letzten Monate garnicht mehr. Der letzte war ein kurzer Lippenkuss im Herbst, zu meinem Geburtstag. Anfassen durfte ich ihn auch nicht mehr ("Lass das!"). Dass er Probleme mit seinem Verdauungstrakt, Haarausfall, Bluthochdruck und Depressionen bekam, war natürlich ich dran Schuld. Er hat auch oft behauptet, dass ich ihn angelogen hätte, indem ich ihm gesagt hätte, die Scheidung eingereicht zu haben, oder dass mein Mann bereits ausgezogen sei. Warum hätte ich sowas erzählen sollen, wenn dem nicht so ist. Ich denke, er hat das aber ernsthaft geglaubt, um mir immer weniger Vertrauen entgegenzubringen. Ich bin traurig darüber, weil ich ein grundehrlicher Mensch bin; ich habe noch nicht einmal in der Schule bei Klausuren gespickt. Und mit meinem Freund habe ich auch erst etwas angefangen, nachdem ich mich meinem Nochehemann mitgeteilt hatte. Selbst das kam mir schon schäbig vor. Aber ich habe meinen Nochehemann im Laufe der Jahre immer mehr wie ein Kind als wie einen Mann wahrgenommen.
Aus dem Bekanntenkreis meines Freundes kamen öfters Bemerkungen, dass mein Freund beziehungsunfähig sei, ich zu sensibel für ihn sei und ich Schluss machen sollte, weil er mich schlechter als einen Hund behandelt. Trotzdem bin ich nicht von ihm losgekommen und die romantische Zuneigung für ihn ist bei mir immer noch präsent. Von mir wäre nie eine Trennung ausgegangen.
So sitze ich den einen Tag traurig alleine zuhause rum und hoffe, dass er keine Neue hat und eines Tages erkennt, was er an mir verloren hat; anderntags denke ich, ich sollte froh sein, dass ich ihn los bin, weil er mich nur runtergemacht hat und es sich eventuell um einen Narzissten gehandelt hat. In der Summe aber will mein Herz es nicht wahrhaben.
Mein wesentlich älterer Freund hat mich vor einer Woche nach einer etwa zweijährigen Beziehung verlassen. Ich hatte ihn wegen des Umschulungsstresses und weil ich mal sehen wollte, ob er mich vermisst, vier Tage lang nicht kontaktiert; von seiner Seite kam aber auch nichts. Da stand er Freitag Abend vor meiner Haustür und klingelte ohne Vorankündigung, obwohl er wusste, dass mir meine Wohnung nicht einladungsfreundlich genug erscheint, um irgendjemanden reinzulassen. Er hat diese also nie betreten dürfen. Unter anderem auch deshalb, weil noch bis vor kurzem mein Nochehemann in dem einen Zimmer wohnte und ich diesen nicht rausbekam. Ich schaute also zirka zwei Minuten nach dem Klingeln aus dem Fenster: niemand da. Auf meinem Handy sah ich dann den Anruf meines Freundes. Ein Rückruf brachte lediglich den Kommentar "Gibt's Dich auch noch?", bevor er wieder auflegte. Rückrufe wurden unterdrückt. Eine halbe Stunde später eine Mail mit dem Betreff "Ende". Ich solle den nächsten Tag meine restlichen Sachen aus seiner Wohnung abholen und ihm seine Schlüssel aushändigen, ohne diese für den Eintritt in seine Wohnung benutzen zu dürfen. Bei der Rückgabe der Schlüssel sagte er völlig emotionslos Danke. Keine Spur von Trauer oder Wut. Und natürlich auch keine Erklärungen, warum er Schluss gemacht hat. Einzig musste er noch erwähnen, dass er in Begleitung gewesen sei, mit wem, wollte er mir aber auch nicht sagen. Nun frage ich mich gelegentlich, ob er wieder mit seiner Ex anbändelt, die ihn zwei Wochen vorher mit ihren Kindern besucht hat und wohl wieder Single ist. Ich fände das richtig schäbig von ihm. Er hat mir seit dem letzten Jahr immer wieder unterstellt, ich könnte noch was mit meinem Nochehemann haben, obwohl ich mit diesem bereits vor der Beziehung mit meinem Freund lange nicht mehr intim geworden war. Eigenartig ist auch, dass jetzt, wo er wusste, dass ich endlich die Scheidung eingereicht habe und mein Nochehemann aus der Wohnung endlich ausgezogen ist, die Trennung kam.
Er hat mich nicht gut behandelt, nur an mir rumkritisiert: ich sei zu unsportlich, zu unsicher, zu wenig selbstbewusst, zu negativ, zu dümmlich, zu unwissend... . Sprüche wie "Wie kann man nur so dummes Zeug reden?" und "Du hat keine Pickel, das sind Pestbeulen." waren normal. Ich hab's irgendwann an mir abperlen lassen. Außerdem nahm ich immer stärker seine Unsicherheit im Umgang mit seinen Bekannten wahr. Da war so ein leichtes Zittern in seinen Händen, wenn er sich selbst wieder mal als der brilliante Mensch darstellen musste. Ich hatte anfangs wirklich das Gefühl gehabt, dass er mich liebt, auch wenn er mir nie gesagt hat, dass er mich liebt. Das höchste der Gefühle war ein "Ich glaube, ich liebe Dich.". Küsse habe ich auch kaum bekommen, die letzten Monate garnicht mehr. Der letzte war ein kurzer Lippenkuss im Herbst, zu meinem Geburtstag. Anfassen durfte ich ihn auch nicht mehr ("Lass das!"). Dass er Probleme mit seinem Verdauungstrakt, Haarausfall, Bluthochdruck und Depressionen bekam, war natürlich ich dran Schuld. Er hat auch oft behauptet, dass ich ihn angelogen hätte, indem ich ihm gesagt hätte, die Scheidung eingereicht zu haben, oder dass mein Mann bereits ausgezogen sei. Warum hätte ich sowas erzählen sollen, wenn dem nicht so ist. Ich denke, er hat das aber ernsthaft geglaubt, um mir immer weniger Vertrauen entgegenzubringen. Ich bin traurig darüber, weil ich ein grundehrlicher Mensch bin; ich habe noch nicht einmal in der Schule bei Klausuren gespickt. Und mit meinem Freund habe ich auch erst etwas angefangen, nachdem ich mich meinem Nochehemann mitgeteilt hatte. Selbst das kam mir schon schäbig vor. Aber ich habe meinen Nochehemann im Laufe der Jahre immer mehr wie ein Kind als wie einen Mann wahrgenommen.
Aus dem Bekanntenkreis meines Freundes kamen öfters Bemerkungen, dass mein Freund beziehungsunfähig sei, ich zu sensibel für ihn sei und ich Schluss machen sollte, weil er mich schlechter als einen Hund behandelt. Trotzdem bin ich nicht von ihm losgekommen und die romantische Zuneigung für ihn ist bei mir immer noch präsent. Von mir wäre nie eine Trennung ausgegangen.
So sitze ich den einen Tag traurig alleine zuhause rum und hoffe, dass er keine Neue hat und eines Tages erkennt, was er an mir verloren hat; anderntags denke ich, ich sollte froh sein, dass ich ihn los bin, weil er mich nur runtergemacht hat und es sich eventuell um einen Narzissten gehandelt hat. In der Summe aber will mein Herz es nicht wahrhaben.


