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Sincerite
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Zitat von Nico6882:Nun meine Frage an Euch, kann es möglich sein, dass Ihre Entscheidung nur eine Kurzschlussreaktion gewesen ist (Gefühle für mich wären vorhanden)?
Das kann nur sie dir beantworten. Ob ihre Gefühle nicht reichen oder ob ihr im Augenblick alles zu viel war und es eine Kurzschlussreaktion war.
Sie ist Volltags in der Pflege tätig, d.h. vermutlich Wechselschicht und auch Dienst an Wochenenden und Feiertagen. Auf die freien Tage kann man sich nicht verlassen, weil man für kranke Kollegen einspringen muss. Weil dieser Beruf Volltags zu anstrengend ist, arbeiten viele Teilzeit. Dazu hat sie noch einen Nebenjob, vermutlich 12 Stunden in der Woche. Zu Hause sind vier Kinder. Schon alleine nur für vier Kinder einzukaufen dauert Stunden mit anschließendem einräumen. Dann Kochen, waschen, putzen, Schule und jetzt dazu der Pubertätsblödsinn. Man braucht auch mal Netto-Zeit für sich selbst, wo man sich fallen lassen , runter kommen und zu sich selbst kommen kann. Da verarbeitet das Gehirn auch noch alles, was so vorgefallen ist. Zeit, um sich einfach mal etwas Gutes zu tun, ist da noch nicht enthalten. Ich wüsste jetzt auch nicht, wo da Zeit für einen Partner sein könnte. In der Zeit mit einem Partner möchte man sich auf diesen konzentrieren, ihn wahrnehmen, zuhören, versuchen ihn zu verstehen. D.h. da wäre die Konzentration auch nicht bei einem selbst.
Einfach nur zu sagen, ich bin für dich da, reicht nicht. So wie ich sie einschätze, würde sie dich nicht um Hilfe bitten. Sie hat eher Angst, dass du zu kurz kommst (wenn es stimmt, was sie sagt. Aber das könnte schon so sein, sie arbeitet in einem Helferberuf) Nur Taten zählen. Was hältst du von der Idee, ihr die Wocheneinkäufe abzunehmen mit ihrem Einkaufszettel. Ist nur ein Beispiel. Du hast jetzt vermutlich auch einen Nebenjob. Vielleicht kannst du ihr trotzdem irgendwie etwas >Zeit freischaufeln.