Ambivalente Gefühlswelt

Alligator

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Meine Entscheidung zur Trennung habe ich vor mehr als 8 Monaten getroffen, nachdem ich von einer Beziehung erfuhr, die zwei Jahre lief. Die Trennung lief so nach dem Motto "Ich brauch jetzt erst mal Abstand" und "Gib mir Zeit. Kann ja wieder werden." Nix wird. Ein innere Stimme sagt mir, daß meine Entscheidung richtig war. Trotzdem gibt es Momente in denen ich am liebsten sagen würde "Schwamm drüber. Lass es uns noch mal probieren." Beim geringsten Anlass verflüchtigt sich dieses Gefühl aber wieder. Das Problem ist, daß ich öfter meiner Frau diese Gefühle gezeigt habe. Damit mache ich ihr Hoffnung, die ich dann doch nicht erfüllten kann. Ein Teufelskreis. Wie komm ich da raus? Die Ambivalenz der Gefühle sorgt bei mir für Dauerschuldgefühle.
LG Alligator

25.06.2003 14:05 • #1


Ehemaliger User


Hallo Alligator,

Schuldgefühle brauchst du gar nicht, du wurdest mit einer unangenehmen Situation konfrontiert und jetzt kommst nach Möglichkeiten damit klar. Dass die Gefühle ambivalent und kurzlebig sind, sollte dich nicht wundern, es gibt doch in jeder Sache sowohl Gutes als auch Schlechtes. Ich habe mal gelesen, dass in jedem von uns mehrere verschiedene Personen stecken, die verschieden sind. Die wechseln sich untereinander ständig an Ruder und dadurch entstehen oft die sogar entgegengesetzte Haltungen. Das würde auch erklären, warum es einem so schwerfällt, sich das Rauchen abzugewöhnen - weil ein anderer den Entschluß einhalten müsste, der es keineswegs einsieht...

Sicherlich ist die Tatsache, dass du mit ihr so rumspringst etwas problematisch, weil deine Handlungen Gefühle in ihr auslösen. Aber verantwortlich bist du dafür nicht. Vielleicht könntest du versuchen, dir selbt eine Zeitlimit zu setzen, um es herauszufinden, ob du es nochmals probieren möchtest und bis dahin ihr nicht jede Gemütslage mitteilen. Viel Glück wünsche ich dir.

26.06.2003 14:39 • #2




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