A49
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Habe mich innerhalb eines Jahres durch dieses und viele ähnliche Foren gelesen,aber nie mal mein eigenes Thema aufgemacht.
Euer Forum gefällt mir sehr gut weil kompetente Leute hier schreiben, und meine Geschichte fängt langsam an mich zu erwürgen. Ich brauche deshalb dringend Rat!
Ich führe mit meiner Freundin (sie um die 40,ich um die 50 Jahre) seit ca 15 Jahren eine Wochenendbeziehung.
In diesen Jahren ist mir aufgefallen das sie eigentlich nie in letzter Konsequenz zu mir steht, mich praktisch irgendwie in ihr Leben integriert hat, aber hart zu sich selbst, mir und anderen ihr Leben führt.
Ich komme mir so vor als befände ich mich in einer Schublade.
Sie kann sich auch nicht fallenlassen weder psychisch noch physisch.
Wir haben unsere Jahre trotzdem mit viel Aktivitäten (oder vielleicht deshalb) mit viel Aktivitäten verbracht.
Es fiel aber immer auf, wenn mal Ruhe einkehrte oder (es draussen regnete :-[) das sie mit sich und mir nicht soviel anfangen konnte.
Wenn es mal Streit gab,gab ich meistens nach, manches mal auch Sie,aber darüber reden - oder an der Beziehung arbeiten wollte sie nicht.
Bei den wenigen kurzzeitigen und vorübergehenden Trennungen die wir hatten war immer ich derjenige der sich zuerst meldete,auch wenn es ihre Fehler waren die die Trennung verursacht hatten.Ich nahm oft dann alles auf mich indem ich bei mir suchte und ihren Anteil an der Situation entweder kleiner redete oder einfach sagte das ich irgendwie der Verursacher des Problems wäre.
Sie lenkte dann ein,gab aber auch nie irgendwie eine Schuld zu. Sie hat es auch sonst sehr schwer Fehler zuzugeben. Das kann sie eigentlich garnicht! Sie sagte dann allenfalls sie wäre so wie sie ist und damit müsste ich klarkommen.
Das tat mir alles weh,aber ich habe mich einfach mit ihrer Art alles unter den Teppich zu kehren abgefunden.
Oft habe ich gedacht diese Beziehung ist nicht gut für mich und irgendwann wird das alles Folgen haben. Sie gefiel mir aber und ich habe dann auch alles einfach so weiter laufen lassen.
Manchmal dachte ich täglich an Trennung!
Ich konnte aber einfach nicht weg, ich habe bei den kleinenTrennungen gespürt:Ich brauche sie sehr und es geht einfach nicht ohne sie.
Ich habe gemerkt: Ich liebe sie!
Ich bekam aber in der Beziehung immer weniger von ihr, aber ich dachte vielleicht muss sie einfach nur reifer werden und ihre eigenen Probleme würden sich nach und nach abbauen (Kind,eigener Haushalt im Elternhaus) und dann würde sie langsam mehr und mehr zu mir finden.
Ich bin in meiner Jugend durch harte Schulen gegangen,war lange Jahre selbst hart zu mir und anderen ,bin aber am Ende einer langjährigen Beziehung so verletzt worden das ich in zwei Jahren des Leidens gelernt habe Rücksicht zu nehmen, zuzuhören und den Partner zu trösten lieben und zu halten.
Kurz und gut: Ich habe in der vorigen Beziehung wohl durch Unwissenheit und Härte soviel falsch gemacht das ich in der neuen alles richtig machen wollte.
Ich bin meiner Meinung nach zu lieb und nachgiebig geworden, das aber auch nur auf die neue Partnerin und mir nahestehende Menschen bezogen. Ich will damit sagen das insgesamt gesehen aus mir natürlich kein Weichei geworden ist.
Und das hat mir gegenüber auch nie jemand geäussert oder gezeigt.
Fortsetzung folgt: