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Beziehungspause vereinbart, es ist sehr hart

Blindfisch
Zitat von Stella31:
Diese Art von (Macht) Spielchen halte ich für absoluten Schwachsinn!

Du siehst es als Machtspielchen an, mit Ausrufezeichen, wenn er als Mann auf sich selbst schaut, wenn er selbst dafür sorgt, das er der Mensch bleibt, bzw. zu den Mensch wird, der er sein möchte? Wenn er dann schaut, ob sie ein Teil seines Lebens sein möchte? Du hast absolut Recht, wenn er Spielchen betreibt. Wenn er sich "ändert" um sie zu behalten. Wenn er vorgibt, jemand zu sein, der er nicht ist. Und darum "empfehle" ich, nicht auf sie oder den Therapeuten zu hören. Auf sich schauen, sich weiter zu entwickeln und dann am Ende zu schauen, ob sie noch dabei ist, ist in meinen Augen ein guter Weg.


Zitat von Stella31:
In einer wertschätzenden Beziehung sollten solche Strategien völlig unterlassen bleiben.
Was genau soll das erzeugen?

Welche wertschätzte Beziehung? Ist hier nicht gegeben. Und wenn man(n) Strategien braucht, ist eh alles vorbei.

Zitat von Stella31:
Man fängt an zu grübeln, was mit dem Partner los ist, anstatt dass beide miteinander offen reden?

Er redet offen. Er geht zur Therapie. Sie hingegen kann nicht offen darüber reden, das ihre Anziehung nicht mehr da ist.

Zitat von Stella31:
Du liest zuviel Blödsinn!

Hast du ein Argument, kannst du Fakten auf den Tisch legen? Kannst du sagen, der blinde Fisch möchte den TE reinlegen, ihn Schaden?

• x 1 #16


A


Beziehungspause vereinbart, es ist sehr hart

x 3


Stella31
Zitat von Blindfisch:
Und wenn man(n) Strategien braucht, ist eh alles vorbei.

Und deshalb schlägst du ihm solche Strategien vor?


Zitat von Blindfisch:
Du siehst es als Machtspielchen an, mit Ausrufezeichen, wenn er als Mann auf sich selbst schaut, wenn er selbst dafür sorgt, das er der Mensch bleibt, bzw. zu den Mensch wird, der er sein möchte?

Nö, das sollte er schon tun. Aber was du ihm vorgeschlagen hast, ging ja viel weiter. Du hast von Ignoranz gesprochen und das ist ausgemachter Blödsinn.

• #17


Igelfisch
Ich sehe da leider auch nichts Positives. Ja, wenn die Romantik und die Gefühle (vermeintlich) weg sind, können sie auch wieder kommen. ABER die kommen nicht wieder, wenn man nen Monat oder länger überhaupt keinen Kontakt zueinander hat. Wenn man sich Abstand nimmt, sich aber trotzdem noch regelmäßig sieht und etwas miteinander unternimmt kann das alte verborgene Gefühle, die im Alltag vielleicht untergegangen sind, wieder hervorbringen. Aber völliger Kontaktabbruch für mehrere Wochen oder Monate wird das nicht können. Dann gibt es nichts mehr zurück zu holen.

Dass sie direkt völligen Kontaktabbruch will sehe ich daher auch eher als Indiz dafür, dass es da vielleicht schon jemand anderen gibt, mit dem sie es mal probieren will. Je nach dem wie es da läuft, bekommst Du noch eine Chance als Partner oder sie will nur noch die Freundschaft.

• x 1 #18


Arnika
Naja, so negativ sehe ich es nicht: Sehnsucht kann schon viel bewirken. Und Verlustangst ebenso Lachendes Gesicht

Oft weiß man ja selber nicht genau, was man fühlt - bis es nicht mehr da ist. Kennt wohl jeder. Alles Gute!

• #19


Pinselstrich
Zitat von OliverCromwell:
Ein wesentlicher Punkt war für sie das Gefühl, zwischen mir und ihren Töchtern zu stehen. Sie fühlte sich zunehmend zerrissen und hatte das Gefühl, sich ständig entscheiden oder zurücknehmen zu müssen.

Ehrlich gesagt - so ein Gefühl würde mich auch von meiner Partnerschaft wegtreiben. Worauf basiert dieses Gefühl? Was ist der Grund dafür?
Zitat von OliverCromwell:
Dazu kamen mein Rückzug und eigene Verhaltensmuster, die unsere Beziehung zusätzlich belastet haben.

Warum hast du dich zurückgezogen? Und was für Verhaltensmuster meinst du genau?

Ich glaube das wäre ganz interessant, um gute Ratschläge geben zu können, da es vermutlich die Hauptgründe ihrerseits sind.
Zitat von OliverCromwell:
Irgendwann wurde die Leichtigkeit weniger, die körperliche Nähe und Sexualität gingen zurück und ihre romantischen Gefühle für mich wurden immer schwächer.

Wahrscheinlich würde es mir genauso gehen, wie ihr, wenn ich einem Loyalitätskonflikt (Töchter) und der damit verbundenen emotionalen Belastung und dem Druck ausgesetzt wäre. Deswegen wäre es wirklich interessant, wie du das beschreiben würdest, was genau dieses Gefühl in ihr ausgelöst hat. Wenn du erzählen magst.

Meine Anziehung würde jedenfalls auch flöten gehen, wenn ich mich zwischen Tochter & Partner entscheiden müsste oder mich zwischen den Stühlen fühlen würde. Am Ende wäre es immer mein Kind, das bei mir ganz oben steht, wenn ich mich entscheiden müsste.

Nur, wie kam das Gefühl zustande?
Zitat von OliverCromwell:
Sie hat mir gegenüber offen gesagt, dass sie mich momentan eher freundschaftlich liebt. Das ist natürlich unglaublich schmerzhaft, weil ich sie nach wie vor sehr liebe, begehre und mir eine gemeinsame Zukunft mit ihr wünsche.

Autsch. Das ist natürlich eine ziemliche Asymmetrie.

• #20


FoolishHeart
Zitat von OliverCromwell:
Ein wesentlicher Punkt war für sie das Gefühl, zwischen mir und ihren Töchtern zu stehen. Sie fühlte sich zunehmend zerrissen und hatte das Gefühl, sich ständig entscheiden oder zurücknehmen zu müssen.

Ich frage mal: Gab (gibt) es dafür einen realen Grund oder war (ist) es mehr ein Eindruck ihrerseits? Wie hast du die Situation mit ihr und den Mädels erlebt? Und wie alt sind die Mädchen?

• #21


Worrior
Der TE lebte mit Partnerin und deren Töchter im gemeinsamen Haushalt, ist das richtig?
Wie alt sind die Töchter?
Beide vom gleichen Vater?

• #22


_Elmo_
Mir sind da ein paar Dinge aufgefallen bzw. sofort ins Auge gesprungen:

Zitat von OliverCromwell:
Wir hatten eine sehr innige Beziehung, viel Nähe, Leidenschaft, Sexualität, Zärtlichkeit und eine starke emotionale Verbindung. Ich habe mit ihr eine Form von Partnerschaft erlebt, die ich vorher so nicht kannte.

Lass mich mal raten - zu diesen Zeiten (die, wie ich vermute, eher die Anfänge kennzeichnen), waren die Kids noch nicht das Problem?

Zitat von OliverCromwell:
Ein wesentlicher Punkt war für sie das Gefühl, zwischen mir und ihren Töchtern zu stehen. Sie fühlte sich zunehmend zerrissen und hatte das Gefühl, sich ständig entscheiden oder zurücknehmen zu müssen.

Der für mich entscheidendende Punkt ist hierbei:
Hatte sie dieses Gefühl von sich aus oder hast du es dir dadurch vermittelt, in dem du ihr vermittelt hast, dass du gegenüber den Töchtern nicht wichtig genug bist. Anders ausgedrückt: Musste sie dieses Gefühl bekommen, weil du dich mehr und mehr in Konkurrenz zu den Töchtern gesehen hast?

Zitat von OliverCromwell:
Dazu kamen mein Rückzug und eigene Verhaltensmuster, die unsere Beziehung zusätzlich belastet haben.

War dein Rückzug die direkte Reaktion auf diese Art von Kränkung, gegenüber den Töchtern immer nur die zweite Geige zu spielen? War es vielleicht auch ein Stück weit schon der Versuch des Abstrafen-wollens, weil es nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast?

Zitat von OliverCromwell:
Irgendwann wurde die Leichtigkeit weniger, die körperliche Nähe und Sexualität gingen zurück und ihre romantischen Gefühle für mich wurden immer schwächer.

Wenn ich meine Hypothese weiterdenke, ist auch das nur eine logische Konsequenz: Hier sind auf beiden Seiten wichtige Grundbedürfnisse in der Beziehung frustiert worden. Du hast dich gegenüber den Kids nicht genug gesehen (bestätigt, wertgeschätzt?) gefühlt. Sie hat sich durch diese Erwartungshaltung deinerseits unter Druck gesetzt gefühlt, vielleicht eine Entscheidung treffen zu müssen, die sie gar nicht treffen kann. Ergebnis: Ihr fühlt euch beide unverstanden, die emotionale Verbundenheit leidet und damit logischerweise auch die Romantik und der Sex. Wer will schon gerne mit jemand in die Kiste, der einen nicht wirklich versteht? - Diese zunehmende emotionale und körperliche Distanz wird, vor allem von Männern, dann oft noch als Ablehmung verstoffwechselt, was die Dynamik nur noch mehr befeuert.

Zitat von OliverCromwell:
Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel und auch sehr offen darüber gesprochen.

Monologe oder Dialoge auf Augenhöhe?

Zitat von OliverCromwell:
durch den Versuch, ihre Gefühle erklären oder lösen zu wollen, zusätzlichen Druck erzeugt habe.

Alter, und dann wunderst du dich, dass die Frau innerlich und körperlich auf Distanz geht?
Du hast dich über sie gestellt, in dem du ihr erklärt hast, was sie fühlt und versucht hast, ihre Gefühle zu verändern.
Mit anderen Worten: Du wusstest, warum auch immer, besser als sie selbst, was gut für sie ist.
Gegen diese Art der Bevormundung ist so ziemlich jeder Mensch mehr oder weniger allergisch - vor allem, wenn es dabei nur um die eigenen egozentrischen Motive geht (Wichtigkeit, Bedeutsamkeit).

Zitat von OliverCromwell:
Bin auch in Therapie um an meinen Coping Strategien zu arbeiten, damit ich in Zukunft nicht wieder in die gleichen Schleifen gerate.

Da würde mich jetzt wirklich mal interessieren, zu welchen Ergebnissen du bis jetzt gekommen bist.

Zitat von OliverCromwell:
Sie hat diese Entwicklung ausdrücklich anerkannt und mir gesagt, dass sie das sehr, sehr schätzt. Auch sie sieht, dass sich Dinge verändern müssten, damit eine gemeinsame Zukunft funktionieren könnte.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Zitat von OliverCromwell:
Sie möchte diese Zeit bewusst für sich nutzen und zum ersten Mal etwas wirklich nur für sich selbst tun und ich gebe sie ihr von Herzen gern. Auch wenns weh tut.

Alter, es wird dir gar nichts anderes übrig bleiben - egal, wie gönnerhaft du dir das jetzt zurecht zimmerst.

Zitat von OliverCromwell:
Ich bin grundsätzlich bereit, einen Neuanfang langsam und ohne Erwartungsdruck anzugehen.

Und warum spüre ich diesen Erwartungsdruck schon alleine beim Lesen überdeutlich zwischen den Zeilen?

Zitat von OliverCromwell:
Wie habt ihr es geschafft, eure Erwartungen und Hoffnungen im Zaum zu halten, ohne euch selbst emotional völlig aufzugeben?

In dem ich aus der Haltung lebe, dass der einzige Mensch, der mich irgendwie "retten" kann, ich selbst bin.

Zitat von OliverCromwell:
Wie würdet ihr meine Situation von außen einschätzen? Seht ihr in den geschilderten Umständen eine realistische Grundlage für einen Neuanfang oder sollte ich mich eher auf einen endgültigen Abschied einstellen?

Ich bin da eher pessimistisch.
1. Persönlichkeitsstrukturelle bedingte Verhaltensweisen lassen sich nicht einfach so über Nacht verändern. Das braucht sehr sehr viel Zeit und die Bereitschaft, sich wirklich drauf einzulassen.
2. Für eine Mutter werden die Kinder immer an allererster Stelle stehen. Ein Mann, der sich versucht dazwischen zu drängen und ihr ihre eigenen Gefühle ausreden möchte - das sitzt sehr tief.

• #23


Cagy
Guten Morgen Oliver
Zitat von OliverCromwell:
Auch sie sieht, dass sich Dinge verändern müssten, damit eine gemeinsame Zukunft funktionieren könnte.

..sie sieht, daß sich * DINGE* verändern müssten WELCHE DINGE ?
.....Sie hat das Gefühl....du denkst es könnte dies oder das sein....ihr habt offensichtlich nicht wirklich über eure Probleme gesprochen ? Das Thema/ Problem zwischen euch nicht klar benannt.
Warum nicht ?..... Angst ? ......Scham ?.
Das ( romantische) Gefühle plötzlich wieder da sind --- weil man keinen Kontakt zueinander hat -- halte ich für unwahrscheinlich.
Eine Frau hat romantische Gefühle, sexuelles Verlangen nach /für den Partner ,wenn sie sich gesehen, verstanden und begehrt FÜHLT. Nicht wenn der Mann es nur sagt .
Deine Bereitschaft dich zu ändern bzw. die Situation zu ändern ist lobenswert....ihr könnt das Ruder allerdings nur zusammen rumreissen.
Ein offenes , ruhiges und absolut ehrliches Gespräch bringt Klarheit. Einen Monat warten bringt u.U. gar nichts.
Alles Gute dir.

• #24


A


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