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Jenny134
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Hallo zusammen,
ich brauche bitte Hilfe, da ich jetzt so viel gelesen habe und nichts mehr weiß.
Versuche, eine schwierige Geschichte kurz zu fassen.
Mein Ex und ich waren zwei Jahre zusammen. Ausgangssituation war schwierig. Beide haben wir drei Kinder, meine schon Teenies, seine kleiner.
Ich war bereits getrennt und er trennte sich kurz nachdem wir uns kennenlernten, aber noch nicht intensiver.
Von Anfang an war es nicht unbeschwert und leicht - wir kämpften gemeinsam für uns und unsere Liebe.
Nachdem wir uns sicher waren, lernten wir erst die Kinder des anderen kennen, dann die Kinder sich untereinander. Alles war gut, wirklich gut.
Seine Noch-Frau warf uns aber immer nur Steine in den Weg. Sie klagte für alles und nichts, und das Schlimmste für mich, sie vernachlässigte ihre Kinder! Mein Ex hat die Kinder aber zum Glück alle vier Tage im Wechsel und so konnten wir gemeinsam vieles auffangen.
Tja, bis dieses gemeinsam immer weniger wurde. Er ist selbstständiger Landwirt und versucht seinen Betrieb so gut es geht in den vier Tagen zu schaffen, an denen die Kinder nicht da sind. Abends kam er dann zu mir und meinen Kindern und wohnte hier mit uns. An seinen Kindertagen sahen wir uns auch ab und zu, aber auch das wurde weniger.
Irgendwann wurde ich, das muss ich zugeben, unzufrieden. Ich fragte mich nach meinem Platz in dem Ganzen. Es gab kaum Zeit für mich, vor allem wenn die Kinder da waren. Ja, und ich zog mich zurück. Immer wieder kam es zu Streitereien und Grundsatzdiskussionen.
Anfang des Jahres wurde es zunehmend schlimmer. Ich spürte eine komplette Überforderung von ihm, kam aber gar nicht an ihn heran. Wann immer ich um Rat gefragt wurde, fühlte es sich sofort persönlich angegriffen. Die letzten Wochen wurden seine Aussagen auch immer lauter und aufbrausender.
Am Montag war es mir dann einfach zu viel. Ich habe versucht, immer Rücksicht zu nehmen und nichts zu erwarten, aber er wurde wieder laut. Da habe ich ihm geschrieben, sagen konnte ich es ihm nicht - vor ihm stehen kann ich nicht-, dass es so nicht mehr geht und ich ihn loslassen muss. Ich schrieb ihm, dass ich es nicht tue, weil ich ihn nicht mehr liebe, sondern gerade deshalb.
Da kam so offen und klar wie die letzten Wochen nicht mehr erlebt, wo er sich gerade sieht: Sein Betrieb läuft gerade den Bach runter, weil ihm Zeit fehlt. Zeit, die er in der derzeitigen Situation natürlich für die Kinder braucht. Ab und zu hat er dabei zwar Hilfe, aber das wird seinen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Er fühlt sich ausgebrannt und getrieben von sich selbst. Zudem tut es ihm weh, dass er merkt, dass er nichts und niemandem (inklusive mir und meinen Kindern) gerecht werden kann. Und es würde sich an dem Zeitfaktor eh nichts ändern.
Das bestärkte mich einen Moment lang in meiner Entscheidung, denn ich nahm ihm mit dieser ja den Druck, seine kinderfreien Abende hier verbringen zu müssen. Dass er das jetzt nicht mehr tut, bringt ihm ungefähr 4 Stunden mehr Zeit für seinen Betrieb und auch mal für sich.
Und er nahm meine Entscheidung einfach auch nur hin.
Am ersten Abend danach schrieb er mir noch und fragte, wie es mir geht. Auf meine Antwort kam nichts mehr.
Ich bin hin und her gerissen! Es geht mir nicht um Zeit, sondern um einen Platz als Partnerin und nicht nur als Vier-Tage-Frau. Aber das versteht er nicht. Manchmal empfinde ich ihn gerade so, als würde er im Selbstmitleid zerfließen. Alles nur noch Trümmer und er sieht keine Lösungsansätze.
Was soll ich denn nun tun? Ruhe bewahren und abwarten? Mich aktiv melden? Ich habe keine Ahnung. Mich macht es so traurig, weil er ja nicht mal kämpft und einfach hinnimmt.
Ich danke Euch fürs Lesen und wäre über Ratschläge sehr froh.
ich brauche bitte Hilfe, da ich jetzt so viel gelesen habe und nichts mehr weiß.
Versuche, eine schwierige Geschichte kurz zu fassen.
Mein Ex und ich waren zwei Jahre zusammen. Ausgangssituation war schwierig. Beide haben wir drei Kinder, meine schon Teenies, seine kleiner.
Ich war bereits getrennt und er trennte sich kurz nachdem wir uns kennenlernten, aber noch nicht intensiver.
Von Anfang an war es nicht unbeschwert und leicht - wir kämpften gemeinsam für uns und unsere Liebe.
Nachdem wir uns sicher waren, lernten wir erst die Kinder des anderen kennen, dann die Kinder sich untereinander. Alles war gut, wirklich gut.
Seine Noch-Frau warf uns aber immer nur Steine in den Weg. Sie klagte für alles und nichts, und das Schlimmste für mich, sie vernachlässigte ihre Kinder! Mein Ex hat die Kinder aber zum Glück alle vier Tage im Wechsel und so konnten wir gemeinsam vieles auffangen.
Tja, bis dieses gemeinsam immer weniger wurde. Er ist selbstständiger Landwirt und versucht seinen Betrieb so gut es geht in den vier Tagen zu schaffen, an denen die Kinder nicht da sind. Abends kam er dann zu mir und meinen Kindern und wohnte hier mit uns. An seinen Kindertagen sahen wir uns auch ab und zu, aber auch das wurde weniger.
Irgendwann wurde ich, das muss ich zugeben, unzufrieden. Ich fragte mich nach meinem Platz in dem Ganzen. Es gab kaum Zeit für mich, vor allem wenn die Kinder da waren. Ja, und ich zog mich zurück. Immer wieder kam es zu Streitereien und Grundsatzdiskussionen.
Anfang des Jahres wurde es zunehmend schlimmer. Ich spürte eine komplette Überforderung von ihm, kam aber gar nicht an ihn heran. Wann immer ich um Rat gefragt wurde, fühlte es sich sofort persönlich angegriffen. Die letzten Wochen wurden seine Aussagen auch immer lauter und aufbrausender.
Am Montag war es mir dann einfach zu viel. Ich habe versucht, immer Rücksicht zu nehmen und nichts zu erwarten, aber er wurde wieder laut. Da habe ich ihm geschrieben, sagen konnte ich es ihm nicht - vor ihm stehen kann ich nicht-, dass es so nicht mehr geht und ich ihn loslassen muss. Ich schrieb ihm, dass ich es nicht tue, weil ich ihn nicht mehr liebe, sondern gerade deshalb.
Da kam so offen und klar wie die letzten Wochen nicht mehr erlebt, wo er sich gerade sieht: Sein Betrieb läuft gerade den Bach runter, weil ihm Zeit fehlt. Zeit, die er in der derzeitigen Situation natürlich für die Kinder braucht. Ab und zu hat er dabei zwar Hilfe, aber das wird seinen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Er fühlt sich ausgebrannt und getrieben von sich selbst. Zudem tut es ihm weh, dass er merkt, dass er nichts und niemandem (inklusive mir und meinen Kindern) gerecht werden kann. Und es würde sich an dem Zeitfaktor eh nichts ändern.
Das bestärkte mich einen Moment lang in meiner Entscheidung, denn ich nahm ihm mit dieser ja den Druck, seine kinderfreien Abende hier verbringen zu müssen. Dass er das jetzt nicht mehr tut, bringt ihm ungefähr 4 Stunden mehr Zeit für seinen Betrieb und auch mal für sich.
Und er nahm meine Entscheidung einfach auch nur hin.
Am ersten Abend danach schrieb er mir noch und fragte, wie es mir geht. Auf meine Antwort kam nichts mehr.
Ich bin hin und her gerissen! Es geht mir nicht um Zeit, sondern um einen Platz als Partnerin und nicht nur als Vier-Tage-Frau. Aber das versteht er nicht. Manchmal empfinde ich ihn gerade so, als würde er im Selbstmitleid zerfließen. Alles nur noch Trümmer und er sieht keine Lösungsansätze.
Was soll ich denn nun tun? Ruhe bewahren und abwarten? Mich aktiv melden? Ich habe keine Ahnung. Mich macht es so traurig, weil er ja nicht mal kämpft und einfach hinnimmt.
Ich danke Euch fürs Lesen und wäre über Ratschläge sehr froh.