ellivu
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ich (39) war jahrelang Single und habe im Juli 24 jemanden (Ihn, 32) kennengelernt, online. Wir wohnen 90km entfernt.
Er machte auf mich den Eindruck, als sei er im Leben angekommen, ist finanziell gut aufgestellt und hat sein Leben und alles andere im Griff. Gut, bodenständig ist er auch. Er hat einen Hund, mit dem er gerne draußen ist. Natur mag er und reisen. Nordische Mythologie ist auch sein.
Ich habe eine eigene Reinigungsfirma, habe mir ein kleines Häuschen gebaut, bin bodenständig und komme auch gut im Leben klar. Ich bin gerne in der Natur unterwegs und bewege mich gerne, vor allem Wandern und lange Spaziergänge mit dem Hund. Nordische Mythologie interessiert mich auch sehr.
Wir sind recht kompatibel. Ich bin schüchtern, er extrovertiert. Er redet viel, ich bin eher ruhig.
Auch wusste er, dass ich extrem viel abgenommen hatte und mich erst mit meinem neuen Ich anfreunden musste, da noch ein Wenig runter muss. Er selbst hat auch ein kleines Gewichtsproblem und ist auch am dran arbeiten.
Ich habe ihn recht schnell lieb gewonnen, vom ersten Treffen an eigentlich. Ihm ging es genauso. Schmetterlinge.
Aber nach und nach, da fing es dann an zu bröckeln. Ich mache hier nur kurze Stichpunkte, damit nicht soviel Text kommt:
- ich unterstützte ihn finanziell September, Oktober, November, weil es bei ihm angebliche schlechte Monate waren - er hat mir nichts zurückgezahlt obwohl er es mir versprochen hat
- seine Wohnung war extrem dreckig, klebrig und nicht aufgeräumt, ich kommunizierte klar - das ich ihn so nicht besuchen und bleiben kann, das tut mir mental einfach nicht gut - er war selbst damit nicht zufrieden, wollte dies aber ändern weil er mich liebe und ich ihm wichtig sei ( anscheinend nicht, da sich in den ganzen Monaten nichts änderte)
- er machte sich nicht chic wenn wir weggehen, trägt tagelang nur die selben Jogginghosen und Shirts, die oftmals voller Tierhaare und dreckig sind und auch so schleift es mit der Hygiene
- er ist extrem faul, daher sieht wohl auch die Wohnung so aus
- ich war meist alleine mit unseren Hunden unterwegs, weil er am PC sitzen wollte oder arbeiten war oder Fußball gucken wollte
All die Punkte und mehr sprach ich an, Anfang Dezember, teilte ihm mit, dass ich so keine Zukunft sehe - egal wie lieb ich ihn gewonnen habe, kommt für mich nur eine Trennung in Frage. Ich teilte ihm mit, dass wenn ich ihm nicht wichtig genug sei um was zu ändern (ich habe ihm zig Mal Hilfe angeboten), dann solle er sich Hilfe bei einem Psychologen oder so holen, denn dies ist nicht normal. Er weinte, sagte mir, wie sehr er mich liebe. und bat um eine 2. Chance. Ich war so unentschlossen, in den letzten Monaten hat er mir so viel versprochen und nichts gehalten. Ich gab ihm die Chance, er hätte Zeit mir bis Weihnachten zu zeigen, dass er sich ändern will und kann, wenn er mich so sehr liebt.
Am 12.12. fuhr ich dann wieder zu ihm. (Teilte es ihm aber schon am 7.12. mit, dass ich komme) Es ist nichts passiert, Wohnung war noch genauso dreckig, er machte mir ungeduscht die Tür auf, das Wochenende war ernüchternd. Ich fuhr dann wieder. Als ich losfuhr, versprach er mir, beim nächsten Mal erkenne ich die Wohnung nicht wieder.
Ich machte dann, weil ich so unglaublich enttäuscht und verletzt war, am 17.12. per Nachricht der Beziehung ein Ende. Nicht die beste Lösung, ich weiß - aber mir war es in dem Moment irgendwie egal, denn ich war ihm auch nicht wichtig genug, irgendwas in Angriff zu nehmen. Er teilte mir dann mit, dass er sich einen Termin bei einem Psychologen geholt hat, irgendwann im Januar, dass er ja probiert hätte, seine Wohnung aufzuräumen, er hat mir etwas Geld zurücküberwiesen.
Er sagte mir, dass er immer wollte - dass es mir gut geht. Er teilte mir mit, dass es ja nun egal ist, was er sagt, seine Worte haben kein Gewicht mehr.
Und ich dachte mir so, haben sie nicht, nein - sondern lass deinen ganzen Worten, deinen ganzen Versprechungen etc. doch auch mal Taten folgen.
Ich schrieb dann nur noch, dass ich ihm von Herzen nur das Beste wünsche und er eine Partnerin verdient, mit der er wirklich glücklich sein kann. Danach kam von ihm nichts mehr.
Trotzdem,. alles andere zwischenmenschlich hat wunderbar gepasst, vielleicht hätte ich ihm nur mehr Zeit geben müssen, weil er ja Makroversuche unternommen hat, vielleicht hätte er sich ja gebessert und es wäre anders geworden.
Ich vermisse ihn wirklich und wollte ihm gerne schreiben, ob wir nochmal reden oder uns treffen können zu einem Gespräch. Aber ich weiß gerade auch nicht weiter, wenn ich das so lese - klingt die Trennung richtig. Aber ich denke die ganze Zeit darüber nach, vielleicht noch etwas mehr Geduld, mehr Hilfe,. Dann hätte er es vielleicht aus seinem Loch geschafft und es wäre so, wie wir es uns beide wünschen. Ich bin mir sicher, dass er sich ändern kann, aber wie lange soll ich warten,. wie lange soll ich mich schlecht fühlen, damit er sich nicht so beschissen fühlt.
Ich denke jeden Tag darüber nach, denke an ihn und wie gerne ich es jetzt hätte, dass er bei mir wäre. Ich denke an die Sicherheit, die er mir gab und auch, dass ich bei ihm abschalten und runterkommen konnte. Ich habe mich oft frei und erleichtert bei ihm gefühlt.
Ich würde ihm gerne nochmal im genauen schildern, dass die Trennung nicht aus dem Verlust an Gefühlen meinerseits kam und dass sie mir genauso weh tut wie ihm. Und dass ich mir so sehr wünsche, er wäre meinem Bedürfnis nach Sauberkeit und Hygiene nachgekommen. Würde ihm gerne mitteilen, haargenau erklären was sich ändern muss,. was dazu führte, dass ich mich endgültig für eine Trennung entschieden habe.
Ach, keine Ahnung.
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Danke dass ihr euch Zeit nehmt den Text zu lesen.