Verbrecherin
Gast
Kenne mich mit Foren gar nicht aus, aber da ich mittlerweile niemanden mehr an meiner Seite habe und mich so elendig fühle, hoffe ich, dass ich hier vielleicht die Möglichkeit habe, mal meine Geschichte zu erzählen und nicht gleich verurteilt werde.
Fangen wir also mal an:
Ich bin weiblich, verheiratet und habe ein Kind (2J). Die Beziehung war immer harmonisch, es gab kaum Streitereien, wir haben viele Dinge gemeinsam gemacht und doch hatte auch jeder seinen Freiraum. Ja, eigentlich war ich glücklich - so dachte ich es auf jedenfall. Dann lernte ich jemanden kennen und vermutlich ahnt ihr es schon - ja, ich habe mich verliebt. Ich verstand die Welt nicht mehr und habe dagegen angekämpft. Ich wollte das nicht! Mit Füßen und Händen habe ich mich gewehrt. Und was soll ich sagen, es kam alles anders. Diese Person war kein Mann, nein es war eine Frau.
Diese Frau hat sich auch in mich verliebt, jedoch wollte ich keinen Kontakt mehr. Wir sprachen darüber und ich sagte Ihr, dass ich das einfach nicht kann und total überfordert mit allem bin. Sie verstand mich, auch wenn es ihr schrecklich weh tat.
Mein Mann kam wie immer abends von der Arbeit heim, ich machte ihm etwas zu essen, er strahlte mich an und sagte "Ich liebe Dich mein Engel"... seine Augen leuchteten so und da wusste ich, ich kann das nicht... ich kann ihm nicht verheimlichen was da mit mir passiert ist und ich will ihm das auch nicht verheimlichen, weil er das einfach nicht verdient hat. Ich habe ihm also erzählt, dass ich mich in eine Frau verliebt habe, jedoch den Kontakt sofort abgebrochen habe und die Ehe mit ihm mir wichtiger sei. Er war geschockt - nannte mich: "eine dreck*** Les***" Das tat so unheimlich doll weh und doch wusste ich ja, dass ich eigentlich diejenige war, die ihm damit so weh getan hat.
Was passierte also? Genau, er schmiss mich aus der gemeinsamen Wohnung. Ich flüchtete zu meiner besten Freundin, weinte bitterlich und erzählte Ihr davon. Diese war genauso geschockt davon und wollte mit mir nichts mehr zutun haben... am Ende blieb mir nichts mehr übrig, als zu der Frau zu gehen in die ich mich doch verliebt hatte. Nun sitze ich hier und weine bitterlich, weil alles um mich herum zerbricht.
Mein Mann will mir meinen Sohn wegnehmen, weil dieser ja nicht bei "Les***" aufwachsen soll. Das würde dem Kind schaden und ich fühle mich immer schlechter und zweifle an mir.
ich fühle mich wie eine Verbrecherin.. mir schlägt das alles so auf den Magen.. die Angst mein Kind zu verlieren wächst... und ich habe das Gefühl, mein komplettes Umfeld hasst mich. Meine Eltern halten zu meinem Mann und können absolut nicht verstehen, dass ich eine Frau liebe...
hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten...
