Lange ist es her

Chuckn

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Ich war hier glaube ich seit fast einem halben Jahr nicht mehr. Damals in einer sehr schweren Krise die in einer Therapie endete. Ich dache deshalb sei es auch gut mich erstmal von diesem Forum fernzuhalten, da es mich doch meist an den Schmerz erinnert hat.
Einige kennen evtl meine Geschichte, niederschreiben will ich sie nicht wieder.
Jedenfalls hat mir die Therapie sehr geholfen. Ich hab gelernt viele Dinge zu verstehen und vor Allem wieder mit mir selbst ins Reine zu kommen. Ich kann deshalb auch jedem der (zu) lange mit einer Trennung zu kämpfen raten hat zu überlegen, nicht auch diesen Schritt zu wagen.
Weshalb ich nach der längeren Zeit hier wieder schreibe hat seinen Grund. Ich habe den wichtigsten Schritt hinaus aus dem Loch erst lange nach der Trennung und mit Hilfe der Therapie geschafft. Was ich dabei jedoch auch lernte ist, dass es manchmal nichtmal hilfreich ist den Ex komplett aus seinem Leben zu streichen. Egal wie beschissen eine Trennung war, wenn man es schafft irgendwo im Herzen oder nur im Gedächtnis einen Platz für diese Person zu finden und damit zurecht kommt, erleichtert das doch auch den eigenen Weg. Ich wurde betrogen und sicher gerade am Ende ziemlich mies behandelt, dennoch war davor eine Zeit in der dieser Mensch etwas besonderes war und es geschafft hat mein Herz zu berühren. Es mag Menschen geben die in diesem Fall mir Verachtung der anderen Person gegenüber am besten zurechtkommen und ihre Trauer so überwinden. Für mich wird dieser Mensch trotz allem was passiert ist trozdem immer einen Teil meines Lebens darstellen. Zu lernen, dass das funktioniert und man dennoch nach vorne schauen kann gestaltet ich schwierig, aber wenn man dahin kommt ist es ein Gefühl dass einer Befreiung gleichkommt. Ich habe es als einen inneren Frieden empfunden und so den Weg zu mir selbst wieder gefunden.
Ich will damit vielen hier einfach auch Mut machen, dass es irgendwann wieder bergauf geht und es in meinen Augen keine Patentlösung für das Überwinden von Trennungsschmerzen gibt. Auch wenn es in manchen Momenten so scheint, als mache nichts auch nur annähernd einen Sinn, so lohnt es sich immer weiter zu kämpfen und stark zu bleiben. Jeder wird irgendwann seinen Weg finden damit zurech zu kommen!

19.03.2012 04:47 • #1


Iphigenie

Iphigenie


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Hallo Chuckn!
Ich weiß nicht, ob du mich noch kennst, aber wir hatten auch noch Kontakt, bevor du das Forum einige Zeit nicht mehr besucht hast.
Ich finde es toll, dass du mit dir wieder im Reinen bist. Das ist sehr bewundernswert. Ich kämpfe immer noch..^^
Kannst du vielleicht erzählen, wie deine Therapie von ihren Grundzügen verlief? Ich habe Angst vor einer Therapie, weil ich bis kurz vor der Trennung in einer Verhaltenstherapie war und meiner Therapeutin gesagt hatte, ich werde von nun an gut zurecht kommen..naja und dann kam die Trennung..und das lächerliche ist: Sie wusste, dass er mir nur weh tun wird..naja..so spielt das Leben..ich habe ihn damals sogar immer wieder verteidigt..

Liebe Grüße und weiterhin alles Gute!

19.03.2012 07:24 • #2




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