Zitat von CleoK: Es macht mich traurig, dass ich so viele Jahre in dieser Beziehung, meiner Ehe, verloren gehen hab lassen.
Oh, da möchte ich dich aufbauen.
Es ist gleichermaßen ein Luxus, als auch eine Intensität im Erleben, die einen an den Rand der Erschöpfung bringt, und diese desaströsen, jahrelangen Erfahrungen in schlechten Beziehungen sind der Weg zum Paradies.
Niemand kann eine Abkürzung nehmen oder sich einen Tunnel dorthin bauen.
Deshalb verbleiben die meisten Menschen in Kompromissen und Zweckgemeinschaften.
Jeder Mensch will ankommen. Und sich nach einiger Zeit einzugestehen, dass man wieder nicht angekommen ist, ist nicht leicht zu ertragen. Gerade, wenn es so vielversprechend (interessantes Wort) anfing.
Oder wie in deinem Fall nach zwanzig Jahren zu erkennen: Nee. War es nicht. War nicht gut, überhaupt nicht. Überhaupt nicht das, wonach mein Herz und meine Seele wirklich suchen.
Viele bleiben dann einfach bis zum Ende in dieser Beziehung, weil sie nicht die Kraft haben für einen Neuanfang. Was vollkommen nachvollziehbar ist.
Deshalb lautet der allgemeine Ton ja auch, man wäre viel zu kompliziert, anspruchsvoll und nie zufrieden mit dem, was man hat, wenn sich jemand aus einer vermeintlich glücklichen Beziehung lösen will.
Dabei hat man einfach noch nicht das gefunden, was man wirklich sucht.
Das Suchen und Finden dessen, was man wirklich will, ist eine Tätigkeit, die belächelt, verurteilt, angegriffen und zu verhindern versucht wird. Weil es gefährlich ist. Eine Frau, die sich hinstellt und sagt: Ich will mit einem Mann überhaupt nicht all das, was mir erzählt wurde, das ich angeblich alles haben will, ist gefährlich. Du siehst ja allein die beharrlichen, feindseligen und übertriebenen Reaktionen allein in einem Internetforum! In der wahren Welt ist das ja noch viel komplexer. Alles baut darauf auf, dass Menschen ihre Klappe halten und so tun, als würden sie wollen.
Geh deinen Weg einfach weiter, es ist deiner, für dich bestimmt.