Fantasma
Gast
mich beschäftigt ein Thema und ich hoffe auf ein paar Denkanstöße von Euch.
Ich bin weiblich, 39. Jahre alt und seit 6 Monaten in einer neuen Beziehung. Ich hatte in meinem Leben nicht viele aber lange Beziehungen und war, bevor ich meinen derzeitigen Partner kennenlernte lange Zeit single. Wenn ich früher verliebt war, dann schwebte ich auf Wolke 7, war in gewisser Weise von Sinnen, im Rausch. Ihr kennt diese Gefühle. Dieses Mal ist es anders. Ich fühle tiefe Zuneigung, fühle mich in seiner Gegenwart zufrieden, der S macht Spaß und ich habe auch kein Verlangen nach anderen Männern aber bei ihm erlebte ich nie dieses rauschhafte Verliebtheitsgefühl und ich habe den Eindruck, dass es ihm genauso geht. Dennoch habe ich lange nach einem geeigneten Partner gesucht, bin sehr wählerisch...und er hat den Charakter den ich mich ersehnte.
Auf der einen Seite fühlt es sich gut an, weil extreme Verliebtheit oft ein Weilchen auch mit einer Art Selbstvergessenheit einhergeht, ich aber bin ganz bei mir, habe Ruhe...Andererseits frage ich mich, ob es vielleicht einfach keine Liebe ist und ich möchte keine Beziehung aufbauen, die vielleicht "nur" eine sehr liebevolle Zweckgemeinschaft ist, im Sinne von "Man kommt gut miteinander aus, ist füreinander da, hat Freude aneinander". Er berührt mich aber ich erlebe nie ein Gefühl von tiefer Ergriffenheit, nie habe ich den Gedanken "Er ists!" wie ich es von früheren Verliebtheiten kenne.
Was meint ihr? Ist mein fühlen ein Hinweis, dass er nicht der richtige ist und ich nicht für ihn? Oder ist das einfach eine andere Art, verliebt zu sein? Oder habe ich einfach eine falsche Vorstellung von der Liebe? Mir fehlt beidseitig dieses Gefühl von "Du bist derjenige/diejenige nach dem/der ich immer gesucht habe". Eine Illusion? Irgendwie ist mir diese Liebe zu vernünftig, zu geerdet.
herzlichen Dank!
