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Partner trennt sich in Schwangerschaft

S
Zitat von Ameise_78:
Das klingt bei dir dann tatsächlich ein wenig anders. Deine Mutter konnte dich offenbar irgendwann doch sehen und deine Gefühle würdigen, nur musstest du dafür jedes Mal erst unglaublich kämpfen und ein Riesendrama veranstalten. Das stelle ich mir auch wahnsinnig anstrengend und prägend vor.

Ja, so war es. Und so wahnsinnig anstrengend und erschöpfend es auch war – manchmal denke ich trotzdem, dass ich damit immer noch irgendwie "privilegiert" gegenüber dir oder Nine bin und irgendwie "dankbar" sein sollte, weil es bei mir ja wenigstens irgendwann nach langem, harten Kampf zum Ziel führte – aber das bei euch eben nicht der Fall ist/war.😢Mir tut das so Leid.

Ich bin es zwar gewohnt, auf Betonmauern einzudreschen, aber auch wenn einem die Hände bluten, sie gaben bei mir immerhin irgendwann nach. Wie schlimm muss es erst für jemanden sein, bei dem sie niemals nachgeben.😢Allerdings war es bei meiner Mutter ja auch nicht so, dass wenn es so ein Drama gab, dieses Gesehen-werden dann für immer anhielt. Es hielt eine zeitlang an, war erstmal gut, aber irgendwann ging alles von vorne los. Also es verlief immer zyklisch.

Wahrscheinlich hilft es Nine auch gar nicht, wenn ich sage, ich würde ihre Mutter anschreien, wenn sie meine Mutter wäre – weil ich da wohl viel zuviel von meiner eigenen Geschichte mit reintrage und bei mir halt die "Erwartung" da wäre, dass das am Ende gar zum Ziel führt und die Mutter es einsieht/sich entschuldigt.

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P
Zitat von Sternenguckerin:
Wahrscheinlich hilft es Nine auch gar nicht, wenn ich sage, ich würde ihre Mutter anschreien, wenn sie meine Mutter wäre

Hier kommt noch ein weiterer Frust dazu. Okay , ist nicht, was Du geschrieben hast, ich ergänze nur, um das Bild zu erweitern.
Wenn Du zum Beispiel ihre Mutter anschreien würdest, stellvertretend, dann würdest D u eine Reaktion erhalten. D u als Fremde, nicht das eigene Kind. Du müsstest nicht einmal anschreien, um gut behandelt zu werden. Du, als Außenstehende, wirst automatisch besser behandelt, wie das eigene Kind.
Und als Kind - egal ob im Alter eines kleinen Kindes oder als erwachsene Person - beobachtet und erlebt man seine Eltern, sein Elternteil unentwegt in diesem doppelten Verhalten: anderen gegenüber können sie nett, freundlich, lieb sein. Nur das eigene Kind, man selber, wird mies behandelt, egal, wie sehr man sich bemüht alles richtig und zufriedenstellend zu machen. D a s ist unglaublich frustrierend und frisst sich sehr, sehr tief ein.

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