Kamille27
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ich bin seit einem knappen Jahr in einer neuen Beziehung. Ich kenne meinen Freund schon fast 10 Jahre. Er hatte bisher nur vier Beziehungen, die alle recht lang gingen. Mit seiner letzten Partnerin war er 16 Jahre zusammen, später dann auch verheiratet und sie haben ein Kind im Teenager-Alter.
Er ist kein Mensch für Kurzzeitbeziehungen und ist auch sehr treu. Was für mich auch ein Grund war, weshalb ich mich überhaupt wieder in eine Beziehung gewagt habe, da meine letzten Erfahrungen nicht so gut waren.
Die ersten Monaten waren wirklich sehr schön und es lief quasi wie von selbst.
Dennoch musste ich immer wieder mit meinen Ängsten kämpfen, die mit meinen Vorerfahrungen zu tun haben und von denen er auch weiß.
Er hat mit dem Thema Vertrauen viel weniger Probleme als ich, weswegen er es teilweise nur schwer verstehen kann, warum ich mich in unserer Beziehung nicht entspanne.
Meine Hoffnung ist, dass die Zeit mir zeigt, dass alles ok ist, aber das geht leider nicht von heute auf morgen.
Wenn es in den ersten Monaten zwischen uns deswegen Schwierigkeiten gab, war er noch sehr verständnisvoll, mittlerweile habe ich jedoch den Eindruck, dass eine gewisse Ermüdung eingetreten ist und es ihm nicht mehr ganz so wichtig ist wie zu Beginn zwischen uns für Harmonie zu sorgen. Was wiederum bei mir meine ohnehin bestehenden Verlustängste vergrößert.
Ein weiterer Punkt ist, dass er, obwohl bereits seit zwei Jahren von seiner Ex geschieden, die beiden noch recht viele Verknüpfungspunkte haben. Klar sie haben ein gemeinsames Kind und es gibt auch noch andere organisatorische Aspekte, die abgewickelt werden müssen, aber dennoch führt das dazu, dass sein altes Leben quasi dauerpräsent ist. Dass er wieder zu seiner Ex zurückgeht, befürchte ich nicht wirklich. Dafür ist er zu geradlinig.
Noch ist es so, dass er sehr versucht mir entgegenzukommen und er kämpft wirklich um unsere Beziehung. Das weiß ich auch sehr zu schätzen. Dennoch bemerke ich, dass sich ein emotionales Ungleichgewicht einstellt.
Ich mag ihn sehr und denke, dass wir eigentlich sehr gut zueinander passen. Ich weiß auch, dass es nichts bringt wenn ich Druck aufbaue, ständig an allem rumnörgle und seinen Einsatz für uns nicht würdige. Das wird dazu führen, dass er sich immer mehr entfernt und alles kaputt geht.
Das ist mir vom Kopf her auch klar, emotional aber leider nicht.
Nun stelle ich mir die Frage, ob ich das alles noch drehen kann. Habt ihr eine Idee wie man sich in so einer Situation entspannen kann ohne sich innerlich zu sehr zu entfernen?