@Hinrich
Zitat:Was denke ich, wenn sich mein Partner mit einem anderen Menschen unterhält? "Gott, der sieht ja viel besser aus. Mir macht das Angst!" oder sage ich: "Der sieht auch nicht schlecht aus, aber an mich kommt er nicht heran, weil mein Partner mich gewählt hat und ich richtig bin, so wie ich bin".
Das hat nicht unbedingt mit einer Selbstwertproblematik zu tun. Wenn man spürt (ob mit Worten oder ohne), dass man die Nr.1 ist, dann ist man gelassener. Andererseits kann sich der Partner noch so Gentlemanlike verhalten...wenn man spürt, dass man nicht die Nummer 1 ist, dann wird man eifersüchtig.
Zitat:Das sind Projektionen des eigenen Mangelgefühls. Und da muss man sich die Frage stellen, woran das liegt. Hat das etwas mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun? An dem Punkt entsteht Eifersucht.
Das ist alles sehr idealistisch gedacht...Ja es gibt die Paare, die sich gegenseitig als den Glücksgriff empfinden. Aber es gibt auch viele, bei denen es nicht (mehr) gegeben ist. Viele sind z.B. aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit zusammen, viele sind unzufrieden, viele sehnen sich nach einem/einer anderen usw. In diesem Fall kann man sich noch so formvollendet verhalten, Eifersucht keimt auf, ganz gleich, für wie begehrenswert man sich selbst hält (Selbstwert).
Ich will damit sagen: das Verhalten des Partners anderen gegenüber wird unbedeutender, je stimmiger und zufriedenstellender die Beziehung ist und umgekehrt. Ich habs z.B. nicht selten erlebt, dass eine Frau vor einigen Monaten ein Kind zur Welt brachte und dadurch etwas aus der Form ging. Man sah dem Mann genau an, dass er andere Frauen viel begehrenswerter hielt...verstohlene Blicke...Wenn nun die Frau verunsichert ist, so gewiss nicht, weil sie sich selbst nicht genug liebt. Nur ein Beispiel von vielen...