Leonidas
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In den letzten Wochen habe ich oft in diesem Forum gelesen und habe so versucht, durch andere Geschichten, in meinem Fall zu verstehen und zu begreifen. Nun möchte ich selbst einmal das Wort ergreifen und Euch meine Geschichte erzählen. In der Hoffnung das vielleicht einige meiner Fragen beantwortet werden können. Ich habe ihr schon einen Abschiedsbrief geschrieben, weil ich dachte ich bin nun soweit. Aber ich bin es noch nicht. Ich kann sie nicht loslassen. Kann den Brief nicht wegschicken.
Ende April hat sie sich nach 6,5 Jahren wegen einem Anderen von mir getrennt. Sie hat zwar immer gesagt das der neue dabei keine Rolle spielt und sie sich eh trennen wollte, aber ich weiß das sie uns noch eine Chance gegeben hätte, wenn kein anderer Mann im Spiel gewesen wäre.
Es war die erste große Liebe. Sie ist 25 und ich 27. Es war eine wundervolle Zeit, an dessen Ende ich leider viele Fehler gemacht habe. Ich hatte beruflich seit letztem Jahr viel Stress und habe sie sehr vernachlässigt. Sie hat oft gesagt das sie nicht mehr wirklich glücklich ist. Ich habe das oft ignoriert und als ich merkte was ich angerichtet hatte, war es leider zu spät. Hab dann noch versucht zu kämpfen und habe wieder ganz spontan Dinge mit ihr unternommen und habe plötzlich gemerkt das mich das auch wieder glücklich macht, aber es war schon zu spät. Sie hatte sich in den neuen verliebt. An den Wochenenden sah es für eine Weile so aus als würde sie bei mir bleiben, aber sobald sie ihn auf der Arbeit wieder sah und sich mit ihm traf, war sie Abends zu Hause wie ausgewechselt. Ich bin nicht mehr an sie herangekommen. Es dauerte auch nicht mehr lange bis ich es nicht mehr aushalten konnte und warf sie Anfang Mai aus der Wohnung nachdem ich erfahren hatte, das sie mich mehrmals belogen hatte. Nun ging alles ziemlich schnell. Sie hat für Juni schon eine neue Wohnung gefunden. Ich sah sie nur noch wenn sie Sachen aus unserer Wohnung geholt hat. Sie war nun immer sehr kühl und abweisend zu mir. Es war sehr schwer für mich. Aber ich wußte immer das es auch für sie schwer war. Im Mai ist sie noch 2 mal trotz anfänglicher coolness in Tränen ausgebrochen, wenn sie in unserer Wohnung war. Nachdem ich ihr im Juni gesagt hatte das ich erstmal eine Weile nichts mehr von ihr hören will, kamen ein paar SMS in denen sie mir mitteilte das ihr alles soo leid tut und das sie mich nie vergessen wird. Ich habe nicht darauf geantwortet. Einen Tag später rief sie aus ihrer neuen Wohnung an, war am heulen und hat mir gesagt das ich ihr doch versprochen hatte, immer für sie da zu sein, wenn sie mich braucht. Ich habe dieses Gespräch ziemlich abgewimmelt. War aber danach so fix und fertig, das ich sie am nächsten Tag angerufen habe um ihr zu sagen das es mir leid tut, das ich gestern nicht für sie da sein konnte. Sie war nun aber wieder ziemlich cool. Seit diesem Tag haben wir uns noch einmal gesehen und auch da war sie wieder ziemlich kalt. Jetzt habe ich seit längerer Zeit nichts mehr von ihr gehört. Was geht in ihr vor? Warum ist sie so abweisend? Wie kann ein Mensch sich so schnell ändern? Wir waren uns doch immer so wichtig. Sie hat mir bis März noch gesagt das sie mich liebt und mich braucht. Das ich wichtig für sie bin. Sie hat mir noch diesen Winter morgens mit ihrem Eiskratzer Herzen in das Eis meiner Scheibe geritzt. Wo ist das alles so plötzlich hin?
Ihr neuer ist übrigens ein Manager, 38 Jahre und verheiratet. Er arbeitet in dem Betrieb ihres Vaters zu Zeit als Unternehmensberater und wird in einigen Jahren dort komplett einsteigen und den Laden mit ihr schmeißen. Ich befürchte das der Sie dann komplett unter kontrolle hat. Sie ist kein besonders starker Mensch, auch wenn sie jetzt so tut. Er schon. Es ist ein kleiner Betrieb und sie sehen sich ständig. Ihr Vater weiß von der ganzen Sache gar nichts. Der ist ziemlich konserativ und total naiv. Außerdem hasst er mich inzwischen, weil ich sie aus der Wohnung geschmissen habe. Warum weiß er natürlich nicht. Kann das überhaupt gut gehen?
Ich liebe sie doch so sehr! Und meine Hoffnung das alles nur ein böser Traum ist und bald zu Ende geht, stirbt jeden Tag ein bisschen mehr. Was kann ich noch tun? Wie soll ich mich verhalten? Wenn sie etwas hatte in der letzten Zeit, hab ich immer versucht total lieb zu sein. Das ist aber so schwer, weil viele Dinge von ihrer Seite aus, ziemlich übel abgelaufen sind. Sie hat mich ganz schön hängen lassen. Nicht nur was die Trennung betrifft. Auch in vielen organisatorischen Dingen die ein neuer Haushalt so mit sich bringt. Ich will sie dafür hassen, aber letztlich liebe ich sie doch nur.
Danke für Eure Hilfe!