Zitat von Sfbköln72: Leider hab ich viele Fehler gemacht ( emotionale ) und ich hab sie jetzt erst kapiert mein krampfhafter Versuch ihr zu beweisen das ich es wieder gut machen kann, ist glaube ich zu spät. Sie bändelt gerade mit einem anderen an und ich verzweifle wie kann ich ihr zeigen und beweisen in der Zeit die ich vielleicht noch habe das ich es besser kann? Oder soll ich sie ziehen lassen? Um ihr Platz und Glück zu schenken!
Also ich verstehe schon nicht, was "emotionale Fehler" sind. Emotionen hat man, diese und jene, das ist eben das sogenannte "Authentische" am Menschen. Und was soll daran ein "Fehler" sein? Selbst, wenn jemand dadurch unaushaltbar wird, würde ich nicht von "Fehler" sprechen. (Das wäre ja so, als würde man sagen: Das Gras ist grün, ein Fehler, denn lieber wäre es mir, es wäre violett ...)
Zudem frage ich mich, wie man 26 Jahre überstehen kann, wenn der andere "emotionale Fehler" hat oder dieses und jenes als solches erlebt wird.
Aber zu Deiner eigentlichen Frage: Ja, ich würde sie ziehen lassen. Ansonsten kommst Du nämlich in eine Art Bettlersituation, und das ist unwürdig - und irgendwann kommt man selber damit nicht mehr zurecht.
Die Liebe, geht es um diese, sagt zu einem Menschen entweder ja oder nein, "emotionale Fehler" hin oder her. Alles andere ist ohnehin nur Firlefanz und irgendein Liebesmumpitz, den letzten Endes niemand braucht.
Wobei in diesem Fall vermutlich eben ganz einfach ein neuer Reiz dahintersteckt. Absolut verständlich nach 26 Jahren. Das beurteile ich gar nicht und noch weniger verurteile ich es. Aber ich würde mich deshalb eben keineswegs in diese "emotionale Fehlerecke" katapultieren oder katapultieren lassen.
Das Entscheidende, generell, ist ohnehin, dass Du zu Dir selber stehst, ganz unabhängig von irgendeiner "Fehlerhaftigkeit". Wenn jemandem etwa eine Hand oder ein Bein fehlt, wird er sich, hoffentlich, ja auch nicht auf seine "Fehlerhaftigkeit" reduzieren lassen.
Wem dieses und jenes nicht passt, ok - aber sich selber in Frage zu stellen deswegen, erschiene mir doch als die sicherste Grundlage einer Kaugummiexistenz. Denn bei der Nächsten könnte dann ja wieder eine andere "emotionale Fehlerhaftigkeit" vorliegen. Und das ginge ja endlos so weiter.