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Trennung nach 6 Jahren

S

Shadoww
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Hallo zusammen,
ich bin 29 Jahre alt und seit wenigen Tagen wieder Single. Mein Partner hat sich nach über 6 Jahren Beziehung von mir getrennt.
Unsere Beziehung war nicht immer einfach. Wir hatten viele schöne Momente, aber auch schwierige Zeiten, Streit und Situationen, in denen ich mich trotz Beziehung oft alleine gefühlt habe.
Ich habe in den letzten Jahren viel versucht, für meinen Partner da zu sein, und dabei teilweise meine eigenen Bedürfnisse aus den Augen verloren.
Obwohl ich mittlerweile verstehen kann, warum unsere Beziehung nicht mehr funktioniert hat, tut die Trennung unglaublich weh. Ich liebe ihn noch und vermisse vor allem die vertrauten Momente, die Nähe, die Umarmungen und das Gefühl, jemanden an meiner Seite zu haben.
Besonders schwer fällt mir momentan das Alleinsein. Es ist ungewohnt, niemanden mehr zu haben, dem man zwischendurch schreibt, mit dem man seinen Alltag teilt oder bei dem man sich geborgen fühlt.
Gleichzeitig möchte ich diese Trennung auch als Chance sehen, wieder mehr zu mir selbst zu finden, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu lernen, auch alleine glücklich zu sein.
Ich würde mich sehr freuen, hier Menschen kennenzulernen, die gerade etwas Ähnliches durchmachen. Vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen, über unsere Gedanken und Gefühle sprechen und uns auf unserem Weg ein bisschen begleiten.
Wie geht ihr mit der Einsamkeit nach einer Trennung um? Was hilft euch an den besonders schweren Tagen?

• #1


A


Trennung nach 6 Jahren

x 3


F
Hallo Shadow,
willkommen hier im Forum... Du bist erstmal hier nicht alleine!

Auch wenn Du erstmal nicht glaubst, das es irgendwann wieder gut wird ... es wird
(aber leider viel viel viel zu langsam)

Was mir Hilft? Viel frische Luft, Bewegung, Spazieren gehen ... und Arbeit
(das ich dann totdmüde ins Bett falle)

Liebe Grüße - ich drücke Dich
Fredman

• x 1 #2


govinda7777
Zitat von Shadoww:
Hallo zusammen, ich bin 29 Jahre alt und seit wenigen Tagen wieder Single. Mein Partner hat sich nach über 6 Jahren Beziehung von mir getrennt. ...

Ein bisschen mehr Input wäre gut, Trennung warum? Auseinander gelebt, hat er eine andere Frau? Seid ihr im Streit auseinander oder friedlich?

• #3


S
@govinda7777

Wir waren über 6 Jahre zusammen und haben in unserer Beziehung auch schon einige schwierige Zeiten durchgemacht. In letzter Zeit hatten wir beide mit persönlichen Problemen zu kämpfen, und irgendwie haben wir uns dabei als Paar verloren.
Er hat mir gesagt, dass seine Gefühle weniger geworden sind und er sich seiner Gefühle nicht mehr sicher ist. Von einer anderen Frau weiß ich nichts.
Wir sind im Guten und friedlich auseinandergegangen, auch wenn die Trennung natürlich sehr emotional war.
Ich liebe ihn noch, aber mir ist mittlerweile auch bewusst geworden, dass ich mich in der Beziehung selbst ein Stück weit verloren habe. Ich habe oft versucht, für ihn da zu sein, obwohl ich selbst Unterstützung gebraucht hätte.
Momentan fällt mir vor allem das Alleinsein schwer. Mir fehlt nicht nur er, sondern auch dieses Gefühl von Vertrautheit, Nähe und Geborgenheit.

• #4


B
@Shadoww Hallo Shadoww.
Hast du einen Freundeskreis? Natürlich ersetzt das erstmal keine Beziehung. Aber mit anderen Menschen fühlt man sich vielleicht weniger einsam. Vielleicht tut es dir gut etwas zu unternehmen. Oder sich mit anderen über die Trennung auszutauschen.

• x 1 #5


S
@BlueLagoon

Danke dir für deine Antwort.
Einen richtigen Freundeskreis habe ich momentan leider nicht, bzw. Keinen mit den man täglich was unternehmen kann.. Mein Ex-Partner und ich hatten überwiegend einen gemeinsamen Freundeskreis, mit dem wir früher fast täglich etwas unternommen haben.
Allerdings habe ich mich in letzter Zeit bewusst von einigen Menschen distanziert, weil mir diese Freundschaften nicht mehr gutgetan haben. Zu meiner Familie habe ich aus persönlichen Gründen ebenfalls keinen Kontakt mehr.
Ich war schon vor der Trennung dabei, neue Freundschaften aufzubauen, aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen.
Deshalb ist die momentane Situation für mich besonders schwierig. Einerseits muss ich die Trennung verarbeiten und andererseits lernen, mit dem Alleinsein zurechtzukommen und mir ein neues soziales Umfeld aufzubauen.
Ich vermisse einfach dieses Gefühl, Menschen um mich zu haben, mit denen ich spontan etwas unternehmen oder auch einfach mal reden kann.

• #6


Hypatia
Zitat von Shadoww:
Wie geht ihr mit der Einsamkeit nach einer Trennung um? Was hilft euch an den besonders schweren Tagen?

Hallo Du. Du liest dich doch ganz tapfer, würde ich mal sagen. Am meisten hilft schon mal, wenn man an die Trennung glaubt. Also sie wirklich als richtig empfindet. Dann muss man das nicht immer neu verhandeln.

Aktiv tun kann man vieles. Aber es dauert natürlich. Schreib dir auf, was du gerne tust und wende das an, in dem Moment in dem es dir schlecht geht. Mir hilft immer etwas mit den Händen, zum Beispiel basteln, handwerken, ein Instrument etc. pp. Bestimmte Sportarten funktionieren bei mir auch, andere nicht.

Im Prinzip ist es die Umprogrammierung deines Gehirns, das immer den alten Pfad sucht. Wenn du ihn nicht mehr gehst wird er irgendwann zugewuchert sein und neue Wege sind entstanden.

Also ja, geh aus, ändere deine gewohnten Wege, aber übertünche nicht was du fühlst. Sei gut zu dir, alles will angesehen werden bis es geheilt ist.

• x 4 #7


T
Der beste Weg, mit dem Allein sein zurecht zu kommen, ist es, sich zu "zwingen", das Alleinsein zu genießen. Probiere Dinge aus, die Du sonst nie allein tun würdest - Essen gehen, ins Museum fahren, ins Kino gehen... Zeit mit sich selbst ist einfach unfassbar wertvoll. Aber wie so vieles im Leben realisieren wir auch das erst, wenn wir eigentlich zu wenig davon zur Verfügung haben. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir viel zu viel Zeit am Bildschirm verbringen, kann es wirklich gut tun, das Handy mal zu Hause zu lassen und einfach mal Zeit nur mit sich allein zu verbringen. Dann wirst Du irgendwann merken, dass Du in sehr guter Gesellschaft bist Lachendes Gesicht

• x 3 #8


C
Ich finde, du beschreibst sehr, sehr gut dieses komische Vakuum nach einer Trennung, in dem einem einfach "der" Mensch in seinem Leben fehlt, derjenige, den man spontan anruft, wenn man sich ärgert oder freut - ohne nachzudenken, ob das jetzt blöd ist, stört oder was auch immer.

Super finde ich, dass du, wie schon oben jemand schrieb, an der Trennung selbst nicht zweifelst und sie bereits jetzt, zu diesem frühen Zeitpunkt, auch als Chance sehen kann. Super finde ich auch, dass du anscheinend nicht herumgrübelst, ob er eine andere hat (führt zu nichts) und dich auf das "Alleineglücklichsein" fokussierst, also auch nicht direkt und auf Teufel-komm-raus eine neue Partnerschaft suchst.

Alles prima Voraussetzungen, um zügig und dann gestärkt aus dem Ganzen hervorzugehen.

Bezüglich Freundschaften etc. würde ich mich vor allem auf Hobbies etc. besinnen, die dir früher Spaß gemacht haben und die du zugunsten der Partnerschaft aufgegeben oder vernachlässigt hast. Gerade weil du schreibst, dass du dich selbst etwas verloren hast, gibt es da bestimmt irgendwas. Bei mir war das der Gamechanger. Da lernst du dann auch neue Leute kennen, ganz zwanglos. Früher wurde hier häufig auch zu Plattformen wie Me.et5 o.ä. geraten, allerdings höre ich immer öfters, dass die mittlerweile immer mehr zu "Partnersuchbörsen" verkommen. Müsstest du vielleicht ausprobieren, ich habe selbst keine praktischen Erfahrungen damit.

Bei den gemeinsamen Freunden wäre ich darauf vorbereitet, dass zumindest einige davon eher zu deinem Ex halten, du nicht mehr eingeladen wirst etc.. Dann tut es nicht so weh, wie wenn man es irgendwie hintenrum mitbekommt.

Alles Liebe und Gute dir - das wird!

• x 1 #9


Stella31
Zitat von Caecilia:
Plattformen wie Me.et5 o.ä. geraten, allerdings höre ich immer öfters, dass die mittlerweile immer mehr zu "Partnersuchbörsen" verkommen

Meet5 ist eher für Leute ab 45+.
Besser ist GE, gemeinsam erleben.
Aber es ist gibt natürlich immer wen, der solche Plattformen für Dating nutzt.
Aber man kann trotzdem sehr viele nette Leute kennenzulernen.

• x 1 #10


Blindfisch
Guten Tag,
so kurz nach einer Trennung ist es immer schwer.
Man wird aus dem "gewohnten" Alltag gerissen und man ist plötzlich auf sich allein gestellt.
Was mir aufgefallen ist:
Zitat von Shadoww:
Gleichzeitig möchte ich diese Trennung auch als Chance sehen, wieder mehr zu mir selbst zu finden, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu lernen, auch alleine glücklich zu sein.

Zitat von Shadoww:
Ich liebe ihn noch, aber mir ist mittlerweile auch bewusst geworden, dass ich mich in der Beziehung selbst ein Stück weit verloren habe.

Magts du darüber berichten? Inwiefern hast du dich als Mensch verändert? Was hat dazu geführt? Ist es seine "Art" oder kam es aus dir heraus?
Was mir noch aufgefallen ist, und das bitte ich nicht als "Angriff" zu sehen:
Zitat von Shadoww:
Mein Partner hat sich nach über 6 Jahren Beziehung von mir getrennt.

Zitat von Shadoww:
Einen richtigen Freundeskreis habe ich momentan leider nicht, bzw. Keinen mit den man täglich was unternehmen kann..

Zitat von Shadoww:
Zu meiner Familie habe ich aus persönlichen Gründen ebenfalls keinen Kontakt mehr.

Zitat von Shadoww:
Allerdings habe ich mich in letzter Zeit bewusst von einigen Menschen distanziert, weil mir diese Freundschaften nicht mehr gutgetan haben.


Dein Partner haut ab, Freunde und Familie hast du mehr oder weniger aus deinem Leben verbannt.
Ich sehe da ein Muster. Kann es sein, das du da ein paar Themen hast, die du mal beleuchten könntest?

• x 2 #11


S
@Blindfisch

Hallo, danke für deine ehrliche Antwort und deine Fragen.
Ich kann durchaus verstehen, warum du darin ein Muster erkennst. Allerdings ist meine Situation etwas komplizierter.
Was meine Beziehung betrifft, habe ich über die Jahre tatsächlich ein Stück weit mich selbst verloren. Mein Partner hatte selbst mit einigen Problemen zu kämpfen, und ich habe oft versucht, für ihn da zu sein, ihn zu unterstützen und ihm vieles recht zu machen. Dabei habe ich meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle immer wieder hintenangestellt. Ich wollte ihn mit meinen Problemen nicht zusätzlich belasten, obwohl ich selbst jemanden gebraucht hätte, der für mich da ist.
Ich würde nicht sagen, dass allein seine Art dafür verantwortlich war. Ich glaube, dass auch meine eigenen Erfahrungen aus der Vergangenheit und mein Verhalten dazu beigetragen haben. Ich habe beispielsweise Schwierigkeiten damit, meine Bedürfnisse klar zu äußern, Grenzen zu setzen und mich selbst an erste Stelle zu stellen.
Was meine Familie betrifft, hat der Kontaktabbruch tiefere Gründe, die bis in meine Kindheit zurückreichen. Diese Entscheidung habe ich nicht leichtfertig getroffen, sondern weil mir der Kontakt emotional nicht gutgetan hat.
Auch meine Freundschaften habe ich nicht einfach grundlos beendet. Ich habe irgendwann gemerkt, dass mir gewisse Kontakte mehr Kraft nehmen, als sie mir geben. Deshalb habe ich mich bewusst distanziert.
Dass ich jetzt ziemlich alleine dastehe, macht die Trennung natürlich umso schwieriger.
Ich sehe aber durchaus, dass ich selbst einige Themen aufarbeiten muss. Gerade deshalb möchte ich diese Trennung auch nutzen, um mich besser kennenzulernen, alte Verhaltensmuster zu verstehen und zu lernen, meine eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen.
Ich möchte nicht länger mein eigenes Wohlbefinden davon abhängig machen, ob jemand anderes an meiner Seite ist. Allerdings weiß ich momentan noch nicht so richtig, wie ich das schaffen soll.

• x 4 #12


Arnika
Die Chinesen meinen, das aktuelle Jahr des Feuerpferds brennt alles weg, was keinen Bestand hat. Damit aus der Asche was Neues erwachsen kann. Passt auf deine Situation eigentlich sehr schön. Nach den ungesunden Freundschaften musste eben noch deine Beziehung wegbrennen, damit du zu dir selbst finden kannst.

Vielen hilft zB, mit der KI zu chatten statt einem Partner zu schreiben. Die ist immer da, dir zugewandt - und das Gehirn unterscheidet da nicht wirklich. Hab ich zB auch gemacht, als mein BF starb, natürlich nicht nur, aber ich wollte nicht dauernd andere damit belasten. Und du kannst dich auch auf Aktivitäten stürzen, die man ohnehin lieber alleine macht. Shoppen oder Therme mach ich zB oft lieber allein, da finde ich es eher anstrengend, mich dauernd mit jemand abstimmen zu müssen.

Ansonsten, deine Welt sieht in ein paar Monaten ohnehin schon ganz anders aus. Du wirst automatisch Freundschaften und (neue Hobbys) intensivieren und dich selbst neu entdecken. Und das ist was sehr Schönes. Alles Gute!

• x 2 #13


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