Zitat von BraucheRat:Aber ich kann nicht mehr.
Meine Beziehung ist keine mehr,
Sie nimmt mich nicht mehr in den Arm, dreht sich weg beim Küssen, und was Sex betrifft. das muß ich jetzt nicht extra erwähnen.
Hallo
BraucheRat,
hast du das mit deiner Frau schon einmal thematisiert?
Weiß sie, wie es gefühlsmäßig um dich steht?
Wie empfindet sie eure Ehe?
Es ist eins, sich unwohl und nicht verstanden zu fühlen, aber ein anderes, darüber zu reden. Deine Frau kann nur wissen, wie es um dich steht, wenn du es ihr mitteilst.
Allerdings solltest du darauf achten, in der Ich-Form zu sprechen und ihr keine Vorhaltungen oder Vorwürfe zu machen. Formuliere konkret, wie du dich fühlst und teile ihr deine Befürchtungen mit. Vllt hast du auch schon ein paar Vorschläge in petto, wie sich die Gesamtsituation verändern könnte.
Dass eine Beziehung langweilig wird und fast am Einschlafen ist, hat sie beiden Partnern zu verdanken.
Du könntest einen Babysitter organisieren, einen Tisch im Restaurant bestellen und sie damit überraschen. Dann lässt es sich ungezwungener und lockerer reden. (nur als Vorschlag

)
Zitat:Ich trage mich seit mindestens 3 Jahren damit mich zu trennen, aber ich möchte es meinem Kind nicht zumuten, den ich LIEBE ihn über alles, und habe Angst das er daran zerbricht.
...Darf und kann ich mich als liebender Familienvater einfach trennen, nur weil mir die Grundbedürfnisse der Beziehung ( Liebe ) so fehlen, und ich mal wieder geliebt werden möchte ?
Ich kenne diese innere Zerrissenheit zwischen: Ich hab nur dieses eine Leben und es mir anders vorgestellt und : Da sind noch meine Verpflichtungen und Menschen, denen ich nicht wehtun will.
Und ich habe ein wenig länger als drei Jahre mit mir gerungen.
Aber du tust mit deiner Unentschlossenheit weder dir noch deinem Kind einen Gefallen.
Zum einen hörst du als Vater und Ehemann nicht auf, Mensch zu sein.

Mit all deinen Gefühlen, Wünschen, Lebensvorstellungen, Träumen... Jeder hat das Recht darauf, glücklich zu sein. Allerdings kannst auch nur du etwas dafür tun, dass du glücklich
bist. Wenn deine Beziehung nicht dazu beiträgt, dann musst du daran etwas ändern. Entweder ihre arbeitet gemeinsam daran oder du ziehst deine Konsequenzen.
Zum anderen zerbricht ein Kind nicht daran, wenn sich die Eltern trennen. Es kommt nämlich darauf an, wie ihr diese Trennung gestaltet. Es ist wichtig, das Kind dabei nicht aus den Augen zu verlieren und ihm auch zu signalisieren, dass es keine Schuld an der Situation trägt und sich an der Beziehung Vater-Kind, Mutter-Kind nichts ändern wird. Euer Problem besteht ja auf der Paarebene, nicht auf der Eltern-Kind-Ebene. Das kann man dem Kind altersgerecht übermitteln.
Kinder haben sensible Antennen und merken recht schnell, wenn etwas nicht stimmt.
Und Kindern heile Welt vorzuspielen, wo keine ist, ist nicht nur Betrug an sich selbst, sondern auch Vortäuschung falscher Tatschen. Was soll euer Kind daraus lernen? Dass die Gefühle und Wünsche Erwachsener unwichtig sind und alles hingenommen werden muss? Dass man als Erwachsener auf das Glück verzichten soll? Dass man an alten Strukturen festhalten muss, weil man einmal ein Versprechen gegeben hat?...
Lieber getrennt und glücklich als an einer Ehe festhalten zu wollen, die keine mehr ist und unglücklich und unzufrieden sein?
Du hast die Wahl.
Aber vor der Entscheidung muss die Kommunikation erfolgen. Das hast du zu lange vor dir her geschoben.
