Syo
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nachdem ich meine letzte Trennung verdaut hab' und mich erstmal 2 Jahre um mich gekümmert hab', hab' ich mich langsam wieder auf dem Singlemarkt umgeseh'n.
In den letzten 2 Jahren gab's zwar 'n paar nette Anbahnungen aber die haben sich nach ein paar Monaten auch wieder erledigt gehabt.
So langsam bin ich an 'nem Punkt an dem ich bisschen frustriert bin.
Nach der letzten Trennung hab' ich für mich selbst 'n paar Grundsätze aufgestellt, die es natürlich bisschen erschweren aber dass es damit so eng wird hätt' ich anfangs auch nicht gedacht.
Mit Ü30 sieht's sicher anders aus als in den 20ern.
Eigentlich setz' ich aber auch nur paar Selbstverständlichkeiten voraus und wie jeder hab ich natürlich auch Dinge die abseits von dem für mich passen müssen.
Bei manchen Sachen bin ich auch kompromissbereit aber andere sind in Stein gemeißelt.
Prinzipien halt.
Bei 'nem Kennenlernen setz' ich Augenhöhe voraus.
Ich bin nicht der Typ der sich der Frau vor die Füße schmeißt.
Ein Großteil der Gespräche laufen nun aber so ab, dass 'ne neue Bekanntschaft oft nur von sich selbst redet.
Meistens kommt da nur "Ich", "Ich", "Ich" und kaum 'ne Frage zu mir.
Ich mein', dann kann man auch seine Wand volltexten.
Zeugt für mich von Kommunikationsinkompetenz oder einfach Egozentrik.
Wenn ich dann irgendwann nicht mehr antworte oder reserviert bin, wird sich gewundert oder man bekommt irgend 'n Spruch gedrückt.
Sollten dann doch mal Fragen gestellt werden sind's meist diese Fangfragen wie ich denn mein Hobby finanzier'.
Ich seh's einfach nicht ein der Bittsteller zu sein.
Ich find' bei 'nem Kennenlernen muss es schon harmonieren und dass man auch auf 'nem gemeinsamen Level ist.
Am Aussehen liegt's bei mir jetzt auch nicht.
Ich bekomm' dahingehend schon mal Komplimente aber sobald's mal um sowas wie Substanz geht, erledigt sich das Ganze auch wieder schnell.
Ziele im Leben, 'n gewisser Intellekt, Reflexion, Selbstständigkeit, 'n gesundes Umfeld sind jetzt auch kein Ding der Unmöglichkeit, find' ich.
Aber da scheitert's schon.
Manche lassen sich total geh'n während ich auf mein Äußeres achte.
Ich arbeite an der Verwirklichung meiner Ziele, die Bekanntschaft gammelt nur vor sich hin und hat keine Ziele im Leben.
Ich bin jetzt auch nicht die totale Leuchte in vielen Dingen aber versuch' zumindest mich da zu verbessern, bei der Bekanntschaft gibt's da keinerlei Ambitionen.
Und trotzdem wird von solchen Frauen erwartet dass ich da den Bittsteller mime.
Manche brauchen das wohl für ihr Ego, sind in irgendwelchen Konventionen gefangen oder sind vielleicht einfach schüchtern.
Was auch immer der Grund ist, wenn's kein Geben und Nehmen ist dann hab' ich schon kein Elan mehr mich damit zu befassen
Klar, jeder gerät mal an solche Leute aber mittlerweile sind das ja nicht die Ausnahmen sondern der Regelfall.
Seit ein paar Monaten hat's sich auch eingebürgert, dass ich jemanden kennenlerne mit dem man sich auch gut versteht und es harmoniert.
Das sind auch Frauen die Initiative zeigen und keine Egoprinzessinnen sind.
Wo ist denn dann das Problem?
Nach ein paar Wochen wird dann damit rausgerückt, dass man seit Jahren in einer offenen Beziehung ist.
Nee, sorry. Für sowas bin ich mir zu schade.
Manche kommunizieren das auch relativ früh. Da kann ich das zumindest akzeptieren, mach aber auch klar dass ich kein Interesse an irgendwelchen Affären hab'.
Wenn das deren Beziehungsmodell is', von mir aus.
Aber ich bin nicht dafür zu haben irgendso'ne Bettgeschichte, Abenteuer oder whatever zu sein.
Für meine Kumpel ist's unverständlich, dass ich da so "pingelig" bin.
Ich seh' das eher als Würde und ich hab' kein' Bock als irgend 'n Stück Fleisch oder zweite Wahl herzuhalten.
So langsam fühl' ich mich auch bisschen allein'.
Sicher komm' ich auch gut allein zurecht und genieß' das auch.
Man macht halt sein Ding, geht seinen Interessen nach und wenn einem an einem selbst was nicht passt dann arbeitet man daran.
Nur wär's eben auch mal wieder schön morgens neben jemandem aufzuwachen, die Facetten aneinander zu entdecken, gemeinsam zu kochen, was zu unternehmen.
Einfach dass man sich näherkommt und schaut was draus wird.
Ganz normal halt.
Aber so wie's momentan läuft, scheitert's schon an grundlegenden Sachen.
Ein Faktor ist halt auch dass ich auch so langsam in die Jahre komme.
Manchmal tun sich auch erst nach 'ner gewissen Zeit Abgründe auf.
Darum lern' ich die Leute sowieso lieber erst über 'nen längeren Zeitraum kennen.
Mit einer Frau lief's über Monate hinweg gut bis sich mal zeigte dass sie überhaupt keine Impulskontrolle hat und so 'ne cholerischen Allüren an den Tag legt.
Da war der Ofen für mich sowieso gleich aus.
Hat sich zwar einen Tag später entschuldigt aber Nein, danke.
Da gab's dann 'ne höfliche Absage, dass ich mir sowas nicht reinzieh' und Tschüss.
Tja, alles nicht so bombig zur Zeit.
Ich frag' mich halt auch woran es liegt, dass ich oft an solche Frauen gerate.
Irgendwie muss ich sie ja anziehen oder unterbewusst auf sie zugehen.
Klar, durch die momentane Zeit sind die Leute alle auf 'nem Egotrip und gerade die Männer bomben die Frauen mit Anmachen, Hofierungen und Komplimenten nur zu.
Kein Wunder dass da weniger reflektierte Persönlichkeiten zu Egomanen werden die viel verlangen aber kaum was zu bieten haben.
Aber es wird ja auch noch normale Leute geben.
Irgend 'n Problem wird's ja an mir geben dass ich oft an solche Frauen gerate.
Aber selbst bei guten Freundinnen fass ich mir manchmal echt an den Kopf.
Eine war ganz lange in mich verknallt. Das hatte ich lange nicht erwidert aber irgendwann entstand dann doch bisschen mehr draus.
Bevor es zu 'ner Beziehung kam, ging's dann aber aus verschiedenen Gründen in die Brüche und wir waren wieder platonische Freunde.
Irgendwann lernte sie dann ihren neuen Freund kennen und hielt mich dann aber an dass er nicht wissen solle dass wir mal was am laufen hatten.
Gleichzeitig machte sie ihn aber ab und an zur Schnecke weil er sich mit irgendwelchen Freundinnen traf.
Ich hab' ihr dann mal gesteckt, dass sie sich an die eigene Nase fassen soll.
Die Freundschaft hab ich dann auch beendet weil Madame sich total im Recht sah und mir auch noch pampig kam.
Wahrscheinlich behandelt sie ihn heute noch so während sie hinterrücks mit ihren Fehltritten hinter'm Berg hält.
Übrigens gab's so 'ne Geschichte nochmal mit einer Frau die ich kennenlernte und es echt gut lief.
Irgendwann hat's sich dann aber auch herausgestellt dass wir in einigen grundlegenden Sachen betreffend Zukunft nicht harmonierten.
Naja schade, sch..
Nach paar Monaten ohne Kontakt sind wir dann Kumpel geworden.
Sie ist zurück zu ihrem Ex und da genau das gleiche Schema:
"Bitte sag ihm nichts von uns"
Mal abgesehen davon hab' ich generell kein' Bock die Jungs kennenzulernen.
Irgendso'ne inzestuöse Gruppendynamik in der auch noch jeder mit jedem bescheißt.
Nee, danke.
Sorry für's abschweifen aber das sind auch so'ne Erfahrungen.
Selbst Leute die ich für integer und menschlich cool hielt, lassen da so'ne Dinger blicken.
Das prägt mich dann eben auch so dass ich nicht mehr so wirklich unvoreingenommen rangehen kann wenn ich jemanden kennenlerne.
BTW: Mit geht's hier auch nicht um dieses undifferenzierte "alle Frauen/Männer sind"-Gesabbel oder dass das Problem bei allen anderen aber nicht mir selbst liegt.
Aber so langsam nervt's halt.
Danke für's Lesen
Ich weiß gar nicht was ich mir hiervon erhoffe.
Vielleicht musste das einfach mal raus.
Würde mich aber über Anregungen freuen.