firstaid
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habe heute viel hier gelesen und mich deswegen auch mal angemeldet, denn ich hab den Eindruck, hier im Forum gut aufgehoben zu sein.
Nun mal meine Geschichte....
"firstaid" habe ich deswegen als Name hier gewählt, weil ich echt den Eindruck habe, dass ich anscheinend immer nur gut im Leben dafür bin, um andere glücklich zu machen. Ich möchte auch garnicht auf frühere Beziehungen hier zurückgreifen, nur im Moment geht es mir sehr schlecht und ich habe total den Liebeskummer.
Mein Freund und ich (beide an die 50) waren total ineinander verliebt, ca. 1,5 Jahre zusammen. Er wollte gleich mit mir zusammenziehen, ich nicht sofort. Aber jetzt wo ich mir das vorstellen kann, will er nicht mehr. Er sagt auch nicht mehr "ich liebe Dich" immer nur noch "hab dich lieb" Es würde nicht mehr passen, meint er. keine schmetterlinge mehr im Bauch bei ihm. Ist doch aber normal, sage ich.
Seit Wochen macht er nur noch Rückzieher. So oft sehen wir uns sowieso nicht, dann sagte er mir letzte Woche, er wolle auch mal ohne mich was machen. Und das, wo wir uns sowieso nur alle 14 Tage mal sehen ?
Ich selbst bin ein eigenständiger Mensch mit eigenen Hobbys - er tut ja gerade so, als wenn ich ihm nur am Hals hänge.
Kleine Kinder hat er noch, die mit mir nichts unternehmen wollen. Kann ich akzeptieren, aber nicht auf Dauer. Er meint, ich hätte mit seinen Kindern ja nichts zu tun.
Ich sagte ihm dann, dass mir das zu wenig für eine Beziehung ist. Das es kein Weiterkommen gibt, sondern nur Rückschritte. Er sagt, er wäre ja noch nicht so lange von seiner Familie getrennt und hätte sich jetzt an das alleine wohnen gewöhnt und findet das gut. Ihm geht es gut so - mir geht es schlecht, weil ich keine Option habe für die Zukunft mit ihm.
Aber ich liebe ihn. Und wir passen hervoragend zusammen. Das sagt er auch, dass er wenn er mit jemanden zusammen wohnen möchte, dann wohl am ehesten mit mir.
Ich bot ihm erstmal Freundschaft an, die er sofort annahm. Keine Beziehung nur noch Freundschaft. Aber ich schaff das nicht. Hab mich jetzt drei Tage lang nicht gemeldet. Er schrieb mir gestern, rief mich heute an, morgen sehen wir uns - wir sind im selben Verein. Er findet diese Freundschaftskiste gut, ich nicht. Ich will ihn als Partner zurück, aber habe Angst, wenn ich mich bei ihm garnicht mehr melde, dass er mich dann auch vergisst.
Mir tut alles weh. Ich freue mich, ihn morgen zu sehen. Aber andererseits freue ich mich auch nicht. Und ich vermisse ihn sooooo sehr.
Es fühlt sich an wie ein Machtkampf. Er findet das in Ordnung, wenn wir uns nur selten sehen und ab und an telefonieren - ich möchte auch irgendwann den Alltag mit ihm.
Was meint Ihr ? Wie soll ich mich verhalten ? Gibt es noch Hoffnung auf einen Neuanfang ? Ich hab tief in mich hineingehört und kann so eine lockere Beziehung auf Dauer nicht . Hab immer das Gefühl, ich hab nen Freund und bin doch alleine. Vielleicht ist er in der Midlife-Crises ? Nach fast 24 Ehejahren spürt er den Drang nach Freiheit ?
War ich nur "First Aid" - die erste Hilfe nach seiner Trennung von seiner Frau, um wieder Fuß im Leben zu fassen ?
Ich bin ihm nicht böse, nur sehr, sehr traurig



