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An H

BlueApple

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Zitat von Sentimentalo:

Hallo Blanca, hallo BlueApple,
es m├Âgen ja viele unbewiesene Annahmen in deinem Brief im Spiel sein, aber wo steht geschrieben, dass wir immer ehrliche Antworten bekommen, wenn wir eine Aussprache mit Liebespartnern oder Freunden einfordern.
Ich bin nach wie vor daf├╝r, es dabei zu belassen! Es hat auch was f├╝r sich, eine untergegangene Freundschaft so in Erinnerung zu behalten wie sie gut war. Ein Denkmal zu errichten geh├Ârt zu unseren Trauerritualen. Das hast du in deinem Brief an H. eindrucksvoll getan.

Sch├Ânes Wochenende euch allen!

Ich sehe das komplett anders. Es scheint die TE immer mal wieder zu belasten, bzw es kommt ihr immer mal wieder in den Sinn. Also hat sie damit nicht wirklich abgeschlossen. Wenn das Ende der Freundschaft wirklich auf einem Missverst├Ąndnis beruht, sollte man es aus der Welt schaffen. Da ist Sturheit dann auch irgendwie fehlt am Platze.
Die TE geht davon aus, dass ihr Ex seinerzeit den Cut verursacht hat. Da kann sie nichts f├╝r. Und ich denke auch, dass ihre ehemalige Freundin ihr dies glauben wird, wenn die TE auf sie zugeht.
Weisst du, ich denke mir immer, das Leben ist so kurz. Irgendwann kommt man vielleicht an den Punkt wo man bereut nicht anders gehandelt zu haben, bzw ├╝ber seinen Schatten gesprungen zu sein. Dann kann es aber l├Ąngst zu sp├Ąt sein. Und damit dann zu leben ist weitaus schlimmer

12.09.2020 10:50 • x 2 #16


Extra15


"Eine endg├╝ltige Best├Ątigung bez├╝glich Deiner Motivation f├╝r den Kontaktabbruch werde ich wohl nie erhalten; daf├╝r m├╝├čte ich Dich kontaktieren und eben das willst Du ja partout nicht, also lasse ich das auch sein."

Liebe Blanca, deine Beitr├Ąge lese ich ├Âfters und du scheinst mir eine sehr klare, direkte und konsequente Pers├Ânlichkeit zu sein.

Diese Geschichte belastet dich und jeder Mensch hat ein Recht die Dinge klarzustellen, abgesehen davon, dass du hier lediglich Vermutungen hast. Es besch├Ąftigt dich aber und das wird auch weiter so bleiben, wenn DU die Dinge nicht kl├Ąrst.
Wir beide unterscheiden uns darin, dass ich eher impulsiv bin und ICH h├Ątte dieses ganze Posting ausgedruckt und an deine Freundin geschickt.
Damit zeigst du, dass sie dir wichtig war und dass du unter der Situation leidest. Das ist auch keine Schande, denn dazu sind Probleme da, um sie zu kl├Ąren.

Du kannst dabei dann nicht mehr verlieren, sondern nur gewinnen:

Entweder, du bekommst keine Reaktion, dann ist das so und du hast dich zumindest bem├╝ht
oder es kommt zu einer Kommunikation und du erf├Ąhrst, was wirklich los war.

So w├╝rde ICH es machen und h├Ątte schon viel fr├╝her um eine Kl├Ąrung gebeten.

12.09.2020 12:03 • x 4 #17



An H

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Blanca

Blanca


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@Prinzessin28 Meine (ehemalige) Freundin wurde schon einmal bestohlen, von einer Arbeitskollegin, mit der sie seit den 1980ern auch privat gut befreundet war. Insofern war sie da ein gebranntes Kind, was ihr verst├Ąrktes Mi├čtrauen erkl├Ąrt - zur Zeit ihres Kontaktabbruchs mit uns lag das noch nicht lange zur├╝ck.

Zudem haben sie und ihr damaliger Lebensgef├Ąhrte zwar anst├Ąndige, aber eben auch sehr schlecht bezahlte Berufe. Selbst wenn mein Ex "nur" mal ein paar Mark entwendet haben sollte: F├╝r sie war das viel Geld; irgendwelche Experimente in Sachen "mal was auslegen und gucken, ob nun Blancas Mann oder sie selbst das macht" konnte und wollte sie sich vermutlich schlicht nicht leisten - also mal ganz abgesehen davon, wie entt├Ąuscht sie gewesen sein mu├č.

Mein Mann und ich waren damals erst 4 Jahre miteinander verheiratet - sie mu├čte davon ausgehen, da├č ich im Zweifel (gerichtsfeste Beweise hatte sie vermutlich keine) nicht ihr als Freundin glauben, sondern zu ihm halten w├╝rde. Er h├Ątte das ├╝brigens garantiert mit aller Vehemenz abgestritten. Das h├Ątte dann den Gedanken aufkommen lassen, es k├Ânne ihr ehemaliger Lebensgef├Ąhrte gewesen sein, der sie bestiehlt und es jetzt uns in die Schuhe zu schieben sucht. Auf jeden Fall h├Ątte so ein Palaver mindestens eine von uns in die Situation gebracht, sich entweder f├╝r ihre Beziehung oder eben die Freundschaft entscheiden zu m├╝ssen. Heute wei├č ich, da├č ich ihrem Ex-Lebensgef├Ąhrten sowas weiterhin nicht zutraue - w├Ąhrend mein Ex-Mann hingegen dazu f├Ąhig ist. Damals hatte ich diesen Erfahrungshorizont aber noch nicht... wir alle w├Ąren in ein furchtbares Vertrauensdilemma hineingeraten.

Meine Freundin ist nicht bl├Âd, sie hat das vermutlich damals schon ├Ąhnlich durchdacht wie ich jetzt und ja: An ihrer Stelle h├Ątte ich ganz genauso gehandelt und mich schlicht zur├╝ckgezogen, statt es auf so einen Vulkanausbruch ankommen zu lassen. Sie mu├čte ja damit rechnen, da├č wir ihre Anschuldigung wom├Âglich emp├Ârt unseren Eltern erz├Ąhlen und dann h├Ątte es wirklich b├Âses Blut gegeben - auch was die Nachbarschaft betraf. Der dann erst zu erwartende Flurschaden h├Ątte in keinem Verh├Ąltnis zu dem gestanden, wie es stattdessen in weiterer Folge gekommen ist, immerhin haben wir beide unseren Weg im Leben auch nach ihrem Kontaktabbruch weiter gut genommen.

Bis zu der schr├Ągen Friedhofsbegegnung hatte ich mir diesen in Ermangelung einer Aussprache oder offensichtlicher Gr├╝nde schlie├člich damit erkl├Ąrt, da├č sie vielleicht einfach irgendwo unterwegs das Interesse an mir verloren hatte und der Kontakt ihr insofern auch ohne konkreten Anla├č nur noch auf den Keks ging. In der Tat waren diese Jahre eine Zeit, wo einige alte Kontakte in meiner Heimatstadt allm├Ąhlich einschliefen - nun eben halt auch dieser.

Meine Freundin war nie eine Frau der gro├čen Worte. Helle ist sie schon, aber eben nicht sonderlich eloquent. Vor allem nachdem sich herausgestellt hatte, da├č sie weder ihrem eigenen Partner, noch ihrer Mutter einen Grund hatte nennen wollen und stattdessen beide (├╝ber Dritte) gleichlautend und unabh├Ąngig voneinander (!) berichtet hatten, sie habe "so merkw├╝rdig reagiert, da├č man nicht weiter habe in sie dringen wollen", verst├Ąrkte sich bei mir der Eindruck, sie habe sich in Ermangelung eines konkreten Arguments halt nicht anders zu helfen gewu├čt, als mich irgendwann einfach abzuwimmeln und dann jegliche weitere Begegnung zu vermeiden, um unseren Kontakt endlich zu Ende zu bringen.

Dazu passt ├╝brigens auch, da├č mein Mann und ich sie im Jahr danach noch ein letztes Mal im "Dorf" gesehen haben: Wir hatten uns dort etwas Eis auf die Hand geholt und querten gerade die Stra├če, um in Richtung Park abzubiegen und uns dort damit auf einer Bank niederzulassen, da erblickten wir sie mit einem Mann (vermutlich ihr neuer Freund) an der Bushaltestelle gegen├╝ber vom Eissalon. Kaum sah sie uns, drehte sie sich sofort (blitzartig!) um und uns ihren R├╝cken zu - ganz offensichtlich in der Hoffnung, da├č wir weitergehen, ohne sie zu bemerken. Auf mich wirkte das damals erst mal nur noch kindisch. Da unser Eis bereits am schmelzen war, bin ich dann mit meinem Mann weiter zum Park, um es dort noch genie├čen zu k├Ânnen. Er hatte das ├╝brigens genauso wahrgenommen wie ich, gab aber sehr elegant den Verwunderten - wenn man bedenkt, was wom├Âglich der Anla├č f├╝r ihre Ablehnung war und ist. Leider wei├č ich mittlerweile, da├č er l├╝gen kann wie gedruckt, daher sehe ich das heute in einem anderen Licht...

Na jedenfalls fand ich dieses sich-einfach-Zur├╝ckziehen jahrelang ziemlich feige von ihr, zumal sie eben auch mit wirklich niemand ├╝ber ihren Grund zu sprechen bereit war in jener Zeit. F├╝r mich deutete das auf ein schlechtes Gewissen ihrerseits hin, sich so wortlos aus unserer uralten Freundschaft gestohlen zu haben, ohne da├č ich ihr einen schwerwiegenden Anla├č daf├╝r geliefert hatte. Da├č der Grund auch in meinem Mann gelegen haben k├Ânnte - auf die Idee kam ich bis letzte Woche nicht.

Im Grunde h├Ątte es dabei ja dann auch bleiben k├Ânnen, denn ich unternahm ja nie wieder irgendwelche Anstalten, sie doch nochmal in dem Scheckenhaus aufzust├Âbern, in das sie sich da so offensichtlich zur├╝ckgezogen hat. Allerdings erkl├Ąrt das nicht, wieso sie mir selbst Jahrzehnte (!) sp├Ąter so derma├čen passiv-aggressiv auf mich reagiert - wie eben damals auf dem Friedhof. Selbst wenn jegliches Interesse an einer Freundschaft erlischt und man sie daher vor Jahren - und das ein wenig arg ungeschickt, aber immerhin - hat einschlafen lassen: Einer ehemaligen Nachbarin auf dem Friedhof im Vorbeigehen zumindest mal "Guten Tag" zu sagen, ist wohl das Mindeste, was man an H├Âflichkeit aufbringen kann. Doch nicht mal das bringt sie ├╝ber sich - und da├č ihre Mutter sich dieser Br├╝skierung anschlo├č, ist ein deutliches Zeichen, da├č es hier um deutlich mehr geht als bis dato von mir angenommen.

Nein - da liegt etwas in der Luft, das so schwerwiegend ist, da├č "es" zu einer totalen Ablehnung meiner Person gef├╝hrt hat - erst in meiner ehemaligen Freundin und nun eben auch in deren Mutter. Letztere hatte ├╝ber Jahre hinweg immer schon mal ein paar Worte mit mir geplaudert, wenn ich sie auf dem Heimweg zu meinen Eltern im Vorgarten antraf. Small-Talk, aber immerhin - doch damals, auf dem Friedhof, da schlug mir von beiden nur noch passive Aggression entgegen, als ob ich jemand sei, vor dem man nur noch das Weite suchen k├Ânne.

Also angetan habe ich ihr ganz gewi├č nichts. Und wenn selbst ihr ehemaliger Freund - der ja nun stets bei allen Treffen zugegen war - nicht wu├čte, was sie pl├Âtzlich gegen mich hat, dann habe ich auch nichts zu ihr gesagt, was sie so schwer beleidigt haben k├Ânnte, da├č sogar ihre Mutter meint, mich offen schneiden zu m├╝ssen. Wie bereits erw├Ąhnt, ist Rufmord durch Dritte auch ausgeschlossen, weil es schlicht keinen gemeinsamen Bekanntenkreis mehr gab, wo jemand hintenrum was ├╝ber mich h├Ątte l├Ąstern k├Ânnen.

So wahnsinnig viele Optionen bleiben da nicht, was sie - und nun sogar ihre Mutter (!) - so schwer gegen mich aufgebracht haben k├Ânnte, da├č sie zwar einerseits nie bereit war, mir mal die Meinung ins Gesicht zu geigen, aber andererseits ein passiv-aggressives Verhalten an den Tag legt, das man sonst eigentlich nur Abtr├╝nnigen, Verr├Ątern oder eben Verbrechern angedeihen l├Ą├čt. Ich sah neulich ein paar Clips ├╝ber Jacinda Ardern und ihren Umgang mit dem Christchurch-Attent├Ąter... diese Sprachlosigkeit... dieses nicht-mal-den-Namen-nennen-wollen.... so ungef├Ąhr kam das in dem Moment auch auf dem Friedhof r├╝ber.

Ich fasse nochmal zusammen:
Weder habe ich je mit ihrem Ex geflirtet - ich mochte ihn sehr, aber als Mann hat er mich null interessiert. Umgekehrt ├╝brigens ganz genauso.
Noch habe ich sie bewu├čt beleidigt, oder gar offen angegriffen.
Und angepumpt oder bestohlen habe ich sie auch nicht.

Also worauf kann so eine offene Ablehnung sich gr├╝nden, wie sie mir da entgegenschlug?

Mir f├Ąllt nur ein einziger Schwachpunkt ein. Und zu was mein Ex alles f├Ąhig ist, das war mir damals halt noch nicht bewu├čt. Als es sich herausstellte, da war diese Freundschaft schon seit 6 Jahren beendet und insofern auch nicht mehr sonderlich pr├Ąsent. Jahrelang habe ich nur noch selten daran zur├╝ckgedacht, weil mein Leben halt ganz woanders weiterging und mir auch kaum noch Zeit dazu lie├č. Erst letzte Woche kam ich nach langer Zeit nochmal dar├╝ber ins Gr├╝beln. Und jetzt habe ich endlich eine Erkl├Ąrung, die sehr schl├╝ssig ist.

Leute - ich hatte diesen Abschiedsbrief ganz bewu├čt in dieses Unterforum hier eingestellt, weil es hier um sich-etwas-von-der-Seele-schreiben geht und nicht ums palavern. Nachdem auch dieser Forenbereich ├Âffentlich ist, k├Ânnt Ihr gern weiter hier kommentieren und mutma├čen, aber meine Absicht war nie, eine gro├če Diskussion damit loszutreten. Mir ging es lediglich darum, meine Gedanken irgendwo zu sortieren und meine Gef├╝hle richtig einzuordnen:
Zitat von Blanca:
Der Unterschied ist nur, da├č ich dies jetzt wieder mit einem guten Gef├╝hl f├╝r sie in meinem Herzen tun kann.
Denn diesen Frieden hatte ich vermisst; mein Herz soll doch nicht auch zur M├Ârdergrube werden;
also so wie ihres, wenn sie mich nur sieht.


Im ├╝brigen ist hiermit alles gesagt:
Zitat von Sentimentalo:
Jetzt ist so viel Lebenszeit verstrichen ohne dass es dieser Freundschaft bedurft hat, dann kann man es auch stehen lassen. Dar├╝berhinaus muss man es auch akzeptieren und respektieren, dass deine Ex-Freundin sich bewusst entfernt hat.

Zitat von Blanca:
Nein, niemand wird uns jemals um die Jahre berauben k├Ânnen, die unsere Freundschaft hatte.
Ich bin dankbar f├╝r das was war, akzeptiere da├č es jetzt vor├╝ber ist und ziehe weiter auf das zu, was wird.
Der Unterschied ist nur, da├č ich dies jetzt wieder mit einem guten Gef├╝hl f├╝r sie in meinem Herzen tun kann.
Denn diesen Frieden hatte ich vermisst; mein Herz soll doch nicht auch zur M├Ârdergrube werden;
also so wie ihres, wenn sie mich nur sieht.


Danke nochmal, Sentimentalo.

12.09.2020 12:16 • x 1 #18


Extra15


"und nicht ums palavern"

Entschuldigung f├╝r die Bel├Ąstigung.

12.09.2020 12:21 • #19


Blanca

Blanca


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Keine Ursache.

12.09.2020 12:30 • #20


BlueApple

BlueApple


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Tausendfaches sorry, dass wir davon ausgingen, dass eine Reaktion erw├╝nscht w├Ąre. Leider kann man es aus dem Kontext nicht entnehmen, dass dies nicht der Fall war.
Dann rede dir mal weiter sch├Ân ein, dass dich so gar keine Schuld trifft...... Du bist zwar auch nicht auf sie zugegangen und das k├Ânnte deine Freundin auch als Desinteresse interpretieren, aber hey, wird schon richtig sein!
Viel Gl├╝ck

12.09.2020 12:54 • x 1 #21


Gewitter


Dann sortiere doch mal zu dir.
Das w├Ąre richtig.
Bis dahin.

12.09.2020 12:58 • #22


Blanca

Blanca


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Zitat von BlueApple:
Tausendfaches sorry

Zitat von BlueApple:
Leider kann man es aus dem Kontext nicht entnehmen, dass dies nicht der Fall war.

Dieses Unterforum hat folgende Beschreibung:

"Letzte Worte, Liebesbrief & Tagebuch
Was ich dir noch sagen wollte - die letzten Worte an Deine Liebe. Trennungs-Tagebuch oder niemals abgeschickte Liebesbriefe und Gedanken. Du kannst alles rauslassen. Es tut gut alles nieder zu schreiben."


Das ist sein "Kontext". Ich lese da nix von Diskussion.
Aber nochmal: Keine Ursache. Immerhin steht ja auch nicht da, dass die verboten w├Ąre.

Zitat von BlueApple:
Dann rede dir mal weiter sch├Ân ein, dass dich so gar keine Schuld trifft...... Du bist zwar auch nicht auf sie zugegangen und das k├Ânnte deine Freundin auch als Desinteresse interpretieren, aber hey, wird schon richtig sein!

Ja, ich halte es f├╝r richtig.

Es ist mir ehrlich gesagt egal, wie sie es wertet, da├č ich ihr nicht hinterher gelaufen bin damals. Meine Eigenverantwortung endet genau dort, wo die Denke eines anderen Menschen sich verselbst├Ąndigt und nichts mehr mit meinem konkreten Reden oder Handeln zu tun hat. Eben das ist hier geschehen:

Ich habe ihr definitiv nichts gesagt oder getan, das so ein passiv-aggressives Verhalten Ihrerseits (auch ├╝ber meine Scheidung hinaus noch) rechtfertigen w├╝rde - zwei M├Ąnner, die bei all unseren Treffen seinerzeit mit dabei waren, haben das unabh├Ąngig voneinander best├Ątigt, indem sie sich ihren Kontaktabbruch ebenso wenig erkl├Ąren konnten wie ich.

Und wenn meine Vermutung mit dem Diebstahl stimmen sollte, so trifft mich auch hier keine Schuld, denn ich war ahnungslos und unbeteiligt - ob sie das nun glaubt oder nicht, ├Ąndert doch nichts daran, da├č das Fakt ist!

F├╝r mich z├Ąhlt einzig und allein, da├č ich selbst das wei├č und mich insofern vor meinem Sch├Âpfer ebenso verantworten kann wie vor meinem pers├Ânlichen Gewissen. Wie H. ├╝ber mich denkt, daran kann ich leider nichts ├Ąndern, weil ihr offensichtlich (!) das Vertrauen in meine freundschaftliche Integrit├Ąt und mir schlicht die Beweise f├╝r meine Unschuld fehlen, um es zur├╝ckzugewinnen.

Sollte ihr anhaltender Verdacht sie belasten (was ich nicht annehme), br├Ąuchte sie doch nur ein Haus weiter bei meiner Restfamilie anzuklopfen und nach meiner Rufnummer zu fragen - man wird ihr sicher gern weiterhelfen dort. Das ist aber ihre Eigenverantwortung - die ├╝bernehme ich ganz sicher nicht. Daf├╝r hat sie mir einmal zu oft gezeigt, da├č sie nicht (mehr) mit mir reden kann, will oder beides. Sie trotzdem erneut zu kontaktieren, k├Ąme einer Bel├Ąstigung gleich und sowas von bed├╝rftig r├╝ber, da├č es ihren Verdacht eher noch erh├Ąrten k├Ânnte (so ich denn richtig kombiniert habe, worauf er sich ggfs. gr├╝ndet).

Alles, was ich noch wollte war eine nachvollziehbare Erkl├Ąrung f├╝r meinen eigenen Seelenfrieden, keine Reunion - daf├╝r haben wir uns auch ohne diesen Bruch l├Ąngst viel zu unterschiedlich entwickelt. Diese Erkl├Ąrung habe (auch) ich nun ohne einen neuerlichen Vulkanausbruch endlich gefunden und sie ist schl├╝ssig genug, um mich dieses Kapitel f├╝r mich jetzt schlie├čen zu lassen.

H. hatte es ja bereits 1994 f├╝r sich beendet und damit ist jetzt auch gut.

12.09.2020 14:39 • x 1 #23


Johannna


Hallo Bianca! Es tut mir aufrichtig leid um deine verlorene Freundschaft und ich finde es auch richtig, das ganze ruhen zu lassen. Aber dein Erkl├Ąrungsversuch muss nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen. Ich bin 54 und habe schon viele auch langj├Ąhrige Freundschaften aufgeben m├╝ssen. Im Grunde ist mir nur eine einzige Freundin aus Kindertagen erhalten geblieben. Einige meiner ehemaligen Freundinnen gr├╝├čen mich noch, andere nicht. Nicht immer muss es daf├╝r so dramatische Erkl├Ąrungen geben, wie du sie dir zurecht gelegt hast. Manchmal ist es auch einfach nur ein Auseinaderdriften der Interessen. Und damit gehen Menschen verschieden um.

Ich selbst musste wegen meinem letzten Ex und Forengrund zahlreichen Menschen vor den Kopf sto├čen, weil sie in eine Zeit geh├Âren, die ich aus meinem Leben so gut wie m├Âglich verbannen wollte. Es ging dabei nicht um ihre Verfehlungen, sondern dass sie dem Ex gegen├╝ber loyal waren und weiterhin sein w├╝rden. Ich wollte da nicht zwischen gr├Ątschen, um nicht noch mehr verbrannte Erde zu hinterlassen. Sang und klanglos verschwand ich aus ihrem Leben, um selbst wieder Frieden zu finden. Wenn ich Ihnen heute begegne, gr├╝├čen sie mich nicht. Sie konnten mein Verhalten nicht verstehen und halten mich h├Âchstwahrscheinlich f├╝r eine dumme Kuh. Aber lieber lasse ich sie in diesem Glauben, als nochmal in dieser Jauche zu r├╝hren, die meine Verbindung zu dem Ex verursacht hat.

Versuch nicht, es zu verstehen. Aber mach deinen Frieden mit deiner Vergangenheit. Mit H und irgendwann auch mit deinem Ex. Kein Mensch auf dieser Welt ist nur schlecht und b├Âse. Selbst dann nicht, wenn er stiehlt, l├╝gt und betr├╝gt.

Alles Liebe!

12.09.2020 15:38 • x 2 #24


Blanca

Blanca


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Zitat von Johannna:
Sie konnten mein Verhalten nicht verstehen und halten mich h├Âchstwahrscheinlich f├╝r eine dumme Kuh. Aber lieber lasse ich sie in diesem Glauben, als nochmal in dieser Jauche zu r├╝hren, die meine Verbindung zu dem Ex verursacht hat.

Danke, Johanna.

12.09.2020 16:35 • #25



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