T-2705
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Diesen Mittwoch setzte sich mein Mann zu mir und sagte: "Ich muss Dir etwas Schlimmes sagen: Ich will mich von dir trennen." Noch keine Woche vorher hatten wir unseren 21. Hochzeitstag. Einen Tag zuvor waren wir romantisch beim Italiener essen und hatten wirklich viel Spaß. Die ganzen Tage davor war alles ungezwungen, locker und fröhlich. Selbst die Jungs sagten noch kurz vorher, wie toll unsere Familie ist. Er meint, dass er mich noch immer lieb hat. Mich auch attraktiv findet, aber dass es nicht mehr "kribbelt im Bauch". Dass Liebe und Verliebtheit unterschiedliche Dinge sind, scheint ihm da nicht aufgefallen zu sein.
Nun muss ich sagen, dass wir schon mal, vor 6 Jahren getrennte waren. Damals hatte er mich betrogen und es mir erst nach 13 Monaten erzählt. Die Situation war ähnlich. Er hatte ein Burnout. Denn er ist ein Workaholic. Damals machten wir tatsächlich eine Therapie und seine Gefühle kamen dann wieder zurück. Alles lief toll. Wir waren tatsächlich wieder verliebt in einander. Damals nahmen wir uns bewusst Zeit füreinander. Aber Schritt für Schritt rutschte er wieder zurück in die Arbeit. Immer mehr. Selbst am Wochenende. Und immer gibt es eine Ausrede, warum er arbeiten muss. Selbst Freunde hat er inzwischen nicht mehr. Der Mann, den ich geheiratet habe, ist er leider nicht mehr. Und doch sehe ich ihn noch. Er ist noch da. Tief in ihm. Und diesen Mann möchte ich wieder zurück.
Ich hab mir erstmal unsere zwei Jüngeren Jungs geschnappt und bin spontan ans Meer gefahren, Ich brauch einfach Abstand. Ich weiß nicht, ob ich wirklich wieder kämpfen will. Ich weiß, dass alles wieder gut sein könnte, wenn er seine Überarbeitung wieder in Griff bekommen könnte. Aber habe ich die Kraft dazu? Ist es Richtig, wieder zu kämpfen? Oder werde ich stets wie auf einem Pulverfasses sitzen, falls er doch wieder zu uns kommt? Wird sich das immer und immer wiederholen? Ich bin mir sicher, dass er mich liebt, nur sind seine Emotionen durch die Arbeit total weg. Auch unsere Kinder spürten, dass er zu Hause so oft abwesend war. Seine Gespräche hölzern. Aber wenn wir wegen der Feiertage Zeit hatten, dann war er fröhlich und alles schien normal.
Oh je. Nun hab ich viel und wirr geschrieben und doch sagt das alles gar nichts, weil noch so viel fehlt.
Ich danke Euch, dass ihr mir zugehört habt.
Liebe Grüße von Tanja