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Das erste Mal

Ameise_78
Zitat von BlueLagoon:
Ich denke drüber nach 🤣

@Pinselstrich kann Bilder für die Wände des Salons zur Verfügung stellen und ich werde Stammgast 😂
(War noch nie in einem Beauty Salon, kann ab dem Alter bestimmt nicht schaden😂)

• x 2 #31


Pinselstrich
Zitat von BlueLagoon:
Da muss ich mir erst noch Know-how aneignen

Das wird schon. Man muss fest an seine Träume glauben 😛
Zitat von Ameise_78:
kann Bilder für die Wände des Salons zur Verfügung stellen und ich werde Stammgast
(War noch nie in einem Beauty Salon, kann ab dem Alter bestimmt nicht schaden)

Eine gute Idee, dafür kann ich dann weiter mit den Pastellölfarben üben. haha War aber auch noch nie in einem Beauty Salon. Wäre dann ja ein weiteres erstes Mal. 👍🏼😅

• x 3 #32


A


Das erste Mal

x 3


MissLilly
Das erste Mal ein Kind gebären. Dieser Moment hat sich in seiner ganzen Einzigartigkeit in mein Gedächtnis (und meine Nase sowie Haut) regelrecht eingebrannt, obwohl ich viele Jahre später noch einmal Mutter wurde;-)

• x 5 #33


BunteKatze
@ZwillingsIch
Zitat:
Zitat:Zitat von BunteKatze: - die ersten eigenen Radieschen aus dem Garten
ich liebe es
Zitat:Zitat von BunteKatze: - der erste Urlaub ganz alleine (es war wundervoll)
wunderbar
Zitat:Zitat von BunteKatze: - die erste Blümchen-Mustertapete selbstgeklebt.
so süß

… und die Tapete ist wirklich hübsch. Hab dann im Gästeklo direkt mit einer Wald-Foto-Tapete weiter gemacht 🤣

@Pinselstrich
Zitat:
Ich mache total gern Dinge allein, muss aber zugeben bei einem Urlaub allein, habe ich ein bisschen Respekt vor dem Gedanken. Ich wüsste gar nicht ob ich mich in der Ferne, allein irgendwie verloren fühlen würde. Noch dazu bin ich furchtbar tollpatschig & orientierungslos, was sicherlich dazu führen würde das ausgerechnet dann, mein navi nicht mehr funktioniert und ich den Weg zum Hotel oder sonst wohin nicht mehr finden würde Allerdings stelle ich mir genau sowas auch als gute Möglichkeit vor, an Herausforderungen zu wachsen

Bei deinen Aufzählungen finde ich übrigens, dass du wirklich durchaus stolz auf dich sein kannst


Danke ☺
Urlaub alleine… fühlt sich glaube ich gruseliger an als es ist.
Der erste ist mir vor Jahren schonmal „aus Versehen“ passiert. Wollte mit meinem Chef zum Kongress nach Barcelona, der hat krank morgens kurzfristig abgesagt. Also alles alleine gemacht, Flug, Weg zum Hotel etc. Pp. Und dann morgens Frühstpck beim Bäcker geholt, am Strand entlang zum Kongress und abends alleine zu Fuß die Stadt erkundet. Es war mega schön! Und mit Google und Englisch-Kenntnissen kommt man auch mit schlechtem Orientierungssinn klar.
Ich hatte so Angst davor, aber am Ende war es eine der coolsten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe.


Der erste geplante Urlaub, war ein Reiturlaub für Erwachsene. Da waren in meiner Reitgruppe tatsächlich alle 4 alleine da, also direkt abends zusammen an einem Tisch gelandet und Anschluss gehabt. Vielleicht ist sowas für dich auch ein sanfter Einstieg?
Und ansonsten: ich kann sehr gut mit mir alleine sein. Insbesondere wenn es geplant so ist.

• x 4 #34


H
Guten Morgen!
Ich fühle mich gerade inspiriert.
Das erste Mal, die wunderbaren ersten Male:
- zum ersten Mal HEUTE wach geworden
- zum ersten Mal HEUTE einen Latte M getrunken
- zum ersten Mal HEUTE meinen Körper gestreckt
- zum ersten Mal HEUTE den Himmel gesehen
- zum ersten Mal HEUTE die Luft draußen geschnuppert

- zum ersten Mal tief geliebt, so dass es weh tat
- zum ersten Mal Angst verspürt und getröstet worden zu sein
- zum ersten Mal über Sand gelaufen zu sein und das Meer gesehen zu haben
- der erste Kuss und der erste S e x
- zum ersten Mal Afrika von oben gesehen zu haben
- zum wiederholt ersten Mal eine neue Schule besucht zu haben (das Gefühl da zu stehen und von allen angestarrt zu werden)
- zum ersten Mal das Gefühl, etwas Besonderes zu sein

Es gab und gibt so viele erste Male und die jeden Tag von Neuem.
Ich gehe dankbar und mit Demut durch den Tag, der mich jedes Mal wieder von neuem überrascht mit seinen ganzen „ersten Male“…

Danke für den Thread hier…

• x 3 #35


B
Ich habe heute das erste mal so blöd in eine Tomate gebissen, so das mein ganzes Oberteil voll mit Tomatensaft und Kernen ist ( und mein Hals war auch voll)

Vielleicht zählt das auch @Pinselstrich 😉

Ansonsten habe ich heute das erste mal seit Ewigkeiten wieder Milchreis gegessen und festgestellt, ich mag Milchreis. Ich weiß nicht, ob mich das satt hält bis heute Abend, aber lecker war es 😋

• x 2 #36


Ameise_78
Zitat von BlueLagoon:
Ansonsten habe ich heute das erste mal seit Ewigkeiten wieder Milchreis gegessen und festgestellt, ich mag Milchreis. Ich weiß nicht, ob mich das satt hält bis heute Abend, aber lecker war es

Lecker Milchreis🤩
Oh ich glaube den bestelle ich mal im Café! Oder falls er dort nicht auf der Speisekarte steht mach ich mir selbst einen.😅

• x 2 #37


Pinselstrich
@BlueLagoon Haha ja Tomaten sind gefährlich ⚠

Wir hatten dann beide heute ein Essenserlebnis. Du nach langer Zeit Milchreis & ich habe heute gefrühstückt. Zwar spät, aber ein richtiges Frühstück. Mit Tee & Marmelade und co & vor allem in aller Seelenruhe. Das mache ich sonst so gut wie nie.

Schön, wenn du Milchreis für dich entdeckt hast und er dir geschmeckt hat 🙂

• x 2 #38


Ameise_78
Zitat von Pinselstrich:
Zwar spät, aber ein richtiges Frühstück. Mit Tee & Marmelade und co & vor allem in aller Seelenruhe.

Das klingt sehr gemütlich.☺

• x 1 #39


B
Zitat von Pinselstrich:
@BlueLagoon Haha ja Tomaten sind gefährlich ⚠ Wir hatten dann beide heute ein Essenserlebnis. Du nach langer Zeit Milchreis & ich habe ...

Oh, wie schön. Frühstück was ist das? Habe ich schon mal gehört. Ich bin eher Team Vormittags Snacker und Mittag.

• x 1 #40


M
Das erste Mal Berlin!
Das hat sich mir eingeprägt, denn in diesem Jahr (2011) ging es mir nicht gut. 2010 Beziehung zerbrochern und ich war noch längst nicht darüber hinweg. Zwar gab ich mir sehr viel Mühe, mehr allein zu unternehmen, was auch gelang, aber dann stand dieser Kongress meiner Berufssparte an und zwar in Berlin.

Bundeshauptstadt, riesig groß, unüberschaubar, allein der HBF würde mich überfordern, ich werde mich dauernd verlaufen oder nicht zurückfinden, ich werde abends allein in meinem Hotelzimmer sitzen und mich einsam und traurig fühlen. Tausend Bedenken, dass ICH Berlin keinesfalls bewältigen werde. Ich hatte schon Angstgefühle wenn ich daran dachte. Ich Provinzpflanze aus einer Stadt mit 40.000 EW in Berlin - es würde eine Katastrrophe werden. Wie sollte ich überhaupt zum Kongress finden? Und dann die U-- und S-Bahnstationen mit je 4 Ausgängen, halleluja!

Die Lösung bestand darin, einfach nicht hin zu fahren, es war ja alles freiwillig. Die bequeme Lösung.

Tja, die Gedanken sprangen hin und her. Sollte ich nun fahren und mich trauen oder einfach zu Hause bleiben im gewohnten Nest? Zwei Pole stritten in mir zwischen "ach, ich bleib lieber da" und "du bist ein jämmerlicher Feigling und kneifst. Eine Stadt wie jede andere, aber klar, es war ja schon immer so, du hast einfach Angst. So wie immer schon, Du elender Angsthase! Und hinteher ärgerst du dich über dich selbst, wenn dir andere erzählen, das es ganz toll.war. Ja, für die anderen vielleicht, aber doch nicht für mich!". Für mich war in dieser Zeit gar nichts toll, ich war froh, dass ich mich halbwegs stabilisiert hatte.

Der innere Dialog beschäftigte mich immer wieder, zumal ich wahrscheinlich den Ex. dort auch antreffen würde. Was würde das mit mir machen? Wie würde ich das verkraften? Wahrscheinlich gar nicht.
Und immer wieder: Du gibst dem inneren Schweinehund nach und ob der Ex. da ist oder nicht, kannst du nicht beeinflussen.
Und wenn er dort ist was ich im Teilnehmerverzeichnis sehen würde und ich würde nicht fahren, würde ich mich selbst schimpfen wegen "Feigheit vor dem Feind" und Angst vor negativen Gefühlen.

Das musste ein Ende haben. Eines Montags meldete ich mich an. Uff, nun gab es kein Zurück mehr. Wo sollte ich übernachten? Am besten zentral auch wenn der Kongressort nicht in Berlin/Mitte lag. Wenn schon, denn schon. Also ein Hotel am Alexanderplatz. Das "Problem" mit dem HBF würde sich schon lösen. Ich studierte vorher den Weg vom Hotel zum Kongressort (eine gute halbe Stunde, eher mehr).. Was würde ich abends machen? Ich schaute mir die Netzpläne an und ich machte mir für den Kongress abends kein Programm. Ich blieb 2 volle Tage länger, wenn ich schon mal da war. Es würde sich schon was ergeben.

Und dann ging's los. Ein paar Stunden Zugfahrt, was natürlich kein Problem war. Aber dann der HBF. Es hatte geheißen, der Zug käme im HBF "Tief" an. Ja, Tief passte zu mir, denn von einem Hoch war ich noch ziemlich entfernt. Folge den anderen, ganz einfach. Dann zu den Gleisen weiter oben. Wo waren die verdammten S-Bahn-Gleise? Dort ist eine BVG-Verkaufsstelle, also frag dort. Es war alles easy.
Was mir noch Sorge machte, war der Weg von der S-Bahn zum Hotel. Wieder löste sich alles von selbst. ich sah das Hotel im Vorbeifahren und wusste links hinten musst du die S-Bahn verlassen. 5 Minuten später war ich im Hotel.. Mann, das war ja alles einfach!
Ich packte meine Sachen aus und machte mich auf dem Weg zum Kongress. Wie bitte sollte ich denn dann von der S-Bahn zum Kongressgebäude finden? Theoretisch wusste ich es, aber praktisch sieht es ganz anders aus. Folge den Menschen die aussehen als würden sie zum Kongress gehen. Es war wieder einfach.

Orientierung im Gebäude war für mich schwierig und ist es immer noch, aber damit bin ich nicht allein. Ich traf Kollegen. Abends würde die Eröffnungsveranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt stattfinden. Unglaublich, ich fand auch dorthin, traf Kollegen und hatte Spaß. Hinterher Häppchen und Wein. Es gefiel mir, war erst mit Leuten zusammen die ich kannte und traf an der Weintheke einen ehemaligen Chef zufällig wieder. Wir hatten uns Jahre nicht gesehen, sprachen, lachten und er machte mich einer Kollegin aus Düsseldorf bekannt. ich blieb meiner Truppe fern und redete mit den beiden. Irgendwie kam uns mein Chef abhanden und wir setzten uns auf die Stufen draußen, sprachen über dies und das und es stellte sich heraus, dass sie auch beim Alex wohnte. Ein gemeinsamer Heimweg war dann schon mal vorgesehen. Dann trabte mein Ex-Chef wieder an und wir spotteten ein wenig und fragten, mit welchen Damen er jetzt wohl geflirtet hatte und wieso er sich einfach von uns entfernt hatte! Er lud uns auf einen Espresso ein, eine Bar hatte noch offfen.

Ich war happy und hatte mich mit M. für den letzten Kongresstag verabredet. Wir fuhren mit der Linie 100 zum Savigny-Platz und aßen Eis. Vorher war ich auf dem Turm am Alex und hatte Glück, es war wenig los.
Tagsüber Kongress und abends ergab sich was. Wir fuhren zu dritt oder zu viert nach Köpenick, weil wir glaubten, dass wir dort was anschauen müssten. Es hatte sich nicht rentiert, wir stiegen erst in die falsche Ringbahn ein bis wir lachend merkten, dass wir in die falsche Richtung fuhren. Egal, danach wollten sie noch in die Hacke'schen Höfe. Das war ja bei mir um die Ecke und schon hatte ich ein nettes Abendessen in den Höfen und war danach sehr bald "zu Hause".

Am nächsten Abend Kongressparty in einem ehemaligen Umspannwerk in Kreuzberg. Ich fand auch dorthin, fand nur die U-Bahn-Station am Kotti befremdlich. Mann, sah es da aus! Großstadt halt. Ich lernte auf der Party einen neuen Kollegen kennen und fand mich auf der Tanzfläche wieder. Wo er wohnen würde? Am Alex. Nicht zu glauben, ich würde eine Begleitung abends nach Hause haben.

Dann noch 2 Tage frei. ich ging zum Roten Rathaus, fand irgendwie zur Spree wo ein Schiffchen stand, das eine längere Rundfahrt anbot. Nichts wie hin! Tag 2 bummelte ih rum, fand einen Modeladen in dem ich mich umschaute und quatschte mit der Verkäuferin mit eisblauem Lidschatten. Sie würde in Kürze 3 Monate mit ihrem brasilianischen Freund nach Brasilien reisen. Toll, das wird bestimmt spannend. Für Abends hatte ich eine Konzertkarte gekauft.

Es ergab sich so viel wie von selbst. Als ich heim fuhr, hatte ich einen neuen Mantel an aus dem bewussten Laden und war mega-glücklich. ich war so begeistert, es hatte sich alles gefügt, es war abwechslungsreich und erlebnisreich gewesen. Und ich hatte etwas bekommen was dringend notwendig war: Einen Schub für mein lädiertes Ego!

Ich konnte es auch, es war doch alles so easy gewesen. Ich schrieb einer Freundin: Liebe U, ich fahre gerade nach Hause. A (der Ex) war nicht da, worüber ich überhaupt nicht traurig war. ich war froh, diese Trantüte nicht zu sehen. Berlin war mein Freischwimmer!

Jetzt, Jahre später erinner ich mich gerne daran, dass Berlin eine innerliche Wende in mir auslöste. Diese Stadt liebe ich und fahre immer wieder hin. Und es ist jedes Mal wieder aufregend. Ich habe mittlerweile vieles gesehen, aber noch mehr noch nicht, denn Berlin ist unerschöpflich. Ein Freund sagte, dass er niemals nach Berlin fahren würde! Niemals!

Ich lachte und sagte, stell dir vor, in Berlin gibt es auch ganz normale Menschen die ihrer Arbeit nachgehen und dort leben. Es geht, es gibt nicht nur Verrückte dort wie man oft glaubt. ich habe in Berlin schon nette Menschen kennengelernt. Einfach so. Die Verkäuferin in der Boutique mit der ich bestimmt eine halbe Stunde sprach, einen älteren Mann in einer Kirche, der mir erzählte, was er hier mache und warum diese Kirche eine besondere Bedeutung für ihn hat, eine Krankenschwester auf einem Konzert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt . . Und manchmal lerne ich niemanden kennen und das macht mir auch nichts aus. ich fühle mich immer wohl dort, mag das Getriebe, aber auch die ruhigeren Ecken, mag das "Berliner Ensemble" wo ich toll inszenierte Schauspiele gesehen habe, mag die Architektur, die Museumsinsel und wenn irgendwo Dreck liegt, sage ich mir, ist halt so. Es gibt hier alles und das gefällt mir.

Manchmal schenkt dir das Leben in einem Tief genau das, was du brauchst. Du musst dich nur trauen es in Angriff zu nehmen.

• x 5 #41


Pinselstrich
@Margerite Oh! Sehr schöne Geschichte. 🤩 Da sieht man wieder, es lohnt sich, sich zu trauen. Danke fürs Teilen!

• x 2 #42


St_Jappi
Hallo @Pinselstrich,
dein Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht. Das erste Mal. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir ein. Manche erste Male vergisst man tatsächlich nie, weil sie mit einem ganz bestimmten Gefühl verbunden sind.
Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Als ich 1991 zum ersten Mal in meinem eigenen sogenannten Westwagen saß, einem Renault 19, fühlte ich mich wie ein König. Es war nicht einfach nur ein Auto. Dieser Geruch, die Ausstattung, das ganze Gefühl, darin zu sitzen – das war für mich damals etwas ganz Besonderes. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich immer noch schmunzeln. Manchmal sind es eben Dinge, die für andere völlig selbstverständlich sind, die für einen selbst eine ganz eigene Bedeutung haben.
Ein anderes erstes Mal war meine Reise in die Dominikanische Republik, damals noch gemeinsam mit meiner Frau. Zum ersten Mal so weit weg, eine völlig andere Welt, andere Eindrücke und eine Landschaft, die man bis dahin nur aus Bildern kannte. Solche Reisen bleiben im Gedächtnis.
Unvergesslich war für mich auch mein erstes Roxette-Konzert. Ich fand die Gruppe damals so toll, dass ich mir gleich zwei Karten gekauft habe, um das Erlebnis zweimal zu haben. Offenbar wollte ich sichergehen, dass mir dieser Moment nicht zu schnell wieder entwischt. 😉
Und dann waren da noch die Alpen. Ich kannte bis dahin den Harz und hielt ihn für ziemlich beeindruckend. Aber als ich zum ersten Mal die Alpen sah, war ich einfach überwältigt. Diese gewaltigen Berge! Unten konnte man baden gehen, während oben Menschen Ski fuhren. Das muss man erst einmal mit eigenen Augen gesehen haben, um es wirklich zu begreifen.
Wenn ich heute darüber nachdenke, waren das ganz unterschiedliche erste Male. Ein Auto, eine Reise, Musik und die Natur. Aber alle haben etwas gemeinsam: Ich weiß noch, wie ich mich dabei gefühlt habe.
Und was möchte ich noch erleben? Da gibt es durchaus noch einiges. Ich möchte noch neue Orte entdecken, mein Spanisch verbessern und Menschen kennenlernen, mit denen man schöne Erlebnisse teilen und gute Gespräche führen kann.
Vielleicht ist das überhaupt das Schöne an den ersten Malen: Man weiß vorher nie genau, was einen erwartet. Und manchmal wird aus einem einzigen Moment eine Erinnerung, die einen noch Jahrzehnte später zum Lächeln bringt.
Liebe Grüße

• x 3 #43


St_Jappi
@Margerite Deine Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Besonders der Satz „Berlin war mein Freischwimmer“ ist mir hängen geblieben.
Ich glaube, manchmal muss man sich einfach trauen, auch wenn einem vorher tausend Dinge durch den Kopf gehen. Und hinterher stellt man fest, dass man viel mehr kann, als man sich selbst zugetraut hat. Nicht nur, dass man etwas erlebt hat, sondern dass man auch ein Stück selbstbewusster geworden ist.
Schön, dass du dich damals getraut hast. Wer weiß, was dir sonst alles entgangen wäre. 😊

• x 2 #44


FoolishHeart
Jetzt beim hier lesen kam mir auch noch ein "erstes Mal" in den Sinn.

1989 Die Öffnung der innerdeutschen Grenze...

Ich bin ja in Oberfranken aufgewachsen, relativ nahe an der "Zonengrenze". Schon in meiner Kindheit sind wir oft bei Coburg, Kronach und auch hier, um meinen jetzigen Wohnort herum, wandern gewesen. Der Anblick des Grenzzaunes, der Wachtürme, der GrePo-Streifen jenseits des Zauns... Für einen Jungen in meinem Alter war das ein Eindruck für's Leben. (Ähnlich ging es mir in den 90ern, als wir die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland gesehen haben 😢 )

Jedenfalls waren wir unmittelbar nach der Grenzöffnung beim - damals - nächstgelegenen "Grenzübergang". Damals noch provisorisch. Im Schnellverfahren angelegt. Ein grob geteerter Weg, quer durch die Grenanlagen. Der Kontrollpunkt zwei Blechcontainer... auf der Gegenfahrspur ein kilometerlanger Stau von Trabbi's... Hupen, Winken, im Vorbeifahren Hände abklatschen...

Ein Moment der Weltgeschichte auf der Ebene der Menschen. Ein Moment, den ich nie vergessen werde...

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A


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