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Ein Doppelleben nach 30 Jahre und eine verlorene Ehe

Heffalump
Zitat von Sun_11:
Ich würde mir so sehr eine kleine Wohnung für mich und meine Tochter wünschen, in der ich endlich wieder aufatmen, glücklich

Mäuschen

Niemand wird dich beschützen, wenn du das nicht selber machst.
Du kannst deine Gegenwart ändern, damit die Zukunft besser wird.

Aber Vergangenes lässt sich nicht mehr ändern

• x 6 #76


A


Ein Doppelleben nach 30 Jahre und eine verlorene Ehe

x 3


Liv211
Liebe @Sun_11

Das liest sich so traurig:/

Ich weiß, solche „Sprüche“ erreichen einen nicht immer. Nur - es stimmt.
Du hast dieses Leben - jetzt.
Jetzt ist Zeit, was zu ändern.
Kuck mal wie viele es geschafft haben.

Deine Wünsche von der Wohnung mit Deiner Tochter, das ist nichts Unmögliches.

Ich weiß nicht wie viel Du arbeitest.
Aber schau doch mal nach Gehaltszetteln, Kontoständen, Versicherungen usw.
Was ist an Geld da. ..
Dann zu einer Beratungsstelle und/ oder Familienanwalt.
Ich weiß, das möchte man nicht.
Die helfen einem aber.
Das machen sie dauernd.
Da muss man sich nicht „schämen“ oder Angst haben.

Soo viel Zeit liegt noch vor Dir.
Nütze sie. 🫂🌼

• x 5 #77


Stella31
Zitat von Sun_11:
So leben wir nun trostlos nebeneinander her, jeder in seinem Raum, und warten sprichwörtlich auf den richtigen Zeitpunkt für eine Veränderung.

Da kann man nicht drauf warten.
Du musst damit selbst anfangen!


Zitat von Sun_11:
Wenn ich mir eines wünschen dürfte und einen Wunsch frei hätte: Ich würde mir so sehr eine kleine Wohnung für mich und meine Tochter wünschen, in der ich endlich wieder aufatmen, glücklich sein und wieder lachen kann.

Und auch das hast du in der Hand!
Befreie dich von den Fesseln, die Andere dir auferlegen. Und die, die du dir selbst anlegst!
Nur träumen bringt dich kein Stück weiter, sondern macht weiter traurig, irgendwann wütend und am Schluss verbittert!

• x 3 #78


Hola15
Es scheint ja für euch beide ein echt trost- und freudloses Leben zu sein.

Ich wünsche dir deine kleine schnuckelige Wohnung mit deiner Tochter so sehr!

Wenn dein größtes Problem es ist, dass du das Gefühl hast, deine von dir forcierte Trennung wäre dein sozialer Tod, dann soll er das als kleine ‚Wiedergutmachung‘ auf sich nehmen.
Das ist das Mindeste was du erwarten darfst.

• x 4 #79


DieSeherin
Zitat von Sun_11:
Vielleicht war ich für ihn wie ein Klotz am Bein, weil er das Leben, das er sich eigentlich gewünscht hat, nicht führen konnte.

aber du bist die mutter seiner kinder - und das wird ihn "getragen" haben.

und hey, für dich ist das alles noch so frisch - der zeitpunkt für eine veränderung wird kommen, wenn deine wut, deine kraft, dein frust groß genug ist 😘

• x 2 #80


B
Zitat von Sun_11:
@Brightness2 Nein ich hab das ja auch erst vor paar Monaten erfahren(nach dreißig Jahren)und muss das auf mich sacken lassen .

Liebe @Sun_11, niemand vermag sich vorzustellen, was das mit dir, deinen Gefühlen, deiner Seele gemacht hat. Vielleicht aktuell du selbst noch nicht. Ich lese häufig von dir, dass du im realen Leben niemanden hast, mit dem du dich austauschen kannst. Hier wäre meine dringende Empfehlung, das zu ändern, dir im realen Leben Unterstützung zu suchen. Du kannst nach Familienberatungsstellen in deinem Umkreis schauen, die dich zunächst mal auffangen und dir beim Realisieren und Sortieren helfen können. Im Moment liest du dich wie ein Karussell im vollen Kreiseln. Lass dir helfen, im richtigen Leben, von professionellen Helfern, wenn das Karussell zur Ruhe kommt. Auch kirchliche Träger wie Diakonie und Caritas beraten überparteilich, sind nicht religiös gebunden. Das nur als Hinwies, falls du einer anderen Glaubensrichtung angehörst. Pass auf dich auf, du hast gerade ein richtig heftigen Schock zu verdauen!

• x 6 #81


C
Zitat von Sun_11:
Wenn ich mir eines wünschen dürfte und einen Wunsch frei hätte: Ich würde mir so sehr eine kleine Wohnung für mich und meine Tochter wünschen, in der ich endlich wieder aufatmen, glücklich sein und wieder lachen kann.

Such dir einen Anwalt und lass dich beraten.

Sich eine Wohnung zu besorgen und ein Umfeld zu verlassen was nicht mehr gut tut ist kein Hexenwerk.
Davon ab hättest du mit Wohnung suchen, später einrichten, neue Leute kennen lernen, neue Freiheiten entdecken und einiges mehr so viel zu tun, dass dir das hier:

Zitat von Sun_11:
Und ich würde mir wünschen, dass am Ende keiner von den Beteiligten traurig darüber wäre, sondern alle einfach nur Verständnis dafür aufbringen könnten.

gar nicht mehr so wichtig sein wird.

Es muss nicht jeder Verständnis haben für dich. Es reicht, wenn du es für dich hast. Und das andere mal traurig sind, ist normales Leben.

Davon ab, in gesunden Familien knallt es auch mal. Kinder grenzen sich von ihren Eltern ab. Das können sie auch noch machen, wenn sie um die 50 sind. Deine Eltern leben nicht dein Leben. Du bist wegen ihnen nicht verpflichtet zu leiden.

Was die Liebe angeht. Niemand kann dir versprechen, ob es da jemanden noch geben wird. Aber du hast dich. Das wäre schon mal ein Anfang.

Weiter gedacht, Liebe braucht Chancen und Möglichkeiten. Stell dir vor, du und Tochter in der neuen Wohnung, ihr habt euch eingelebt. Du fängst an Sachen zu unternehmen. Lernst darüber jemanden kennen. Hast einen coolen Sommer mit ihm. Er sagt dir, dass er sich eine Zunkunft mir dir vorstellen kann. Du kannst dich einfach freuen und mitgehen.

Andere Szenerie, du träumst noch in drei Jahren von einem besseren Leben, dein Mann hat längst eine Neue, gestaltet mit ihr ein schönes Leben und du sitzt immer noch da und fragst dich, warum er dich nicht lieben kann.

Es ist gut, wenn man ein "Nein" akzeptieren kann. Dein Mann hat zig Mal zu dir "Nein" gesagt. Wie oft willst du ihm noch die Gelegenheit dafür geben?

• x 4 #82


C
Zitat von Sun_11:
Doch für mich geht es nicht um die Schuldfrage, sondern darum, was dieser jahrzehntelange Entzug von Gefühlen mit mir gemacht hat. Was mich tief verletzt, ist, dass es nach dem Auffliegen im Jetzt immer noch weitergeht: Er muss zum Grab, Dinge regeln, ihr Haus entrümpeln. Vom Kopf her habe ich Verständnis dafür, dass er das tun muss und dass es auch für ihn schmerzhaft ist und alles aufwühlt. Aber trotzdem verletzt es mich im Alltag auf eine Art und Weise unheimlich, weil ich weiß, dass sein Herz dort trauert.Ich hatte gehofft, dass wir nach seinem Geständnis vielleicht noch eine gemeinsame Zukunft aufbauen könnten, auch wegen der Kinder. Aber er sagt, wegen seiner schweren Schuldgefühle uns gegenüber kann er das nicht.

Ja, das würde ich auf jeden Fall mit professioneller Hilfe aufarbeiten. Es hat auch was mit "Misstrauen ggü. der eigenen Wahrnehmung" zu tun - du hast über die Jahre vermutlich immer (bewusst oder unbewusst) gespürt, dass da "was ist", da du aber die Fakten nicht kanntest, hast du deiner eigenen Wahrnehmung mehr und mehr misstraut. So etwas prägt tief. Ich würde vermeiden wollen, dass es euren Kindern auch so geht und überlegen, ob es nicht trotz aller Schwierigkeiten (anderer Kulturkreis etc.) eine Möglichkeit gibt, dass sie die Wahrheit erfahren können.
Zitat von Sun_11:
Ich würde mir so sehr eine kleine Wohnung für mich und meine Tochter wünschen, in der ich endlich wieder aufatmen, glücklich sein und wieder lachen kann. Und ich würde mir wünschen, dass am Ende keiner von den Beteiligten traurig darüber wäre, sondern alle einfach nur Verständnis dafür aufbringen könnten.

Könnte das nicht Wirklichkeit werden? Wenn die Wahrheit dem Umfeld schwer vermittelbar ist: Könnte dein Mann z.B. beruflich ins Ausland gehen, so dass man die räumliche Trennung damit begründen könnte? Sicher nicht ideal und z.T. wieder eine Lüge, aber sicher besser, als dass ihr weiterhin gemeinsam vor euch hinvegetiert.

• x 4 #83


aequum
@Sun_11
So schwierig es auch gerade für dich ist, du musst nun irgendwo anfangen, ins Handeln zu kommen.

Beginne doch erstmal damit, alle Unterlage von Wichtigkeit zusammenzusuchen oder zumindest zu kopieren. Hier geht es um Eigentum (Haus, Eigentumswohnung, Autos, usw.), Spareinlagen (Sparverträge, Aktiendepots, usw.) Haushalt (Mobiliar), Einkommensnachweise (Gehaltsabrechnungen deines Mannes), Rentennachweis deines Mannes, usw.

Mit den Unterlagen gehst du zu einem sehr guten Rechtsanwalt für Familienrecht zu einer Erstberatung. So wirst du zumindest schonmal erfahren, was dir im Falle einer Trennung rechtlich zusteht und was du dir zukünftig alleinstehend leisten können wirst.

Mit diesem Wissen aller Daten und Fakten kannst du dann eine für dich finanzierbare Wohnung suchen.

Mache einen Schritt nach dem anderen.

• x 2 #84


S
@Brightness2
Danke dir erstmal ❤🙏.
Auch wenn es paar Monate her ist trage ich diese Last und diesen Schmerz jeden Tag mit mir und muss mich aufraffen .(ich bin Christen) sehr religös erzogen worden 😊. Ich hatte mich schon vor drei Monaten bei der Caritas gemeldet die haben gesagt sobald einTermin frei ist melden die sich bis jetzt kam noch nichts und die Zeit ist vergangen und irgendwie war/ist der Schmerz anders geworden habe gedacht ich kann das alleine schaffen und bin nur durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Damit ich wenigstens das Erlebte mir einmal von der Seele aussprechen kann und ich nicht mehr schweigen muss(auch wenn nur anonym ist )

• x 2 #85


S
@Liv211
🙏❤

• #86


Kroenchen_richten
Psychosoziale Dienst der Stadt, Familienberatung, Frauenberatung auch da kannst du Hilfe bekommen. Gespräche führen.
Frauenberatung hat meist auch Adressen von guten Anwälten.

Sonst notfalls beim Hausarzt um Überweisung bitten für einen Psychotherapeuten.

Mir ist nicht ganz klar, wieso er sie nicht heiraten durfte, aber dich kurz danach heiratete.
War das arrangiert oder als "Liebesheirat" deklariert?
Zu den Familienangehörige kann ich nur sagen, sie müssen auch nicht in deinen Schuhen laufen. Sie können das vielleicht nicht gut finden, wenn du dich trennst, aber sonst geht es sie nichts an.
Es ist dein Leben, du hast nur das eine.

• #87


A


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