Ehemaliger User
Gast
Seit Monaten weiss ich nun nicht mehr, was tun, oder an wen ich mich noch wenden soll, also wende ich mich an Euch...
Ich bin 35, seit 8 Jahren mit meinem Mann zusammen (Seit April 99 verheiratet) unsere gemeinsame Tochter ist gerade 7 geworden.
Unsere Beziehung war schon seit Jahren von Kommunikationsstörungen und Missverständnissen überschattet, doch nun hat sich etwas verändert, etwas ist endgültig gestorben.
Seit 14 Wochen reden wir kein Wort mehr miteinander.
Auslöser dafür war irgendeine lächerliche Kleinigkeit, ein Streit.
Das war ja nichts Neues, dass er dann zumachte und tagelang nicht sprach, aber diesmal war es anders...auch ich konnte nicht mehr sprechen, nicht auf ihn zugehen.
Es ist einfach unerträglich, dieser Zustand, früher hatten wir es auch schon 3 Mal mit einem mediator versucht, mehr auf mein drängen hin, doch das hatte keinen Sinn, er redet mit niemandem, auch nicht mit freunden über seine Gefühle.
Nun ist sowieso ein toter Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht.
Schlafen kann ich nicht mehr, ich darf die unendliche Trauer nicht zeigen, die mich wie ein schwerer Samtvorhang umschliesst, da ich unsere Tochter alleine erziehe.
Wir haben getrennte Räume und wenn wir uns zufällig in der Wohnung begegnen, sehen wir uns niemals an.
Es gibt bei ihm niemand Anderen und bei mir auch nicht.
Ich liebe ihn, das weiss ich, wohl hat er auch noch Gefühle für mich, die er jedoch mit Wut überlagern kann, das ist spürbar,
er schafft es, das Negative zu sehen.
Ich sehe nur, was wir kaputtgemacht haben.
Auch habe ich schon alles Erdenkliche ausprobiert, Psychologen, all das, doch das war nichts wirklich Neues.
Nun bin ich einfach am Ende.
Familie habe ich keine mehr und wohne auch nicht in meiner Heimat, ich sollte dann diesen Ort hier verlassen, wenn ich gehe.
Dann denke ich, ich kann es ohne ihn nicht aushalten,
seine Stimme, sein Gesicht, aber das ist ja nur die Vergangenheit!
All das habe ich ja nicht mehr!
Was ich weiss ist, er wird auf keinen Fall von sich aus gehen.
Begründung gibt es dafür keine.
Er weiss, ich würde ihm keine Steine in den Weg legen mit dem Kind und er käme auch finanziell besser weg, weit besser, als ich. Das kann ich dann auch nicht verstehen.
Es geht ihm sicher ebenso schlecht, wie mir, doch er wird nicht gehen.
Anfang Juni habe ich eine Bekannte besucht mit meiner Tochter, eine Woche waren wir weg. davor hatten er und ich auch schon Zwist.
Aber er rief oft an, schrieb SMS, holte mich sogar noch dort ab, als wir aufbrachen und hatte die Wohnung hergerichtet.
ich hatte den Eindruck, er kommt gar nicht ohne mich aus, war froh, als ich zurück war.
In dieser Nacht sagte er noch zu mir : "Ich wollte mich gar nicht mehr mit dir verstehen"
Jetzt ist alles anders, ein Rieseneisblock steht zwischen uns.
Ausgesprochen wurde diese Trennung nie, aber es ist eine Trennung...
Endgültig am Ende meiner Kraft habe ich nun Euch gefunden.
Viele von Euch sind auf hundsgemeine Weise verlassen worden, Dann lest ihr dies hier, zwei Menschen, die anscheinend, wie mutwillige Kinder ihr Lebenschiff sinken lassen..
Aber so ist es nicht, über kurz oder lang werde ich sicher zusammenbrechen, ich habe mich von Menschen zurückgezogen, auch aufgrund einer Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung, die mir gerade zusätzlich zu schaffen macht, er weiss nichts davon, hält mich für faul und bösartig.
Ausharren kann ich nicht mehr, ich bin jenseits der Worte und wenn ich einmal versucht habe, ihn anzusprechen, wurde nicht geantwortet oder es kam ein "Mir egal"
Ja, ich sollte ihn hassen, er ist nicht da, jetzt, da ich ihn brauche, aber es geht nicht, ich spüre nur die Trauer.
Er hat mich so oft im Stich gelassen, wenn ich ihn gebraucht hätte.
Schweren Herzens gehen scheint mir die einzige Möglichkeit, aber ich habe grosse Angst.
Natürlich auch um mein Kind.
Drehe mich immer im Kreis, meine Lebensfreude ist völlig dahin, ich bin mir selbst fremd.
Habe keine Antworten mehr.
Vielleicht hat jemand von Euch einen Rat für mich...
Ich sehe einfach nur noch schwarz.
Danke, dass ihr mir zugelesen habt.
grüsse, Hella