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Frische Trennung nach 1,5 Jahren und Tipps

N

nils499
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Hallo zusammen,

gestern Abend hat sich meine Freundin von mir getrennt. Ich selbst bin 27 Jahre alt.
Für mich kam das super überraschend. Vor 4 Wochen waren wir noch im Urlaub und hatten eine super schöne Zeit. Vor 1,5 Wochen begann sie etwa, sich zurückzuziehen.
Wir haben dann am Wochenende gesprochen und sie meinte, sie wisse nicht an was es liegt.
Wir haben die Möglichkeit einer Trennung durchgesprochen und sie meinte: Alles, aber nicht trennen. Sie fühlt sich wohl in der Beziehung.
Nun wenige Tage später, hat sie mir gestern eröffnet, dass es sie keine Nähe zu mir mehr zulassen kann. Sie hat es versucht, aber sie kann es nicht.

Als Ursache nannte sie einen Schritt im letzten Jahr und einen, vor etwa 2 Monaten, bei welchen verletztende Worte, im Affekt gefallen sind.

Nun haben wir die Situation, dass ich das Gefühl habe, den Boden unter den Füßen seit gestern komplett verloren zu haben.
Gerne würde ich euch noch mehr schildern und schreiben. Über die Beziehung schreiben, wie schön die Zeit war. Aber alles was ich tippe, beschreibt niemals, was ich ausdrücken möchte.

Habt ihr Tipps für die ersten Tage?
Ich bin zu meinen Eltern und schlafe, bzw. bin jetzt aktuell dort. In unserer gemeinsame Wohnung, möchte ich nicht mehr.

Ich danke euch.

• x 2 #1


Blindfisch
Hallo und Willkommen.
Auch wenn der Grund deines Erscheinens kein guter ist.
Zitat von nils499:
Als Ursache nannte sie einen Schritt im letzten Jahr und einen, vor etwa 2 Monaten, bei welchen verletztende Worte, im Affekt gefallen sind.

Ich würde einiges darauf Wetten, das das nur ein vorgeschobener Grund ist. Es dient wahrscheinlich in erster Linie dazu, die Trennung für sich selbst zu rechtfertigen und die Verantwortung auf dich zu schieben.
Aber: Es spielt im Moment keine Rolle. Auch wenn du Fragen hast, du im Ungewissen gelassen wirst, ändert es nichts and der Trennung.
Das du zu deinen Eltern bist, ist der richtige Schritt. Bleib dort und lass dich von der Familie und von deinen Freunden in den ersten Tagen auffangen. Die ersten Tage dürfen aus Essen und Schlafen bestehen. Und wenn du magst, läufst du zwischendurch ein paar Runden um den Block. Mehr "musst" du erst einmal nicht tun. Du könntest deine Gedanken aufschreiben, ins Kissen beißen und heulen, deinen Emotionen rauslassen. Völlig Okay.
Dann sehen wir weiter.

• x 9 #2


A


Frische Trennung nach 1,5 Jahren und Tipps

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D
@nils499

Hallo Nils!🙏🙏

Das tut mir unendlich leid, was dir da widerfahren ist! 🙏

Dass Worte, die vor langer Zeit, wahrscheinlich im Affekt, während einer Auseinandersetzung in einer Partnerschaft fallen, durchaus mal passieren, ist menschlich.

Das sollte beiden Seiten bewusst sein, spätestens nachdem alles noch einmal besprochen und geklärt wurde.

Wenn solche Worte aber nicht irgendwann in der „Schublade“ für Verzeihen und Vergeben landen, dann entsteht ein rissiger Boden bzw. ein brüchiges Fundament, auf dem die Beziehung weiter aufgebaut wird.

Natürlich können hier aber auch ganz andere Gründe dafür verantwortlich sein.

Dass du jetzt bei deinen Eltern bist, halte ich für einen richtigen Schritt.

So bist du nicht den ganzen Tag den schmerzhaften Erinnerungen ausgesetzt.

Folgende Punkte würde ich jetzt an deiner Stelle tun:
Sei nicht so streng mit dir selbst.
Gehe deinen Hobbys nach.

Sport hilft unheimlich gut.
Rede mit einer vertrauten Person.

Immer wenn die Gefühle dich wie eine Lawine überrollen, dann rede mit jemandem oder treibe Sport.

Gehe unter Menschen. Auch wenn du niemanden kennst: Die Reize und Eindrücke in deiner Umgebung können dich sehr gut ablenken.

Gönn dir ein richtig gutes Abendessen! Nichts mit Fastfood oder dergleichen. Nimm gerne deine Eltern mit oder Freunde.

Und vor allem!
Versuch gerade nicht, auf jede Frage sofort eine Antwort zu finden. Manche Dinge müssen erst einmal ein bisschen sacken, bevor man klarer sehen kann.

• x 5 #3


HappyMike
@nils499

Servus,

ich würde auch den Empfehlungen meiner Vor-Poster folgen. Ergänzend dazu:

Wichtig: ihr jetzt nicht hinterherzulaufen. Nicht zehn Nachrichten schreiben, nicht versuchen, sie mit Erinnerungen an Eure schöne Zeit umzustimmen und nicht um Nähe kämpfen, die sie momentan nicht zulassen kann.

Ihre Begründung mit den verletzenden Worten würde mich allerdings auch beschäftigen. Es kann sein, dass es eine Ausrede ist (wie bereits vermutet), vielleicht waren diese Situationen für sie tatsächlich viel einschneidender, als Du damals wahrgenommen hast. Manchmal trägt jemand Verletzungen lange mit sich herum, obwohl nach außen scheinbar wieder alles gut ist. Das würde auch erklären, warum ein schöner Urlaub und ihre jetzigen Gefühle kein völliger Widerspruch sein müssen.
Dass sie vor wenigen Tagen selbst noch keine Trennung wollte, zeigt für mich vor allem, dass vermutlich auch in ihr einiges gearbeitet hat. Es bedeutet aber leider nicht automatisch, dass sie ihre Entscheidung wieder ändern wird.

So long, alles Gute!

• x 4 #4


A
"Als Ursache nannte sie einen Schritt im letzten Jahr und einen, vor etwa 2 Monaten, bei welchen verletztende Worte, im Affekt gefallen sind."

Wir wissen nicht,was das für "Schritte" waren, vielleicht doch ernstere Themen,Zukunftsfragen oder sowas?
Wie schon geschrieben,schätze ich auch,dass das noch oder wieder in ihr arbeitet. Wie auch immer,sie hat es beendet und das ist für dich natürlich traurig.

Deine Eltern unterstützen dich,Freunde auch?
Mache gute Sachen für dich,plane was,auch wenn es dir noch zu früh erscheint. Und viel Bewegung hilft auch,kaufe dir ein neues Rad oder Scooter, ehrlich,damit saust du los in neue Richtung!
Alles Gute dir!

• x 3 #5


N
Ich danke euch für eure Antworten sehr! Das gibt mir Kraft. Tatsächlich hilft mir die Zeit bei meinen Eltern, auch wenn heute, am ersten Tag, fast nur rumliege und erzähle, bzw was vorheule. Die eine Seite ist das emotionale. Den Mensch, den man so sehr liebt und eine echte Zukunft wollte, hat man „verloren“. Auf der anderen Seite, haben wir eine gemeinsame Wohnung und ich fühle mich, als hätte ich meinen Safeplace und einen zweiten Teil zusätzlich „verloren“

• x 2 #6


Blindfisch
Zitat von nils499:
auch wenn heute, am ersten Tag, fast nur rumliege und erzähle, bzw was vorheule.

Aufmunternde Emojis Alles gut. Du darfst das!

Zitat von nils499:
Auf der anderen Seite, haben wir eine gemeinsame Wohnung und ich fühle mich, als hätte ich meinen Safeplace und einen zweiten Teil zusätzlich „verloren“

Im Moment siehst du es noch nicht. Völlig verständlich. Aber du hast nichts verloren, du hast eine für dich schöne Zeit mit einer dir wichtigen Person haben dürfen. Diese Zeit und die Erinnerungen kann dir keiner nehmen. Und es warten jahrzehnte deines Lebens auf dich, in denen du neue Menschen kennenlernst und neue Erinnerungen schaffen kannst.

• x 3 #7


S
Zitat von nils499:
ich fühle mich, als hätte ich meinen Safeplace und einen zweiten Teil zusätzlich „verloren“

Ja, es ist schwer. Lass deine Gefühle fließen und versuche sie in Worte zu fassen. Es wird weniger werden. Du bist noch im ersten Schock.
Danach würde ich für mich mal überlegen, ob verletzende Worte überhaupt notwendig sind. Auch wenn es jetzt vielleicht gar nicht der wirkliche Auslöser gewesen sein muss.

• x 3 #8


Worrior
Zitat von nils499:
Den Mensch, den man so sehr liebt und eine echte Zukunft wollte, hat man „verloren“. Auf der anderen Seite, haben wir eine gemeinsame Wohnung und ich fühle mich, als hätte ich meinen Safeplace und einen zweiten Teil zusätzlich „verloren“

Tut mir echt leid für Dich.
Deine Empfindungen und Gefühle sind für mich nachvollziehbar.
Sie und diese Beziehung waren ja ein wesentlicher Teil von Dir, Deinem Leben und Deiner Identität.
Das ist jetzt urplötzlich weggebrochen und Du fühlst Dich vor einem großen schwarzen Loch stehend.

Respekt dass Du den Schritt gewagt hast Dich sofort räumlich zurückzuziehen.
Auch wenn sich das jetzt sch..... anfühlt war es der einzig richtige Schritt.
Dies aus Selbstschutz und Selbstwert.
Das nächste Unangenehme wird sein alles Organisatorische hinsichtluch der Trennung zu klären.
Das bringt schlaflose Nächte, ungute Empfindungen und da wird auch das eine oder andere Tränchen rollen.
Bedenke, nicht alles was gut ist fühlt sich auch so an, nicht alles was sich gut anfühlt ist es auch.
Gefühle können täuschen, leider.

Du bist jetzt aber momentan noch in einem Schockzustand.
Versuche Deinen Tag mit Ruhe und positiven Dingen zu füllen.
Es wird nach und nach leichter, versprochen.

• x 4 #9


N
Guten Morgen zusammen,

ich war gerade in unserer Wohnung, um einfach ein paar Klamotten etc. mitzunehmen, da ich bei meinen Eltern sonst keine mehr hätte.
Sie war (zum Glück) nicht da, da sie arbeiten ist.

Es fühlt sich komplett surreal an. Ich kann das gar nicht wirklich mit Worten beschreiben.
Es fühlt sich sich gewohnt an, aber auch so fremd. Man weiß, dass es eigentlich sein zuhause ist, aber will das nicht mehr zulassen.
Ich kann überhaupt aktuell nicht sagen, wer von uns beiden in der Wohnung bleiben sollte... Ob ich es schaffen würde, in der Wohnung alleine zu leben, die wir beide uns geschaffen haben. In der wir unsere Träume leben wollten.

• x 2 #10


N
Hat jemand von euch bzgl. Wohnung behalten oder an den Partner geben, Erfahrungen oder Tipps.
Aktuell finde ich keinen klaren Gedanken.
Auf der einen Seite finde ich die Wohnung wunderschön. Meine Katzen leben dort (auch aktuell) und fühlen sich dort extrem wohl. Zudem killt mich gerade der Gedanke, dass sie unser geplantes Leben dort einfach so weiterlebt. Am besten noch irgendwann, mit jemand anderem.

Auf der anderen Seite habe ich extrem Angst davor, die Wohnung zu nehmen und mich damit komplett aus der Bahn zuhauen. Ich habe Angst davor, dass ich da sitze und denke: Ah, hier saßen wir immer zusammen. Jetzt hätte ich hier uns beiden essen gemacht. Jetzt hätten wir das uns das gemacht.
Also sozusagen, dass in jedem Raum noch die Liebe und Partnerschaft ist. Das ich unser Leben einfach ohne Veränderung weiterlebe, eben nur alleine.

Das sind die beiden Punkte, die mich aktuell zur emotionalen Situation weiter extrem beschäftigen und es mir noch schwerer machen

• x 2 #11


S
@nils499
Vielleicht ist es noch zu früh, sich darüber Gedanken zu machen.

• x 1 #12


N
@Sincerite Ja, das denke ich vermutlich auch.
Allerdings finde ich gerade kein Mittel, das abschalten zu können

• x 1 #13


Liv225
Hallo @nils499
Es tut mir sehr Leid, dass Du gerade durch eine Trennung gehst.
Hier bei mir leidet gerade mein Sohn, der ist etwas älter als Du.
Selber wurde ich nach einer langen Ehe verlassen.
Ich kann Deine Gefühle daher gut verstehen.

Gerade im Moment fühlt es sich schrecklich an. Oft lähmend oder als wenn man ins Bodenlose fällt.
Es wird besser, leider nur langsam, aber es wird. Das kann ich Dir versprechen.

Wegen der Wohnung…
Ex wollte damals das Haus verkaufen, ich nicht, da hatte ich noch Kinder im Haus.
Aber auch für mich… Es war mein Zuhause.
Ich hab seine Sachen weggeräumt oder er hat sie ohnehin mitgenommen, neu gestrichen, neue Bilder, neue Bettwäsche…
Solche Sachen… dann hat es sich mehr nach „mir“ und nicht mehr „wir“ angefühlt.
Zusammen waren wir 20 Jahre in dem Haus. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie viele Erinnerungen da zusammen kamen.
Wenn der Schmerz vorbei ist, sind Erinnerungen aber auch was Schönes.
Das sieht man nur die erste Zeit so gar nicht.

Vielleicht ist das für Dich auch eine Option, wenn sie ohnehin nicht drin bleiben will.

Alles Liebe Dir.

• x 3 #14


S
Zitat von nils499:
Allerdings finde ich gerade kein Mittel, das abschalten zu können

Lass es einfach fließen, die Gedanken und auch die Gefühle. Aufschreiben hilft auch, weil das Gehirn dann die Gedanken nicht mehr fest halten muss, sie stehen ja geschrieben. Es ist vermutlich zur >Zeit heftig. Aber Gefühle sind endlich. Es wird weniger werden und irgendwann aufhören.
Kannst dir auch hier alles von der Seele schreiben....

• x 1 #15


A


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