Ich will zurück zu ihm

Ehemaliger User


75216
Hallo mami,

ich denke sowas kann man pauschal nicht sagen, das hängt doch immer von der Situation ab. Aber Fakt ist, ihr habt ein gemeinsames Kind, das heißt Kobntakt werdet ihr immer wieder haben, ihr müsst ihn haben. Ob dieser Freundschaftlich ist oder eben nur normal....das müsst ihr dann eben entscheiden. Aber Gefühle für einen Menschen kann man nicht austauschen, auch nicht mit einer anderen Person. Jeder Mensch ist irgendwo etwas besonderes, und jemand neues weckt sicher auch wieder Gefühle aber den anderen wird man trotzdem nicht vergessen so schnell. Wenn Du deinen Ex liebst, dann wird das erst mal auch so bleiben, das kannst du nicht abstellen.

Und Verarbeiten musst du deinen Schmerz auch, da hat dein Freund recht. Mit der Hoffnung es könnte wenn....die Zeit usw. ist da sicher keine Lösung. Auch er muss wissen und spüren, was du möchtest und das ist anscheinend keine Freundschaft sondern mehr. Klar kann sich aus einer Freundschaft wieder mal mehr entwickeln, aber was willst du machen? Warten bis zur Rente? Du lebst jetzt dein Leben und willst ja auch jetzt jemanden haben und nicht Planbar in 5 Jahren. Vielleicht löst es bei ihm auch einen Denkanstoß aus, zu wissen das der andere nicht da sitzt und wartet.....man verliert das sicher geglaubte, die kleinen grauen Zellen fangen an zu arbeiten weil die Situation ändert sich auf einmal. Evtl. kann man nach einiger Zeit über Freundschaft nachdenken, aber jetzt wäre es doch echt noch zu früh....erst mal Verarbeiten, Abschließen, sein Leben neu Sortieren und dann, dann wird man sehen was da kommt aber mit Abstand und einer ganz anderen Denkweise. Dein Ex hat sich nun mal entschieden, mit allen Konsequenzen und diese muss er eben dann auch aktzeptieren, auch wenn das heißt das man sich nicht mehr sieht oder eben nur wegen dem Kind.

LG Charly

15.10.2003 13:55 • #16


Ehemaliger User


75216
Hallo Sandy,

wenn ich deinen letzten Eintrag so lese, dann denke ich mir, dass Tobias die Sache recht rationell betrachtet. Aber im Kern der Aussage hat er aus meiner Sicht recht.

Was verbindet man mit so einer Freundschaft und welche Erwartungshaltung verknüpft man damit? Was bedeuten Freunde wir einen. Sind Freunde nicht Menschen, denen man sich anvertraut! Menschen denen man seine intimsten Geheimnisse mitteilt. Sind Freunde nicht auch Menschen, die mich kritisieren dürfen, ohne dass ich diese Kritik als Angriff oder Vorwurf sehe!

Viele Bekannte, Freunde ja sogar die Familie dürfen mir doch viel offener sagen, was sie von mir halten und denken. Wie oft bekommt man diese Kritik entgegen gebracht und toleriert oder akzeptiert sie.

Bei einem Partner verlangt man aber Loyalität, Zuspruch und Beistand. Warum eskalieren viele Diskussionen, warum streitet man in einer Beziehung über Nichtigkeiten viel schneller, als man es anderswo macht.

Man verknüpft eine Erwartungshaltung mit einer Freundschaft und diese Erwartungshaltung dient auch dazu, Informationen über das Leben des EX zu erhalten. Ein Leben, an dem man aktiv nicht mehr teilnimmt und auf diesem Wege, erhofft man sich Gewissheit zu bekommen, auf die Gedanken bezogen, welche einem durch den Kopf gehen, die aber nicht so sein müssen, wie man sich das denkt oder vorstellt.

In diesem Gedankenkarussell stecken doch sehr viele Menschen nach oder während einer Trennung und sie interpretieren, schwelgen in Gedanken und bauen sich Luftschlösser auf.

Eine Freundschaft ist wie eine Informationsquelle und ich nutze sie doch nur, um in meinem Denken bestätigt zu werden.

Es gibt sicherlich gute und offene Freundschaft zwischen ehemaligen Partnern aber gehört da nicht auch ein gehöriger Abstand zu, um objektiv und ohne Gefühle zu sein?

Die Aussage von Tobias, dass es nicht der Mensch ist, sondern die Gefühle und die Gewohnheiten sind, kann ich auch unterschreiben.

Ich frage mich schon lange, warum man so leidet, ob es der Mensch ist, oder ob es die Gewohnheiten, Rituale und Gemeinsamkeiten sind. Man fällt einfach in ein tiefes Loch, wenn einem diese Dinge fehlen und man sucht einen Weg, diese Löcher zu füllen. Aber der Mensch, welchen man geliebt hat, tritt bei diesen Gefühlen recht schnell in den Hintergrund.

Es ist doch so, dass wir diese Dinge vermissen, weil sie uns gut getan haben und wir uns in diesem Umfeld wohlgefühlt haben. Aber nur weil wir so empfinden, muss der Partner nicht auch so empfinden. Natürlich können wir das nicht so nachempfinden und interpretieren, weil wir in einem anderen Gefühl leben. Aber nur weil wir es so nicht empfinden und spüren, ist es nicht da?

Sehe meinen Eintrag nicht als Kritik an deiner Person, sonder als Denkanstoss.

Es liegt ohnehin an dir, wie du wann, deinen Schmerz bewältigst.

Jeder sucht seinen Weg, mit dem Schmerz umzugehen und alles was hilfreich ist, ist dann auch erlaubt. Ob diese Vorgehensweisen dann immer politisch korrekt sind, steht doch auf einem ganz anderen Blatt und das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

In ein paar Monaten, wirst du über deine Situation und deine Gefühle ganz anders denken und reden und du wirst überrascht sein, wie du dann über viele Dinge denkst und redest.

Wünsche dir alles Gute.

Gruß


15.10.2003 14:16 • #17




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