Guten Morgen Frl. Rabe,
Zitat:Wie ich darauf komme? Nunja, zunächst die eigene Erfahrung. Ich selbst bin Mitte 40, habe 3 gescheiterte Beziehungen
hinter mir und lebe nun als Single. Weit und breit kein adäquates Paarungs- oder gar Beziehungsobjekt in Sicht.
Nach drei gescheiterten Beziehungen war vielleicht der richtige schon dabei? Nur, hat man eventuell zu früh aufgegeben und sich für den weg des geringsten Widerstands entschieden? Oder, man dachte sich da gibt es noch was besseres da draussen...
Ich kenne die Antwort nicht, doch habe ich mich mit der Thematik auseinandergesetzt und versucht, meine Entscheidungen und meine eigenen Wahrnehmungen zu hinterfragen.
Es gibt Menschen die sind per se einfach nicht beziehungsfähig und werden es auch nie sein, trotzdem können sie 20 Jahre und mehr in einer leben... ( die Leidensgeschichten der Partner dieser Menschen kann man hier sehr gut nachlesen)
Zitat:Dann bringt mich zum Aufstellen dieser These aber auch die Tatsache, dass ich allein zwei Menschen kenne, die in ihrem ganzen Leben niemals unbezahlten S. geschweige denn einen Ansatz von Beziehung gehabt haben. Der eine ist inzwischen 51 (mein Bruder), der andere 47 (mein Arbeitskollege). Sie sind beide weder hässlich noch dumm
oder humorlos. Aber keine Frau interessierte sich jemals für sie.
Dann habe ich Männer kennengelernt die wollen unbedingt auf biegen und brechen eine Frau. So bedürftig und so einfordernd das es mich alleine deshalb schon nicht mehr interessiert diesen Menschen kennenzulernen. Wie kann man eine Beziehung auf Augenhöhe führen, wenn ich bereits am Beginn sehe, wie dringend man als Frau mit allen Tributen ( Häuslichkeit, Geborgenheit, Zärtlichkeiten) gefordert ( benötigt ) wird?
Vielleicht ist es auch das Versäumnis der letzten beiden Generationen, sich den Gegebenheiten nicht angepasst zu haben? Die Erziehung der Frauen ist ( aus meiner Erfahrung ) sehr geprägt von Selbstständigkeit und Stärke
(du brauchst keinen Mann, kannst dich selber versorgen, lernen unabhängig zu leben) und im Gegensatz zu den Männern in dieser Generation; hier wurde nichts verändert. Die Männer haben sich mit Müh und Not angepasst.
Oder nicht.
Auch wichtig sind die eigenen Erwartungshaltungen und die damit verbunden "Ausschlusskriterien". Hier wissen wir alle, je älter man wird um so schneller ist die Schublade offen.
Gewisse Eigenschaften möchte man sich einfach nicht mehr "antun"... bestimmte Anforderungen von Männern will ich nicht mehr gerecht werden und ich bin persönlich auch nicht mehr bereit gewisse Kompromisse einzugehen, die allerdings für jede Form von Beziehung elementar sind.
Es ist m.E. die grundeigene Bedürftigkeit, ob ich mit Kompromissen eine Partnerschaft eingehe um nicht alleine zu sein, oder lieber alleine bin und um mich und meine persönliche Entwicklung, meine Wünsche kümmere...
bin gespannt auf andere Ansichten...
