Ehemaliger User
Gast
ich finds klasse, dass hier sehr unterschiedliche, aber im Kern doch sehr ähnliche Sichtweisen über die Liebe gepostet werden.
Ich denke mal, jeder Mensch setzt andere Prioritäten bei der Betrachtung der Liebe, und das ist auch ganz okay so.
Ich hab hier noch ein paar mehr Gedanken zur Liebe, einfach mal so:
Liebe ist ein Kind von Vertrauen und Freiheit. Sie lässt sich weder garantieren, noch festbinden. Aber sie darf - als ein täglich neues Geschenk - gegeben und empfangen, gepflegt und gefördert werden.
Dann bleibt sie nicht nur, sondern sie wächst - wie auch die Liebenden selbst!
Liebe ist ein Wunder, wenn sie zwischen zwei Menschen aufblüht. Sie braucht Zuwendung, Pflege und ständig neue Nahrung, damit sie nicht von bisherigen Gewohnheiten, Erwartungen, dem Bemühen zu binden und zu sichern (fest zu halten) und der Routine des Alltags erdrückt wird.
Jeder Liebende kann viel dazu beitragen, dass sie wächst und sich weiter entfaltet. Vor allen Dingen aufmerksamer und achtsamer werden, sich selbst (die eigenen Handlungsweisen, Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen und Lebens-Ziele) und diejenigen des geliebten Partners immer besser kennen- und verstehen-lernen, miteinander reden, ohne einander anzugreifen oder zu verletzen, sich einander zeigen und er-klären, auch in Ängsten, Schwächen und Befürchtungen, einander wahrnehmen und zuhören.
Mit Respekt das Verschiedene achten und stetig das Verbindende suchen, (er-)finden und fördern. Auch einander immer wieder das lebendige Gefühl der Liebe zeigen, es jeden Tag neu in Worten, Taten oder Gesten bestätigen und es mit Klarheit, Nachsicht, Geduld und Zeit füreinander anreichern.
Denn das Erhalten und Vertiefen der Liebe zwischen zwei Menschen ist etwas sehr Kostbares, das viel Achtsamkeit und Einsatz braucht.
Liebe zu leben ist ein Weg ständiger eigener Weiterentwicklung.
Liebe ist auch einander begegnen und berühren, Gespräch und Miteinander.
Das Mysterium der Liebe ist also Aufgabe und Herausforderung.
Je erfolgreicher beide sich bemühen, dieses Mysterium tagtäglich bestmöglich zu gestalten, desto tiefer werden Zuneigung, gegenseitiges Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl wachsen. Und die Momente des Glücks werden mehr werden.
Auch das ist Liebe.
Liebe ist auch eine Entscheidung: "Mit dir - und nicht mit anderen!"
Liebe ist auch achtsam Fragen zu stellen - mir selbst - und auch dem geliebten Partner.
Denn "Ich liebe ... !" - hat als notwendigen Begleiter - "und es macht mir Freude und ich fühle mich wohl dabei!", genauso wie ein Fuß den zweiten braucht, um Bewegung zu machen.
Fehlen Freude und Wohl-fühlen, oder verlieren sie sich, dann stimmt etwas nicht, dann kann dieses Gefühl "ich liebe dich!" sich nicht verwirklichen.
Liebe ist auch ein Ergebnis der Fähigkeiten und Bemühungen zu verbinden. Dem Verschiedenen und Anderen gemeinsame Brücken zu geben und so das Miteinander immer weiter und intensiver auszubauen.
Liebe ist auch lachender innerer Frieden.
Den kann ich in mir verwirklichen.
Liebe ist auch Respekt, verstehen und verbinden, gestaltend teilnehmen, für Gleichgewicht sorgen, Freude spüren!
Liebe ist auch Lassen und So-annehmen, mich selbst und den Partner, immer wieder zueinander streben und um Einigung ringen.
Wenn ich liebe fühle ich mich glücklicher! Es ist ein Wagnis, zu lieben!
Eine gute Nacht wünscht euch
Thilde