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Mein komplettes Leben bricht gerade zusammen

-Alex-
@Arnika ich weiß garnicht, warum das Thema Sex so durchgekaut wird. Aber bitte. Wir hatten Sex, netten Blümchensex, nicht oft aber durchaus. Er hatte noch nie.. hmmm Druck im Sack. Er hat auch nicht Handarbeit betrieben. Der frustrierte Part lag nur bei mir.

Die Gründe der Trennung sind viel vielschichtiger. Er ist zum Beispiel ein Kümmerer. Erst hat er sich um mich - die süße und beschützbare Frau und die Kinder gekümmert. Dann war ich eine Zeit lang sehr krank mit einigen Operationen und er kümmerte sich. War immer an meiner Seite. Ich habe in den letzten 2 Jahren sehr viel aufgearbeitet und mich, mit meiner Selbstakzeptanz & auch mal Fokus auf mich haben, ein Stück weit entzogen. Und dann stirbt der kranke Hund auf den er sich fixiert hat. Und seine ganze Aufgabe bricht weg.
Jetzt wäre der Punkt an dem er sich hätte neu erfinden müssen. Sich mal um sich selber kümmern quasi.
Da passt eine arme Mutti in ganz schlimmer Ehe, die er retten kann für mich perfekt ins Bild. - natürlich ist sie für ihn gerade auch schön, schlau, what ever.
Und es gibt sicher noch viel mehr Gründe. Doch hier so auf Sex rumzureiten, empfinde ich als extrem und sehr verstörend.

• x 1 #76


DieSeherin
ich bin ganz "begeistet" @-Alex- wie sehr du schon sortierst, wut empfindest, erklärungen gefunden hast - ich glaube, dass du eine echt starke frau bist Tröstender Smiley

• x 4 #77


A


Mein komplettes Leben bricht gerade zusammen

x 3


M
Zitat von -Alex-:
Zu dem habe ich Wut darüber wie naiv und sau dämlich ich war. Es war bequem mich so auf ihn zu verlassen.

Das ist natürlich ein Argument, das momentan zählt. Es ist bequem und Du kannst es Dir bequem machen. Du arbeitest vielleicht, aber nicht Vollzeit. Dann kümmerst du dich um den Haushalt etvc, um Kinder und Du hast ein gutes Leben, das immer so weiter läuft. Es gbit keinen Änderungsbedarf Und dann überlässt man dem Ehemann noch die Finanzen, denn er muss es ja wissen. Bis dann ein Störfaktor kommt und alles durcheinander wirbelt.Und die gelebte Sicherheit und das Gleichmaß sind von heute auf morgen weg.
Und dann fragt man sich, warum nur habe ich nicht eher ... warum habe ich ihm alles Finanzielle überlassen ...
Und das geht so seit mehreren Jahrhunderten. Der Mann kümmert sich quasi um das "Außen", Arbeit, Geldanlage, Steuererklärungen.
Und die Frauen profitieren ja auch davon. Der sichere Hafen der für die Lebenszeit gedacht war, bricht weg und man begreift, nun muss ich ins Tun kommen. Mich selbst kümmern, aufpassen, dass ich von dem einst so fairen Ehemann nicht über den Tisch gezogen werde und obendrein werde ich in ein selbstständiges Leben geschmissen, was ich schon gar nicht gelernt habe.


Zitat von -Alex-:
Es ärgert mich, dass ich von allen als das Opfer angesehen werde

Na klar, denn die anderen halten dir einen Spiegel vor, in dem du nicht gesehen werden willst. Ach, die Arme, der so übel mitgespielt wurde ...


Zitat von -Alex-:
Aber ich hole mir die Kontrolle zurück! Ich werde hier nicht weiter puckeln und mich verausgaben, nur um ein wenig das Gefühl zu haben, dass ich irgendwas hinbekomme.

In so einem Unglück liegt auch eine Chance. Die ist nicht unbedingt die bequeme Variante, aber du lernst auf eigenen Füßen zu stehen und du lernst dass du auch selbst für dein Wohlergehen verantwortlich bist. Du wirst aus der Story anders heraus kommen als du hinein gingst.
Du hast Energie in dir, du fühlst auch den Trotz, es dir und der dich bemitleidenden Umwelt zu beweisen, dass du nicht untergehst, nur weil der Göttergatte in der Hormonwolke lebt und sich einbildet, das wird ewig so anhalten.

Behalte im Auge, dass du es auch kannst und dass du daran auch wächst. Die definitive Sicherheit gibt es nicht. Ich habe das früh gelernt. Eine ganz normale Familie, 2 Töchter, Vater arbeitet, Mutter kümmert sich um Kinder, Küche und Kirche. Alles paletti, bis es auf einmal meiner Mutter schlechter geht. Arztbesuche - kein Befund, Krankenhaus vor Ort - keiner weiß was es ist. Dann wochenlange Absenz der Mutter die in einem 200 km entfernten Univ.-Klinikum liegt. irgendwann eine Diagnose, die an Hand der Symptome wahrscheinlich ist: Systemischer Lupus erythematodes, einer eher seltene Autoimmunerkrankung, die unbehandelt zum Tod führt. 20 Jahre wird die Krankheit zeitweise in Schach gehalten mit schweren Medikamenten die ihre Nebenwirkungen haben. Friss oder stirb, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Trotzdem gibt es immer wieder Schübe, die mal dieses Organ angreifen, dann ein anderes. Sie wurde 54 Jahre alt.

Das hat was mit mir gemacht. Verlass dich auf nichts und niemanden, rechne mit allem und vor allem mache keine langfristigen Pläne, dennda macht dir das Schicksal eh einen Strich durch die Rechnung. Arbeite, damit du genug Geld hast, bleib selbständig und lebe nicht das geplante Leben deiner Mutter ab. Verdiene dein eigenes Geld, lege es in deiner Verantwortung an. Die Sicherheit die andere im Leben verspüren dass sich Wünsche erfüllen, kenne ich nicht. Ob das gut ist oder nicht, kann man so und so sehen. Aber bei mir ist es so. Mach dich niemals von Jemandem abhängig. Dass ich später aufgrund innerer Fehlstellen mich emotional abhängig gemacht hatte, erkannte ich erst später. Aber immerhin, ich erkannte es und sagte mir, im Endeffekt kennst du dein Gegenüber doch zu wenig, auch wenn du das Gegenteil glaubst.

Dein Partner hat auch etwas in ihm was nicht rund läuft und dann kommt diese Andere und auf einmal glaubt er dass er jetzt endlich angenommen, verstanden und vor allem geliebt wird. Ein Hormonflow, denn auch wenn er die Frau schon lange kennt, er kennt sie doch nicht und sie ihn auch nicht.
Sie leben in einer Wolke, auf der sie sich unbesiegbar fühlen und so als ob sie das Glück nun gepachtet hätten. Und in der Folge wird das bisherige Leben abgewertet, es war ja doch nur ein Schmalspurleben mit einer Partnerin die nicht mehr spannend und interessant war. Und wenn die Expartnerin dann noch Tendenzen zeigt, dass es mit dem Schmusekurs vorbei ist und sie auch mal aufstehen kann, dann wird sie als Megäre gesehen, als boshafte Hexe, die ihm sein neues Glück nicht gönnt. Natürlich gönnt sie es ihm nicht, wieso denn auch? Es wäre ein wenig viel verlangt sich zu denken, ich freue mich für ihn, auch wenn es mir Nachteile bringt.

Du wirst es packen, du wirst auch wieder Lebensqualität finden auch wenn der Typ weg ist und auf Wolke 7 schwebt. Dort wo jetzt alles wunderbar und einzigartig ist. Dass die beiden sich nur ineiander spiegeln, wissen sie nicht, denn jeder profitiert. Der andere ist ja so toll, auf das habe ich mein Leben lang gewartet und ich bin ja auch so toll, wenn dieser einzigartige Mensch mich liebt.
Nur, dass das alles nicht ewig anhält und wenn dann das Porzellan zerdeppert ist und die Scherben sich nicht mehr kleben lassen, merken sie, dass sie selbst Opfer wurden ihrer Fehlstellen, ihrer Unzufriedenheit, ihrer schlummernden Begierden und der Botenstoffe, die den Verstand vernebeln.

Es ist kein Kunststück sich zu verlieben, das kann schnell gehen. Aber es ist ein Kunststück eine langjährige Verbindung auf Lebenszeit zu halten. Das beinhaltet auch immer ein Trotzdem und ein Obwohl.

Kauf dir deine Blümchen, an denen du dich freust, feiere auch mal den Alltag wenn du dazu aufgelegt bist. Er ist hier das Opfer, Du nicht, denn du wächst gerade innerlich.

• x 2 #78


Y
Liebe Alex, es tut mir sooooo leid. Was dir passiert ist. Und, dass ich mich vertippt habe und deinen Beitrag mit einem Lachsmiley kommentiert habe.
Ich wollte dir eigentlich ein Herzchen schicken, aber dann hat die U-Bahn geruckelt und ich hab mich vertippt.🫣🫣🫣🫣

• x 1 #79


VictoriaSiempre
Zitat von Arnika:
Aber ernstgemeinte Frage: Hast du ernsthaft geglaubt, dass ein Mann/Mensch jahrzehntelang bis zum Grabe glücklich im Zölibat verbringen wird, nur weil du für ihn die dufte beste Freundin geworden bist?

Ernstgemeinte Frage: Warum gehen andere Frauen (und Dein Post ist nur ein Beispiel) so häufig davon aus, dass der Sex in einer Ehe immer nur von Männern vermisst wird? Dass die Frau sowieso selber schuld ist, wenn sie deshalb verlassen wird, weil sie nicht willig genug war?

Und warum wird nicht sorgfältig gelesen, bevor man kommentiert? @-Alex- schrieb, nachlesbar für wirklich interessierte Leser/innen:
Zitat von -Alex-:
Ich kann deine Gedanken dazu verstehen, aber in unserem Fall war leider ich die jenige die frustriert darüber war. Er ist eher der gemütliche Panda Typ und findet das Leidenschaftliche schon schön, aber hatte von Anfang an noch nie so das Verlangen, wie ich es von anderen kenne. Da haben wir auch offen drüber geredet.


Wenn auf diese Aussage hingewiesen wird, mit „dann brauchte er Dich halt nur zur Brutpflege“ zu reagieren ist 1. in der Situation der TE sehr verletzend und in meinen Augen völlig unnötig und 2. schlicht auch falsch, da es ihre und nicht seine Kinder sind.

Geschichten wie die von -Alex- liest man hier immer wieder, oft genug sind es die Jugendlieben (oder in der Reha kennengelernte Personen) die Mann wie Frau den Kopf verlieren und sich neu orientieren lassen. Das ist traurig für den oder die, die ungewollt zurück bleiben. Ich gehe damit konform, dass es wohl in den allermeisten Fällen bereits vorher eine latente Unzufriedenheit gab, die entweder nie angesprochen oder sogar vielleicht selber nicht so wahrgenommen bzw. zugestanden wurde. Ja, manchmal ist eine Trennung unausweichlich und jede/r ist für das eigene Lebensglück zuständig. Trotzdem kann man sich meiner Meinung nach anständig und wertschätzend trennen, auch wenn das dem/der Partner/in den Schmerz nicht nimmt.

Ich bin echt erschüttert, dass im Jahr 2026 - nochmal: grade von anderen Frauen - immer noch die Frauen für die Pflege der Beziehung (und der Regelmäßigkeit des Beischlafs) verantwortlich gemacht werden. Erst recht, wenn es so eine platte These ist, die mal eben so rausgehauen wird, wenn Lesen geholfen hätte.

• x 5 #80


-Alex-
@Margerite danke für deine Worte. Das mit deiner Mutter tut mir sehr leid.
Wir waren die letzten Jahre auf 6 Beerdigungen so junger Menschen und auch das hat mich immer hier gehalten. Genieße was du hast, solange du es kannst. Sei dankbar und sehne dich nicht, der Arno/ die Ingrid/ ... wären froh wenn sie überhaupt noch da wären.
Ich habe mich oft geschämt, weil mich leer gefühlt habe, anstatt glücklich zu sein.
Ich glaube, ich verkrafte diese Trennung, weil meine Seifenblase geplatzt ist und ich das 1.Mal ohne diese tiefe Loyalität auf uns schauen kann. Ich war bisher einfach zu feige dafür. Gerade passt wohl der Spruch:
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Das so zu realisieren, erschreckt mich extrem.
Und trotzdem macht dieser Fremde im Haus mich fertig. Ich hatte ihn gebeten mir 2 Wochen Zeit allein zu geben (Er könnte zu seinem Bruder oder seiner Mutter) damit ich runterkommen und mich sortieren kann, um gesundheitlich stabiler zu sein und damit ich überlegen kann, was/wie/wohin.
Seine Antwort war, dass er nicht wüsste was das bringen soll, und dass er hier, falls ich bleiben will, auch keinen Finger mehr krumm macht, denn schließlich wäre das mein Problem. Er wäre ja fein mit allem. Sollte ich mich entschließen, dass ich ausziehe, soll ich nehmen was ich will, für den Rest würde er dann einen Container kommen lassen. 20 JAHRE!

Ach und er hat zu meinem Sohn gesagt, dass er nicht unglücklich war, aber eben auch nicht glücklich - das fühle ich total.

Vorgestern habe ich ihn zum 1.Mal angebrüllt und zwischenzeitlichimmer wieder bitterlich geweint. Habe ihm gesagt, dass er sich anschauen soll was er mit mir macht und dass ich das nicht verdient habe. Das er alles zerstört und sein Verhalten es nur noch viel schlimmer macht. Ich habe gesagt, dass ich ihm Verliebt sein nicht Vorwürfe. Das übernimmt der Körper, ich kann ihm nur vorwerfen, dass er die Tür geöffnet hat ohne mit mir zu reden. Dann hätten wir es vielleicht freundschaftlich geschafft. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht kämpfen, weil ich mit niemandem zusammen sein möchte, der mich so verrät. Danach haben wir das 1.mal geredet. Ich habe nur gesagt, dass er mir ein Versprechen für immer gegeben hat und ich finde, er schuldet es mir zumindest mir den Raum und die Sicherheit zu geben hier selbstständig raus zu gehen.
Unser Hochzeitsmotto war für immer & schlimmer.
Habe gesagt, dass ich wohl noch im für immer hänge & er schon im für schlimmer.

Ich mache ihm hier keine Vorwürfe, schieße nicht gegen die Neue, versuche ihm aus dem Weg zu gehen, weil er eh nicht erreichbar ist, aber warum will er mich ständig noch mehr verletzen? Ich begreife es nicht.

• x 2 #81


GreenTara
@-Alex-
Zitat von -Alex-:
Ich mache ihm hier keine Vorwürfe, schieße nicht gegen die Neue, versuche ihm aus dem Weg zu gehen, weil er eh nicht erreichbar ist, aber warum will er mich ständig noch mehr verletzen? Ich begreife es nicht

Ich kann mir vorstellen, dass es genau daran liegt; dass du die Trennung akzeptierst, und klar sagst, dass es für ihn kein Zurück gibt. Es verletzt sein Ego, dass du so schnell los lässt.
Deshalb entwertet er jetzt alles, was euer Leben betrifft.

• x 2 #82


-Alex-
@VictoriaSiempre danke ❤❤❤

• #83


mokka_23
Zitat von -Alex-:
Ach und er hat zu meinem Sohn gesagt, dass er nicht unglücklich war, aber eben auch nicht glücklich

Das ist so eine feige, unnötige und dumme Aussage von ihm, denn fürs Glücklichsein ist man/frau in erster Linie selbst zuständig. Wenn er es nicht hinbekam, sich vorher zu trennen, dann kann er im Nachhinein
auch die Klappe halten, finde ich. Dieses nachträgliche Abwerten so vieler Lebensjahre, die man/frau gemeinsam verbracht hat, ist so unnötig und infantil. Tatsächlich wertet er nur sich selbst ab mit solchen Aussagen. Lass dich davon nicht runterziehen.

• x 3 #84


Ouabain
Zitat von -Alex-:
aber warum will er mich ständig noch mehr verletzen? Ich begreife es nicht.


Mein Ex hatte da auch ein Händchen Verwirrtes Gesicht
Bei einem Gespräch - viel, viel später - meinte er, ich hätte ja ihn auch verletzt und da sei er eben wütend gewesen... Irgendwo war bei ihm die verdrehte Idee, wenn ich ihn wirklich lieben würde, dann würde ich ihm sein Glück gönnen. Wer kommt denn auf sowas ? Selbstzeigender Smiley

Heisst: Gib Dir keine Mühe, ihn verstehen zu wollen. Verlasser sind selber in einer Ausnahmesituation und da laufen die im Oberstübchen oft nicht ganz rund. Augenrollendes Gesicht

• x 6 #85


H
Hi
Auch einen dicken Drücker von mir😊
Ich hatte diese Zeit vor etwas 2, 5 Jahren. Auch nach 18 gemeinsamen Jahren und 2 gemeinsamen Kindern.
Die erste Zeit nach der Trennung war die fürchterlichste Zeit in meinem Leben. Ich kann mich noch gut an die Schmerzen, die Panik und die Angst erinnern, die da jetzt sind. Und die bleiben leider auch noch ne Zeit. Werden aber immer weniger bis man sich irgendwann sogar besser fühlt als man je zu hoffen gewagt hat.

Und du machst das schon mega gut. Du schreibst für den Schock und den Ausnahmezustand, in dem du dich befindest schon sehr klar und reflektiert. Vor allem hast du schon ein Stück weit losgelassen, denn du weißt genau dass du diesen Verrat von ihm nie vetueihen könntest. Auch deine Wut zeigt, dass du schon beginnst es zu verarbeiten

Sei stolz drauf was du schon geschafft hast. Es ist mega stark die Kraft dafür aufzuwenden wenn man komplett am boden liegt.

Mein Exmann hatte sich auch plötzlich auch sehr verändert , mich ständig kritisiert,.... bis auch ich dahinter kam, dass er sich in eine andere Frau verliebt hat. Die Mutter der besten Freunde unserer Söhne. Hatten ala Familien immer viel gemeinsam gemacht
Er hatte noch nicht mal das Rückrad und den Mut mir dies alles von selber zu sagen. Ich musste es leider selbst rausfinden. Und das habe och auch als schlimmsten Punkt empfunden. Dieser Verrat. An allem was wicjtig war in den letzten 18 Jahren. Die Loyalität und das Vertrauen waren einfach so weg und er ein Fremder. Der Mann, der mich bisdaher geschützt und geliebt hatte, schadete mir nun. Und das war für mich zuerst nicht realisierbar.

Heute weiß ich, dass es hilft loszulassen. Für mich gab es auch schnell die Gewissheit dass es nach diesem Bruch nie wieder einen Neianfang genen wird.
Ich weiß auch, dass das Vethalten des Exparznet zum großen Teil Selbsschutz ist sich der Sache nicht stellen zu müssen. Diese Kälte und fast schon skurile Gleichgültigkeit nach dem Motto: passiert halt, unsere Ehe war ja nun auch nicht mehr so toll,...
Passiert wohl fast immer so

Nach über 2 Jahren kann ich diese wichtige Lebensphase allmählich als Abschnitt meines Lebens sehen. Wir haben uns lange das gegeben was wir brauchten. Aber das hat sich vielleicht wirklich im Laufe der Jahre geändert. Nun freue ich mich tatsächlich auf das was noch kommt. Vielleicht irgendwann wieder mit einem Partner, der jetzt besser passt.

Bis dahin: halte durch, Tag für Tag.
Gönn dir trotz des Ausnahmezustand Gutes
Sprich und Schreib dir alles von der Seele

Mir hat auch das Buch :Wenn der Partner geht von Doris Wolf geholfen

Und vor allem:
Sei dir von nun an einfach selber die beste Freundin und behandel dich auch so. Es steckt so viel mehr Zauber und Kraft in uns als wir manchmal denken💚🧡💚🤗

• x 3 #86


M
Zitat von -Alex-:
Seine Antwort war, dass er nicht wüsste was das bringen soll, und dass er hier, falls ich bleiben will, auch keinen Finger mehr krumm macht, denn schließlich wäre das mein Problem.

Er ist verbal aggressiv. Dabei müsste er doch vor lauter Glück strahlen, oder nicht? Aber stattdessen wird er pampig, unfair und bewusst kränkend. Er ist ein Schwein und im Grund genommen könntest du froh sein, dass er die Beziehung aufkündigt. Was willst du mit dem? Er zeigt sich von seiner schlechtesten Seite.
Ich frage mich, warum er so reagiert, wenn er doch auf der Glückswelle reitet? Du kannst ihn ja mal fragen warum er so ekelhaft wird, wo es ihm mit Nextie doch soo gut geht. Halt ihm einen Spiegel vor.
Und ihn mit seinen miesen Eigenschaften kriegt jetzt Nextie. Glückwunsch!

Zitat von GreenTara:
Ich kann mir vorstellen, dass es genau daran liegt; dass du die Trennung akzeptierst, und klar sagst, dass es für ihn kein Zurück gibt. Es verletzt sein Ego, dass du so schnell los lässt.
Deshalb entwertet er jetzt alles, was euer Leben betrifft.

Das ist genau der Mechanismus, dem ein verletztes Ego zu Grunde liegt. Es kränkt ihn dass du so konsequent vorgehst, denn lieber wäre ihm die kummervolle und weinerliche Alex.

Zitat von -Alex-:

Ach und er hat zu meinem Sohn gesagt, dass er nicht unglücklich war, aber eben auch nicht glücklich - das fühle ich total

Das ist auch so fair dem Sohn gegenüber. Das Leben mit dir war leider so ein Schmalspurleben dass er ja eigentlich nicht glücklich war. Was soll das dem Sohn helfen?
Er wertet damit das bisherige Leben ab. Und zu diesem Leben gehört auch der Sohn. Soll der jetzt seinen tollen Vater beglückwünschen? Der Typ weiß nicht was er sagt und welche Wirkung solche Aussagen gerade auch auf den Sohn haben können. Unempathisch.

Du schaffst es und irgendwann wirst du dir sagen, gut, dass er damals ging. Ich habe so viel über mich und für mich gelernt, ich habe eine größere Stärke in mir als mir bewusst war. Du wirst davon profitieren. Nicht selten profitiert der Verlassene mehr für seine persönliche Entwicklung als der Verlasser. Der lebt sein Leben weiter wie er es gewohnt ist, halt mit einer anderen und ob das langfristig funktionieren wird bleibt abzuwarten. Es gibt viele die aus der Hormonblase aufwachen und sich sagen, was habe ich damals nur getan?

Im übrigen solltest du wirklich auf räumliche Trennung hinarbeiten. ihn weiterhin sehen zu müssen ist kontraproduktiv und wirft dich immer wieder zurück.
Hast du Pläne bzgl. der Wohnsituation? Und gehe zum RA und informiere dich über die rechtlichen Angelegenheiten, auch wenn du dich nie damit beschäftigen wolltest. Und glaube ja nicht dass dein toller Noch-Mann sachte und loyal Dir gegenüber ist. Er braucht Geld für Nextie, er will glänzen, er will jetzt was vom Leben haben, weil mit Dir war das ja nicht möglich.

Meiner Freundin ging es auch so. Langjährige Ehe, Beziehung schon ziemlich abgetötet. Die Mutter, die Familienmanagerin, die neben ihrem Beruf als Lehrerin die Stundenpläne der 3 Kinder im Kopf hatte, alles deichselte, fürs Essen und Kochen sorgte während er, der glanzvolle Ehemann für nicht viel zu gebrauchen war. Und dann legte er sich eine Freundin zu, eine Witwe mit 4 Söhnen die schon aus dem Haus waren. Dort zog er dann hin und dort hatte er es schön. Ein Geschoss im Haus praktisch als Rückzugsort für sich, Rundumversorgung garniert mit ganz viiieeel Liebe. Dann machte er Fotos von der Wohnung in der er sich gesetzt hatte, schickt diese seinen Söhnen ( der Tochter war er nicht gewachsen, die war die Erstgeborene und die hatte kein Nachsehen für ihn) und schreibt dazu: So lebe ich jetzt!

Das ist doch ein Schlag ins Gesicht auch für die Söhne, denn die Mitteilung dahinter lautet: schaut mal her wie gut ich es jetzt habe ganz im Gegenteil zu früher in einem Leben mit euch. Dasselbe tut der Sohn. Ich war nicht unglücklich in meinem Leben mit euch, aber auch nicht glücklich. Was bitte soll das dem Sohn sagen? Es ist irgendwie taktlos.

Die Söhne waren noch in der Schule, aber schon in der Oberstufe. Der jüngste steckte es am besten weg, er macht seinen Weg und ist nach einer Ausbildung im Hotelfach jetzt Beamter beim Zoll. Der mittlere, der ihm am ähnlichsten ist, verlor die Spur. Machte Abitur, studierte Wirtschaftsmathematik, Studium abgebrochen, neues begonnen, war wieder nichts. Dann ein Jahr rumgegammelt bis die Mutter sagte, jetzt ist Schluss. Dann jobte er rum, lernte eine Amerikanerin kennen, die keiner mag, er mittlerweile auch nicht mehr. Ein Sohn wurde geboren der autistisch ist und jetzt in eine Fördereinrichtung kommt. Er hat eine Ausbildung abgeschlossen und arbeitet jetzt immerhin. Er hat im Leben viel falsch gemacht und scheint sich allmählich zu stabilisieren.

Übrigens, das Glück mit Nextie hielt nur ein paar Jahre. Er lebt jetzt in einer Stadt 50 km weiter. Meine Freundin interessiert er schon lange nicht mehr. Sie sagte damals, ich lass mich scheiden so schnell es geht. ich glaube sie nahm sogar finanzielle Nachteile in Kauf damit sie mit ihm rein gar nichts mehr zu tun hat.
Die Tochter starb mit 23 an Darmkrebs ohne dass sie mit ihrem Vater nochmals gesprochen hätte. Und meine Freundin fand einen neuen Partner, den sie im Yogakurs kennengelernt hatte. Sie ist schon wieder einige Jahre verheiratet und es geht ihr nun recht gut.

Zitat von HeldinmL:
Es steckt so viel mehr Zauber und Kraft in uns als wir manchmal denken

Eine sehr schöne Aussage!

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