Ich verstehe das da viel emotionale Zeit dran hängt an so einer Beziehung, aber ich kann Menschen in der Hinsicht einfach nicht verstehen. Ich hätte mich schon lange getrennt. Eine Beziehung ist nix anderes wie Gefühle die sich auf eine Person konzentriert und da haben Menschen anscheinend nie richtig gelernt mit umzugehen, zumindest nicht in der heutigen Zeit.
Liebe ist nur das übergeordnete Gefühl dass aus Millionen anderer Emotionen entsteht und kippen diese Emotionen, dann wird daraus ganz schnell auch was dunkleres wie Abscheu bis hin zu Hass.
Daher geh mal tief in dich und ordne deine Emotionen zu einem übergeordneten Gefühl und was dabei herauskommt, ist schlicht und ergreifend die Wahrheit der du dich stellen musst. Es ist dabei vollkommen egal was es dann wirklich ist, denn da beginnt der Prozess der Akzeptanz und diese musst du anscheinend erst erreichen um dann klar zu genug um Kopf zu seine Dinge so zu bewerten wie sie sind.
Ein Beispiel dazu, damit du verstehst was ich meine.
Du streitest mit deiner Mutter über WhatsApp, gehst dann in die Arbeit und dort geht die negative Spirale weiter, hast dann also auch Stress mit einem Kollegen und kommst dann am Abend nach Hause mit negativen Emotionen und bekommst direkt die nächste Emotion von deinen Kindern und Frau ab, dann machen die meisten eben genau einen Fehler und sie vermischen ihre Emotionen und entladen dann diese meistens an der falschen Person ab. So hattest du dir eine negative Spirale an der falschen Person an und der gegenüber spürt so etwas ja auch und geht dann natürlich automatisch in eine Abwehrhaltung um dieser Spirale zu entkommen.
Genau so entstehen Affairen, weil von einmal eine Person ins Leben kommt, die dieser Spirale nicht ausgesetzt ist und dann positive Emotionen ins Spiel bringt. Einfacher ausgedrückt, hier ist alles doof, bei dieser Person ist alles leicht und harmonisch.
Ich sag das meiner Freundin auch immer wieder, sie kann gerne Ballast bei mir ablegen wenn Arbeit und Co wieder nerven, aber ihre Emotionen müssen dort landen wo sie hingehören und nicht bei mir bzw. auf unserer Beziehung und umgekehrt gilt natürlich das selbe. Es ist auch unmöglich es immer zu schaffen, aber da ist es dann um so wichtiger im Nachhinein zu erkennen, dass wir gerade beide Mist gebaut haben. Der eine weil er seine negativen Emotionen auf den anderen übertragen hat und der andere weil er es akzeptiert hat und mitgemacht hat. Hier gilt ne klare Linie zu ziehen und das auch so deutlich zu machen.
Meine Freundin kam letztens genervt ins Zimmer weil alles wieder genervt hat, ihre Mutter, Chef, ihre Kinder und dann ist sie mir gegenüber patzig geworden und es ist ihr nicht klar gewesen, sie hat es einfach getan, weil wir halt auch nur Menschen sind.
Wir regeln das dann so, dass wir direkt sagen, negative Emotionen die nicht mur gelten Schatz und Zack legt sich ein Schalter mittlerweile automatisch um und wir ordnen uns neu, ohne Emotionen, ohne Vorwürfe etc... Ich denke jeder muss da seinen eigenen Weg finden, aber viele Menschen und allen voran Paare machen diesen Fehler und in der Hinsicht ist unser Gehirn dumm, denn es behaftet dann negatives mit deiner Person und sobald genau das passiert, ist es ein schleichender Tod für die Liebe.
Seit wird des so machen, haben meine Freundin und ich erst einmal erkannt, wie viel negative Emotionen man an der falschen Person festmacht. Gerade mit Kindern passiert das ungemein oft, weil man sich dann auch Mal nicht einig ist mit Erziehung etc... und dann nimmt man es persönlich usw. So wird eine negative Spirale gefördert die einen belastet obwohl sie nicht dahin gehört.
Wir haben zum Beispiel das Problem, dass ihr fast 12 jähriger immer noch jeden Abend in unser Bett kommen will etc... Wir sind uns da grundsätzlich einig und der Psychologe sagt auch sie muss da klarer sein und den jungen wieder ins eigene Bett bringen, nur fehlt meiner Freundin da auch spät in der Nacht die Kraft und es ist verdammt schwierig für sie, leider kann ich das nicht für sie übernehmen weil der junge halt nun einmal seine Mama möchte. Wenn ich dann wiederhole was der Psychologe sagt etc... nimmt sie es persönlich und geht da immer mal wieder falsch mit um und bezieht meine Worte gegen mich anstatt auf sich selber bzw. auf ihren Jungen. Also es macht ein anderer etwas negatives aber du bekommst es ab, da musst du denke ich zum einen klarer mit dir selber werden und dich fragen, wie oft machst du des selber und wie oft bekommst du es selber ab.
Wenn man sich darüber im Klaren ist, wird das Leben deutlich einfacher, die Frage ist halt, kann man jetzt nach so viel Negativität noch etwas retten? Im Grunde ja, aber dafür muss man viel Geduld haben, viel Zeit und vor allem viele positive Emotionen in die Beziehung zurückbringen.
Viele oder eigentlich die meisten haben dann dazu keine Energie mehr, weil zu viel kaputt gegangen ist und wenn man dann mal drüber nachdenkt und sich genau dieser Situation klar wird, schmerzt es meistens um so mehr. Ich habe 2 Beziehungen gebraucht um dieses Konzept zu begreifen, weil man es mir nie vorgelebt hat und natürlich auch immer 2 dazu gehören. Wenn es bei dem anderen nicht an kommt, dann redet man trotzdem gegen eine Wand. In der Hinsicht muss man kompatibel sein denke ich. Jeder geht anders damit um, die einen brauchen es zu streiten und sammeln dann ihre negative Emotionen und haften sie dort an wo sie hingehören und andere brauchen diesen direkten Stopp un zu begreifen wo was hingehört um dann zu verarbeiten, denn genau darum geht es, negative Emotionen richtig zu verarbeiten, aber wie soll man diese verarbeiten wenn sie an der komplett falschen Person haften in deinem Gehirn?
Du kannst nicht deine negativen Emotionen die du wegen deinem Chef hast, bei deiner Frau verarbeiten, weil die da gar nicht hingehören. Selbes gilt für alle anderen Personen und darüber machen sich die meisten gar keine Gedanken und wundern sich dann, dass sie so kaputt sind oder unfähig ihre Gedanken zu ordnen etc... Daraus entstehen dann Ängste wie Bindungsangst, Verlustangst oder auch Eifersucht weil sie negative Emotionen aus der Vergangenheit nicht verarbeiten konnten und immer wieder diese Emotionen nehmen und an die neue Person haften. Oft sind das dann Personen die Dinge sagen wie, Vertrauen muss man sich verdienen etc... meiner Meinung absoluter Schwachsinn, denn wenn ich mich auf jemanden einlasse, dann vertraue ich dieser Person bis sie mir das Gegenteil beweist. Wie soll denn auch etwas positives entstehen, wenn man bereits negativ behaftet ist? So funktioniert der Mensch nicht, aber genau da fehlt es halt in unserer Gesellschaft mittlerweile. In dem Beispiel müssten diese nagativen Emotionen an dem Ex hängen der einen das angetan hat und dann setzt man sich damit auseinander bis man wieder frei ist in seinem Herzen aber auch vor allem in seinen Gedanken und erst dann fängt man wieder an neu zu Daten.
Was für Gedanken und Emotionen du dir jetzt aus meinem Text ziehst liegt an dir, ich wünsche euch auf jeden Fall viel Glück und Erfolg.
PS: Auch bei einem scheitern geht die Welt erstmal noch nicht unter, manchmal gehört auch das zum Leben dazu, aber die richtigen Schlüsse muss man daraus ziehen