Zitat von aequum: Damit es dir dauerhaft besser gehen kann, musst du abschließen und loslassen.
Das wäre zwar das Beste, aber es ist nicht möglich, aktiv loszulassen.
Das ist ein Prozess, der dauert, unterschwellig abläuft und stark davon abhängig ist, was man selbst für ein Paket mitbringt.
Am meisten hilfreich ist es, sich gebetsmühlenartig zu sagen, dass man den Ist-Zustand gerade nicht ändern kann, also ihn so akzeptiert,wie er ist.
Und auch das geht nicht leicht.
Bei @NineN kommen so viele verschiedene Dinge zusammen, dass das Paket besonders schwer ist.
Vor allem, wenn das Gefühl bleibt, alles alleine wuppen zu müssen.
Kopf und Herz passen außerdem momentan noch nicht zusammen.
Beispiel Sohn:
Man kann auf der kognitiven Ebene klar haben, dass es natürlich höchst schädlich ist für den Kleinen, wenn er immer wieder spürt, dass seine Mama ihn nicht so wirklich annehmen kann.
Und auch die Tochter spürt das, genauso auch den Unterschied zwischen ihr und ihrem Bruder.
Aber das Herz fühlt eben gerade, was es fühlt.
Und Nine sagt ja auch, dass sie hauptsächlich nur funktioniert,auch wenn sie es sich ganz anders wünscht.
Ich hab das schon vor Monaten gesagt, dass es einerseits vor allem wichtig ist, das JETZT zu akzeptieren.
Egal wie sch. es gerade ist.
Das nimmt im Prinzip auch eine Menge Druck weg.
Denn wenn ich mir immer wieder sage, so will ich das nicht, so wollte ich es nie und der Ar., der mich da reingeritten hat, hat nun auch offiziell mit mir abgeschlossen. Warum bloß?
Dann akzeptiere ich eben nicht, was da gerade ist!
Deshalb kann ich nur raten:
1. Alle Menschen, die dir nicht gut tun, so weit weg von dir zu halten. Da gehört mMn besonders deine Mutter zu und natürlich der VdK.
2. Akzeptiere, dass es so ist wie es ist! Du kannst dich dagegen wehren, schreiend weglaufen oder um dich schlagen. Es nützt nichts!
Du bist in deiner Situation!
Wer dafür verantwortlich ist, ist momentan wenig wichtig.
Das kannst du in der Therapie weiter aufarbeiten. Aber nimm deine Situation an. Du hast diese nun mal.
3. Besprich dich mit deiner Therapeutin, wie du am ehesten deinen Selbstwert steigern kannst und schau dir mit ihr weiterhin deine Muster an, die aus deiner Kindheit rühren.
4. Ganz wichtig! Hol dir weiterhin oder wieder Hilfe durch Familienhelferinnen, Frauenberatungsstellen, Caritas und Co. Die sind auch da, wenn du solche destruktiven Gedanken hast!
Ich weiß, dass das viel ist, was ich da so schreibe.
Aber auch ich sorge mich um deine Kinder.
Sie tun mir unendlich leid, weil sie es nicht verdient haben, aufgrund der schwierigen Situation ihrer Eltern so viel Stimmungsschwankungen ausgesetzt zu sein.
Und wenn du liebe Freundinnen hast, dann hol sie ins Boot, besonders an solchen Tagen wie heute.
Auch wenn sie vielleicht nicht gerade Zeit haben, um zu dir zu kommen, können sie vielleicht kurz mit dir telefonieren und dich beruhigen.