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Partner trennt sich in Schwangerschaft

NineN
Zitat von MissLilly:
Und genau das kann auch Nine schaffen, wenn sie endlich einmal anfängt ehrlich zu sich selbst zu sein.

Was meinst du? Welche Ehrlichkeit? Welche halbe Wahrheit? Was fehlt?
Ich verstehe das nicht.

• x 1 #10411


MissLilly
Zitat von NineN:
Was meinst du? Welche Ehrlichkeit? Welche halbe Wahrheit? Was fehlt?


Das deine Entscheidung zum zweiten Kind nicht auf einer echten und innerlich tiefen Überzeugung deinerseits basierte, sondern du eher ein Stück weit russisches Ro*ulette gespielt hast und dich daher im Grunde am meisten über dich selbst ärgerst, anstatt wirklich stolz auf dich und den kleinen Mann zu sein.

• x 3 #10412


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

x 3


NineN
Zitat von Ameise_78:
Was sagt die Therapeutin dazu? Wurde das schon thematisiert?

Wurde es. Es sei eine Entscheidungssache. Manches zieht nach und nicht alles muss sich gut am Anfang gut anfühlen. Also eine rein kognitive Entscheidung.

Zitat von Ameise_78:
Das musst du hier nicht beantworten, aber haben deine Eltern je gesagt, warum sie Kinder wollten?

Nein, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Als meine Mutter schwanger war mit mir, rückte mein Vater erst mit dem Geständnis raus, dass er er ja noch ein Kind mit einer anderen Frau hat. 🙈
Bei meinem Bruder meinte mein Großvater zu meiner Mutter "Der musste
ja nun wirklich nicht sein." Meine Mutter sagte mal zu mir, dass sie sich eigentlich
schon trennen wollte, als ich erst 4 war. Naja, 37 Jahre warens dann am Ende bei den beiden. Und die sagte zu mir ich soll froh sein, dass er jetzt weg ist, ich hab jetzt noch mein ganzes Leben vor mir.

Zitat von Ameise_78:
Der VdK ist auch nicht schuld daran, dass NineN die Kinder nicht um der Kinder Willen bekommen hat. Jeder weiß, dass Beziehungen scheitern können. Wirklich jeder. Man kann die Liebe für Kinder niemals an Bedingungen bezüglich Beziehungsfragen knüpfen.

Ja. Ich bin da ziemlich blind rein. War so fest von uns überzeugt. Und nur mit meiner Tochter wäre ich weder in der Therapie noch hier.

Es trifft das hier besonders:
Zitat von Waris07:
nie genug zu sein, funktionieren und sich nach anderen richten zu müssen und gerade dann verlassen zu werden, wenn man besonders verletzlich und schutzbedürftig ist. Vielleicht erklärt es, warum das Ganze so tief geht bei

• x 4 #10413


Ameise_78
Zitat von NineN:
Bei meinem Bruder meinte mein Großvater zu meiner Mutter "Der musste
ja nurn wirklich nicht sein."

Da muss ich schlucken.
Sprach dein Vater nicht vor der Geburt deines Sohnes von Babyklappen?
Bei euch scheint sich wirklich viel zu wiederholen.

Zitat von NineN:
Meine Mutter sagte mal zu mir, dass sie sich eigentlich
schon trennen wollte, als ich erst 4 war. Naja, 37 Jahre warens dann am Ende bei den beiden. Und die sagte zu mir ich soll froh sein, dass er jetzt weg ist, ich hab jetzt noch mein ganzes Leben vor mir.

Ich finde das falsch. Wirklich falsch. Sie projiziert und überträgt ihre Gefühle und Erfahrungen auf dich. Ohne deine eigenen Gefühle zu würdigen.
Natürlich musst du mit der Trennung jetzt zurechtkommen. Aber dass du sie als Segen betrachten müsstest, ich denke an dem Punkt bist du noch lange nicht und musst es auch nicht sein. Und selbst wenn du es irgendwann akzeptieren solltest und es wirklich okay wäre musst du es nicht als Segen betrachten. Das tut auch nicht jeder, selbst Menschen, die Trennungen akzeptiert haben.
Man muss nicht "glücklich" darüber sein, einen Menschen, den man geliebt hat, verloren zu haben. Fein wenn es manchen so geht... aber das gilt eben nicht für alle.

Zitat von NineN:
Es trifft das hier besonders:

Das geht den meisten von uns so, die ein solches Elternhaus genießen durften.
Mir geht es auch so - ich wurde im Augenblick meiner größten Bedürftigkeit, die ich zu Null Prozent selbst verschuldet hatte (Gesundheit) im Stich gelassen. Wenn man immer gut funktioniert hat, weil man musste, und alles gemacht hat (was aber auch nie gut genug war), trifft das brutal.

Dennoch ist natürlich der VdK nicht schuld daran, was in deinem Elternhaus passiert ist, genausowenig wie mein NM schuld an dem ist, was ich in meinem erlebt habe. Und die Kinder am allerwenigsten. 🫤

• x 1 #10414


Femira
Zitat von NineN:
Der letzte Rat war ein bisschen ich soll meine eigene Kindheit mit den Kindern nachholen

Was hättest du dir gewünscht von deiner Mama oder deinem Papa, wenn du dich zu viel gefühlt hast?

💝

• x 2 #10415


sonntag_morgen
@NineN Wie hast du denn den heutigen Tag verbracht und wurde deine Laune besser?

Vielleicht wäre das Wechselmodell doch eine gute Idee und es würde dir mehr Luft geben?

• #10416


NineN
Zitat von sonntag_morgen:
Wie hast du denn den heutigen Tag verbracht und wurde deine Laune besser?

Ehrlich gesagt habe ich für solche schwierigen Tage oft noch keine Lösung. Der Spaziergang im Wald hat aber schon gut getan. Aber oft dimme ich mich dann selbst runter und funktioniere. Meistens mit Musik. Sonst könnte ich viele Tage nicht ertragen. Für die Kinder nicht so gut, dass weiß ich, weil ich nicht voll da bin und sie das eigentlich bräuchten. Wenn ich das aber nicht täte, könnte ich vor Schmerz nicht funktionieren. Also.... 🤷‍♀
An guten Tagen, wo ich das alles zulassen kann, merke ich wie die Kinder alles aufnehmen was es gibt und dann besonders kuschelig sind. Das sind dann wirklich schöne Momente. Und vor allem zeigt es mir jedes mal, was wir gemeinsam verpassen und dass ich nicht die Mutter bin, die so kleine Kinder eigentlich bräuchten. Innerhalb der Ehe war das viel leichter und ich war da besser.

Und ja, auch das ist Bestandteil der Therapie und so richtig kann da keiner was zu sagen, weil Einstellungssache und eigene Entscheidung.

Und da beneide ich den VdK drum, dass er das viel besser hinbekommt. Klar, für ihm ist das auch alles anstrengend. Aber so manchmal beschleicht mich auch das Gefühl, dass ich vielleicht doch auch das Problem war.

• x 4 #10417


Balu85
Zitat von MissLilly:
Ich wurde bereits in der Schwangerschaft verlassen und mir wurde noch nicht einmal Bescheid gesagt, meine liebe Sternenguckerin! Man machte mir nen Antrag, ließ mich nen ganzen Umzug in ein anderes Land organisieren und drückte mir sogar die EC Karte samt PIN in die Hand. Das ganze mit dem Ergbenis, das man mich praktisch vor dem Altar stehen ließ, der Umzug wieder rückgängig gemacht werden musste, weil es die dazugehörige Wohnung gar nicht gab und statt eines gefüllten Bankkontos der Gerichtsvollzieher im 8 Monat bei mir vor der Tür stand! Also erzähl mir bitte nix von Trennungen während der Schwangerschaft.
Als meine kleine auf die Welt kam, war es sowohl der glücklichste als auch zeitgleich der schlimmste Moment ever in meinem Leben, denn sie war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich kann nicht beschreiben wieviel Liebe und Schmerz mich jedes Mal überrollten wenn ich in ihr zuckersüßes und zartes Gesicht sah.
Und immer dann wenn ich dachte das ich gleich zergehe, fing sie an zu lächeln und ich konnte regelrecht spüren und mir bewusst werden, dass meine Liebe zu ihr größer ist als meine Wut, Schmerz, Trauer und Enttäuschung über ihn, den VDK ist. Und genau das kann auch Nine schaffen, wenn sie endlich einmal anfängt ehrlich zu sich selbst zu sein.
Ist das so schwer zu verstehen?

Versteh mich bitte nicht falsch, aber du bist nicht die TE. Hast andere Stärken, andere Schwächen und kannst daher evtl. auch anders handeln. Ich habe lernen müssen, das man natürlich von anderen Menschen erwarten kann das sie alles was man selbst kann, auch können. Auf das, auf was man selbst verzichtet auch verzichten. Alles was man selbst eben halt hinnimmt oder erträgt weil es gerade icht anders geht auch hinnehmen und akzeptieren.
Kann man machen und in einem gewissen Rahmen ist das auch ok. Ar. zusammenkneifen gehört meiner Ansicht nach zum Leben dazu und muss auch gelernt sein. Ebenso wie verzichten können. Aber alles hat irgendwo seine Grenzen. Weil Mensch nunmal auch unterschiedlich belastbar sind.

• x 2 #10418


Femira
Zitat von NineN:
Und da beneide ich den VdK drum, dass er das viel besser hinbekommt. Klar, für ihm ist das auch alles anstrengend. Aber so manchmal beschleicht mich auch das Gefühl, dass ich vielleicht doch auch das Problem war.

Schräg, dass du das sagst...bringt n kaputtes Kind mit, lässt ein anderes vor dem offenen Fenster spielen, die Polizei kommt, weil das Kind so schreit usw und er bekommt es besser hin, ja? Achtung Ironie

Machen wir das differenzierter:
Du hast den Hauptteil des Workloads und bekommst das hin.

Du hast den Hauptteil der Betreuung und bei dir kam noch nie die Polizei.

Bindung? Ja auch das bekommst du besser hin. Ist halt dann auch schwerer, die zu lösen.

Er benutzt Menschen. Bekommt er besser hin. Wenn er alles hat, sucht er sich wen Neues. Ja bekommt er auch besser hin als du.
Willst du so sein ist eher die Frage

• x 2 #10419


Stella31
Zitat von aequum:
Damit es dir dauerhaft besser gehen kann, musst du abschließen und loslassen.

Das wäre zwar das Beste, aber es ist nicht möglich, aktiv loszulassen.
Das ist ein Prozess, der dauert, unterschwellig abläuft und stark davon abhängig ist, was man selbst für ein Paket mitbringt.

Am meisten hilfreich ist es, sich gebetsmühlenartig zu sagen, dass man den Ist-Zustand gerade nicht ändern kann, also ihn so akzeptiert,wie er ist.
Und auch das geht nicht leicht.

Bei @NineN kommen so viele verschiedene Dinge zusammen, dass das Paket besonders schwer ist.
Vor allem, wenn das Gefühl bleibt, alles alleine wuppen zu müssen.

Kopf und Herz passen außerdem momentan noch nicht zusammen.

Beispiel Sohn:
Man kann auf der kognitiven Ebene klar haben, dass es natürlich höchst schädlich ist für den Kleinen, wenn er immer wieder spürt, dass seine Mama ihn nicht so wirklich annehmen kann.
Und auch die Tochter spürt das, genauso auch den Unterschied zwischen ihr und ihrem Bruder.
Aber das Herz fühlt eben gerade, was es fühlt.

Und Nine sagt ja auch, dass sie hauptsächlich nur funktioniert,auch wenn sie es sich ganz anders wünscht.

Ich hab das schon vor Monaten gesagt, dass es einerseits vor allem wichtig ist, das JETZT zu akzeptieren.
Egal wie sch. es gerade ist.

Das nimmt im Prinzip auch eine Menge Druck weg.

Denn wenn ich mir immer wieder sage, so will ich das nicht, so wollte ich es nie und der Ar., der mich da reingeritten hat, hat nun auch offiziell mit mir abgeschlossen. Warum bloß?
Dann akzeptiere ich eben nicht, was da gerade ist!

Deshalb kann ich nur raten:
1. Alle Menschen, die dir nicht gut tun, so weit weg von dir zu halten. Da gehört mMn besonders deine Mutter zu und natürlich der VdK.

2. Akzeptiere, dass es so ist wie es ist! Du kannst dich dagegen wehren, schreiend weglaufen oder um dich schlagen. Es nützt nichts!
Du bist in deiner Situation!
Wer dafür verantwortlich ist, ist momentan wenig wichtig.
Das kannst du in der Therapie weiter aufarbeiten. Aber nimm deine Situation an. Du hast diese nun mal.

3. Besprich dich mit deiner Therapeutin, wie du am ehesten deinen Selbstwert steigern kannst und schau dir mit ihr weiterhin deine Muster an, die aus deiner Kindheit rühren.

4. Ganz wichtig! Hol dir weiterhin oder wieder Hilfe durch Familienhelferinnen, Frauenberatungsstellen, Caritas und Co. Die sind auch da, wenn du solche destruktiven Gedanken hast!

Ich weiß, dass das viel ist, was ich da so schreibe.
Aber auch ich sorge mich um deine Kinder.

Sie tun mir unendlich leid, weil sie es nicht verdient haben, aufgrund der schwierigen Situation ihrer Eltern so viel Stimmungsschwankungen ausgesetzt zu sein.

Und wenn du liebe Freundinnen hast, dann hol sie ins Boot, besonders an solchen Tagen wie heute.
Auch wenn sie vielleicht nicht gerade Zeit haben, um zu dir zu kommen, können sie vielleicht kurz mit dir telefonieren und dich beruhigen.

• x 1 #10420


Ameise_78
Zitat von Balu85:
Kann man machen und in einem gewissen Rahmen ist das auch ok. Ar. zusammenkneifen gehört meiner Ansicht nach zum Leben dazu und muss auch gelernt sein.

Wobei ich denke, darum geht es bei Nine weniger, den A zusammenkneifen kann sie! Musste sie auch immer!
Ich denke es wäre ganz wichtig, dass ihre Gefühle auch gesehen und validiert werden.

Wobei das Thema mit dem Kleinen schon genauer geklärt gehörte, wo da speziell der Ursprung liegt.
Ich weiß nicht ob ich mich richtig erinnere, @NineN, dass dein Bruder besser behandelt wurde als du? Oder verwechsele ich das..?

Für Intellektuelle Menschen ist verstehen oft schon ein zentraler Part beim Aufarbeiten & Loslassen. Ich denke die ganze Zeit, dass es hier vielleicht noch einen missing link gibt.

• #10421


A


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