Ach @Sternenguckerin
Trennungen mit Kindern sind einfach nochmal.ne andere Herausforderung. Das sehe ich auch so.
Zitat von Sternenguckerin: Mittlerweile scheinen wir uns beide irgendwie mit diesem Rhythmus "abgefunden" zu haben
Für mich klingt es auch so, als wäre dein inneres Kind zufrieden mit der Situation.
Die kennt es und fühlt sich sicher.
Aber, was sagt denn die Erwachsene in dir?
Was sagt die auch darüber, wie man Trennungen und Beziehungen gestaltet?
Zitat von Sternenguckerin: sondern halt ans Gesehen-, Gehört- und Ernstgenommenwerden von ihm. Ich will von ihm einfach nicht ignoriert oder übergangen werden.
Wenn du das hier nochmal liest...du weißt ja, dass deine Kindheit nicht so gut war und dein inneres Kind reinszeniert die Situation. Du verbrauchst sehr viel Kraft für ein kleines bisschen. Krümelbeziehung sagen da Youtube Coaches zu...
Zitat von Sternenguckerin: Und diese heftigen Emotionen sind in diesem Moment einfach so stark und akut, dass sie gefühlt kaum Aufschub dulden.
Das kann ich - wie schon geschrieben - absolut nachempfinden. Da spürt man einfach die krasse emotionale Not des inneren Kindes.
Ich sag dir meinen Weg:
Bei mir ist es noch recht frisch und ich reduziere den Kontakt aufs Nötigste. Da das Kind noch klein ist, ist das immernoch sehr häufig und das ist für mich ein ungewohntes und auch recht großes Problem, aber mit der Zeit wird das schon.
Aber in den Situationen, in denen wir so Orga Kram besprechen, platze ich eben. In den Phasen, in denen ich Ruhe habe, bespreche ich mit meinem inneren Kind immer wieder die Situation, versuche zu Trauern, mich liebevoll zu.umsorgen, neue Zukunftsbilder zu malen usw.
Und nun eine Beispielsituation: in Berlin gab es n Wetterumschwung. Da ich den Wetterbericht verfolgen, habe ich frühzeitig neue Regenjacken bestellt. Vorgestern schreibt er mir ne WhatsApp, dass er ne Regenjacke bestellt hat. Toll...die kam natürlich nicht rechtzeitig für den Regen an seinem Umgangstag. Also - selbst ist der Mann - geht er zu mir und holt einfach die Regenjacke von mir.
Also ja: kindbezogen, soll er haben, aber ich bin halt auch n bisschen geplatzt, weil dass er die Care Arbeit für das Kind nicht macht, sondern wie selbstverständlich mich alles machen lässt, ist ein zentraler Trennungsgrund.
Also platzen Wörter wie rechtzeitig, du bist der Erwachsene, das nächste Mal...blablabla raus.
Kraft und Energie ab ins Schwarze Loch.
Ich suche nach dem Minimoment vor den Vorwürfen. Wenn ich den hab, gilt es, den auszudehnen, damit ich vor ihm/in Interaktion mit ihm nichts mache. Nichts.
Und dann - wenn er weg ist - versorge ich mein inneres Kind. Lasse es schreien, sehe und verstehe es. Sorge für die emotionale Begleitung.
Oder suche mir ne Kuh @Balu85
Zitat von Balu85: Eine Spinne...eine Spinne" und dann abgewartet was passiert.
Und Bananenspinnen sind die giftigsten Tiere der Welt.
Zitat von Sternenguckerin: Hinterher kommt dann Erschöpfung, Scham, Reue, Resignation, Ausgebranntheit, ein großes Ruhebedürfnis
Ich kann mir vorstellen, dass sich diese Gefühle dann ändern. Kannst du diese denn versorgen?
Zitat von Sternenguckerin: das Bedürfnis, auf Youtube irgendwelche religiöse, spirituelle Musik anzuhören, dabei bin ich ansonsten eigentlich nicht sonderlich religiös.
Ich mag Mantra Singen sehr.
Zitat von Balu85: Sondern das Problem ist ja das der Kopf ja was anderes will als das wovor das Bauch EVENTUELL warnt.
Nicht der Kopf will. Der Kopf checkt es ja. Meist. Das innere Kind will, was es kennt. Wir verlieben und immer bekannt.
Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass unsere inneren.Kinder anderes kennenlernen, indem wir es gut versorgen.
Zitat von Balu85: Ja, vielleicht wäre sowas wie 2 Pflichtsitzungen bei einer Paarberatung vor der Hochzeit eine Idee....
Hat ja die Kirche gemacht damals...
Hab mal einen Kurs für Frauen angeboten ehrenamtlich. Was bedeutet das eigentlich alles. War richtig gut und hat Spaß gemacht.