SirMicha
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Während ich hier mit einem leckeren Dickmann sitze, schreibe ich einfach mal über einige Gedanken zum Thema Beziehung, Trennung, Sachverhalte und Realitäten.
Ein Mann und eine Frau entschließen dazu, dass es wohl eine gute Idee ist sich zusammen zu tun und fortan eine sogenannte Beziehung zu führen. Soweit so gut. Alles klasse. Bis... na ja. Bis nun einer der beiden findet. Alles Kacke. Und sich halt trennt. Nix mehr alles klasse. Riesenkacke. Findet nun der Verlassene auch, denkt kurz nach und entschließt sich fortan zu Leiden.
Was ist da nun eigentlich passiert? Genau das, was dir dein ganzes Leben lang passiert. Wir treffen Entscheidungen und sind für unser Handeln selbst verantwortlich. Die Konsequenzen sehen wir manchmal mehr oder weniger deutlich, früher oder später. Aber im Endeffekt kommen wir nicht umhin, diese Entscheidungen zu treffen.
Eine Beziehung einzugehen ist eine solche Entscheidung. Zugegeben mit sehr viel Gefühl verbunden. Jeder der beiden Beteiligten hat Träume, Wünsche und Vorstellungen. Ob diese mit dem tatsächlichen Ich konform sind, mag an dieser Stelle einmal dahin gestellt sein. Und Boshaftigkeit wollen wir bei unserem Pärchen jetzt nicht unterstellen. Man verlebt nun also eine schöne Zeit miteinander. Und irgendwann in dieser Zeit stellt einer der beiden fest. Hmn! Das war es ja eigentlich doch nicht. Also wird sich getrennt. Cut!
Welche Gründe hatte die Person, die sich nun trennte? Es ist lapidar gesagt egal! Fest steht, dass diese Gründe den Verlassenden bewogen haben zu gehen. In dessen Augen und für sein Gefühl waren sie ausreichend. Und sei es einfach, dass einer der beiden sich verändert oder mittlerweile andere Wertvorstellungen und Sichtweisen hat. Oder eigentlich schon immer hatte. Ob man nun spekuliert, ob dies und das ein wirklicher, echter und guter Grund ist, liegt immer in der subjektiven Sicht des Betrachters. Und manchmal ist auch eine Frage von Sympathie und den eigenen Zielen des Beurteilenden.
Also wird die Beziehung nun beendet. Auch hier gibt es viele Facetten, wie man sich trennt. Brutal oder rücksichtsvoll, schnell oder langsam, persönlich oder per SMS. Jeder hier kann an dieser Stelle wohl sofort eine eigene Geschichte erzählen. Tatsache ist, dass die Beziehung nun beendet wird und jeder der beiden fortan einen eigenen Weg geht. Wir stellen also fest. Wie der Verlassende es macht. Es ist egal! In allen Fällen steht am Ende die Trennung. Das WIE ist einzig und allein eine Spiegelung des Verlassenden als Mensch und der augenblicklichen Emotionen.
Werfen wir nun noch einen Blick auf den Verlassenen. Dieser mag überrascht sein oder es auch schon erwartet haben. In den meisten Fällen stürzt er in ein verdammt tiefes Loch. Der Schmerz scheint kein Ende zu nehmen. Die Gedanken rasen und überholen sich sogar bisweilen. An dieser Stelle sei Tato zitiert: ´Gedankenkarussell`. Aber was in dem Verlassenen auch vorgeht und welche Gefühle ihn regieren. Es ist egal! Denn am Ende steht nur eine Tatsache. Er muss da durch. Und keiner kann es diesem Menschen abnehmen. Wir können den Verlassenen trösten und Ratschläge erteilen. Aber wie er damit umgeht und wie es für ihn am besten ist, muss er einzig und allein selbst entscheiden. Mit allen Konsequenzen!
Wobei wir nun bei der Essenz der ganzen Sache angekommen sind. Und mancher Leser mag begeistert zum bevorstehenden Ende in die Hände klatschen.
Fest steht. Wir werden allein geboren. Müssen unsere Entscheidungen alleine treffen und wenn irgendwann D-Day ist, werden wir auch wieder allein sein. Was danach ist? Wer weiß das schon wirklich?
Aber wie unser Leben auch abläuft. Es ist ausschließlich das Resultat von Entscheidungen und deren Konsequenzen. Und es ist an uns, damit umzugehen auf die eine oder andere Weise.
An dieser Stelle sei ironischerweise angemerkt, dass mir diese Gedanken in einem sehr intensiven Gespräch mit einer Person kamen, welche wohl in näherer Zukunft jemanden verlassen wird.
Schräge Welt!!