Chiara
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Dass auch junge Männer aus der Generation der 20- bis 30-Jährigen bei sich und den jungen Frauen in ihrer Umgebung diese Beobachtung machen, erstaunt mich umso mehr.
Sucht mal im deutschsprachigen Internet oder in deutschsprachiger Ratgeberliteratur nach diesem partnerschaftlichen Thema (konservatives Rollenverständnis, komplementäre Rollen) - da gibt's (im Gegensatz zur Recherche im englischsprachigen Raum) kaum was (abgesehen natürlich von Seiten zu explizit s.uellen Präferenzen wie SM). Unter dem Stichwort "Alphamann" wiederum geht es fast nur ums Erobern... tja, aber leider nicht darum, eine Beziehung zu führen und einvernehmlich zu gestalten. (Deshalb wundert es mich ja, dass ihr drei genannten Threadteilnehmer nun alle zufälligerweise dieser Meinung zuneigt und sie teilweise in eurem Bekanntenkreis genauso bestätigt seht. Ich hoffe, ich habe niemanden missverstanden.)
Was haltet ihr in diesem Zusammenhang von der These, dass Frauen sich in einer Beziehung vor allem nach Liebe, Männer dagegen vor allem nach Respekt sehnen? Ein Beispiel: Eine Frau nörgelt an ihrem Mann herum (was weiß ich... gibt ja objektiv im Alltag allerlei Gründe
Was meint ihr: Könnte man diese Geschichte auch umdrehen? Also: Ein Mann nörgelt an seiner Frau herum und sie fühlt sich von ihm nicht genügend respektiert... Funktioniert die Geschichte auch andersherum, weil beide Geschlechter gleichermaßen viel Respekt und viel Liebe benötigen? Oder gibt's da (euren Erfahrungen und Beobachtungen nach) wirklich Unterschiede in den Bedürfnissen?
Übrigens, Basti24, entdecke ich in deiner Argumentation Widersprüchliches. Einerseits sagst du, dass Frauen es gerne mögen, wenn ihr Partner bestimmt und seine Interessen "durchboxt". Das bedeutet aber, dass die Frau in der Beziehung dieses Verhalten akzeptiert und durch ihr eigenes (akzeptierendes) Verhalten fördert und unterstützt.
Nun aber sagst du:
Zitat:Frauen die ihrem Mann z.B. alles nachsehen werden bei diesem den Eindruck erwecken, dass er sich alles erlauben kann.
Aber sind das nicht die Frauen, die eben dem Mann die führende Rolle überlassen? Einerseits handeln sie also (angeblich) gemäß ihrer Natur (jedenfalls, wenn wir B0rdi Glauben schenken wollen), andererseits ermutigen sie gerade durch dieses Verhalten ihren dominanten Mann zum Fremdgehen? Das wäre von der Natur aber dann ganz dumm "eingerichtet"...
Dann noch die anderen Frauen und Mädels, die sich so leicht von Alpha-Kerlen und ihren Darstellungskünsten beeindrucken lassen (auch unpraktisch, weil sie auf die Nase fallen, aber das gibt ihre Natur ihnen eben vor...), dass sie hin und weg sind und gar nicht anders können, als mit ihm (sei er nun liiert oder nicht) ins Bett zu steigen... Und zu guter Letzt dann noch die Frauen, die sich aus einem falschen Emanzipationsverständnis heraus nun nicht mehr aufhalten lassen, es den Männern gleich zu tun und hemmungslos seitzuspringen... Hmm, sind Frauen nun an allen Seitensprüngen schuld?
Dieser Abschnitt war nicht wirklich ernst gemeint - ich glaube auch nicht, dass du den Frauen die "Schuld" an der gesellschaftlichen Entwicklung und an der wachsenden Untreue in Partnerschaften geben möchtest. (Du zeigst ja auch die Verantwortung beider Geschlechter auf: "dass es weniger Seitensprünge gäbe, wenn sich die Frauen auf der einen Seite mehr darüber bewusst werden, was sie bei Männern überhaupt suchen und die Männer auf der anderen Seite anfangen sich selbst für nicht ganz so wichtig zu halten").