Niaa
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Hallo zusammen,
ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Ich wurde vor wenigen Tagen nach fast 8 Jahren Beziehung völlig unerwartet von meinem Partner verlassen und bin gerade einfach nur am Boden.
Unsere Beziehung war über lange Zeit sehr belastet, vor allem durch seine Alk.. Es gab auch Abwertung und körperliche Übergriffe. Trotzdem habe ich ihn geliebt und immer wieder versucht, an uns zu glauben. Ich habe ihn während seiner Sucht begleitet, sehr viel ausgehalten und gehofft, dass es nach einer Therapie irgendwann besser werden könnte.
Vor einigen Monaten bin ich für zwei Monate ausgezogen. Er hat damals sehr darum gekämpft, dass ich zurückkomme, und ich habe ihm gesagt, dass ich ihn während seiner Therapie unterstützen würde und wir danach schauen, wie es mit uns weitergeht. Bis kurz vor der Trennung hat er mir noch gesagt, dass er sich darauf freut, nach der Therapie mit mir und unseren beiden Katzen weiterzuleben.
Jetzt ist er seit ungefähr fünf Wochen in einer Klinik und hat dort – mit Unterstützung eines Psychologen – entschieden, die Beziehung zu beenden. Er hat mir am Telefon gesagt, dass ich seine Bedürfnisse nicht mehr erfülle und die Beziehung für ihn nicht mehr funktioniert. Für mich kam das völlig aus dem Nichts.
Ich kann gerade überhaupt nicht begreifen, wie nach acht gemeinsamen Jahren und allem, was wir erlebt haben, innerhalb so kurzer Zeit eine solche Entscheidung fallen kann. Ich fühle mich gleichzeitig verlassen, betrogen, wertlos und vollkommen überfordert. Besonders schlimm ist, dass ich jetzt alleine in unserer gemeinsamen Wohnung sitze, während unsere beiden Katzen bei mir sind und er sie ebenfalls nicht mehr sehen wird.
Ich weiß, dass die Beziehung sehr belastend und teilweise verletzend war. Trotzdem tut die Trennung gerade unfassbar weh. Ich vermisse unseren Alltag, die Nähe, die Gewohnheiten und den Menschen, mit dem ich so viele Jahre meines Lebens verbracht habe. Und ich habe ständig diese Gedanken: Wie kann er das alles einfach beenden? Wird er mich irgendwann vermissen? Wird er irgendwann verstehen, was ich für ihn getan und ausgehalten habe?
Ich weiß, dass niemand hier vorhersagen kann, was er irgendwann fühlen wird. Ich glaube, ich brauche gerade einfach Menschen, die verstehen, wie sich so ein Verlust anfühlt – besonders nach so vielen Jahren und unter solchen Umständen.
Hat jemand etwas Ähnliches erlebt? Wie waren die ersten Tage und Wochen für euch? Und wann wurde es irgendwann auch nur ein kleines bisschen leichter?
Ich wäre wirklich dankbar für eure Erfahrungen. ❤