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Suche Leute die mich verstehen

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@Arnika Mir ist bewusst, dass mein Verhalten psychologische Gründe in meiner Vergangenheit hat und ich setze mich damit auch in meiner Therapie auseinander. Aber vier Tage nach dieser Trennung hilft mir eine ungefragte Bewertung meines Selbstwerts und Verhaltens überhaupt nicht. Ich suche hier gerade Verständnis und Austausch.

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S
Zitat von Niaa:
in dieses Thema Co-Abhängigkeit reinlesen

Das wäre bestimmt gut. Aber solche Life-Meetings sind besonders, weil man da spürt, dass man nicht alleine damit ist und kann sich in den Beiträgen der anderen wieder erkennen.

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A


Suche Leute die mich verstehen

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@Sincerite das glaube ich auch, mir würde es echt helfen mich mit Leuten auszutauschen die in ähnlichen Positionen wären, danach sehne ich mich grade irgendwie total

x 1 #18


S
@Niaa
Bekommst du es hin die Internetseiten von Coda und ALANON zu finden? Oder bist du zu angeschlagen?

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MafusCage
Zitat von Niaa:
Ich kann gerade überhaupt nicht begreifen, wie nach acht gemeinsamen Jahren und allem, was wir erlebt haben, innerhalb so kurzer Zeit eine solche Entscheidung fallen kann.

Tut mie sehr leid. Psychologen geben oft neue Perspektiven auf eine Situation und vielleicht hat dein Ex hier neue Erkenntnisse gewonnen, die ihm weiterhelfen. Es muss auch nicht böse gegen dich sein. Lass ihn erstmal die Klinik überstehen und wünsche ihm (wenn es dir nicht egal ist) vielleicht doch besser, dass er seine Probleme überwindet. Du bist wütend und verletzt, aber versuch fair zu bleiben. Er muss sich und sein Leben selbst retten und du bist für dich selbst zuständig. Du brauchst ihn nicht zum existieren.

Zitat von Niaa:
Wird er irgendwann verstehen, was ich für ihn getan und ausgehalten habe?


Bestimmt weiß er das früher oder später zu schätzen, vielleicht arbeitet ihr es später (mit etwas Ruhe) nochmal zusammen auf.

Du wirkst sehr wütend, aber es wird besser werden. Werde besser nicht beleidigend und zieh dich erstmal zurück, bis es wieder erträglicher wird. Manchmal sagt und tut man im verletzten Zustand Dinge die man später bereuht.


Zitat von Niaa:
Ich fühle mich gleichzeitig verlassen, betrogen, wertlos und vollkommen überfordert.


Das ist vollkommen normal. Geh raus aus der Wohnung, wenn es zu schlimm wird. Mir hat es geholfen Podcasts zu Trennungs- und Psychologiethemen zu hören, oder Bücher in die Richtung zu lesen. So konnte ich selbst Dinge aufarbeiten, die mir der Ex nicht (mehr) beantworten konnte. Geh in den Wald spazieren und weine, wenn dir danach ist ... man ist da meist allein. Nach Bewegung gehts oft besser. Verwöhne dich mit einem schönen Bad oder power dich bei Sport aus. Beginne was Neues nur für dich... worauf hast du Lust, wenn du mal in dich horchst? Verreisen kann auch neuen Aufwind geben ... Tapetenwechsel!


Wie hatte er mit dir gesprochen ... welche Erkenntnisse haben ihn zur Trennung bewegt. Konnte er dir das wenigstens etwas erklären oder war das Gespräch kurz und knapp bzw. eher abfertigend/wütend? Wie lang ging das Gespräch?

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N
@Sincerite das bekomme ich hin, danke es tut mir irgendwie gut mich damit zu beschäftigen, was mir helfen könnte

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N
@MafusCage danke für die Tipps, ich schreibe auch gerne und werde versuchen mich darauf zu fokussieren.

Ja ich bin wütend, das ist mit das stärkste Gefühl.
Er meinte er liebt mich, aber es ist schon länger so das ihn die Beziehung nicht erfüllt, er das Gefühl hatte für mich wäre es besser wenn er bleibt, er nicht alleine sein wollte, weil er keine Freunde hatte, das hat mich am meisten getroffen, denn das hatte ich schon oft direkt angesprochen. Ich hab so oft gesagt das ich unter ihm leide.
Was mich so wütend macht, ich hab so oft daran gedacht zugehen, auch als ich damals ausgezogen bin, ich hab oft gesagt, wenn ihm irgendwas an mir liegt, soll er mir sagen wenn er was nicht fühlt, ich hab so oft gezweifelt (auch meinerseits) und immer wieder hat er mir doch das Gefühl gegeben, dass er mich unbedingt will, zuletzt vor 2 Wochen, wir haben oft über sowas geredet die letzten Wochen, ich hab es auch nicht mehr gefühlt, weil er ständig betrunken war und man nichts damit anfangen konnte.
Er hat mir bis zum Schluss den Himmel auf Erden versprochen, er hat mir bis zum Ende das Gefühl gegeben Ich hätte die *beep* in der Hand..

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CanisaWuff
Zitat von Niaa:
Er hat mir bis zum Schluss den Himmel auf Erden versprochen

Bei einem Alki endet der Himmel an der nächsten Flasche.

Er hätte Dir alles versprechen können und Du wärst nur enttäuscht worden, denn gehalten werden solche Versprechen nicht.

Du steuerst jetzt auf eine Zukunft ohne Probleme zu ...oder zumindest mit Problemen, die nur mit Dir zu tun haben

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N
@CanisaWuff das werde ich mir wie ein Mantra ins Gedächtnis rufen.

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MafusCage
Zitat von Niaa:
Was mich so wütend macht, ich hab so oft daran gedacht zugehen, auch als ich damals ausgezogen bin, ich hab oft gesagt, wenn ihm irgendwas an mir liegt, soll er mir sagen wenn er was nicht fühlt, ich hab so oft gezweifelt


Ich kann es komplett nachvollziehen. ich habe das vor Ewigkeiten auch schon durchgemacht. Ich musste damals lernen, dass es meine eigene Problematik war, dass ich mich um den Ex und all seine Probleme gekümmert habe immer unter dem Gefühl ich tue es für uns und das ist Liebe. Dabei habe ich viele Missstände gefühlt aber ausgeblendet und ihm am Ende die Schuld gegeben, weil ich ja so viel gegeben habe ohne etwas zurückzubekommen.

Du hast dich entschieden zu kämpfen und deine Zweifel ignoriert und bist schon auf dem Weg zu erkennen, dass du dich hier auch übergangen hast. Und egal was er bis zuletzt versprochen hat, vermute ich das er es tatsächlich nicht besser wusste oder auch in diesem Glaubensmuster gefangen war. Wir sind unperfekte Menschen und machen Fehler. Er hat jetzt eine andere Entscheidung für sich getroffen. Die ist hart und desillusionierend. Du sagtst, die Trennung kam jetzt aus heiterem Himmel, aber beschreibst doch einige Probleme in den letzten Monaten. Warum war das Thema dann bei dir so fern? Mach dich für dich ehrlich und nimm dir deine Fehleinschätzungen nicht übel, aber jetzt die Verantwortung für deinen Anteil an der Selbstlüge.

Ihr wart 8 Jahre zusammen und ich für euch beide ist der Schritt jetzt ein großer. Dein Ex wird auch mit vielen Ängsten zu kämpfen haben. Besagtes Alleinsein ist ein großer Grund. Aber sich durch diese harte Entscheidung zu kämpfen, den Mut zur Trennung zu haben, kann auch unerwartet befreiend sein. Auch für dich kann das sich noch so anfühlen.

Lass erstmal sacken. Du gewöhnst dich an den neuen Weg und wirst neue Ideen und Pläne für dich entwickeln und ja vielleicht werdet ihr mit Abstand auch Freunde bleiben. Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem besagten Ex (nicht dicke aber immerhin) befreundet und kann in schweren Zeiten auf ihn zählen.

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GreenTara
@Niaa, ich kann deine Wut schon nachvollziehen, da hast daran geglaubt, dass ihr einmal ein schönes gemeinsames Leben habt, und dass sich dein Beistand und dein Aushalten einmal auszahlen werden. Aber kein Süchtiger kann dir versprechen, dass er nach der Therapie dauerhaft trocken bleibt. Die Rückfallquoten sind hoch. Es ist nun einmal eine Krankheit.
Zitat von Niaa:
Bis kurz vor der Trennung hat er mir noch gesagt, dass er sich darauf freut, nach der Therapie mit mir und unseren beiden Katzen weiterzuleben.

Vielleicht hat er das in dem Moment, als er es sagte, auch so gemeint. Jetzt meint er etwas anderes. Die Meinung eines Süchtigen ist nicht sehr beständig.
Ganz ehrlich: Du hast jetzt eine Chance, frei zu werden. Dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Und nicht mehr in eine Beziehung zu investieren, die sich nicht auszahlt. Letztlich hilft es nichts, jemanden eine Schuld zu geben. Ein süchtiger Mensch handelt nicht, um jemanden zu schaden. Aber die Sucht verändert den Charakter. Selbstverantwortung und Ehrlichkeit treten in den Hintergrund, die Sucht will befriedigt werden. Wenn du das verstanden hast, und es annehmen kannst, wird sich deine Wut auflösen. Vielleicht hat der Psychologe den Eindruck, dein Ex kann mehr erreichen, wenn er seine Eigenverantwortung aktiviert. Und sich nicht auf jemand anderen verlässt. Es ist nicht mehr deine Sache, er hat los gelassen. Das einzige, das du tun kannst, ist ebenfalls loslassen.
Eine SHG wird dir dabei helfen.

x 3 #26


N
@MafusCage Für mich war es so fern, weil er ständig sagte es läge am Alk. und nicht an mir, ich hab ihn wirklich so oft gefragt, ob was ist, ob irgendwas an mir liegt, er verneinte es ständig. Ich sagte so oft ich würde gehen wenn es so weitergeht und er meinte er geht in die Therapie und ich wäre der Ansporn, er hat in der Zeit als ich weg war begriffen was ich für ihn bin, vielleicht trage ich Mitschuld dran und ja ich hab mich selbst übergangen.. aber der Wunsch war da, das es sich trotzdem zum guten wendet und wenn was ist, das ich geh. Es hat für alle ausgesehen, als würde er kämpfen, ich war so naiv und hab ihn geglaubt.

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Karinchen
Liebe Niia,

mein Vater war Alk.. Meine Mutter ist bei ihm geblieben und hat die Sache durchgezogen. 19 Jahre exessiver Alk. machten aus meinem Vater körperlich ein absolutes Wrack, er war bösartig und asozial und hat jahrelang nur noch vor sich hinvegetiert.

Ich habe sehr sehr sehr darunter gelitten, konnte es irgendwann nicht mehr ertragen, bin selbst krank geworden und habe es zum Glück geschafft, den Kontakt zu ihm abzubrechen.

Ich war bei den Erwachsenen Kindern von Alk. und auch bei Al Anon-Treffen. Da saßen viele Frauen, deren Männer tranken und die bei ihren Männern blieben. Auch wenn die Kinder den Kontakt abbrachen, so wie ich. Ich habe es nie verstanden.

Einige dieser Frauen sagten zu mir, ich werde es ewig bereuen, wenn ich das tue.

Aber es war mein Weg in die Gesundheit.

Von einer Suchterkrankung hat man das ganze Leben lang etwas. Es ist ja nicht so, dass man einen Entzug macht und dann für immer clean ist. Es gibt immer wieder Rückfälle, ich habe es bei meinem Vater erlebt, es war furchtbar. Diese Hoffnung, die man hat, und gleichzeitig diese Angst, die man hat. Man geht einfach selbst kaputt, je länger man das mitmacht.

Von meinem Standpunkt aus betrachtet hat dieser Mensch dir einen Gefallen getan, auch wenn du das (noch) nicht so sehen kannst.

Du hast schon so viel mitgemacht mit ihm. Eine endgültige Heilung von der Krankheit gibt es nicht. Auf was für ein Leben an seiner Seite hättest du dich eingelassen, wenn er sich nicht getrennt hätte?

Ich weiß, du fühlst dich um die Jahre betrogen, in denen du dich für ihn aufgeopfert hast. Du hattest eine lange schwere Zeit mit ihm. ABER: Es ist für dich noch nicht zu spät, ein schönes Leben zu leben. Das fühlst du jetzt noch nicht. Aber es wird kommen.

Als meine Mutter gestorben ist, hat es mir für sie so leid getan, dass sie ihr Leben ruiniert hat an der Seite dieses Mannes.

Nur bitte: Wenn er wieder an deiner Tür klopft, lass ihn nicht mehr herein in dein Leben.

Ich wünsche dir viel Kraft! Und die Wut darf sein, finde ich...

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N
@Karinchen Das tut mir leid mit deinem Vater. Dieses Alk. Thema macht Menschen so fertig Angehörige sowie den Menschen selbst. Meiner hat nie einen Entzug gemacht. Mir fällt grade auf, ich war immer entschlossen zugehen, wenn es zu einem Rückfall kommt und irgendwie war mir bewusst dass, das sehr gut möglich ist, aber ich hab mich an den Gedanken geklammert, dass es besser wie bei meinem Vater sein muss, weil er geht ja jetzt in Therapie, in der mein Vater nie war, die Trennung trifft mich auch, weil die Vorstellung wie es sein könnte gestorben ist, aber wahrscheinlich wäre die Realität nicht das was ich will

Es tut gut, die Situation aus der Perspektive zusehen, dass es mir mein Leben erleichtert hat, ein Alk. bleibt eben einer.

Nein, ich bin entschlossen, ich möchte einen klaren Strich..

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D
@Niaa

Ich kann sehr gut verstehen wie Du dich fühlst. Ich hatte mich, um meine 36 jährige Ehe zu retten, selbst verloren. Selbstwertgefühl auf null. Du trauerst um die gemeinsame Zukunft. Jeder sagt 'Es wird wieder besser'. Aber keiner kann mir sagen wann.

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A


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